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Greenpeace nicht so grün

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  1. Greenpeace nicht so grün

    Autor: quasides 30.04.18 - 15:34

    Unfassbar wie eine Umweltschutzorgnaisation alle ihre werte über bord werfen kann, im grunde alles für das die organisation selbst steht und seit jeher aus rein politisch ideologischen überlegungen gegen Atomkraft ist.

    atomkraft ist die mit abstand sauberste und sicherste energieform die wir haben. aleln unfällen und medienhysterie zum trotz.

    was hier schienbar niemand versteht oder sieht.
    fossile brennstoffe fordern unfassbar viele tote, jährlich, auf verschiedenste weise (verschmutzung, unfälle etc) von indirekten folgen wie kriege um rohstoffe abgesehen.

    erneuerbare energien sind nicht viel besser. die noch brauchbarste ist wasserkaft.
    wind und solar hingegen haben enorm schlechte werte in der energieausbeute
    das bedeutet es muss ungleich viel mehr produziert werden (mit folgen durch verschmutzung in der produktion und im abfall) in einer größenordnung die nie in den medien zu lesen ist.

    wir reden hier von hunderten quadratkilometern solarzellen die jeweils ein atomreaktor ersetzen könnten. die folgen der produktion und entsorgung und deren umwelt und gesundheitsfolgen würden jedes tschernobyl aufwiegen.

    aber ja lieber weiterhin das politische kleingeld abholen in dem man dagegen ist.
    das ist ja seit den 80ern modern. damals hat ja der klassenfeind wirklich mist gebaut und trittbrettfahren hat all diesen rettet die welt ngos endlich auftrieb gegeben.
    diese alte kuh tritt man bis heute

  2. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: azeu 30.04.18 - 16:58

    Von strahlenden Sonnenkollektoren habe ich zumindest noch nie etwas gehört, Du etwa?

    Bitte sag mir, dass ich gerade auf Deinen Sarkasmus voll reingefallen bin.

    ... OVER ...

  3. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: muhzilla 30.04.18 - 17:14

    Lustig, wie auch dein zeitlicher Horizont nur bis zum ende deines eigenen Lebens geht. Wie haben jetzt schon jede Menge Gammelfässer in der Asse liegen, aber hey, ist ja alles für den sauberen Atomstrom, richtig?

  4. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Anonymer Nutzer 30.04.18 - 17:33

    Jeder mit dieser Einstellung sollte sein Haus direkt auf einem sogenannten "Endlager" und neben einem AKW bauen müssen, Urlaub nur noch nach Prypjat, Fukushima und Co. Zu essen gibt's jede Woche verstrahlte Pilze, die auch nach dreißig Jahren noch nicht wieder ganz "sauber" sind.

    In so einer Umgebung zieht man gern Kinder groß.

  5. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: p4m 30.04.18 - 17:48

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder mit dieser Einstellung sollte sein Haus direkt auf einem sogenannten
    > "Endlager" und neben einem AKW bauen müssen, Urlaub nur noch nach Prypjat,
    > Fukushima und Co. Zu essen gibt's jede Woche verstrahlte Pilze, die auch
    > nach dreißig Jahren noch nicht wieder ganz "sauber" sind.
    >
    > In so einer Umgebung zieht man gern Kinder groß.

    Und was genau macht es notwendig den Müll unter einer Wohnsiedlung zu lagern? Ziemlich überzogen das Szenario. Es gibt eine Menge guter Argumentationsstränge, was das Endlagerproblem angeht, dieser gehört nicht dazu.

  6. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: ShaDdoW_EyE 30.04.18 - 19:44

    p4m schrieb:
    >
    > Und was genau macht es notwendig den Müll unter einer Wohnsiedlung zu
    > lagern? Ziemlich überzogen das Szenario. Es gibt eine Menge guter
    > Argumentationsstränge, was das Endlagerproblem angeht, dieser gehört nicht
    > dazu.


    Achso, meinst du jetzt den argumentationsstrang ob man auf das endlager eine Pyramide bauen soll um unsere Nachfahren in 30000 Jahren zu warnen oder lieber nicht. Damit die es nicht aus Versehen wieder ausbuddeln?

  7. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Danijoo 30.04.18 - 19:48

    p4m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > david_rieger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jeder mit dieser Einstellung sollte sein Haus direkt auf einem
    > sogenannten
    > > "Endlager" und neben einem AKW bauen müssen, Urlaub nur noch nach
    > Prypjat,
    > > Fukushima und Co. Zu essen gibt's jede Woche verstrahlte Pilze, die auch
    > > nach dreißig Jahren noch nicht wieder ganz "sauber" sind.
    > >
    > > In so einer Umgebung zieht man gern Kinder groß.
    >
    > Und was genau macht es notwendig den Müll unter einer Wohnsiedlung zu
    > lagern? Ziemlich überzogen das Szenario. Es gibt eine Menge guter
    > Argumentationsstränge, was das Endlagerproblem angeht, dieser gehört nicht
    > dazu.

    Welchen Ort zur Lagerung schlagen sie denn vor? Aber bitte einen von dem Sie garantieren können das in den nächsten paar 10 tausend Jahren niemand dort eine Wohnsiedlung errichtet, Nahrung anbaut oder ähnliches.

  8. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Anonymer Nutzer 30.04.18 - 19:50

    Wo denn sonst lagern? Verarbeiten geht nicht, in die Sonne schießen geht auch nicht und wäre zu teuer. Sollen wir den Müll 30k Jahre in einem Zug um die Welt eiern lassen? Oder alles auf ein Floß und bei jedem Anlanden wieder auf das Meer schubsen? Reise zum Mittelpunkt der Erde und vergraben?

    Wer 10.000 nachfolgenden Generationen diesen Dreck aufhalsen will, wird doch kein Problem damit haben, läppische 50 - 100 darauf zu hocken.

  9. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.04.18 - 21:46

    Verarbeiten geht.

    Brennelemente können in Aufarbeitungsanlagen ... aufgearbeitet werden. Dort werden Uran und Plutonium vom Rest abgetrennt. Der Rest besteht aus spaltbaren Aktivierungsprodukten (Americium, Curium, etc. maßgeblich ist das Americium) und Spaltprodukten.

    Jede Kernspaltung resultiert in Spaltprodukten, die nach etwa 300 Jahren auf dem Niveau der Radiotoxizität (also der biologischen Schädlichkeit durch Radioaktivität) des ursprünglichen Uranerzes liegt. Real kann man die nicht völlig sauber abtrennen. In der Praxis würden die Zeiten zwischen 800 und 1500 Jahren liegen. Und würde man Thorium als Ausgangsstoff benutzen, wäre das selbst ohne Aufarbeitung so.

    Die Aktivierungsprodukte müssen zwischen 5.000 und 10.000 Jahre gelagert werden, um das gleiche zu erreichen. Wenn sie nicht zuvor in einem Kernreaktor, Teilchenbeschleuniger (-> Spallationsneutronenquelle) oder hybriden Fusionskraftwerk gespalten wurden. (In absteigende Reihenfolge der Verfügbarkeit. Wobei priniziell die Anforderungen an ein hybrides Fusionskraftwerk bei ~1% eines normalen Fusionskraftwerks lägen. Dort würde die Fusion nur als Neutronenquelle für Kernspaltung benutzt.)

    Die hohen Lagerzeiten kommen durch das Plutonium-239 zustande, das eine Halbwertszeit von rund 24000 Jahren hat - wenn es nicht zuvor gespalten wird. Dabei muss nur beachtet werden, dass das Plutonium nach 3-4 Aufarbeitungsrunden einen zu großen Anteil von Plutonium-240 besitzt, als dass es noch sicher in Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren eingesetzt werden könnte. Fast jede andere Form von Reaktor ist aber geeignet, wenn sie keinen mModerator haben, der im Betrieb verdampfen kann. Am effizentesten sind nicht-moderierte Reaktoren.

    Das ist alles wenigstens seit den 1950er Jahre bekannt. Die nötigen Aufarbeitungsanlagen wurden gebaut und mit politischen Protesten verhindert. Seit dem wurden von Seiten der Demonstranten keine weiteren Vorschläge zum Umgang mit Brennstäben gemacht. Stattdessen wurde die oft wiederholte Behauptung in die Welt gesetzt, dass sie nicht weiter verarbeitet werden können und ihre Existenz ein unvermeidliches Schicksal ist.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  10. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Danijoo 30.04.18 - 22:07

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verarbeiten geht.
    >
    > Brennelemente können in Aufarbeitungsanlagen ... aufgearbeitet werden. Dort
    > werden Uran und Plutonium vom Rest abgetrennt. Der Rest besteht aus
    > spaltbaren Aktivierungsprodukten (Americium, Curium, etc. maßgeblich ist
    > das Americium) und Spaltprodukten.
    >
    > Jede Kernspaltung resultiert in Spaltprodukten, die nach etwa 300 Jahren
    > auf dem Niveau der Radiotoxizität (also der biologischen Schädlichkeit
    > durch Radioaktivität) des ursprünglichen Uranerzes liegt. Real kann man die
    > nicht völlig sauber abtrennen. In der Praxis würden die Zeiten zwischen 800
    > und 1500 Jahren liegen. Und würde man Thorium als Ausgangsstoff benutzen,
    > wäre das selbst ohne Aufarbeitung so.
    >
    > Die Aktivierungsprodukte müssen zwischen 5.000 und 10.000 Jahre gelagert
    > werden, um das gleiche zu erreichen. Wenn sie nicht zuvor in einem
    > Kernreaktor, Teilchenbeschleuniger (-> Spallationsneutronenquelle) oder
    > hybriden Fusionskraftwerk gespalten wurden. (In absteigende Reihenfolge der
    > Verfügbarkeit. Wobei priniziell die Anforderungen an ein hybrides
    > Fusionskraftwerk bei ~1% eines normalen Fusionskraftwerks lägen. Dort würde
    > die Fusion nur als Neutronenquelle für Kernspaltung benutzt.)
    >
    > Die hohen Lagerzeiten kommen durch das Plutonium-239 zustande, das eine
    > Halbwertszeit von rund 24000 Jahren hat - wenn es nicht zuvor gespalten
    > wird. Dabei muss nur beachtet werden, dass das Plutonium nach 3-4
    > Aufarbeitungsrunden einen zu großen Anteil von Plutonium-240 besitzt, als
    > dass es noch sicher in Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren eingesetzt
    > werden könnte. Fast jede andere Form von Reaktor ist aber geeignet, wenn
    > sie keinen mModerator haben, der im Betrieb verdampfen kann. Am
    > effizentesten sind nicht-moderierte Reaktoren.
    >
    > Das ist alles wenigstens seit den 1950er Jahre bekannt. Die nötigen
    > Aufarbeitungsanlagen wurden gebaut und mit politischen Protesten
    > verhindert. Seit dem wurden von Seiten der Demonstranten keine weiteren
    > Vorschläge zum Umgang mit Brennstäben gemacht. Stattdessen wurde die oft
    > wiederholte Behauptung in die Welt gesetzt, dass sie nicht weiter
    > verarbeitet werden können und ihre Existenz ein unvermeidliches Schicksal
    > ist.

    All diese Fusionskraftwerke und Fusionshybride funktionieren bisher leider aber nur in entweder sehr kleinem Massstab oder gar nur theoretisch.

  11. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: ArcherV 30.04.18 - 22:53

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Verarbeiten geht.
    > >
    > > Brennelemente können in Aufarbeitungsanlagen ... aufgearbeitet werden.
    > Dort
    > > werden Uran und Plutonium vom Rest abgetrennt. Der Rest besteht aus
    > > spaltbaren Aktivierungsprodukten (Americium, Curium, etc. maßgeblich ist
    > > das Americium) und Spaltprodukten.
    > >
    > > Jede Kernspaltung resultiert in Spaltprodukten, die nach etwa 300 Jahren
    > > auf dem Niveau der Radiotoxizität (also der biologischen Schädlichkeit
    > > durch Radioaktivität) des ursprünglichen Uranerzes liegt. Real kann man
    > die
    > > nicht völlig sauber abtrennen. In der Praxis würden die Zeiten zwischen
    > 800
    > > und 1500 Jahren liegen. Und würde man Thorium als Ausgangsstoff
    > benutzen,
    > > wäre das selbst ohne Aufarbeitung so.
    > >
    > > Die Aktivierungsprodukte müssen zwischen 5.000 und 10.000 Jahre gelagert
    > > werden, um das gleiche zu erreichen. Wenn sie nicht zuvor in einem
    > > Kernreaktor, Teilchenbeschleuniger (-> Spallationsneutronenquelle) oder
    > > hybriden Fusionskraftwerk gespalten wurden. (In absteigende Reihenfolge
    > der
    > > Verfügbarkeit. Wobei priniziell die Anforderungen an ein hybrides
    > > Fusionskraftwerk bei ~1% eines normalen Fusionskraftwerks lägen. Dort
    > würde
    > > die Fusion nur als Neutronenquelle für Kernspaltung benutzt.)
    > >
    > > Die hohen Lagerzeiten kommen durch das Plutonium-239 zustande, das eine
    > > Halbwertszeit von rund 24000 Jahren hat - wenn es nicht zuvor gespalten
    > > wird. Dabei muss nur beachtet werden, dass das Plutonium nach 3-4
    > > Aufarbeitungsrunden einen zu großen Anteil von Plutonium-240 besitzt,
    > als
    > > dass es noch sicher in Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren eingesetzt
    > > werden könnte. Fast jede andere Form von Reaktor ist aber geeignet, wenn
    > > sie keinen mModerator haben, der im Betrieb verdampfen kann. Am
    > > effizentesten sind nicht-moderierte Reaktoren.
    > >
    > > Das ist alles wenigstens seit den 1950er Jahre bekannt. Die nötigen
    > > Aufarbeitungsanlagen wurden gebaut und mit politischen Protesten
    > > verhindert. Seit dem wurden von Seiten der Demonstranten keine weiteren
    > > Vorschläge zum Umgang mit Brennstäben gemacht. Stattdessen wurde die oft
    > > wiederholte Behauptung in die Welt gesetzt, dass sie nicht weiter
    > > verarbeitet werden können und ihre Existenz ein unvermeidliches
    > Schicksal
    > > ist.
    >
    > All diese Fusionskraftwerke und Fusionshybride funktionieren bisher leider
    > aber nur in entweder sehr kleinem Massstab oder gar nur theoretisch.


    Iter und Wendelstein sind schon an dir vorbei gegangen?

  12. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.04.18 - 23:20

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > All diese Fusionskraftwerke und Fusionshybride funktionieren bisher leider
    > aber nur in entweder sehr kleinem Massstab oder gar nur theoretisch.

    JET, EAST, JT-60 etc. die größeren Fusionsreaktoren kommen alle in die nötige Größenordnung, dass damit ein Hybridreaktor theoretisch machbar wäre. Aber es sind auch keine Fusionsreaktoren dafür unbedingt notwendig und ich schrieb auch nicht umsonst "in absteigender Reihenfolge der Verfügbarkeit".

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  13. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Danijoo 30.04.18 - 23:28

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danijoo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Verarbeiten geht.
    > > >
    > > > Brennelemente können in Aufarbeitungsanlagen ... aufgearbeitet werden.
    > > Dort
    > > > werden Uran und Plutonium vom Rest abgetrennt. Der Rest besteht aus
    > > > spaltbaren Aktivierungsprodukten (Americium, Curium, etc. maßgeblich
    > ist
    > > > das Americium) und Spaltprodukten.
    > > >
    > > > Jede Kernspaltung resultiert in Spaltprodukten, die nach etwa 300
    > Jahren
    > > > auf dem Niveau der Radiotoxizität (also der biologischen Schädlichkeit
    > > > durch Radioaktivität) des ursprünglichen Uranerzes liegt. Real kann
    > man
    > > die
    > > > nicht völlig sauber abtrennen. In der Praxis würden die Zeiten
    > zwischen
    > > 800
    > > > und 1500 Jahren liegen. Und würde man Thorium als Ausgangsstoff
    > > benutzen,
    > > > wäre das selbst ohne Aufarbeitung so.
    > > >
    > > > Die Aktivierungsprodukte müssen zwischen 5.000 und 10.000 Jahre
    > gelagert
    > > > werden, um das gleiche zu erreichen. Wenn sie nicht zuvor in einem
    > > > Kernreaktor, Teilchenbeschleuniger (-> Spallationsneutronenquelle)
    > oder
    > > > hybriden Fusionskraftwerk gespalten wurden. (In absteigende
    > Reihenfolge
    > > der
    > > > Verfügbarkeit. Wobei priniziell die Anforderungen an ein hybrides
    > > > Fusionskraftwerk bei ~1% eines normalen Fusionskraftwerks lägen. Dort
    > > würde
    > > > die Fusion nur als Neutronenquelle für Kernspaltung benutzt.)
    > > >
    > > > Die hohen Lagerzeiten kommen durch das Plutonium-239 zustande, das
    > eine
    > > > Halbwertszeit von rund 24000 Jahren hat - wenn es nicht zuvor
    > gespalten
    > > > wird. Dabei muss nur beachtet werden, dass das Plutonium nach 3-4
    > > > Aufarbeitungsrunden einen zu großen Anteil von Plutonium-240 besitzt,
    > > als
    > > > dass es noch sicher in Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren
    > eingesetzt
    > > > werden könnte. Fast jede andere Form von Reaktor ist aber geeignet,
    > wenn
    > > > sie keinen mModerator haben, der im Betrieb verdampfen kann. Am
    > > > effizentesten sind nicht-moderierte Reaktoren.
    > > >
    > > > Das ist alles wenigstens seit den 1950er Jahre bekannt. Die nötigen
    > > > Aufarbeitungsanlagen wurden gebaut und mit politischen Protesten
    > > > verhindert. Seit dem wurden von Seiten der Demonstranten keine
    > weiteren
    > > > Vorschläge zum Umgang mit Brennstäben gemacht. Stattdessen wurde die
    > oft
    > > > wiederholte Behauptung in die Welt gesetzt, dass sie nicht weiter
    > > > verarbeitet werden können und ihre Existenz ein unvermeidliches
    > > Schicksal
    > > > ist.
    > >
    > > All diese Fusionskraftwerke und Fusionshybride funktionieren bisher
    > leider
    > > aber nur in entweder sehr kleinem Massstab oder gar nur theoretisch.
    >
    > Iter und Wendelstein sind schon an dir vorbei gegangen?

    Wikipedia: "Da ITER eine Versuchsanlage und kein Fusionskraftwerk ist, besteht sein Blanket im ..."

    Auch Wendelstein ist eine Experiment und kein Kraftwerk. Hier wird geforscht und nicht produziert, da man das Plasma noch nicht stabil halten kann.

  14. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Danijoo 30.04.18 - 23:32

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danijoo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > All diese Fusionskraftwerke und Fusionshybride funktionieren bisher
    > leider
    > > aber nur in entweder sehr kleinem Massstab oder gar nur theoretisch.
    >
    > JET, EAST, JT-60 etc. die größeren Fusionsreaktoren kommen alle in die
    > nötige Größenordnung, dass damit ein Hybridreaktor theoretisch machbar
    > wäre. Aber es sind auch keine Fusionsreaktoren dafür unbedingt notwendig
    > und ich schrieb auch nicht umsonst "in absteigender Reihenfolge der
    > Verfügbarkeit".

    Vielleicht sollten wir die Technik aber erst einmal haben, bevor wir uns darauf Ausruhen koennen. Und selbst dann ist die Kernkraft deutlich gefaehrlicher (und weniger nachhaltig) als die erneuerbaren.

  15. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: confuso 30.04.18 - 23:38

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch Wendelstein ist eine Experiment und kein Kraftwerk. Hier wird
    > geforscht und nicht produziert, da man das Plasma noch nicht stabil halten
    > kann.

    Finde gerade beide Seiten der Argumentation sehr interessant.. nur noch als kleine Ergänzung: Der Wendelstein hatte und wird nie etwas mit Fusion zu tun haben. Es geht allein um ein Plasmaexperiment, um zu erforschen, wie man ein Plasma für zukünftige Fusionskraftwerke optimal einschließen kann.

  16. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Niaxa 01.05.18 - 00:07

    Frank... weist du das alles eigentlich immer aus dem FF oder musst du googlen :-). Macht wie immer Spaß zu lesen, was du dir so von der Seele schreibst.

  17. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 01.05.18 - 00:19

    Ich rede halt gern über Dinge, in denen ich mich auskenne. (Und schweige über den Rest.) ;)

    In dem Fall wusste ich es. Aber googlen gehört auch öfter mal dazu.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  18. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 01.05.18 - 00:25

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Vielleicht sollten wir die Technik aber erst einmal haben, bevor wir uns
    > darauf Ausruhen koennen. Und selbst dann ist die Kernkraft deutlich
    > gefaehrlicher (und weniger nachhaltig) als die erneuerbaren.

    Die Technologie an sich (chemische Prozesse, grundlegende Reaktortechnik etc.) ist vorhanden, spätestens seit den 60er Jahren. In den 80er Jahren wurde sie auch in Deutschland gebaut, aber der Betrieb durch Proteste verhindert.

    Und an der Stelle kann sich niemand auf einem "ich war ja immer dagegen" ausruhen, denn hier in Deutschland waren und sind viele Leute gegen alle Schritte zur Lösung der Probleme, die sie beklagen. Das betrifft nicht nur die Kernkraft. (Den Rest lass ich hier aber aus der Diskussion raus.)

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  19. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Sharra 01.05.18 - 08:41

    Und noch einer der es nicht verstanden hat.... Ist da irgendwo ein Nest?
    Es fängt ja schon damit an, dass Atomkraft sich eigentlich gar nicht rechnet.
    Dann muss man, natürlich, auch den Abbau des Urans, und die Anreicherung mit einbeziehen. Umweltsünden ohne Gleichen.

    Und selbst wenn im Betrieb gar nichts passiert, und wir das sicherste Atomkraftwerk der welt als Maßstab nehmen, führt dieses dennoch Gigawatt an Wärmeenergie in die Umwelt ab. Bevorzugt Flüsse. Jedes Jahr fahren in Frankreich die Atommeiler herunter, weil sie die Grenzwerte für für Flusserwärmung sonst überschreiten würden. Die Folge: Die Flüsse kippen um, und alles darin stirbt.

    Und so etwas nennst du sicher und sauber? Nur weil es keine Verbrennungsrückstände ausstößt, ist es noch lange nicht besser.

  20. Re: Greenpeace nicht so grün

    Autor: Muhaha 01.05.18 - 09:54

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und noch einer der es nicht verstanden hat.... Ist da irgendwo ein Nest?

    Weisst Du, was gut ist? Dass die einzigen Befürworter von Kernenergie nur noch recht durchsichtige Trolle oder Leute sind, deren Argumente sich schon beim Lesen in Luft auflösen.

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