Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Akademik Lomonossow: Russisches…

Die Russen haben dazugelernt!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 30.04.18 - 15:15

    An Intelligenz mangelt es den Russen nicht, das muss man ihnen lassen, und lernfähig sind sie auch:

    Bei einer Havarie bestehen jetzt gute Chancen, den schmurgelnden Nukleareintopf noch rechtzeitig in tiefe Gefilde schippern und dortselbst versenken zu können. In mehreren tausend Metern tiefe kann das Gebilde dann auf ewig vor sich hin kühlen und strahlen.

    Keine verseuchten Landstriche und entvölkerten Städte mehr, keine Terminatoren, kein zigtausendfacher Bodycount, keine Missbildungen und keine Entschädigungszahlungen - zumindest nicht die nächsten 2-3 Generationen.

    Tja, Weitblick muss man eben haben!

  2. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: ranzassel 30.04.18 - 15:20

    Sowas praktizieren die aber schon länger. Die haben z.B. Eisbrecher mit teilweise 2 Reaktoren. Und die sind auch so gebaut. dass die Dinger im Ernstfall einfach durch eine "Bodenluke" aus dem Schiff abgeworfen werden können. Soweit ich gelesen habe ist sowas auch durchaus schon vorgekommen.

  3. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: Eheran 30.04.18 - 15:59

    >kein zigtausendfacher Bodycount
    Quelle?

  4. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: Verleihnix 30.04.18 - 16:06

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An Intelligenz mangelt es den Russen nicht, das muss man ihnen lassen, und
    > lernfähig sind sie auch:
    >
    > Bei einer Havarie bestehen jetzt gute Chancen, den schmurgelnden
    > Nukleareintopf noch rechtzeitig in tiefe Gefilde schippern und dortselbst
    > versenken zu können. In mehreren tausend Metern tiefe kann das Gebilde dann
    > auf ewig vor sich hin kühlen und strahlen.
    >
    > Keine verseuchten Landstriche und entvölkerten Städte mehr, keine
    > Terminatoren, kein zigtausendfacher Bodycount, keine Missbildungen und
    > keine Entschädigungszahlungen - zumindest nicht die nächsten 2-3
    > Generationen.
    >
    > Tja, Weitblick muss man eben haben!

    Glaubst du das wirklich?

    Die Russen haben noch diverse Atom-Uboote (z.T. noch mit Bewaffnung) auf dem Meeresboden in der Arktis und früher oder später werden die Waffen/Reaktoren durchrotten. Was meinst du passiert, wenn die radioaktiven Stoffe im Fanggebiet Barentsmeer, etc. über den dort gefangenen Fisch in den Nahrungsmittelkreislauf gelangen?

    Aus den Augen - aus dem Sinn ist etwas zu kurz gedacht.

  5. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 30.04.18 - 16:12

    Einfach mal nach "Terminatoren" sowie "inoffiziell AND tote AND tschernobyl" suchen.

  6. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 30.04.18 - 16:12

    Ja, tut mir leid, hatte vergessen das Warnschild "Sarkasmus" aufzuhängen... (s. Kommentar v. ranzassel)

  7. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.04.18 - 16:19

    > Was meinst du passiert, wenn die radioaktiven
    > Stoffe im Fanggebiet Barentsmeer, etc. über den dort gefangenen Fisch in
    > den Nahrungsmittelkreislauf gelangen?

    Es wird stark verdünnt und ist ohne Gammastrahlenspektrometer mit hoher Integrationszeit vor der Hintergrundstrahlung der natürlichen Radioaktivität praktisch nicht messbar.

    Atombombentests haben sehr viel größere Mengen sofort im Meer freigesetzt, ohne jede Zeit für radioaktiven Zerfall. Die Korrosion schreitet dagegen sehr langsam voran. Was nicht heißt, dass man die Reaktoren nicht bergen und ordentlich behandeln sollte - teilweise wurden die Schiffe auch mit Bitumen und ähnlichem ausgefüllt um die Korrosion der Reaktoren zu verhindern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.18 16:27 durch ap (Golem.de).

  8. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: Eheran 30.04.18 - 17:13

    Da findet sich dann hier folgendes:
    >Die Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) schätzt jedoch, dass ungefähr 125.000 Arbeiter, die direkt nach der Katastrophe eingesetzt wurden, an den Folgen der Strahlung gestorben sind.

    So... schauen wir uns die Studie des IPPNW mal an:
    >After examining different studies, Yablokov estimates that 112,000–125,000 liquidators were already dead by 2005. The main causes of death were stroke and heart attack, the second most common was cancer.

    Weil alte Menschen gestorben sind, die damals mitgearbeitet haben, sind das jetzt alles "Strahlungsopfer". Wenn von den >800'000 Liquidatoren nur 20% über 50 waren, dann sind diese 20% (160'000 Personen) heute 82 Jahre alt... oder halt tot. Wer so Zahlen erfindet, der ist gleichauf mit Fakenews.
    Oh... Herz/Kreislauf und Krebs sind generell die zwei Hauptursachen für alle Todesfälle mit über 65% Anteil an allen gestorbenen Menschen in Deutschland.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.18 17:16 durch Eheran.

  9. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 30.04.18 - 23:23

    Alles klar, ich sehe schon, du bist an vorderster Front der freiwilligen Borsandschaufler, wenn bei uns ein Altmeiler oder ein Abklingbecken havariert.

    Alternativ hätten wir da auch noch die planmäßig verseuchte Asse im Angebot - strahlungsresistente Männer mit "Balls of lead" gesucht - genau das Richtige für dich!
    Sofern noch Fortpflanzungsambitionen bestehen, gibts bei Helden solchen Formats auch keinerlei Grund zur Sorge vor Missbildungen.

    Denn, das Wichtigste beim echten Mann sind ja bekanntlich die Hoden, der Rest ist praktisch immun gegen Röntgen-, Gamma-, kosmische und Mikrowellenstrahlung.

    Also: ran an den Feind und den Dreck weggeräumt - als Bestverdienerputzkraft - und idealerweise den Krempel danach in den Atlantik gekippt.
    Das verdünnt sich dann schon.

  10. @ Verleihnix

    Autor: Ichdenkeselbst 30.04.18 - 23:29

    Echt jetzt? Du machst dir Sorgen über eine minimale Verstrahlungsmöglichkeit, welche in der Natur am Meeresboden durch vulkanische Aktivitäten ständig vorkommt, lebst aber in einer Gesellschaft deren Nahrungsmittel und unmittelbares Lebensumfeld durch Stoffe wie Glyphosat und Umwelthormone, sowie Medikamentenreste im Trinkwasser durchgehend verseucht ist.
    Leute wie du haben echt den Blick für das wesentliche verloren.

  11. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 01.05.18 - 00:20

    Im Übrigen spricht die IAEA von 9000 Todesfällen durch Langzeitfolgen bei Tschernobyl.

    Man kann jetzt darüber spekulieren, ob diese Institution eine eher atomfreundliche Berichterstattung ausübt oder nicht.

    Greenpeace spricht von 93.000 auf den Super-GAU zurückzuführenden Krebstoten.
    Die IPPNW spricht von mehr als 112.000 Liquidatoren, "die an den Folgen ihrer Zwangsarbeiten gestorben" seien und prognostiziert "für ganz Europa" bis zum Jahr 2056 knapp 240.000 durch den Unfall ausgelöste Krebsfälle.

    Von anderen Quellen werden noch höhere Todesraten angegeben:

    https://www.focus.de/panorama/welt/tid-22040/tschernobyl-50-tote-240-000-oder-eine-million_aid_620238.html

    Man kann jetzt schönrechnen, schönreden oder grob einen Mittelwert nehmen - dann sind die 112.000 Toten der IPPNW schon mal nicht so hoch gegriffen, zumal längst nicht alle Todesfälle auf Krebs oder akuter Strahlenkrankheit sondern auch auf Spätfolgen zurückzuführen sind.

    Hierbei finden sich noch nicht einmal die "Sekundärfolgen" von erhöhter Strahlenbelastung, wie Missbildungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Immunschwäche usw. wieder:

    https://www.welt.de/gesundheit/article12811901/So-gefaehrlich-ist-radioaktive-Strahlung-fuer-Menschen.html

  12. Re: @ Verleihnix

    Autor: cpt.dirk 01.05.18 - 00:41

    Ich glaube, du hast Verleihnix falsch verstanden - er spricht von der durch korrodierte Atomreaktoren, Atommüllfässer und Radionuklidbatterien bereits und künftig freigesetzten radioaktiven Isotopen, nicht von natürlicher Radioaktivität.

    Außerdem ist "Radioaktivität" nicht gleich Radioaktivität:
    https://www.welt.de/gesundheit/article12811901/So-gefaehrlich-ist-radioaktive-Strahlung-fuer-Menschen.html

    Und Glyphosat mit Iod 131, Strontium 90, Cäsium 137, Plutonium 239, oder einem Transuran wie Americium gleichzusetzen ist dann doch - gelinde gesagt - etwas kindlich im Grundansatz - vgl. "Halbwertszeiten" und:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Uran-Actinium-Reihe

  13. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: Eheran 01.05.18 - 11:44

    >dann sind die 112.000 Toten der IPPNW schon mal nicht so hoch gegriffen, zumal längst nicht alle Todesfälle auf Krebs oder akuter Strahlenkrankheit sondern auch auf Spätfolgen zurückzuführen sind.
    Ich kann mich nur wiederholen und erneut die Studie des IPPNW verlinken. Einfach ignorieren, was ich schreibe, hilft nicht:
    Menschen sterben, wenn sie zu alt werden. Dass von einer Population von Größe X nach 30 Jahren 15% gestorben sind, ist völlig normal (genau genommen wäre es bei einer korrekten Altersverteilung sogar mehr, aber da arbeiteten damals natürlich eher keine damals schon 60-jähigen mit). Ein Mensch wird nicht 300 Jahre alt.

    >zumal längst nicht alle Todesfälle auf Krebs oder akuter Strahlenkrankheit sondern auch auf Spätfolgen zurückzuführen sind.
    Auch das sagte ich schon in meinem Beitrag und habe es vom IPPNW zitiert. Die Hauptursache sind Herzinfakrte, so wie überall in der 1. Welt, danach kommen Krebserkrankungen*, ebenfalls wie sonst überall. Die Strahlenbelastung hat insbesondere Schilddrüsenkrebs verursacht, durch radioaktives Iod. Daran stirbt man aber nicht mal eben, das ist eine sehr gut zu behandelnde Krebsart. Von 6'000 daran erkrankten, wovon etwa 30-60% dem Unfall zuzuschreiben sind (je nach Region) sind 15 Personen gestorben. Von 99'024 Liquidatoren sind 58 daran erkrankt. Diese Zahlen nun sind aus einer (Meta-)Studie der WHO.

    *Wobei übrigens nur für Schilddrüsenkrebs nachweisbar ist, dass es durch den Unfall bzw. die radioaktive Belastung (mit Iod-131) mehr geworden sind. Für alle anderen Krebserkrankungen gibt es keine solchen Anstiege in der Häufigkeit.

  14. Re: @ Verleihnix

    Autor: Eheran 01.05.18 - 12:31

    Den Artikel, den du da verlinkt hast, kannst du in die Tonne treten. Da steht Unsinn drin:
    >Gammastrahlen hingegen sind nicht so aggressiv, dafür wirken sie über größere Distanz und können durch die Haut in den Körper dringen. In verschiedenen Geweben können sich die Partikel dann anreichern – und entfalten oft erst nach einiger Zeit ihre schädigende Wirkung.

    Grammastrahlung ein wie Licht aus Photonen. Wenn die in den Körper eindringen und dann im Körper wechselwirken, dann sind sie weg. Da bleibt kein "Partikel" zurück. Entweder wirkt das Photon sofort oder nie. So wie man Licht nicht in einem Sackt einfangen kann. Wer so einen Bullshit schreibt hat keinen blassen Dunst wovon er redet und hat sich auch nicht Informiert.

  15. Re: @ Verleihnix

    Autor: Verleihnix 02.05.18 - 11:49

    Ichdenkeselbst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Echt jetzt? Du machst dir Sorgen über eine minimale
    > Verstrahlungsmöglichkeit, welche in der Natur am Meeresboden durch
    > vulkanische Aktivitäten ständig vorkommt, lebst aber in einer Gesellschaft
    > deren Nahrungsmittel und unmittelbares Lebensumfeld durch Stoffe wie
    > Glyphosat und Umwelthormone, sowie Medikamentenreste im Trinkwasser
    > durchgehend verseucht ist.
    > Leute wie du haben echt den Blick für das wesentliche verloren.

    Das unser Grundwasser nach und nach mit Nitrat verseucht wird, Glyphosat und alles was du genannt hast, macht die eine Schadensquelle nicht besser. Nach deiner Logik könnte man Gift 2 schlucken, weil man eh zuvor Gift 1 genommen hat.

  16. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 02.05.18 - 14:27

    Deiner Argumentation kann ich nichts abgewinnen.

    Meinen Glückwunsch aber, dass du (die wohl einzige) schwache Stelle in dem von verlinkten Artikel gefunden hast; ich will dich zwar nicht enttäuschen, aber du hast sie nicht zuerst entdeckt. Ich bin nur einfach darüber hinweggegangen, weil der Rest soweit einen richtigen und guten Überblick gibt.

    Aber offenbar muss man bei dir wirklich ganz von vorne anfangen, da vermutlich weit vor oder weit nach dem Desaster bei Prypjat auf diesem Planeten gelandet bist.

    Was willst du beweisen, dass es nur 15 Krebstote durch Tschernobyl gab?
    Sogar offiziell geht man von mehreren tausend Toten aus.

    Es wäre auch seltsam, dass in der Ukraine die Hinterbliebenen von 15000 Tschernobylopfern explizite staatliche Zuwendungen bekommen - es scheint da offenbar einen Zusammenhang zu geben:

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/jahre-nach-tschernobyl-leukaemie-krebs-und-missbildungen-1.635537

    Du schränkst die Todesfälle auf "nachgewiesene" Fälle und zusätzlich noch auf Schilddrüsenkrebs ein, ausgelöst durch das kurzlebige Iod 131.
    Belegt sind aber über 6000 Schilddrüsenkrebsfälle, primär ausgelöst durch Tschernobyl - das Leiden, dass sich dahinter verbirgt, ist in den Augen mancher ExpertInnen natürlich keins, weil keine Toten.

    Hinzu kommen andere Krebsarten, z. B. Leukämie oder Knochenkrebs und sonstige Erkrankungen und Erbgutschäden, von denen hier noch gar nicht die Rede war, und die auch insbesondere abhängig von der Art der Strahlenexposition sowie der aufgenommenen Radionuklide abhängig sind.

    Im Fall von Tschernobyl kommen da, anders als in Fukushima, z. B. noch Uran, Plutonium sowie deren Zerfallsprodukte hinzu.

    Dass die tatsächlichen Todesfälle über alle Krebsarten hinweg u. U. erst spät auftreten, weil sie primär auf langsamer Akkumulation von Strontium 90 bzw. Cäsium 137, z. B. in Knochen zurückzuführen sind, und dass die aus der Statistik nicht ohne weiteres herauszulösen sind, steht auf einem anderen Blatt - oder, dass Leid durch radioaktive Strahlung nicht erst unmittelbar vor dem Todeszeitpunkt und nicht nur in Form von Krebs auftritt.

    Wende dich hierzu mal an Frauen mit Brustkrebs, die bestrahlt werden, als ExpertInnen für von durch Strahlung ausgelösten Symptomen. Oder an die Mütter missgebildeter und geistig behinderter Kinder in Tschernobyls Falloutzone, als Fachleute für Fachleute für Auswirkungen durch von Radioaktivität hervorgerufenen Erbgutschäden.

    Du willst "Beweise" für Tote? Die wirst du nicht bekommen, weil sie niemand zählen konnte, bzw. wollte.

    Aber eine rechnerische Ermittlung anhand vermuteter Strahlenexpositionen ist möglich, siehe Leukämie: lt. IARC-Studie sind hier allein in Ukraine, Russland und Weißrussland zusammen mit ca. 8000 Todesfällen zu rechnen - weiter entfernte Gebiete mit eingerechnet noch einmal "deutlich mehr":

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/folgen-der-kernschmelze-wie-viele-menschen-starben-beim-tschernobyl-unglueck-1.2965967

    Hier hast du deine zigtausenden von Toten, die natürlich in keiner Statistik aufgelistet sind, weil sich niemand die Mühe macht, bzw. machen will, sie herauszufiltern. Diese sind anhand der Strahlendosen aber tatsächlich errechenbar.

    Und das immer noch ungeachtet anderer Krebsarten, wie etwa Knochenkrebs.

    Diese, von der WHO finanzierten Arbeiten sind insofern sogar noch mit Vorsicht zu genießen, als sie möglicherweise nicht unabhängig sind und evtl. einseitig die Sichweise der Atomlobby stützen - die tatsächlichen Folgen könnten noch weitaus dramatischer sein:

    http://www.deutschlandfunk.de/mediziner-vermuten-1-4-millionen-tote-als-tschernobyl-folge.697.de.html?dram:article_id=78044

    Übrigens sind es nicht nur Menschen, die betroffen sind sondern auch die Natur, die Tiere, sogar Insekten - und das schon, bzw. offenbar gerade bei langfristiger, niedrig dosierter Strahlung:

    https://www.taz.de/!5294934/
    http://www.dw.com/de/nukleare-unf%C3%A4lle-verursachen-mutationen-bei-tieren/a-19179109

    Wer kann schon sagen, ob der Krebsfall in der Familie jetzt durch Tschernobyl ausgelöst wurde oder nicht? Man kann es aber oft auch nicht ausschließen.
    Das Leid, welches auch durch andere Spätfolgen den Betroffenen erwächst, lässt Manchereinen natürlich kalt.

    Radioaktivität löst aber bekanntlich nicht nur akute Strahlenkrankheit und Krebs aus sondern in niedrigerer und langfristiger Dosierung u. a. auch Herz-/Kreislauferkrankungen, Immunerkrankungen, Augenschäden sowie Erbgutschäden und Missbildungen aus. Auch Tiere und Pflanzen sind betroffen (s. o.)

    Menschen sterben übrigens nicht primär, weil sie alt werden sondern weil sie krank werden, denn Älterwerden ist ein Prozess des Krankwerdens - und erhöhte Radioaktivität beschleunigt diesen Prozess.

    Aber, vielleicht bist du ja strahlenresistenter Einwohner des Atomdorfes, dann brauchst du dir natürlich keine Sorgen zu machen.

    Solche Leute können bedenkenlos verstrahltes Milchpulver löffeln - Klaus Töpfer zeigte wie das geht - oder Steinpilze im bayr. Wald sammeln, respektive Wildsauen jagen gehen - dank Tschernobyl kann man die heute auch im Dunkeln leicht ausfindig machen.

    Und - wenn es ganz arg ist, kann man das Zeug ja schließlich immer noch abkochen.

  17. Re: Die Russen haben dazugelernt!

    Autor: cpt.dirk 02.05.18 - 15:36

    Das stimmt nur eingeschränkt.

    Denn es wurden in tiefen Meresschichten des Pazifiks seit Fukushima deutlich höhere Radioaktivitätswerte gemessen. Auch macht es einen Unterschied, welcher Art die verursachenden Radionuklide sind.

    Iod 131 hat eine Halbwertszeit von wenigen Tagen, spielt also nach kurzer Zeit keine Rolle mehr, wogegen Cäsium 137 und Strontium 90 eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren haben und sich in Muskelgewebe, bzw. Knochen ablagern.
    Uran 235 und Plutonium 239 haben eine Halbwertszeit von 700 Mio., bzw. 24000 Jahren, lagern sich in Leber und Knochen ab und sind zudem biologische Gifte - sie schädigen z. B. die Nieren.

    Sie bilden zudem über entsprechende Zefallsketten wiederum hochproblematische andere Radionuklide, die teils äußerst langlebig sein können:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Uran-Actinium-Reihe

    Zu Plutionium:
    "Bereits die Inhalation von 40 Nanogramm 239Pu reicht aus, um den Grenzwert der Jahres-Aktivitätszufuhr für Inhalation und Ingestion zu erreichen."

    Ein Staubkörnchen reicht also aus, um ggf. Krebs auszulösen, und zwar nach 10 oder mehr Jahren, wie im Tierversuch ermittelt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium

    Diese Sachverhalte müssen bedacht werden - wenn ggf. der gegessene Fisch oder Algensalat eben dieses Staubkörnchen enthält oder Radionuklide angereichert hat - und auch der Umstand, dass eine ausreichende Verdünnung austretender Radionuklide in flachen Gewässern nicht gewährleistet ist, wie es z. B. bei U-Boot-Havarien oder vorsätzlicher Atommüllverkappung schon vorgekommen ist.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. Deloitte, Düsseldorf, München
  3. Hays AG, Raum Stuttgart
  4. mobileX AG, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 529,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

  1. Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
    Razer Blade 15 Advanced im Test
    Treffen der Generationen

    Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.

  2. Passenger Name Record: EU diskutiert Überwachung von Reisen per Zug, Bus und Schiff
    Passenger Name Record
    EU diskutiert Überwachung von Reisen per Zug, Bus und Schiff

    Der EU-Rat diskutiert die Ausweitung der Fluggastdatenspeicherung auf Bahn, Bus und Schiff. Datenschützer und Juristen kritisieren den Vorstoß. Die Datenspeicherung sei bereits in ihrer jetzigen Form unverhältnismäßig und führe effektiv zu weniger Sicherheit.

  3. Neuralink: Elon Musk will Mensch und KI vereinen
    Neuralink
    Elon Musk will Mensch und KI vereinen

    Eine Fremdsprache aus dem Appstore laden: Elon Musks viertes Unternehmen Neuralink entwickelt einen implantierbaren Chip, der es ermöglichen soll, einen Computer mit Gedanken zu steuern. Langfristig sollen über den Chip neue Fähigkeiten ins Gehirn geladen werden können.


  1. 12:01

  2. 12:00

  3. 11:52

  4. 11:42

  5. 11:27

  6. 11:22

  7. 11:10

  8. 10:55