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Meine Meinung...
Autor: mwi 05.03.12 - 12:37
Meiner Meinung nach unterscheiden sich Nicht-Programmierer nicht von Programmierern, weil sie keinen Programmcode schreiben können, sondern weil sie keine Programmabläufe durchdenken können. Dieses ganze: Programmier die ganze Welt, ohne programmieren zu können, versteh ich irgendwie nicht...
Wer solche Tools ernsthaft nutzt, um Apps im Market zu veröffentlichen, der soll sich bitte mal melden, ich lasse mich gern belehren. -
Re: Meine Meinung...
Autor: delaytime0 05.03.12 - 12:43
In meinen Augen stellen diese Art der IDEs nur einen weiteren Schritt dar.
Dieser Prozess der Programmiervereinfachung (um nicht zu sagen Banalisierung) nahm seinen Lauf mit Bibliotheken und Engines. Mitlerweile sind wir bei Gigabyte-großen Frameworks angekommen und demnächst kommt dann eben noch sowas dazu...
Blöd nur, dass der Durchschnitts-Laie somit denkt, dass Programmieren ja eh nur das Drücken von Buttons ist. Schließlich hat er selbst schon ein "Mauzendes Bild für Android" "programmiert". -
Re: Meine Meinung...
Autor: Siciliano 05.03.12 - 12:44
Angenommen du hättest die Wahl entweder ein Hilfsprogramm zu verwenden oder ein 1400-seitiges Java-Buch durchzuackern.... Was würdest du wählen, wenn du null Ahnung von Java hättest und die App möglichst rasch an den Start bringen möchtest?!
Ich gebe dir insofern recht, dass wenn man eine professionelle App schreiben möchte, es wohl besser ist, genau zu verstehen was man macht. -
[gelöscht]
Autor: [gelöscht] 05.03.12 - 13:10
[gelöscht]
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.12 13:11 durch burzum. -
/sign
Autor: chuck 05.03.12 - 13:40
kT
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Re: Meine Meinung...
Autor: mwi 05.03.12 - 13:53
Meine Vorgehensweise bei sowas wäre die folgende: Ich schaue mir die Syntax von Java an, gehe die diversen Tutorials der Android-Dokumentation durch und kann damit dann ungefähr schon so viel, wie mit dem Inventor-Tool, habe aber die Möglichkeit, noch mehr daraus zu machen.
Aber während ich deine Antwort las, fiel mir sogar ein eventueller Nutzen ein, nämlich einfache Oberflächen für Mini-Batch-Jobs, für die ich keine IDE hochfahren möchte, Sachen, die nix im Market verloren haben, also quasi sowas wie Tasker-Jobs...wobei die direkt unter Android noch einfacher einzustellen sind... -
Re: Meine Meinung...
Autor: bstea 05.03.12 - 14:01
Also wenn man den Unterschied erkennen kann, weil es sich weniger android anfühlt, mache ich eine großen Bogen um all jene Programme. Es gibt schon genug halbgare Frameworks.
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Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann! -
Re: Meine Meinung...
Autor: Siciliano 05.03.12 - 14:02
mwi schrieb:
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> Meine Vorgehensweise
Denk immer daran, DU bist keine Referenz, was für dich stimmt, kann für andere 6'999'999'999 Menschen ganz anderst sein -
Re: Meine Meinung...
Autor: JulesCain 05.03.12 - 15:14
Siciliano schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> mwi schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Meine Vorgehensweise
>
> Denk immer daran, DU bist keine Referenz, was für dich stimmt, kann für
> andere 6'999'999'999 Menschen ganz anderst sein
Richtig, das ist Grundsatz der MCI bzw. Interaction Design. Note: 1+, setzen :) -
Re: Meine Meinung...
Autor: delaytime0 05.03.12 - 15:20
burzum schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> delaytime0 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > In meinen Augen stellen diese Art der IDEs nur einen weiteren Schritt
> dar.
> > Dieser Prozess der Programmiervereinfachung (um nicht zu sagen
> > Banalisierung) nahm seinen Lauf mit Bibliotheken und Engines.
> Mitlerweile
> > sind wir bei Gigabyte-großen Frameworks angekommen und demnächst kommt
> dann
> > eben noch sowas dazu...
>
> Du bist einer von der Frickelfraktion die lieber das Rad 1000x neu
> erfindet, dabei am besten auf Unittests verzichtet und hinter meint es wäre
> schneller und solider?
>
> Frameworks mit diesem Tool zu vergleichen ist "leicht" daneben.
>
> Und egal welches Tool man verwendet, fehlt das Verständnis für grundlegende
> Konzepte kann nur Mist bei raus kommen, Framework oder nicht. In dem Punkt
> stimme ich auch zu.
Eher sehe ich mich als jemanden der für nen kleines Programm auch mal auf ne Stütze verzichtet, anstatt es durch ein Framework unnötig aufzublähen.
Frameworks, Bibs, Klassensammlungen oder eben die eigenen Templates helfen oft und gern... Vorsichtig umgehen sollte man damit dennoch. -
Re: Meine Meinung...
Autor: Xstream 05.03.12 - 15:20
mwi schrieb:
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> Meiner Meinung nach unterscheiden sich Nicht-Programmierer nicht von
> Programmierern, weil sie keinen Programmcode schreiben können, sondern weil
> sie keine Programmabläufe durchdenken können.
exakt, deshalb ist so ein tool ganz prima für einsteiger, dann lernen die nämlich erst einmal solche abläufe zu verstehen und umzusetzen und erst in einem späteren schritt setzen sie das dann in einer sprache um.
> Dieses ganze: Programmier die
> ganze Welt, ohne programmieren zu können, versteh ich irgendwie nicht...
es geht nicht um "ohne programmieren zu können" sondern eben um ohne die sprache zu können
> Wer solche Tools ernsthaft nutzt, um Apps im Market zu veröffentlichen, der
> soll sich bitte mal melden, ich lasse mich gern belehren.
dafür ist es auch kaum gedacht -
Re: Meine Meinung...
Autor: Hotohori 05.03.12 - 20:29
delaytime0 schrieb:
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> Eher sehe ich mich als jemanden der für nen kleines Programm auch mal auf
> ne Stütze verzichtet, anstatt es durch ein Framework unnötig aufzublähen.
> Frameworks, Bibs, Klassensammlungen oder eben die eigenen Templates helfen
> oft und gern... Vorsichtig umgehen sollte man damit dennoch.
Ganz genau, und zu allem Überfluss lernt man sogar noch was dabei, was man sonst nie lernen würde, weil einem das die Frameworks abnehmen.
Als Hobby Programmierer, der die Abläufe dahinter auch ganz gerne versteht, bin ich eh schon kein großer Fan solcher Funktionssammlungen. -
Re: Meine Meinung...
Autor: the_spacewürm 06.03.12 - 09:03
Ich sehe solche Tools als durchaus sinnvoll an um:
- Schnell mal einen Prototyp von einer App zusammen zu klicken ohne großen Zeitaufwand
- Mal kurz aus zu probieren wie grundlegende Techniken bei Android funktionieren
- Nem Apple User ne Nase zu drehen ;-) -
Re: Meine Meinung...
Autor: Juniper 06.03.12 - 12:34
mwi schrieb:
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> Meine Vorgehensweise bei sowas wäre die folgende: Ich schaue mir die Syntax
> von Java an, gehe die diversen Tutorials der Android-Dokumentation durch
> und kann damit dann ungefähr schon so viel, wie mit dem Inventor-Tool, habe
> aber die Möglichkeit, noch mehr daraus zu machen.
Ob du mit dem Top Down oder Bottom-Up ansatz anfängst ist im Prinzip Piepegal, hauptsache du kommtst ingendwann am anderen Ende an. Das Problem ist nur, was ich bei nem Beträchtlichen Teil der Programmierer, vor allem aus der Java und .net Welt sehe ist das diese meine sie fangen mit dem Lernen der Systax unten an, was aber weit gefehlt ist. Sie behaupten dann z.b. wehement Pointer sind böse ohne zu wissen das Sie sie tagtäglich in ihreren speziellen Ausprägungen (z.b. Referenzen und Arraysindizes) nutzen (wobei die VMs die bösen Varianten davon garnicht zulassen). Wenn jemand oben anfängt und in der Mitte aufhört ist es auch nicht schlimmer als in der Mitte aufzuhören und oben anzufangen. Meiner Meinung nach sollte jeder Programmierer mindestens C mal gelernt und angewendet haben, das Vermittelt einem die nötigen Basics (und wer will kann sich mit C++ oder Lisp mal das andere Ende der Scala anschauen).
Wichtig is zu verstehen was man Tut, z.B. das OOP kein Allheilmittel ist oder die Perfomance komplett zu ignorieren einem hinterher oft teuer zu stehen kommt.
Ich programmier selbst auf der Arbeit C++, Java und C#, jede Sprache hat ihre vor und nachteile, und lasse unsere neuen Azubis uns Praktikanten auch erstmal von möglichst weit oben Anfangen (das geht mit unserer Visualisierungssoftware wunderbar) bis Sie sie ne ungefähre Vorstellung haben. Das tut dem keinen Abbruch, wer Potential hat kommt irgendwann am anderen Ende an, während viele Java und C# Programmierer noch nichtmal den Unterschied bzw die Gemeinsamkeiten von Pointern und Refernezen erklären können.
Ich hab jetzt bewusst aufs reine Programmieren konzentriert und andere Programmierparadigmen (wie Aspektorientierte Programmierung oder Designvorschriften) bewusst weggelassen.



