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Antimaterie <-> dunkle Materie?

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  1. Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: SoniX 04.04.13 - 12:52

    Also dieser Zusammenhang war mir neu.

    Ich dachte bisher dunkle Materie wäre "unsichtbare" Materie die man sich erdacht hatte um gewisse Phänomene zu erklären. Sie besitzt Gravitation, aber keine elektromagnetische Wechselwirkung.

    Antimaterie hingegen ist wie normale Materie blos andersrum gepolt. Materie und Antimaterie löschen sich gegenseitig aus.

    "Die Positronen könnten auch anderen Ursprungs sein, etwa von Pulsaren stammen, erklärten sie. "In den kommenden Monaten wird uns AMS überzeugend sagen können, ob diese Positronen ein Anzeichen für dunkle Materie sind oder ob sie einen anderen Ursprung haben", sagte Ting."

    Wie kommt man darauf? Seit wann ist Antimaterie ein Hinweis auf dunkle Materie?

    Dunkle Materie definiert sich ja genau dadurch, dass es keine elektromagnetische Wechselwirkung hat. Antimaterie hat diese schon.

  2. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: rolitheone 04.04.13 - 13:18

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also dieser Zusammenhang war mir neu.
    >
    > Ich dachte bisher dunkle Materie wäre "unsichtbare" Materie die man sich
    > erdacht hatte um gewisse Phänomene zu erklären. Sie besitzt Gravitation,
    > aber keine elektromagnetische Wechselwirkung.
    >
    > Antimaterie hingegen ist wie normale Materie blos andersrum gepolt. Materie
    > und Antimaterie löschen sich gegenseitig aus.
    >
    > "Die Positronen könnten auch anderen Ursprungs sein, etwa von Pulsaren
    > stammen, erklärten sie. "In den kommenden Monaten wird uns AMS überzeugend
    > sagen können, ob diese Positronen ein Anzeichen für dunkle Materie sind
    > oder ob sie einen anderen Ursprung haben", sagte Ting."
    >
    > Wie kommt man darauf? Seit wann ist Antimaterie ein Hinweis auf dunkle
    > Materie?
    >
    > Dunkle Materie definiert sich ja genau dadurch, dass es keine
    > elektromagnetische Wechselwirkung hat. Antimaterie hat diese schon.

    " We see no evidence in careful observations for that, which leads most scientists to believe that whatever the dark matter is, it is not antimatter. "
    http://csep10.phys.utk.edu/astr162/lect/cosmology/antimatter.html

    Auch auf Wikipedia wird zwischen Dunkler und Antimaterie unterschieden.

  3. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: topo 04.04.13 - 13:20

    "Die Daten, die das AMS-2 gesammelt habe, zeigten keine signifikanten Schwankungen über die Zeit sowie keine bevorzugte Richtung, aus der die Positronen kamen. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie das Abfallprodukt der Annihilation von Dunkle-Materie-Partikeln seien."

  4. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: SebiMuc 04.04.13 - 13:22

    Der Zusammenhang, was die Positronen plötzlich mit dunkler Materie zu tun haben sollen, ist in anderen Artikeln, z.B. auf SPON, etwas genauer erklärt. Aber nur etwas ;)

  5. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: ViNic 04.04.13 - 14:31

    Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts wissen.

    Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.

    Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4 von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben auch nicht) um sie zu beschreiben.

    Es ist eigentlich alles Mist :)

  6. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: JoeX 04.04.13 - 14:55

    Der Zusammenhang entsteht, wenn man davon ausgeht (und wenn auch nur als Arbeitshypothese), dass die Teilchen der dunklen Materie nicht stabil sind, sondern Zerfallen können. Mit einigen anderen (begründeten, aber nicht zwangsweise richtigen) Annahmen zusammen entsteht bei dem Zerfall von dunkler Materie genau so viel (bekannte) Materie, wie (bekannte) Antimaterie. Da in den bekannten Teilen des Universums Antimaterie eher selten ist, bedeutet eine große Menge von Antimaterie einen potentiellen Hinweis auf dunkle Materie. Das gilt insbesondere dann, wenn die Antiteilchen keiner (anderen) expliziten Quelle zugeordnet werden können.

  7. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: dEnigma 04.04.13 - 15:09

    ViNic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts
    > wissen.
    >
    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.
    >
    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.
    >
    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Gott sei Dank gibt es Menschen, die ihr Leben der Aufgabe widmen, diesen "Mist" immer weiter zu verfeinern, sodass wir ein sich stetig verbesserndes Modell unseres Universums erhalten.

    Außerdem, wer hat gesagt, dass das Universum unendlich ist? Selbst wenn es unendlich wäre, würde das noch lange nicht bedeuten, dass sich darin unendlich viel Materie befindet.

    -----------------------------------------------------------------------
    “Observation: Couldn'’t see a thing. Conclusion: Dinosaurs.” –---Carl Sagan

  8. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: Bujin 04.04.13 - 15:48

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommt man darauf? Seit wann ist Antimaterie ein Hinweis auf dunkle
    > Materie?
    >
    > Dunkle Materie definiert sich ja genau dadurch, dass es keine
    > elektromagnetische Wechselwirkung hat. Antimaterie hat diese schon.

    Oh man, Artikel gelesen? Ja? Nochmal!

    > Die Positronen könnten ein Hinweis auf die dunkle Materie sein: Dunkle Materie
    > besteht mutmaßlich aus sogenannten Wimps - eine Abkürzung für Weakly
    > Interacting Massive Particles (schwach wechselwirkende massereiche Teilchen).
    > Diese Teilchen sollen ihre eigenen Antiteilchen sein - treffen also zwei Wimps
    > aufeinander, sollen sie sich gegenseitig auslöschen, wobei Positronen und
    > Elektronen entstehen.

    Wollen Sie mehr wissen? [de.wikipedia.org]



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.13 15:50 durch Bujin.

  9. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: madMatt 04.04.13 - 15:52

    ViNic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts
    > wissen.
    >
    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.
    >
    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.
    >
    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Sehr gut, kann ich so unterschreiben. Schon mal die Theorie vom Plasmaversum gesehen? Da hat mich ein anderer Forist hier bei golem.de drauf gebracht.

    http://viaveto.de/plasmaverse.html

    Fand ich sehr interessant, dass sich so viele Phänomene damit einfach erklären lassen und man ein Plasma ja auch genau im Labor untersuchen kann...

  10. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: hubie 04.04.13 - 15:52

    ViNic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts
    > wissen.
    >
    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.
    >
    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.
    >
    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Gute Güte, deswegen macht man ja Experimente. Grundsätzlich kann jeder jede Annahme treffen. Ob er diese im Experiment nachweisen kann, das sei dahingestellt. Wenn man das ganze Geschwafel für voll nimmt und danach beleidigt ist, weil es nicht gestimmt hat oder weil wer anders auch etwas anderes sagt, dann ist die Rangehensweise meines Erachtens die falsche.

  11. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie? :)

    Autor: Gorul 04.04.13 - 15:53

    immer lustig, wenn es Neuigkeiten in der Physik gibt, wie viel Halbwissenschaftler dann es im Internet versuchen zu erklären, aber es nicht wirklich verstanden, sei es hier auf golem, oder bei heise, SPON, ...
    ich bin zwar auch kein Experte aber am schlüssigsten hört sich die Erklärung diese Meldung an: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15880-2013-04-04.html

    ich weiß, man will eine Meldung rausbringen mit der Neuigkeit und diese auch noch erklären. Aber manchmal wäre es sinnvoller einfach auf einen anderen Artikel zu verlinken, anstatt krampfhaft zu versuchen etwas zu erklären, da noch Fehler reinbaut und evtl sogar Passagen einfach kopiert...

  12. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie? :)

    Autor: Brooklands 04.04.13 - 16:03

    Gorul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > ich weiß, man will eine Meldung rausbringen mit der Neuigkeit und diese
    > auch noch erklären. Aber manchmal wäre es sinnvoller einfach auf einen
    > anderen Artikel zu verlinken, anstatt krampfhaft zu versuchen etwas zu
    > erklären, da noch Fehler reinbaut und evtl sogar Passagen einfach
    > kopiert...

    Dem kann ich nur Beipflichten. Ich mach den Golem-Redakteuren kein Vorwurf aber auch wenn's überholt klingt: "Schuster, bleib bei deinen Leisten!"

  13. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: vieleichtvieleichtauchnicht 04.04.13 - 17:14

    ViNic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts
    > wissen.

    Diese Behauptung ist ein widerspruch in sich selbst.
    Kleiner Denkanstoß: Wie wollen wir denn wissen, dass wir nichts wissen, wenn wir nichts wissen?

    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.

    Verschaukelt weil...?
    Stichwort "Theorie" (bis es bewiesen wurde, dann gilt es als Fakt. Da wäre man wieder beim Wissen)

    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.
    >
    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Mich würde hier mal interessieren, wie du das mit dem "...Welt erklären..." (oder auch "nicht erklären") meinst.

    Das "Unendlich" bezieht sich auf die Dynamik des Universums: Expansion (Um es einfach zu halten. Im wesentlichen ist es etwas komplexer zu erklären.)

  14. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: Dorsai! 04.04.13 - 18:44

    http://scientopia.org/blogs/galacticinteractions/2011/01/15/how-i-know-plasma-cosmology-is-wrong/

    Plasma Kosmologie ist schon ziemlich Anti. Das sind viele, zugegeben gut klingende, Behauptungen, die alles ganz einfach erklären. Aber im Gegensatz zur konventionellen Astronomie gibt es keinerlei Berechnungen und Statistiken die das ganze zu einem Modell machen mit dem man unser Universum oder gar unser Sonnensystem beschreiben kann.

    Erstmal muss man nämlich tatsächlich sehen ob die Rechnung aufgeht und das ganze ins Bild passt, dann kann man das alles auf ein paar gut klingende und einfach zu erklärende Theorien runterbrechen, nicht umgekehrt.

  15. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: GodsBoss 04.04.13 - 19:13

    > Also dieser Zusammenhang war mir neu.

    Kein Wunder, der Zusammenhang ist hypothetischer Natur und noch keineswegs nachgewiesen.

    > Ich dachte bisher dunkle Materie wäre "unsichtbare" Materie die man sich
    > erdacht hatte um gewisse Phänomene zu erklären. Sie besitzt Gravitation,
    > aber keine elektromagnetische Wechselwirkung.

    Wortwahl eventuell schludrig, aber grundsätzlich: Ja.

    > Antimaterie hingegen ist wie normale Materie blos andersrum gepolt. Materie
    > und Antimaterie löschen sich gegenseitig aus.

    Jein. Beim Auslöschen entstehen neue Teilchen, z.B. Photonen. Richtig ist natürlich, dass nach der Reaktion weder das ursprünglich vorhandene Teilchen noch das Antiteilchen wieder da ist.

    > "Die Positronen könnten auch anderen Ursprungs sein, etwa von Pulsaren
    > stammen, erklärten sie. "In den kommenden Monaten wird uns AMS überzeugend
    > sagen können, ob diese Positronen ein Anzeichen für dunkle Materie sind
    > oder ob sie einen anderen Ursprung haben", sagte Ting."
    >
    > Wie kommt man darauf? Seit wann ist Antimaterie ein Hinweis auf dunkle
    > Materie?
    >
    > Dunkle Materie definiert sich ja genau dadurch, dass es keine
    > elektromagnetische Wechselwirkung hat. Antimaterie hat diese schon.

    Das steht im Artikel:
    „Diese Teilchen (Anmerkung: Dunkle Materie) sollen ihre eigenen Antiteilchen sein - treffen also zwei Wimps aufeinander, sollen sie sich gegenseitig auslöschen, wobei Positronen und Elektronen entstehen.“

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  16. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: GodsBoss 04.04.13 - 19:23

    > Alles humbug ... Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, das wir nichts
    > wissen.
    >
    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden. Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.
    >
    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.
    >
    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Lustig nur, dass dieser angebliche „Mist“ seit langem Erfolge feiert und sowohl das Standardmodell als auch die Relativitätstheorie(n) darin brillieren, Vorhersagen zu treffen und Technologien zu ermöglichen oder zu verfeinern.

    Sind diese Modelle perfekt? Natürlich nicht. M.E. war es sogar so, dass sich Standardmodell und Relativitätstheorie in leider zumindest momentan nicht beobachtbaren Bereichen widersprechen, mindestens eine der Theorien stimmt also nicht. Aber das macht nichts. Auch die Newtonsche Physik stimmt nicht, wird aber heute noch vielfach angewandt – weil sie für viele Bereiche im Rahmen der Rechengenauigkeit quasi identische Ergebnisse wie die Relativitätstheorie liefert, aber viel einfacher ist.

    Ich verstehe daher nicht, wo du dich verschaukelt fühlst. Natürlich gibt es einige Bereiche, die spekulativer sind als andere, und über die überproportional berichtet wird, weil genau da die Forschung stattfindet – Ekpyrotisches Universum, Stringtheorie, Supersymmetrie, Dark Fluid, u.a. sind stark spekulative Theorien, und was nun Dunkle Materie und Dunkle Energie eigentlich sind, ist auch unbekannt. Aber da gibt es eben noch den großen „langweiligeren“ Teil, der so ziemlich alles erklären kann, was sich in unserer Alltagswelt hier auf der Erde abspielt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  17. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: GodsBoss 04.04.13 - 19:37

    > Sehr gut, kann ich so unterschreiben. Schon mal die Theorie vom
    > Plasmaversum gesehen? Da hat mich ein anderer Forist hier bei golem.de
    > drauf gebracht.
    >
    > viaveto.de
    >
    > Fand ich sehr interessant, dass sich so viele Phänomene damit einfach
    > erklären lassen und man ein Plasma ja auch genau im Labor untersuchen
    > kann...

    Ich kenne diese Theorie und habe m.E. sogar mal mit dem Autor auf YouTube diskutiert. Es handelt sich um Pseudowissenschaft. Beispiel:
    Auf Einstein widerlegt wird behauptet, spätestens ab 1,2 Sonnenradien sei der Linseneffekt nicht mehr vorhanden. Dem steht gegenüber, dass der Satellit Hipparcos den Himmel so genau vermessen hat, dass noch die Wirkung der Sonne auf das Licht der Sterne, die im rechten Winkel zu Sonne und Erde stehen, berücksichtigt werden musste.

    Ich hatte früher einige der Videos gesehen, da sind noch mehr solcher Klopfer drin. Betrug will ich dem Urheber nicht unterstellen, eher hat er sich in seine eigene Realität verrannt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  18. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: Yeeeeeeeeha 05.04.13 - 09:58

    madMatt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fand ich sehr interessant, dass sich so viele Phänomene damit einfach
    > erklären lassen und man ein Plasma ja auch genau im Labor untersuchen
    > kann...

    Ja, habe ich schon mal gesehen und es klingt im ersten Moment tatsächlich _verlockend_ einfach. Im Endeffekt wird aber nicht viel dahinter sein, es schmeckt sehr nach Pseudowissenschaft.

    1. Man sollte immer vorsichtig sein, wenn sich "Erkenntnisse" explizit auf die angeblich revolutionäre Arbeit einzelner Personen beziehen. In der "echten" Physik hat sich auch ein Einstein nicht alles aus den Fingern gesaugt, sondern auf der anerkannten Arbeit vieler Physiker und Mathematiker aufgebaut bzw. diese erweitert.
    2. Eine Website mit hübschen Videos, kaufbaren Büchern, aber keinen wissenschaftlichen Papers, die durch ein sinnvolles Peer-Review gelaufen sind? Meh…
    3. Das Plasmaverse erklärt einige Dinge sehr elegant, andere definitiv existierende Phänomene - wie die kosmische Hintergrundstrahlung - jedoch gar nicht, sie werden einfach ignoriert.
    4. Die Theorie bietet keinen echten Vorteil gegenüber dem Standardmodell. Sie kann insbesondere keine vom Standardmodell abweichenden Vorhersagen treffen, welche sich experimentell bestätigen lassen.
    5. Im Gegensatz dazu wurde das Standardmodell immer wieder experimentell bestätigt, auch die gravitative Ablenkung von Licht, welche beim Plasmaverse fäschlicherweise als widerlegt dargestellt wird.
    6. Die übliche Kritik am Standardmodell - nämlich dass es obskure Hilfsgrößen wie eben dunkle Materie und Energie mit unbekannter Beschaffenheit - zielt auf Menschen ab, die das Konzept eines physikalischen Modells nicht verstanden haben: Ein Modell beschreibt nicht die Realität (also nicht Modell im Sinne von Modelleisenbahn), sondern ist schlichtweg ein Konstrukt, welches funktionierende Vorhersagen trifft, die sich wiederum in der Realität beobachten lassen. Als solches ist das Standardmodell sehr gut, denn es macht seit gut einem Jahrhundert ganz hervorragende Vorhersagen.
    7. Auch immer wichtig ist das Korrespondenzprinzip. In dem Fall jetzt nicht so arg, bei manchen anderen "alternativen Theorien" aber sehr stark, eigentlich immer wenn eine "revolutionäre neue Physik" postuliert wird: Ein neues Modell muss funktionierende alte Modelle als Grenzfälle beinhalten. So enthält z.B. die Relativitätstheorie die Newtonsche Physik als Grenzfall bei niedrigen Energien und sogar das Modell "die Erde ist eine flache Scheibe" ist ein funktionierender Grenzfall auf hinreichend kleinen Skalen (ein Dreieck auf einem Sadtplan hat ziemlich genau 180°, auch wenn die Oberfläche der Erde nicht euklidisch ist).

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  19. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: Yeeeeeeeeha 05.04.13 - 11:34

    ViNic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir macht es ja auch Spaß, so etwas anzusehen und darüber zu lesen. Je mehr
    > man darüber nachdenkt, desto mehr bekommt man das Gefühl, verschaukelt zu
    > werden.

    Das ist eine typisch menschliche Reaktion bei Themen, die so komplex sind, dass man ihre Hintergründe ohne eine entsprechende Ausbildung einfach nicht verstehen kann.

    > Der eine sagt es so, der andere revidiert gleich alles. Zumindest
    > sind sich alle in einem Punkt einig, es ist alles Annahme.

    Das ist absolut falsch. Funktionierende Modelle werden nicht revidiert. Neuere Theorien enthalten gute ältere als Grenzfall. Z.B. verschreibt die Newtonsche Physik Vorgänge auf der Erde noch immer sehr gut und wird auch benutzt, denn sie ist als Grenzfall in der Relativitätstheorie enthalten.
    Des weiteren geht es hier nicht um Annahmen. Ein Prinzip ist es, dass eine Theorie umso besser ist, je weniger Annahmen getroffen werden müssen (Occam's Razor). Die Existenz dunkler Materie bzw. Energie ist keine Annahme, sondern eine aus Beobachtungen erkannte Notwändigkeit. Man ist sich nicht über die Existenz uneinig, sondern die Beschaffenheit. Dabei Bedeutet Existenz nicht unbedingt "in der Realität gibt es dunkle Materie", sondern in erster Linie "in der Realität gibt es irgend etwas, das wir im Modell dunkle Materie nennen". Modell ist hierbei auch nicht "die Realität", sondern "etwas, das die Realität gut beschreibt und sinnvolle Vorhersagen trifft".

    > Momentan können wir nicht mal unsere Welt erklären, die im Vergleich zum
    > unendlichem Universum, wo 3/4 davon angeblich dunkle Materie beinhaltet(3/4
    > von Unendlich?!) usw., ein neues Wort braucht ( Winzig winzig reicht eben
    > auch nicht) um sie zu beschreiben.

    Wir können in der Tat sehr viel erklären, mehr als je zuvor.
    PS: 3/4 von Unendlich geht mathematisch sehr wohl, denn:
    lim n→∞ 3/4*n < lim n→∞ 1*n

    Zur räumlichen Größe des Universums (endlich oder unendlich) gibt es übrigens keine Aussagen, da das von uns beobachtbare Universum von der endlichen Lichtgeschwindigkeit eingeschränkt wird. Das folgt wiederum daraus, dass das Universuch sehr wahrscheinlich (= eigentlich sicher) ein endliches Alter hat.

    > Es ist eigentlich alles Mist :)

    Kommt auf die Definition von Mist an. Verglichen mit den Vorstellungen von vor 500 Jahren ist es sicher kein Mist, verglichen mit denen in 500 Jahren evtl. schon. Das ist aber eher Nebensache, denn der Mist funktioniert verdammt gut. Insofern ist es praktisch gesehen auch nicht schlimm, dass es noch keine sinnvolle Kombination der Relativitäts- und Quantenphysik gibt: Es funktioniert im jeweils interessanten Bereich. Dank Relativität funktioniert GPS, ohne würde es nicht funktionieren. Dank der Quantenphysik funktionieren moderne Festplatten, ohne sie würden sie nicht funktionieren.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  20. Re: Antimaterie <-> dunkle Materie?

    Autor: Jürg 24.05.13 - 11:30

    Es existiert im Universum zu jedem Materieteilchen ein Antimaterieteilchen. Der Grund, warum ständig gesagt wird, es gäbe einen Materieüberschuss, liegt an zahlreichen falschen Erkenntnissen der Wissenschaftler. Zum einen bestehen Protonen nicht aus drei Quarks, sondern aus zwei Up-Quarks und einem weiteren Gebilde, das vor allem die Gegenmaterie enthält. Dass es sich bei diesem Gebilde um ein Down-Quark handelt, ist ein Trugschluss. Dieses Gebilde hat nur die gleiche elektrische Ladung wie das Down-Quark. Auch beim Neutron entspricht jenes dritte (angebliche Down-)Quark diesem Gebilde, das die Gegenmaterie enthält.

    Zudem hat nie ein Symmetriebruch stattgefunden. Dieses Wort "Symmetriebruch" steht für Vorgänge, die sich die Physiker nicht erklären können. Wenn irgendwo in der Physik etwas Unverständliches auftaucht, wird sofort von Symmetriebruch, Paritätsverletzung, Dunkler Energie, Dunkler ... gesprochen.

    All die Behauptungen der Wissenschaftler sind Auswüchse basierend auf einer falschen Theorie, die allgemein als richtig eingestuft wird, obwohl sie nachweislich völlig falsch sein muss - nämlich die Relativitätstheorie.

    Aus diesem Grund können sich die Wissenschaftler auch den Urknall, den Massendefekt, die beschleunigte 'Ausbreitung' des Weltalls usw. nicht (restlos) erklären.

    Zu dieser Verwirrung hat insbesondere eine Person beigetragen, die dafür verantwortlich, dass seit über einhundert Jahren zahllose Wissenschaftler in falschen Bereichen forschen (wie Gravitationswellen, usw.), wodurch mittlerweile Ressourcenvergeudung in Billionenhöhe entstanden ist.

    Der Name dieser Person, die nicht einmal ein Reifeprüfungszeugnis besaß und somit gar nicht studieren durfte, ist hinlänglich bekannt.

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