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Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

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  1. Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: Marcel982 26.09.21 - 20:37

    Ich liebe es elektrisch zu fahren und würde mein E-Auto nie wieder hergeben - aber leider ist es eine Illusion, dass der "Treibstoff" günstiger sei - das stimmt für die glücklichen Autofahrer, die ein Eigenheim oder Garage mit Stromanschluss haben - sowie vielleicht zudem eine Solaranlage.
    Wer nicht zu Hause laden kann, ist auf öffentliche Ladesäulen angewiesen und da geht unter 0,40 EUR/kWh nichts, was das elektrische Fahren so teuer wie das Fahren eines Autos mit Diesel macht.

    Wirklich sparen lässt sich, wenn man eine hohe Fahrleistung hat und sich damit die Vorteile der Wartungsfreiheit bei E-Autos stark ausnutzen lassen.

    Die zukünftige Entwicklung von Strom- und Treibstoffpreisen ist natürlich ungewiss und tendenziell geht beides nach oben.

  2. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: brutos 26.09.21 - 20:44

    Wenn es dann genug E-Fahrzeuge gibt, lässt sich der Fiskus bestimmt eine passende Besteuerung einfallen.

    Bis dahin müssen aber erst ein paar neue Kraftwerke gebaut werden. In England wird der Ladestrom inzwischen mangels Energie zeitlich rationiert.

  3. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: Cerdo 26.09.21 - 20:46

    brutos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In England wird der Ladestrom inzwischen mangels Energie zeitlich rationiert.

    Und das interessiert uns in Deutschland weshalb nochmal? England hat ganz andere Probleme.

  4. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: Oktavian 26.09.21 - 20:51

    > Wirklich sparen lässt sich, wenn man eine hohe Fahrleistung hat und sich
    > damit die Vorteile der Wartungsfreiheit bei E-Autos stark ausnutzen
    > lassen.

    Ich glaube, auch hier überschätzt man den Vorteil bzw. lügt sich gerne in die Tasche. Wenn man einen Neuwagen BEV kauft, muss man die Wartungskosten natürlich mit einem Neuwagen Verbrenner vergleichen. Die halten sich aber in sehr engen Grenzen.

    Nur mal so als Beispiel, beim Kia meiner Frau habe ich für 7 Jahre alle Inspektionen und Wartungen inklusive aller Betriebsstoffe (Motoröl, Getriebeöl, etc.) gleich mit bezahlt, das Paket lag so um die 1000 EUR. Was bleibt sind zum einen die Reifen (die man aber auch beim E-Auto hat) und Verschleißteile wie Bremsen und Kupplung, bei denen der Verschleiß aber sehr abhängt von der Fahrweise. Ich fahre recht konservativ und hatte bei meinem letzten Wagen den einzigen Bremswechsel nach 10 Jahren, Kupplung war noch die erste drin, als der Wagen wegging (und zugegeben war sie da auch fällig).

    > Die zukünftige Entwicklung von Strom- und Treibstoffpreisen ist natürlich
    > ungewiss und tendenziell geht beides nach oben.

    Ich befürchte nur, beim Strom wird der Anstieg überproportional sein, da mittelfristig die Steuereinnahmen aus der Mineralölsteuer sinken. Ich befürchte auch, da ja die angedachte Verkehrswende weg vom Individualverkehr gehen soll, dass es unterschiedliche Steuersätze auf Fahrstrom und Haushaltsstrom geben wird, so wie auf Fahrdiesel und Heizdiesel.

  5. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: Marcel982 26.09.21 - 23:06

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wirklich sparen lässt sich, wenn man eine hohe Fahrleistung hat und sich
    > > damit die Vorteile der Wartungsfreiheit bei E-Autos stark ausnutzen
    > > lassen.
    >
    > Ich glaube, auch hier überschätzt man den Vorteil bzw. lügt sich gerne in
    > die Tasche. Wenn man einen Neuwagen BEV kauft, muss man die Wartungskosten
    > natürlich mit einem Neuwagen Verbrenner vergleichen. Die halten sich aber
    > in sehr engen Grenzen.
    >
    > Nur mal so als Beispiel, beim Kia meiner Frau habe ich für 7 Jahre alle
    > Inspektionen und Wartungen inklusive aller Betriebsstoffe (Motoröl,
    > Getriebeöl, etc.) gleich mit bezahlt, das Paket lag so um die 1000 EUR. Was
    > bleibt sind zum einen die Reifen (die man aber auch beim E-Auto hat) und
    > Verschleißteile wie Bremsen und Kupplung, bei denen der Verschleiß aber
    > sehr abhängt von der Fahrweise. Ich fahre recht konservativ und hatte bei
    > meinem letzten Wagen den einzigen Bremswechsel nach 10 Jahren, Kupplung war
    > noch die erste drin, als der Wagen wegging (und zugegeben war sie da auch
    > fällig).

    Die Wartung, die über 7 Jahre auf mich bei meinem E-Auto zukommt beläuft sich auf ca. 300 EUR, nämlich alle 2 Jahre Bremsflüssigkeit tauschen - das war's. Reifen lass' ich außen vor, das ist sehr individuell.
    (Nur so am Rande, bei meinem BMW hab' ich 800EUR für die Wartung bezahlt).
    Worauf mich mich mit der hohen Fahrleistung beziehe sind jedoch Personen, die weit über 20.000km pro Jahr fahren, denn bei vielen Fahrzeugen hast du Intervalle, die bei hoher Fahrleistung verkürzt werden: Wenn man 20.000km gefahren ist, muss man z.B. Motoröl auch schon nach nur einem Jahr wechseln lassen.
    Ich spreche also von wirklich krassen Vielfahrern. das sind nicht viele, so hab ich's ja auch geschrieben.

    > > Die zukünftige Entwicklung von Strom- und Treibstoffpreisen ist
    > natürlich
    > > ungewiss und tendenziell geht beides nach oben.
    >
    > Ich befürchte nur, beim Strom wird der Anstieg überproportional sein, da
    > mittelfristig die Steuereinnahmen aus der Mineralölsteuer sinken. Ich
    > befürchte auch, da ja die angedachte Verkehrswende weg vom
    > Individualverkehr gehen soll, dass es unterschiedliche Steuersätze auf
    > Fahrstrom und Haushaltsstrom geben wird, so wie auf Fahrdiesel und
    > Heizdiesel.

    Der Anstieg bei Treibstoff wird von CO2-Bepreisung herrühren - der Staat erhebt sicher gerne sowohl eine CO2-Bepreisung auf Kraftstoffe als auch eine Mineralölausfallsteuer auf Fahrstrom. Dann können die glücklichen Solaranlagenbesitzer gleich noch mehr sparen, der Staat wird es sicher niemandem verbieten zu Hause sein E-Auto mit Sonnenstrom zu laden. Oder etwa doch? Nichts ist unmöglich.

  6. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: dura 26.09.21 - 23:06

    Marcel982 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und da geht unter 0,40 EUR/kWh nichts, was das elektrische Fahren so teuer
    > wie das Fahren eines Autos mit Diesel macht.

    Spannend, ich zahle unter 30 Cent/kWh, also etwa so viel, wie es auch zuhause wäre (wenn man dort laden könnte). Kommt natürlich immer darauf an, wo man lebt, aber selbst bei 40 Cent wäre ich immer noch günstiger als ein Diesel, von KFZ-Steuer, Wartung usw. mal gar nicht gesprochen. Der Diesel hat natürlich dann den gerne einen Vorteil, wenn man sehr schnell, also 130+ km/h unterwegs ist (je nach Auto auch schon früher).

  7. Re: Leider nur mit dem Haushaltsstrom gerechnet

    Autor: Oktavian 27.09.21 - 06:45

    > Die Wartung, die über 7 Jahre auf mich bei meinem E-Auto zukommt beläuft
    > sich auf ca. 300 EUR, nämlich alle 2 Jahre Bremsflüssigkeit tauschen

    Abwarten, auch ein E-Auto hat Bremsen. Wir werden sehen...

    Zudem, wir reden hier über einen Unterschied von 100 EUR pro Jahr. Wieviel kostet das E-Auto nochmal mehr als der Verbrenner gleichen Nutzwerts?

    > Worauf mich mich mit der hohen Fahrleistung beziehe sind jedoch Personen,
    > die weit über 20.000km pro Jahr fahren, denn bei vielen Fahrzeugen hast du
    > Intervalle, die bei hoher Fahrleistung verkürzt werden: Wenn man 20.000km
    > gefahren ist, muss man z.B. Motoröl auch schon nach nur einem Jahr wechseln
    > lassen.

    Ja, hatte ich zeitweise auch mal. Da fährt man dann aber nicht für zum Vertragshändler sondern zum Schnellwechsler. Das identische Öl kostet da weniger als die Hälfte, auch das Zubehör und die Arbeit ist deutlich günstiger. Ich war für nen Wechsel mit Filter und Co. bei knapp unter 50 EUR.


    > Der Anstieg bei Treibstoff wird von CO2-Bepreisung herrühren

    Na Steuern sind Steuern. Welches Deckmäntelchen man denen anzieht, ist doch egal. Es wird jedenfalls auch für die Stromer teurer.

    > Dann können die glücklichen
    > Solaranlagenbesitzer gleich noch mehr sparen, der Staat wird es sicher
    > niemandem verbieten zu Hause sein E-Auto mit Sonnenstrom zu laden.

    Verbieten nicht, aber ich gehe mal davon aus, auch das wird entsprechend besteuert. Der Deutsche soll eben kein Auto fahren, weder Strom noch Benzin, weder mit eigenem Solarstrom noch mit zugekauftem Atomstrom. Das ist doch das eigentliche Ziel der grünen Verkehrswende, weg vom Individualverkehr. Und der Preis ist da ein wichtiger Hebel.

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