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In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

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  1. In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

    Autor: Blaubeerchen 19.06.21 - 02:13

    Der Artikel wird (unfreiwillig) zur Werbung für den freien Markt und ein Apell gegen staatliche Subvention / Verteuerungen.

    Wenn der Markt immer bessere Technik entwickelt, werden E-Autos langfristig in *jederlei* Hinsicht das beste Angebot: Reichweite, Zuverlässigkeit, Leistung, Umweltfreundlichkeit und auch Preis. Und über kurz oder lang würden sie sich auch im Gebrauchtwagenmarkt durchsetzen und damit auch für die untere Mittelschicht erschwinglich.

    Aber natürlich muss im ideologischen Hauruck-Aktionismus schon heute, wo E-Autos bei weitem noch nicht ausgereift und für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung unerschwinglich sind, Verbrenner künstlich verteuert und aktuelle E-Autos mit Steuergeldern subventioniert werden. Heißt: Die untere Mittelschicht, die den 5 Jahre alten Verbrenner (Gebrauchtwagen) noch abbezahlt guckt aus der Röhre, während sich Wohlhabende einfach freikaufen können: Entweder, indem sie die höheren CO2-Preise einfach zahlen, oder sich gleich ein neues E-Auto (mit freundlicher Hilfe des Steuerzahlers) kaufen. Aus Perspektive eines "einfachen Arbeiters" ist das eigentlich blanker Hohn, dass man den Tesla des Oberschichtlers auch noch unfreiwillig mit-subventioniert.

    Dabei wird sich das beste Preis-Leistungsverhältnis von ganz alleine durchsetzen. Und das wesentlich sozial gerechter, als es irgendeine staatskapitalistische Planung jemals umsetzen könnte. Dafür sind die FFF-Hipster und grünen Wirtschafts"experten" (Verzeihung: Expert*innen) aber natürlich zu ungeduldig und vor allem: Zu sehr in ideologischen Denkmustern gefangen.

    Von daher: Ideologie runterfahren, pragmatisch bleiben und der Sache Zeit geben. Da würde man immerhin eine große Spalter-Debatte einsparen. Da die ganze Welt eh vom Öl weggeht, hat der Verbrenner so oder so ein Ablaufdatum. Irgendwann wird der Verbrenner schon deshalb massiv teurer sein, weil man ihn (wenn überhaupt) nur noch in geringer Stückzahl neu produziert.

    Das Geld, dass man in die staatskapitalistische Subventionen steckt, sollte man lieber zum Ausbau des Schnell-Ladedenetztes verwenden. Auch das gehört schließlich zur (Un)Attraktivität eines E-Autos.

  2. Re: In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

    Autor: mxcd 19.06.21 - 03:43

    Da sind aber etliche logische Fußangeln drin.

    *der Markt* entwickelt gar nichts. In den USA, China und Europa fließen riesige Summen in universitäre Batterieforschung und fast alle Hersteller sind Ausgründungen oder forschen in Kooperation mit den öffentlichen Institutionen. Und selbst die Forschung innerhalb der Betriebe wird steuerlich (Forschungszulage) heftig gefördert.

    Dass die "ganze Welt 'eh' vom Öl weg" geht, ist nicht Folge einer ungesteuerten Marktentwicklung sondern durch gesetzliche Begrenzung von Flottenverbräuchen, strenge Abgasregeln und Zulassungsstopdaten für Verbrenner provoziert.
    Wenn die Politik nichts unternommen hätte, würden wir immer noch verbleites Benzin tanken. Was hat die Industrie auch rumgejammert und Ausgleich und Entlastung gefordert damals.

  3. Re: In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

    Autor: Mafjol 19.06.21 - 04:56

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Artikel wird (unfreiwillig) zur Werbung für den freien Markt und ein
    > Apell gegen staatliche Subvention / Verteuerungen.
    >
    > Wenn der Markt immer bessere Technik entwickelt, werden E-Autos langfristig
    > in *jederlei* Hinsicht das beste Angebot: Reichweite, Zuverlässigkeit,
    > Leistung, Umweltfreundlichkeit und auch Preis. Und über kurz oder lang
    > würden sie sich auch im Gebrauchtwagenmarkt durchsetzen und damit auch für
    > die untere Mittelschicht erschwinglich.
    >
    > Aber natürlich muss im ideologischen Hauruck-Aktionismus schon heute, wo
    > E-Autos bei weitem noch nicht ausgereift und für einen nicht unerheblichen
    > Teil der Bevölkerung unerschwinglich sind, Verbrenner künstlich verteuert
    > und aktuelle E-Autos mit Steuergeldern subventioniert werden. Heißt: Die
    > untere Mittelschicht, die den 5 Jahre alten Verbrenner (Gebrauchtwagen)
    > noch abbezahlt guckt aus der Röhre, während sich Wohlhabende einfach
    > freikaufen können: Entweder, indem sie die höheren CO2-Preise einfach
    > zahlen, oder sich gleich ein neues E-Auto (mit freundlicher Hilfe des
    > Steuerzahlers) kaufen. Aus Perspektive eines "einfachen Arbeiters" ist das
    > eigentlich blanker Hohn, dass man den Tesla des Oberschichtlers auch noch
    > unfreiwillig mit-subventioniert.
    >
    > Dabei wird sich das beste Preis-Leistungsverhältnis von ganz alleine
    > durchsetzen. Und das wesentlich sozial gerechter, als es irgendeine
    > staatskapitalistische Planung jemals umsetzen könnte. Dafür sind die
    > FFF-Hipster und grünen Wirtschafts"experten" (Verzeihung: Expert*innen)
    > aber natürlich zu ungeduldig und vor allem: Zu sehr in ideologischen
    > Denkmustern gefangen.
    >
    > Von daher: Ideologie runterfahren, pragmatisch bleiben und der Sache Zeit
    > geben. Da würde man immerhin eine große Spalter-Debatte einsparen. Da die
    > ganze Welt eh vom Öl weggeht, hat der Verbrenner so oder so ein
    > Ablaufdatum. Irgendwann wird der Verbrenner schon deshalb massiv teurer
    > sein, weil man ihn (wenn überhaupt) nur noch in geringer Stückzahl neu
    > produziert.
    >
    > Das Geld, dass man in die staatskapitalistische Subventionen steckt, sollte
    > man lieber zum Ausbau des Schnell-Ladedenetztes verwenden. Auch das gehört
    > schließlich zur (Un)Attraktivität eines E-Autos.


    Der Markt regelt aber nichts. Hat er noch nie. Er regelt höchstens das Reiche, reicher werden. Sonst hätten wir keine Probleme und einer perfekte Welt.

  4. Re: In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

    Autor: DX12forWin311 19.06.21 - 10:08

    Der Markt findet kurzfristig den besten Weg innerhalb des gesetzlichen Rahmens den Gewinn zu maximieren.
    In der EU sind die Gesetze derzeit so, dass an Akkus und Elektroautos geforscht werden muss. Dass die die energetisch günstigste Variante der Fortbewegung sind, weiß man aber schon seit Jahrzehnten. Hätten GM, die anderen US Autohersteller und Texaco in den Neunzigern nicht jedwede Entwicklung verhindert, hätten wir schön seit langem Elektroautos auf den Straßen.

  5. Re: In anderen Worten: Der freie Markt regelt.

    Autor: ul mi 20.06.21 - 07:40

    DX12forWin311 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der EU sind die Gesetze derzeit so, dass an Akkus und Elektroautos
    > geforscht werden muss. Dass die die energetisch günstigste Variante der
    > Fortbewegung sind, weiß man aber schon seit Jahrzehnten.

    … unter einer Prämisse des massiven motorisierten Personenindividualverkehrs mitsamt einer Bebauungspolitik, die darauf (und nur darauf) ausgerichtet ist.

  6. Mimimi

    Autor: bLaNG_one 20.06.21 - 10:42

    Mimimi. Mimim. Mimimi.

    Bei Leassingpreisen ab 100¤ aufwärts kann man nun wirklich nicht von einem nur für die Oberschicht zugänglichen Angebot sprechen. Ich kenne einfache Mitarbeiter aus dem Kundenservice, die sich ein E-Auto geholt haben. Es gibt nämlich nicht nur Tesla, e-Trons und Oberklassen-Benz. Sondern auch Ioniqs, Zoes, Fiat 500 und wie sie alle heißen.

    Und wenn du schon 5 Jahre an deiner Karre abzahlst sollte der Punkt ja nicht mehr fern sein, das diese abbezahlt ist. Und dann kannst du, auch dank aller Pioniere bei den E-Autos, günstig einen 3-Jahre alten Leasingrückläufer kaufen. Bitteschön, gern geschehen.

    PS: Warum die Grünen jetzt irgendetwas für von Schwarz-Rot erlassene Gesetze können bleibt bestimmt dein Geheimnis.

  7. Zoe für ¤ 50

    Autor: desaboya 20.06.21 - 15:14

    Die Zoe kann man schon für ¤ 50 leasen.

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