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"ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: Quantium40 01.08.19 - 11:51

    Aus dem verlinkten Artikel
    > they form a 100-megawatt farm covering 248 acres

    248 acres sind übrigens ein Quadratkilometer.

    Davon abgesehen haben die Chinesen interessante Ideen mit durchaus zweifelhaftem ökologischen Fußabdruck:
    > One extraordinary venture uses solar panels to heat an underground grid designed to melt
    > permafrost, so that trees will grow on the reclaimed land.

  2. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: Eheran 01.08.19 - 12:28

    >Allerdings fehlt es dann immer noch an geeigneten Speichern für die Nacht und so merkwürdigen dunklen Jahreszeiten.
    Meinst du den Winter, den osolemiox nicht zu kennen scheint?
    Hier aus dem anderen Thread, Autor: osolemiox 31.07.19 - 08:07

    >>eine einzige Nacht im Winter sind >500MWh Speicher nötig.
    >Die (Milchmädchen-)Rechnung zeigst du mir bitte. Zum einen werden wohl niemals konstant 30 MW abgerufen, zum anderen hat die Nacht nicht > 16,6666 Stunden ;) Insbesondere dort nicht, dort herrschen ja eher besonders lange Tage.

    Real hat eine Nacht dort im Dezember 18h. Aber das will er alles gar nicht wissen, das geht mit Solaranlagen alles problemlos. Warum? Weil er das so sagt. Und überhaupt bin ich nur ein Lügner, denn:
    >Autor: osolemiox 31.07.19 - 14:11 Sommer und Winter hast wenn überhaupt dann du verwechselst.
    >Autor: osolemiox 31.07.19 - 14:17 Selbst korrekt zitieren beherrscht du nicht

    Kann jeder selbst nachlesen, Zeitstempel sind mit dabei, oder STRG+F, der Text ist ja nicht von mir erfunden.

  3. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 12:31

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemiox schrieb:
    > > Beim heutigen Stromverbrauch Deutschlands würden tatsächlich alleine die
    > > geeigneten Dachflächen reichen, um in einem Jahr so viel Erneuerbaren
    > Strom
    > > nur mittels Photovoltaik zu erzeugen, wie gesamt Deutschland verbraucht.
    >
    > Allerdings fehlt es dann immer noch an geeigneten Speichern für die Nacht
    > und so merkwürdigen dunklen Jahreszeiten.

    Fehlt in welcher Hinsicht...? Dass sie bislang nicht in ausreichender Anzahl gebaut werden (was bei Photovoltaik und Windkraft vor allem im Süden der Republik ja ebenfalls der Fall ist) oder dass es sie nicht gäbe...? Letzteres ist nämlich faktisch falsch. So eine Anlage wie die, die Tennet aktuell baut, ist aus jeder Hinsicht technisch und wirtschaftlich geeignet - auch heute, wenn man mal annimmt, dass Kohlekraft keine Option ist und dass Kernkraft schlichtweg noch teurer ist.

    > Davon abgesehen sind die Dachflächen nur von der Richtung her geeignet. Die
    > zusätzliche Dachlast hingegen ist leider bei weitem nicht allen Dächern
    > bzw. Häusern zuzumuten.

    Zufällig arbeite ich in der Branche und muss dir widersprechen. Bei 95% aller Dächer ist eine entsprechende Resttragfähigkeit für zusätzliche 12-15 kg/m² gegeben und wo nicht, habe ich bislang immer eine andere technische Lösung gefunden, wenn der Bauherr trotzdem unbedingt Photovoltaik auf genau diesem Gebäude haben wollte. Sogar bei einem 35 m hohen und besonders dem Wind exponierten Hochregallager nahe dem Bodensee und bei einer ähnlichen Anlage in Rostock.

    Kiesdächer lassen sich gewichtsneutral durch extensive Gründacher + Photovoltaik ersetzen. Bei Blech- und Ziegeldächern kommen wie gesagt etwa 12-15 kg/m² dazu. Bei ballastierten Anlagen auf Foliendächern kann dieser Wert aufgrund der Reihenabstände und einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung teilweise sogar unterschritten werden - und wenn die Tragfähigkeit auch an den Dachrändern und Ecken des Folien- oder Bitumendaches nicht für dort zusätzlich aufgebrachtes (Ballastierungsberechnung) Gewicht reicht, dann besteht die Möglichkeit einer Seilverspannung.

    > Wobei in der Hinsicht ja mit gewichtsneutralen
    > PV-Dachschindeln als Ersatz für herkömmliche Dachschnindeln so langsam was
    > tut.

    Kann man tun, wenn großer Wert auf die Optik gelegt wird, muss man aber nicht. Gerade die Solarschindeln von Tesla (Solar Roof) sind auf die Systemleistung gerechnet sehr teuer, was die gesamte Anlage etwa um Faktor 4 verteuert. Man könnte auch die Ziegel und Lattung entfernen und falls noch nicht vorhanden, eine Brettverschalung aufbringen, diese mit einer Dachabdichtungsfolie versehen und direkt darauf wasserführende Schienen verschrauben, in die handelsübliche Standard-Module vertikal eingelegt werden. Ist das mit Abstand günstigste "Indach"-System und gibt es zum Beispiel auch von Schletter so zu kaufen. Das Gewicht wird nicht erhöht, sondern sogar eher verringert. (Flächen-)effizienter ist es sowieso, als Solarschindel. Welche eben auch sehr montageaufwändig sind und die Lattung neu setzen, musst du bei einem bestehenden Gebäude auch.

    Trotzdem finde ich die Solarschindel von ehemals Solar City / jetzt Tesla Roof zumindest aus technischer Sicht (vorbehaltlich noch nicht vorhandener Praxiserfahrung) sehr interessant! Endlich "klebt" mal jemand die Solarzellen nicht auf Keramik, sondern bettet sie in Glas ein, so wie das auch sein sollte und bei konventionellen Solarmodulen eben auch der Fall ist. Sei es wegen der wasser- und weitestgehend luftdichten Verkapselung, oder wegen der Hagelfestigkeit. Ein "solarbestücktes" Dach nicht oder kaum mehr als ein Solches ausmachen zu können, hat natürlich schon was, auch wenn es eher eine Luxusfrage ist.

    Mit schön eingepassten, konventionellen Solarmodulen bestückte Dächer können auch gut aussehen und im Falle einer Ost-West Ausrichtung werden idealerweise ja ohnehin beide Dachhälften belegt. Handelt es sich dann noch um einen Neubau, tut man sich auch bei der Positionierung leicht. Keine passende Modulgröße gefunden, die sich genau ausgeht...? Macht man das Dach eben 20 cm länger! Oder versetzt das Dachfenster leicht (nein, dieses muss nicht zwangsläufig genau zwischen zwei Sparren sitzen) oder, oder... die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Ob "Solar Roof" (oder vergleichbare Produkte) also ein Luxus-Produkt bleiben oder in Zukunft für die Masse erschwinglich und sinnvoll werden, hängt m.E. maßgeblich davon ab, wie der Installationsaufwand reduziert werden - und dabei gleichzeitig die (elektrische) Sicherheit gewährleistet werden kann. Natürlich müssen da auch die Zertifizierungsbehörden bzw. -Stellen mitspielen und technische Normen überarbeiten. Aktuell muss ja jeder Ziegel einzeln verkabelt werden (erhöht auch die Blitzeinschlaggefahr), also fast 15x öfters, als bei Standard-Solarmodulen mit je 1,65 m². Toll wäre es dagegen, wenn die Dachlatten selbst stromführend wären (und ich war so frei und habe das vor geraumer Zeit zum Patent anmelden lassen ;)) und man die Solarziegel nur noch in diese einklicken müsste. Dazu gehört natürlich auch eine Störungserkennungs- und Sicherheitsabschaltungs-Regelung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.19 12:48 durch osolemiox.

  4. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 12:38

    Ein paar Dinge kommentiere ich mal.

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ca 9 000 000 000 Quadrat Kilometer China oder USA gegenüber 380 000
    > Deutschland lässt tief Blicken.

    Äpfel und Birnen.

    > USA rüsten Braunkohle gerade wieder auf, schaft Arbeitsplätze halt.

    Man glaubt es kaum, aber selbst unter Trump/Dumb bauen die USA (prozentual wohlgemerkt) Erneuerbare Energien stärker aus, als Deutschland das aktuell tut.

    > Japan ist da ziemlich gleich und in der tat hügeliger.
    > Deutschland betreibt weniger Reaktorblöcke.
    > Also, ja, gibt es genug. Sicher. Wer trägt die initialen Kosten dafür und
    > gibt es dafür momentan genug Speicherzellen auf dem Markt?

    Welche Speicherzellen? Du willst doch hoffentlich für saisonale Schwankungen keine Akkus verwenden?

    > Ist Kernkraft kostspielig, gerade in der Entsorgung, ja.
    > Was würde es Kosten das zu realisieren?
    > Wer wird es Zahlen?
    > Würde Schwerindustrie noch in Deutschland funktionieren?

    Wieso sollte sie es denn nicht...? Gerade darum geht es ja: die zukünftige, bezahlbare Versorgung mit Energie und elektrischem Strom sicherzustellen! Kernkraft ist kurz-, mittel- und insbesondere langfristig teurer, Braunkohle nicht unendlich vorhanden, selbst wenn ganz Köln dem Braunkohle-Tagebau weichen würde.

  5. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 12:41

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus dem verlinkten Artikel
    > > they form a 100-megawatt farm covering 248 acres
    >
    > 248 acres sind übrigens ein Quadratkilometer.

    Deckt sich doch in etwa mit dem Flächenverbrauch, von dem ich sprach? OK, man hätte vielleicht auf die Pandabären verzichten können und die Module nur nach ökonomischen Gesichtspunkten anordnen.

    > Davon abgesehen haben die Chinesen interessante Ideen mit durchaus
    > zweifelhaftem ökologischen Fußabdruck:
    > > One extraordinary venture uses solar panels to heat an underground grid
    > designed to melt
    > > permafrost, so that trees will grow on the reclaimed land.

    Müsste ich mich näher damit beschäftigen, aber das klingt in der Tat zweifelhaft.

  6. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: SanderK 01.08.19 - 12:43

    Warum Äpfel Birnen. Große Fläche kleine Fläche.
    Warum kann die USA nun so stark auf dem Gebiet ausbauen? Weil davor fast nix gemacht wurde.
    Aber ja, ich Ende das hier.
    Hast ja auch gesagt, Du kommst aus der Branche.
    Wenn ich von Leben würde, würde ich es auch eher Positiv sehen ;-)
    Habe schon Stimmen aus der Branche gehört, die anders Klangen.

  7. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: Eheran 01.08.19 - 12:46

    Ich hab 2009 bis 2012 in der Solarbranche gearbeitet.
    Ich hab keine Ahnung, welchen Wert so eine Aussage für eine Debatte haben soll... ist doch völlig egal wo wer arbeitet oder nicht. Was zählt sind Argumente und Belege. Wer die nicht liefert, der kann den Beruf auch schon seit 40 Jahren ausüben, das macht es nicht glaubwürdiger.

  8. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 12:53

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum Äpfel Birnen. Große Fläche kleine Fläche.
    > Warum kann die USA nun so stark auf dem Gebiet ausbauen? Weil davor fast
    > nix gemacht wurde.

    Weil man das vielleicht auch in Relation zu den Einwohnern sehen sollte? Oder vergleichst du immer in absoluten Zahlen, statt in relativen?

    An Platzmangel liegt es bisher jedenfalls nicht, dass in Deutschland bei Windkraft und Solar kaum was vorangeht. Es sind nicht annähernd 10% der geeigneten Dächer mit Photovoltaik belegt und beispielsweise in Bayern steht kaum ein Windrad.

    > Aber ja, ich Ende das hier.
    > Hast ja auch gesagt, Du kommst aus der Branche.
    > Wenn ich von Leben würde, würde ich es auch eher Positiv sehen ;-)
    > Habe schon Stimmen aus der Branche gehört, die anders Klangen.

    Es ist wie mit jeder Branche, die massiv Mitarbeiter abbauen musste (wieso das in Deutschland so ist und anderswo nicht, weisst du hoffentlich selbst?): manche können noch davon leben, andere nicht.

  9. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: SanderK 01.08.19 - 12:53

    Das fiktiv bei konstanter Sonneneinstrahlung alles funktioniert. Hast Du belegen können.
    Welche Form der Speicherung würdest Du stand heute nehmen?
    Also effizient!
    Grade bei Speichern von Grundversorgung, sollte man mehr Speichern, nicht weniger. Was passiert wenn ein zwei Speicher Orte ausfallen?
    Gibt viele Hätte Hätte Fahrrad....
    War mir auch neu, dass unter Trump mehr für die Umwelt getan wird.

  10. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 13:00

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das fiktiv bei konstanter Sonneneinstrahlung alles funktioniert. Hast Du
    > belegen können.
    > Welche Form der Speicherung würdest Du stand heute nehmen?

    Dass hier die ganze Zeit von Power2Gas gesprochen wurde, hast du übersehen...?

    > Also effizient!
    > Grade bei Speichern von Grundversorgung, sollte man mehr Speichern, nicht
    > weniger. Was passiert wenn ein zwei Speicher Orte ausfallen?
    > Gibt viele Hätte Hätte Fahrrad....

    Was passiert, wenn ein zwei Reaktoren ausfallen...? ;)

    > War mir auch neu, dass unter Trump mehr für die Umwelt getan wird.

    Mehr habe ich nicht gesagt. Aber mehr, als in Deutschland.

  11. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: Quantium40 01.08.19 - 13:31

    osolemiox schrieb:
    > Toll wäre es dagegen, wenn die Dachlatten selbst
    > stromführend wären (und ich war so frei und habe das vor geraumer Zeit zum
    > Patent anmelden lassen ;))

    Da hat dann aber der Prüfer beim Patentamt geschlafen, wenn dafür wirklich ein Patent gewährt wurde.

  12. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 13:36

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemiox schrieb:
    > > Toll wäre es dagegen, wenn die Dachlatten selbst
    > > stromführend wären (und ich war so frei und habe das vor geraumer Zeit
    > zum
    > > Patent anmelden lassen ;))
    >
    > Da hat dann aber der Prüfer beim Patentamt geschlafen, wenn dafür wirklich
    > ein Patent gewährt wurde.

    Nein, weil es etwas Vergleichbares nicht gab? Außerdem wäre es schön, wenn du vollständig zitieren würdest. Das Patent umfasst natürlich ein wenig mehr, als nur einen Stromleiter in einer Dachlatte. Es geht wie gesagt auch um die Montage der Solarziegel und um Sicherheitsmechanismen. Hättest du dich mit Montagesystemen (egal welcher Art) näher beschäftigt, dann wüsstest du, dass.alleine schon wie genau eine "Modulklemme" funktioniert patentiert werden kann auch auch bereits öfters von Montagesystem-Anbietern patentiert wurde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.19 13:39 durch osolemiox.

  13. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: Quantium40 01.08.19 - 13:46

    osolemiox schrieb:
    > An Platzmangel liegt es bisher jedenfalls nicht, dass in Deutschland bei
    > Windkraft und Solar kaum was vorangeht. Es sind nicht annähernd 10% der
    > geeigneten Dächer mit Photovoltaik belegt und beispielsweise in Bayern
    > steht kaum ein Windrad.

    Solar findet sich nur bei denen, die es sich leisten können.
    Windräder hingegen brauchen neben möglichst konstantem Wind auch die Akzeptanz der Bevölkerung. Zudem sind sie nicht nur umweltfreundlich, da Windräder so einiges an Insekten töten.

    siehe auch
    https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10176/372_read-32941/#/gallery/33841

  14. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 13:59

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemiox schrieb:
    > > An Platzmangel liegt es bisher jedenfalls nicht, dass in Deutschland bei
    > > Windkraft und Solar kaum was vorangeht. Es sind nicht annähernd 10% der
    > > geeigneten Dächer mit Photovoltaik belegt und beispielsweise in Bayern
    > > steht kaum ein Windrad.
    >
    > Solar findet sich nur bei denen, die es sich leisten können.

    Bei dem ROI (allein schon wegen dem Eigenverbrauch, weniger wegen der Einspeisevergütung) kann es sich (nahezu) jeder leisten. Heute gibt es Solaranlagen mit Mikrowechselrichter ab 250 Euro (250-280 Watt-Peak), die man direkt an der nächstbesten Steckdose einstecken kann (und darf). Dass dagegen betuchtere Personen eher Investitionen tätigen können (und auch eher eine Dachfläche zur Verfügung haben), als der durchschnittliche Mieter, muss dagegen nicht wirklich verwundern - oder?

    Dafür gäbe es übrigens das "Mieterstrom"-Modell, um indirekt von Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern zu profitieren - welches aber leider unnötig von der Politik verkompliziert wurde und daher nicht die nötige Akzeptanz findet.

    > Windräder hingegen brauchen neben möglichst konstantem Wind auch die
    > Akzeptanz der Bevölkerung.

    Welche man zumindest nicht fördert, wenn man als Politiker durch falsche Äußerungen Zweifel sät und Angst verbreitet. Atomkraft wurde übrigens nie von einer Mehrheit der Deutschen Bevölkerung akzeptiert (aber ausreichend auf die Straße gegangen ist sie offenbar auch nicht, in Italien und Österreich hat es geklappt!).

    > Zudem sind sie nicht nur umweltfreundlich, da
    > Windräder so einiges an Insekten töten.
    >
    > siehe auch
    > www.dlr.de#/gallery/33841

    "So einiges" ist falsch, durch Windschutzscheiben von PKWs gehen deutlich mehr Insekten drauf. Nicht umsonst wird diese Studie heftig kritisiert. Klar ist aber auch: ganz ohne Umweltimpakt geht es [Edit: "bislang" gelöscht] nicht. Was ist mit den Fischen, die wegen Sauerstoffmangel sterben, wenn (Kern-) Kraftwerke erwärmtes Wasser in den Fluss zurückleiten, aus dem es entnommen wurde? Nur mal so als Beispiel. Wieso glaubt du, dass bei besonders warmem Wetter Kernkraftwerke deshalb gedrosselt werden oder ihren Betrieb ganz einstellen müssen...?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.19 14:04 durch osolemiox.

  15. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: SanderK 01.08.19 - 16:05

    Power2Gas wird zumindest hier bei vielen für nicht Effektiv gehalten.
    Damit könnte man auch Treibstoff für Autos produzieren.
    Wie oft sind zwei Kernkraftwerke gleichzeitig Ausgefallen?
    Selbst bei den schon gut Gesichteren Umspannwerken reicht ab und an ein Blitz. Vom Blitz ist zumindest noch kein Kernkraftwerk angehalten worden.
    Das es mehr als in Deutschland ist, ist wie ich schon geschrieben, weil vorher weniger gemacht wurde.
    Vieles was hier schon war, ist drüben eingeführt.
    Oder sollten wir es nochmal Einführen, damit man mehr Prozente bekommt.
    Als ob eh ein Rennen wäre.
    Bei 20% zu 2% Co2 Produktion ;-)

  16. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 01.08.19 - 18:52

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Power2Gas wird zumindest hier bei vielen für nicht Effektiv gehalten.

    Und? Sind Golem-Foristen unfehlbar?

    > Damit könnte man auch Treibstoff für Autos produzieren.

    Könnte man, ja.

    > Wie oft sind zwei Kernkraftwerke gleichzeitig Ausgefallen?

    Zwei Reaktoren, meinst du? Oft.

    > Selbst bei den schon gut Gesichteren Umspannwerken reicht ab und an ein
    > Blitz. Vom Blitz ist zumindest noch kein Kernkraftwerk angehalten worden.

    Ach, das Kernkraftwerk braucht kein Umspannwerk...?

    > Das es mehr als in Deutschland ist, ist wie ich schon geschrieben, weil
    > vorher weniger gemacht wurde.

    Nein, das ist nicht der Grund. In Deutschland könnte und vor allem müsste deutlich mehr zugebaut werden. Der plötzliche Einbruch (bei PV um mehr als 3/4!) ist politisch bedingt.

    > Vieles was hier schon war, ist drüben eingeführt.

    ?

    > Oder sollten wir es nochmal Einführen, damit man mehr Prozente bekommt.

    !?

    > Als ob eh ein Rennen wäre.

    Selbstverständlich ist es ein Rennen. Gegen die Zeit (Klimawandel) und selbstverständlich stehen Nationen im globalen Wettbewerb zueinander. Die zuverlässige, günstige und langfristige Versorgung mit Energie ist nur mit Erneuerbaren möglich.

    Nein, Kernkraft ist keine Option. Allein schon wegen der gesamt- und volkswirtschaftlich hohen Kosten nicht.

  17. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: SanderK 01.08.19 - 18:56

    Schlag gern mal Nach. Wenn Deutschland aufhören würde mit der Erzeugung von Co2.
    Würde es 2% Ausmachen. Würde das Klima Retten.

  18. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 02.08.19 - 00:56

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schlag gern mal Nach. Wenn Deutschland aufhören würde mit der Erzeugung von
    > Co2.
    > Würde es 2% Ausmachen. Würde das Klima Retten.

    Was bitte ist das für eine Aussage!? Also soll Deutschland als kleines Land auf Erneuerbare Energien scheissen (was es im Vergleich zu vielen anderen Ländern seit drei Legislaturperioden ohnehin bereits tut!), weil es global betrachtet ja "nur" (!?) 2% erreichen könne...? Und am besten zeigt dann jeder mit dem Finger auf den jeweils Anderen - und es geschieht gar nichts. Toller Vorschlag!

  19. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: SanderK 02.08.19 - 02:12

    Warum scheißen? Geht nur ganz oder gar nicht.
    Dir ist bewusst, dass es unter anderen die eher Laschen Vorschriften im Bezug auf Umweltschutz waren. Die viele der nun gewachsenen Länder erst den Durchbruch brachte.
    Gibt doch heute schon Produktionen, die sich in Deutschland nicht lohnen, weil zu viele Vorschriften in Sachen Umweltschutz.
    Nicht missverstehen, finde ich gut. Aber das so Weit treiben bis hier fast nur noch Importiert wird?
    Umweltschutz ist Wichtig! Aber nur solange es auch die meisten es sich Leisten können.
    Von welchen Erleichterungen profitiert der kleine Arbeiter in der Mietwohnung? Also, welchen Anreiz kriegt der?
    Momentan sind für mich Stromer auch eher Autos die Wer kauft, der vorher eh schon das Geld hatte, nun aber die Vorteile sich erkaufen kann. Ist das Umweltschutz?

  20. Re: "ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen"

    Autor: osolemiox 02.08.19 - 07:50

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum scheißen? Geht nur ganz oder gar nicht.
    > Dir ist bewusst, dass es unter anderen die eher Laschen Vorschriften im
    > Bezug auf Umweltschutz waren. Die viele der nun gewachsenen Länder erst den
    > Durchbruch brachte.
    > Gibt doch heute schon Produktionen, die sich in Deutschland nicht lohnen,
    > weil zu viele Vorschriften in Sachen Umweltschutz.
    > Nicht missverstehen, finde ich gut. Aber das so Weit treiben bis hier fast
    > nur noch Importiert wird?
    > Umweltschutz ist Wichtig! Aber nur solange es auch die meisten es sich
    > Leisten können.
    > Von welchen Erleichterungen profitiert der kleine Arbeiter in der
    > Mietwohnung? Also, welchen Anreiz kriegt der?
    > Momentan sind für mich Stromer auch eher Autos die Wer kauft, der vorher eh
    > schon das Geld hatte, nun aber die Vorteile sich erkaufen kann. Ist das
    > Umweltschutz?

    Sorry, aber auf Grundlage vollkommen falscher Annahmen lässt es sich nun mal nicht diskutieren.

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