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Potentieller Kundenbetrug

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  1. Potentieller Kundenbetrug

    Autor: mac4ever 07.07.13 - 13:43

    ...und zwar noch mehr, als jetzt schon: Es ist doch logisch, dass diese hohen Frequenzen nicht sehr weit reichen. Bei jemand, der also etwa 1 km oder mehr vom nächsten DSLAM entfernt wohnt, kommen diese hohen Frequenzen gar nicht an. Er bucht dann vielleicht 500 Mb/s, erhält aber wie jetzt nur 9 Mb/s, da die höherfrequenten Träger vom DSLAM sowieso nicht durchgeschaltet werden.

    Das Verfahren also nutzt nur Kunden mit DSLAM "um die Ecke" und neue DSLAMs aufzustellen, wird sich die Drosselkom genauso weigern, wie FTTH zu installieren. Das Verhältnis zwischen versprochener Bandbreite und tatsächlich gelieferter wird also noch schlechter, aber:

    DAMIT LÄßT SICH WERBEMÄßIG EIN PRIMA DUMMENFANG STARTEN.

    Das Ganze ist also für die Masse der Kunden nur ein PR-Trick. Nur diejenigen, die so dicht am DSLAM wohnen, daß die heutigen Trägerfrequenzen noch nicht das volle Grenzfrequenzpotential der Kupferleitung ausnutzen, würden davon profitieren.

  2. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: eizi 07.07.13 - 14:12

    Und du denkst nicht, dass die Kunden welche die diese Technologie zu weit entfernt sind dieses gar nicht bestellen können?
    Desweiteren wirst du sicher Kündigen können, wenn von angepriesenen 500 MB/s 9 ankommen.

  3. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: gadi 07.07.13 - 14:28

    nein denn es heißt dann im vertrag: bis zu 500Mbit/s**
    ** wir garantieren Ihnen nichts - Sie können ebenso nur 1Kbit/s erhalten

    russisches neuland roulette :D

  4. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: Youssarian 07.07.13 - 17:23

    mac4ever schrieb:

    > Potentieller Kundenbetrug
    > ...und zwar noch mehr, als jetzt schon: Es ist doch logisch, dass diese
    > hohen Frequenzen nicht sehr weit reichen. Bei jemand, der also etwa 1 km
    > oder mehr vom nächsten DSLAM entfernt wohnt, [...]

    LIES DEN ARTIKEL ZU ENDE, BEVOR DU IHN KOMMENTIERST!

    "Die Nutzung der Kabelverzweiger, die heute für VDSL verwendet werden, sind dafür - statistisch - zu weit vom Kunden entfernt. Für Fiber-to-the-Building sind die Längen aber ideal. Die Umsetzung eines Demarkationspunktes zwischen Kabelverzweiger und Teilnehmergebäude wäre eine eigene Herausforderung."

  5. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: mac4ever 07.07.13 - 17:39

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > " Nutzung der Kabelverzweiger, die heute für VDSL verwendet werden, sind
    > dafür - statistisch - zu weit vom Kunden entfernt. Für
    > Fiber-to-the-Building sind die Längen aber ideal. Die Umsetzung eines
    > Demarkationspunktes zwischen Kabelverzweiger und Teilnehmergebäude wäre
    > eine eigene Herausforderung."

    Ja, eben. Die Drosselkom ist eben nicht gerade dafür bekannt, Herausforderungen anzunehmen, vor allem keine finanzieller Art.

    Die Frage ist doch: was bringt das der Masse der Verbraucher, die jetzt schon zu weit weg vom nächsten DSLAM entfernt sind, um bei DSL 16000 (sowieso ganz ohne Vectoring) die höherfrequenten Träger nutzen zu können: nichts. Und wenn denn schon investiert werden muß, wie oben beschrieben, warum dann nicht gleich in FTTH? Das ist dann wenigstens wirklich zukunftssicher.

    Auf lange Sicht kommt man ja doch nicht darum herum, die Glasfaser nahe an den Kunden heranzuführen. Wie dann das letzte, endlich wirklich kurze Stück technisch aussehen wird, steht dann noch auf einem anderen Blatt und ist nicht so relevant.

  6. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: nille02 07.07.13 - 18:12

    mac4ever schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist doch: was bringt das der Masse der Verbraucher, die jetzt
    > schon zu weit weg vom nächsten DSLAM entfernt sind, um bei DSL 16000
    > (sowieso ganz ohne Vectoring) die höherfrequenten Träger nutzen zu können:
    > nichts. Und wenn denn schon investiert werden muß, wie oben beschrieben,
    > warum dann nicht gleich in FTTH? Das ist dann wenigstens wirklich
    > zukunftssicher.
    >
    > Auf lange Sicht kommt man ja doch nicht darum herum, die Glasfaser nahe an
    > den Kunden heranzuführen. Wie dann das letzte, endlich wirklich kurze Stück
    > technisch aussehen wird, steht dann noch auf einem anderen Blatt und ist
    > nicht so relevant.

    Ich stimme dir voll und ganz zu, aber was bringt es denn die letzte Meile gegen LWL auszutauschen, wenn man sie nirgendwo anklemmen kann? Überall wo man kein VDSL bekommt, muss erst mal das Netz bis zur Straße ausgebaut werden.

  7. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: Eurit 07.07.13 - 23:51

    Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?

    Die Umsetzung eines Demarkationspunktes zwischen Kabelverzweiger und Teilnehmergebäude wäre eine eigene Herausforderung."

    Mein Kabelverzweiger steht ca. 15 Meter neben dem Haus, mein DSLAM über 800 Meter, deshalb habe ich auch nur 40Mbit statt der versprochenen 50.

    Der Logik verpflichtet :)

  8. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: Youssarian 08.07.13 - 07:38

    mac4ever schrieb:

    > Auf lange Sicht kommt man ja doch nicht darum herum, die Glasfaser nahe an
    > den Kunden heranzuführen.

    Das weiß die Telekom auch und hatte ja auch ein ehrgeiziges Programm dafür auf die Beine gestellt. Dummerweise will die Mehrheit der Kunden keine LWL, weil die Flatrate (samt TelAs natürlich) dann 60-70 ¤ im Monat kosten sollte. Deren Schmerzgrenze liegt überwiegend bei 30-40 ¤ im Monat. Also hat die Telekom den Ausbau gestoppt; vielleicht auch nur deutlich gebremst, ich weiß es nicht genau. Jedenfalls passiert da im Moment nicht viel.

    > Wie dann das letzte, endlich wirklich kurze Stück technisch aussehen wird,
    > steht dann noch auf einem anderen Blatt und ist nicht so relevant.

    Natürlich ist das relevant, weil die LWL nicht bis zum Netzabschluss (in der Wohnung) reichen wird, sondern die vorhandene Inhouse-Verkabelung mit dünnen Kupferdrähten.

  9. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: nille02 08.07.13 - 08:09

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das weiß die Telekom auch und hatte ja auch ein ehrgeiziges Programm dafür
    > auf die Beine gestellt. Dummerweise will die Mehrheit der Kunden keine LWL,

    Der Preis ist ja nicht mal das das Größte Problem. Es gibt keine kleinen FTTH Tarife und die Akzeptanz der Hausbesitzer ist auch eher zurückhaltend.

  10. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: Coding4Money 08.07.13 - 09:48

    Noch gibt es keine Werbung, die irgendwas verspricht, sondern nur technische Artikel wie diesen hier, die die Möglichkeiten beschreiben.

  11. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: mac4ever 08.07.13 - 12:02

    > Natürlich ist das relevant, weil die LWL nicht bis zum Netzabschluss (in der Wohnung) reichen wird, sondern die
    > vorhandene Inhouse-Verkabelung mit dünnen Kupferdrähten.

    Erstens bekommt man bei kurzen Leitungslängen auch ausreichend hohe Bandbreiten über "dünne Kupferdrähte",

    Und zweitens haben dann auch die Hausbesitzer ein Interesse: Wenn also ein LWL-Anschlußpukt vor dem Haus liegt, würde sich ggf. organisieren und auch privat finanzieren lassen, daß von dort sogar eine LWL-Verteilung bis zu jeder Wohnung verlegt wird, denn die Hausbeitzer können damit ihre Wohnungen attraktiver und damit auch teurer vermietbarer machen. So wie schon heute Gemeinden sich am Infrastrukturausbau beteiligen.

    [In unsrer Gegend haben wir ein national bedeutendes großes Sporttrainingszentrum, das jahrelang wie alle hier mit höchstens DSL-light abgespeist wurde, die haben so Druck gemacht, daß wir heute wenigstens DSL 16.000 mit real 8-12 (8,5 bei mir) Mb/s haben. Damit kann man die nächsten Jahre gut auskommen, ich schätze mal, so bis 2016....]

    Das wäre heute noch nicht marktrelevant, aber der Bandbreitenbedarf wird steigen. Vor 15 Jahren wäre DSL-light-flat-Verfügbarkeit ein attraktives Alleinstellungsmerkmal für ein Gewebegebiet gewesen, damals waren 56k-Modems an Tel.-Analoganschlüssen üblich. Heute wäre dasselbe Szenario ein Investitionshindernis und das Gewerbegebiet würde sich viel schlechter vermieten lassen.

    Und so wird es auch mit FTTH kommen. Man versucht noch, das Kupfer bis zum Anschlag auszulutschen, um Investitionen so lange wie möglich nach hinten zu schieben. Aber auf Dauer wird das sowieso nicht reichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.13 12:04 durch mac4ever.

  12. Re: Potentieller Kundenbetrug

    Autor: wmayer 08.07.13 - 12:17

    Ist auch kein Wunder, wenn man solche Projekte in Gebieten ansetzt, wo bereits 16k+ vorhanden ist und 50/10MBit nur die Hälfte kostet.

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