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Halbwegs positiv überrascht

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  1. Halbwegs positiv überrascht

    Autor: JPanse 20.01.20 - 17:19

    Ich bin tatsächlich halbwegs positiv überrascht. Ist dieser Artikel doch wesentlich besser als die bisherigen. Es gibt dennoch einiges daran auszusetzen.
    "Der tiefe Glaube an diesen islamischen Lehrsatz fördere den wissenschaftliche Entdeckungsdrang, so seine Theorie."
    Keine Ahnung wo die Autorin diesen Satz her hat. In dem verlinkten Dokument konnte ich eine solche Aussage nicht finden. Nebenbei sagt Herr Alghamdi auch, dass Frauen unter anderem deshalb Informatik wählen, weil Frauen es bevorzugen in ruhigen sicheren Umgebungen zu arbeiten und zu bleiben. Er stellt das als Fakt hin. Ich habe da ehrlich gesagt meine Zweifel und Bedenken an der Aussage. ("Another fact is that women prefer to work and stay in safe and quiet places.")

    "In Saudi-Arabien gibt es eine große Anzahl von reinen Frauenuniversitäten, dabei entstehen sogenannte Elite-Inseln"
    Das klingt für mich so, als findet die Autorin dies gut. Ich bin mir sicher, dass dies allein auf die Unterdrückung der Frauen in den muslimischen Länder zurückgeht. Ich würde wetten, dass diese Frauenunis nicht existieren, weil Männer dort keinen Zutritt haben, sondern weil Frauen an den anderen Unis keinen Zutritt haben.

    Die "große Feldstudie" erweist sich bei durchlesen des Links plötzlich als Befragung von 60 Studentinnen. Unter Groß verstehe ich etwas deutlich anderes. Interessanterweise wird dann der Hauptpunkt unterschlagen.
    "Most importantly, they believed that a degree in CS would allow for some independence in women's lives."
    Die Befragung hat also ergeben, dass der wichtigste Grund für die Wahl von Informatik, die Chance auf Unabhängigkeit ist. (was auch mit ein Grund ist, warum Informatik als frauenfreundliches Fach angesehen wird). Das wurde zwar dann nochmal mit der Emanzipation mit eingebracht, aber es klingt dann doch eher so als wäre das nur ein unbedeutender Zusatz und nicht der Hauptgrund.

    Die Aussage bzgl der Problemlösungskompetenz von Mädchen lässt sich im verlinkten Dokument nicht finden. Die nachfolgende Aussage zwar schon, aber nicht in dem exakten Wortlaut, zumal das ja als direkte Aussage gegenüber Golem beschrieben wird. Wo kommt also die Aussage zur Problemlösungskompetenz her?

    "Aufgrund der Struktur der monoedukativen Bildung in Saudi-Arabien trauen sich offenbar mehr Frauen eine Universitätskarriere in analytisch-logischen Fächern zu als in Deutschland."
    Gibt es für diese Aussage irgendwelche Belege? Ich würde eher vermuten, dass die Frauen in Saudi-Arabien entweder dazu gedrängt werden ein solches Fach zu studieren oder sie sich dadurch generell bessere Chancen im späteren Leben erhoffen. Jeweils unabhängig davon, ob sie sich das zutrauen.

    "Die Aussage zu einer biologischen Neigung von Frauen gegen Informatik würde ich nicht generalisieren."
    Hier bin ich gestolpert. Wo kommt plötzlich die biologische Neigung her? Bisher ging es nicht um Biologie.

    Insgesamt war der Artikel aber erstmal ok. Nicht überragend, einiges gibt es zu verbessern aber ich war wie gesagt positiv überrascht. Dann kam der letzte Abschnitt und dieser Satz:
    "Die Fähigkeit, logisch zu denken und mathematische Probleme zu lösen, ist aber kein männliches Privileg."
    Wo kommt das denn jetzt plötzlich her? Nirgends im Artikel ging es darum, ob Frauen das können oder nicht (wird auch ausser wenigen Vollidioten und Trollen niemand behaupten).
    Allerdings ist es genau dieser Satz den ich von der Autorin erwartet hatte und damit mindert er dann auch wieder meine positive Überraschtheit.

  2. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: pythoneer 20.01.20 - 18:00

    Ich stimme dir in weiten Teilen zu. Was mir bei dieser "Art" Diskussion immer wieder auffällt ist eine Verkehrung der Worte. Aus irgendeinem Grund wird immer wieder "Können/Fähigkeiten" mit "Vorlieben" verwechselt. Am stärksten ist mir das selber damals beim Fall des "antifeministischen Manifests" (Was der Entwickler nie so genannt hat) eines Google Mitarbeiters aufgefallen und wie die Medien darüber berichtet haben. Es war eigentlich immer das gleiche Spiel – hier mal ein Beispiel der Süddeuschen https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sexismus-im-silicon-valley-google-entwickler-fuer-antifeministisches-manifest-gefeuert-1.3619145

    > Sein Argument grob zusammengefasst: Frauen können es einfach nicht. Allerdings sei das nicht ihre Schuld, sondern die ihrer Gene. Frauen hätten schlicht andere Talente als Technik. "Die Verteilung von Vorlieben und Fähigkeiten zwischen Männern und Frauen unterscheidet sich auch aus biologischen Gründen, und diese Unterschiede könnten erklären, warum wir keine gleiche Vertretung von Frauen in Tech-Führungsrollen haben", schrieb der Google-Mitarbeiter in einem internen Memo.

    Ich habe das Memo damals selber gelesen und konnte nichts dahingehend lesen was hier behauptet wurde. Mir viel aber auf, dass folgende Dinge immer und immer wieder auch in anderen Publikationen auftauchen. Ich meine Wenn man die Passage von oben sorgfältig liest, dann fällt einem die Diskrepanz schon ohne Kontext auf – und ohne das "Original" gelesen zu haben.

    Aus

    > Die Verteilung von Vorlieben zwischen Männern und Frauen unterscheidet sich auch aus biologischen Gründen

    Wird

    > Frauen können es einfach nicht

    Hier werden aus Vorlieben Fähigkeiten gemacht. Ich meine ich kann die Fähigkeit haben mir ein Loch ins Knie zu bohren. Ich kann es aber dennoch ablehnen es zu tun, selbst wenn ich es kann, wenn ich es aus anderen Vorlieben doch nicht machen möchte. Wenn ich etwas nicht machen möchte, dann heißt es nicht dass ich das nicht kann.

    Aus einem: "Frauen ist IT zu langweilig" wird "Frauen sind zu doof für IT". Dieses Schema ist mir in dieser Kategorie der Diskussion immer wieder aufgefallen.

    Frauen können IT, ist denen aber scheinbar einfach zu langweilig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.20 18:01 durch pythoneer.

  3. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Fregin 21.01.20 - 08:07

    JPanse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "Die Fähigkeit, logisch zu denken und mathematische Probleme zu lösen, ist
    > aber kein männliches Privileg."
    > Wo kommt das denn jetzt plötzlich her? Nirgends im Artikel ging es darum,
    > ob Frauen das können oder nicht (wird auch ausser wenigen Vollidioten und
    > Trollen niemand behaupten).

    Der Artikel wurde nach der Veröffentlichung mehrere Male überarbeitet, unter anderem stand im Eingang, man wolle Behauptungen widerlegen, "dass Frauen eben weniger Kapazitäten haben, logisch zu denken, als die männliche Kohorte". Im Forum wurde das mehrfach bemängelt, weil solche Aussagen bestenfalls von einer kleinen Minderheit gemacht werden. Das wurde dann gestrichen, aber der ganze Artikel ist um diesen Quatsch herum aufgebaut. Die Änderei macht das Ding dann völlig sinnfrei. Ich persönlich hab langsam den Eindruck, dass die Autorin sich in dem Thema einfach völlig verrannt hat. Die mehrfachen Änderungen an dem Artikel erwecken zumindest bei mir den Anschein einer gewissen Hilflosigkeit, das Ding noch irgendwie ein bisschen zu retten.

  4. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Oktavian 21.01.20 - 08:37

    > Ich persönlich hab langsam
    > den Eindruck, dass die Autorin sich in dem Thema einfach völlig verrannt
    > hat. Die mehrfachen Änderungen an dem Artikel erwecken zumindest bei mir
    > den Anschein einer gewissen Hilflosigkeit, das Ding noch irgendwie ein
    > bisschen zu retten.

    Na komm, das kennt man aus dem wissenschaftlichen Kontext doch häufiger. Oft haben Wissenschaftler eine Lieblingstheorie, die beobachtete Phänomene einfach gut erklärt, oder man ist der Meinung, es muss einfach so sein, das sagt schon der gesunde Menschenverstand. Das könnte der Äther sein (Schall ist bewegte Luft, Licht ist bewegter Äther), das statische Universum (es kann doch nicht sein, dass alles auseinander fliegt) oder die String-Theorie (Meine Sophisticated String Theorie ist in sich logisch konsistenter als Deine).

    Wenn dann gezeigt wird, dass diese Theorie einfach nicht der Realität entspricht, ist es nicht so leicht, davon zu lassen, gerade wenn man seine halbe Karriere darauf aufgebaut hat. Dann wird die Theorie solange modifiziert, bis es wieder passt. Sie wird immer brüchiger, der Geltungsbereich immer kleiner, die Voraussetzungen immer spezifischer. Aber sich selbst einzugestehen, dass man sich verrannt hat, ist nicht leicht.

    Stell Dir mal vor, in einem plausiblen Experiment wird gezeigt, die String-Theorie ist großer Nonsens. Sie ist einfach falsch, widerlegt. Das würde tausende Doktoren der Theoretischen Physik in eine Krise stürzen, da ihre Doktorarbeiten zwar methodisch sauber sind, inhaltlich aber großer Quatsch. Meinst Du, die würden so schnell von der Theorie lassen und sich z.B. auf die Quantengravitation stürzen? Nach der reinen Lehre der Wissenschaft sollten sie das tun, aber so ticken Menschen nicht.

  5. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: JPanse 21.01.20 - 08:55

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... man wolle Behauptungen widerlegen, "dass
    > Frauen eben weniger Kapazitäten haben, logisch zu denken, als die männliche
    > Kohorte".

    Sollte das stimmen muss ich meine Meinung abändern zu, "der Artikel ist schlecht". Denn was angeführt wird widerlegt das Ganze nicht. Es versucht es noch nichtmal wirklich. Zumal es genügend Studien geben dürfte die genau das logische Denkvermögen zwischen bestimmten Gruppen untersucht haben. Solche werden nicht angebracht, dafür aber Mono- und Koedukation und Gründe warum Frauen in Ländern in denen sie unterdrückt werden Informatik als Studienfach wählen (und diese dann teilweise verkürzt).

    @Golem: Eine Änderung des Artikels macht ihr normalerweise kenntlich durch "Update ...". Warum bei diesem nicht? Und warum ist dieser Artikel überhaupt so durchgegangen, wenn kurz nach Veröffentlichung wesentliche Teile des Artikels gestrichen werden, welche den kompletten Artikel in einem anderen Licht dastehen lassen?

    Edit: Jetzt verstehe ich auch erst manche der Kommentare hier im Forum. Bei einigen hatte ich mich tatsächlich gefragt, warum sie sich so aufregen, war der Artikel doch mal halbwegs ok. Aber wie gesagt, die Streichung der Aussage und die generelle Überarbeitung des Artikels (keine Ahnung wieviel oder was noch alles geändert wurde) dürfte dazu geführt haben, dass einige Personen schlicht einen anderen Artikel gelesen haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.20 08:58 durch JPanse.

  6. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Fregin 21.01.20 - 09:32

    Den Beleg dazu findest du hier: https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/arbeit-warum-anderswo-mehr-frauen-it-berufe-ergreifen/golem-dass-frauen-eben-weniger-kapazitaeten-haben-logisch-zu-denken-als-die-maennliche-kohorte/132042,5574632,5574632,read.html#msg-5574632

    Soweit ich mitbekommen habe, wurden mindestens 2 kurze Passagen gestrichen / umgeschrieben, Ob und was noch geändert wurde kann ich dir leider nicht mehr sagen.

  7. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: jg (Golem.de) 21.01.20 - 10:29

    Es gab einen Kommentar, der auf den Satz hingewiesen hat, man könne leicht auf den Gedanken kommen, dass es biologische Gründe haben könne, dass Frauen in Deutschland weniger IT-Berufe ergreifen als die männliche Kohorte. Dieser wurde daraufhin entfernt, da er für den Artikel verzichtbar, was im entsprechenden Thread auch kommentiert wurde. Der Satz stellte schlicht einen Ausgangsgedanken her: Wenns woanders anders ist, kanns wohl nicht an der biologischen Disposition liegen. Weitere Änderungen am Artikeltext wurden nicht vorgenommen.

  8. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: rottenkumquat 21.01.20 - 10:42

    Auch Vorlieben können biologisch begründet sein.

  9. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: JPanse 21.01.20 - 11:02

    "da er für den Artikel verzichtbar"
    Das sehe ich aber gänzlich anders. Dieser eine Satz gibt dem Artikel eine komplett andere Drehung. Darüberhinaus auch eine ganz andere Qualität. Zumal der Artikel doch gerade die biologische Komponente betrachten will wie man an diesem Zitat wunderbar erkennt:
    "Die Aussage zu einer biologischen Neigung von Frauen gegen Informatik würde ich nicht generalisieren."
    Und auch an diesem:
    "Es gibt also möglicherweise doch Unterschiede, die in den Geschlechtern selbst angelegt sind. "
    Wenn der Satz so verzichtbar wäre, würde er nichts an der Aussage des Artikels ändern und man würde nicht über mehrere Stellen stolpern, die irgendwie komplett ohne Zusammenhang drinstehen.

    Das Ziel des Artikels war es also garnicht zu hinterfragen warum es woanders anders ist, sondern zu zeigen, dass Frauen auch Logisch denken können (nochmal: ausser Trollen und Idioten, beides vergleichsweise selten, behauptet das auch niemand).
    Dann bleibt aber immernoch die Frage: Warum wird die Änderung des Artikels nicht gekennzeichnet wie es sonst bei euch üblich ist? Warum muss erst ein Kommentator darauf hinweisen, dass der Satz direkt zeigt wo die Reise hingeht (von biologischen Gründen hat er garnichts geschrieben) damit er rausfliegt? Sollte das beim Korrekturlesen nicht auffallen bevor der Artikel freigegeben wird?

    Edit: eigentlich kann man am gesamten Fazit (das entgegen der Überschrift nur der letzte Absatz ist und nicht die komplette Seite) erkennen, dass es nicht um die Gründe geht warum anderswo Frauen eher zum Informatikstudium tendieren, sondern eben um die biologische Komponente bzw die Behauptung, dass diese nicht logisch denken können. Die ersten beiden Sätze sind denke ich eindeutig. Bei "Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen eindeutig, dass die äußeren Umstände viel entscheidender sind ..." ist der wichtige Teil "viel entscheidender". Viel entscheidender als was? Als die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau.
    Würde es, wie behauptet, nur darum gehen warum andernorts Frauen eher zu einem Informatikstudium tendieren müsste im Fazit wohl soetwas wie "fehlende Gleichberechtigung", "Chance auf Unabhängigkeit", "finanzielle Sicherheit" oder auch "teils keine freie Wahl" stehen. Tut es aber nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.20 11:21 durch JPanse.

  10. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Fregin 21.01.20 - 11:18

    jg (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weitere Änderungen
    > am Artikeltext wurden nicht vorgenommen.

    Das ist falsch:
    https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/arbeit-warum-anderswo-mehr-frauen-it-berufe-ergreifen/golem-dass-frauen-eben-weniger-kapazitaeten-haben-logisch-zu-denken-als-die-maennliche-kohorte/132042,5574632,5574632,read.html#msg-5574632
    https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/arbeit-warum-anderswo-mehr-frauen-it-berufe-ergreifen/k-k/132042,5574824,5574890,read.html#msg-5574890

    Es gab also mindestens zwei Änderungen.

    Edit: 2. Link eingefügt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.20 11:20 durch Fregin.

  11. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: jg (Golem.de) 21.01.20 - 11:29

    Im Artikeltext gab es keine weitere Änderung, aber im Teaser noch die genannte, die ich vergessen hatte, sorry. Das wars.

  12. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: jonasz 21.01.20 - 13:01

    Die Änderungen des Artikels sind mir persönlich egal und die Formulierungen sind normal für unsere Zeit, als Medium versucht man nämlich so wenig Leute wie möglich in ihrer Meinungsblase zu verletzten. Wie hier angesprochen wird, wichtig um eine These zu einem Fakt für ein Szenario zu machen, muss es wiederholbar sein und in der Realität immer wieder beweisbar sein.

    Genau deswegen halte ich die Aussage des Google Mitarbeiter für überspitzt, aber doch in einer bestimmten Art wahr. Nämlich dass Frauen andere Denkprozess verfolgen, Freud hat damals bereits beschrieben, wie sehr Hormone Einfluss auf unser Verhalten haben, natürlich wurden seine Theorien überarbeitet, diese blieb jedoch erhalten, dass der Mensch sehr stark von Hormonen beeinflusst ist und auch seine Gedankenprozesse. Auch signifikant andere genetische Defekte treffen Männer öfter als Frauen. So ist es nicht verwunderlich, dass die klugsten Köpfe immer Männer waren, da bei Männern die Intelligenz viel stärker streut, die dümmsten unserer Art sind Männer und die schlausten unserer Art sind Männer. Wobei Inselbegabungen, die durch genetische Defekte im Kopf sehr viel öfter bei Männern vorkommen, aber auch das oberste Spektrum des IQs ist dominiert von Männern. Wäre für mich ein Hinweis z.B. für eine genetischen Sachverhalt.

    Wie in dem Artikel beschrieben wird, sind Frauen in islamischen Ländern auf MINT Berufe angewiesen, um sich finanziell unabhängig zu machen, andere Gründe kann es natürlich geben, aber dann liegt es nicht an alten Rollenmuster, sowie es im Westen zur Debatte immer steht, da es kaum eine patriarchalischere Gesellschaft gibt, als wie die islamischen Staaten. Für viele wird dort der Beruf eine Flucht vor einer Zwangsheirat sein.

    Ich würde viele unsere Gesellschaften eher als dominiert von Frauen sehen, zumindest gesellschaftlich, immerhin sind Frauen heutzutage weit besser ausgebildet als Männer. Die Suizidrate von Männern ist um ein Vielfaches höher, sind öfter Opfer von Gewalt und Frauenquote wurden sogar in Österreich von namhaften Anwälten als verfassungswidrig hingestellt. Wenn es nicht genetische Präferenzen sind, dann müsste laut meiner Erkenntnistheorie, das Ergebnis der Beobachtung komplett das Gegenteil sein. Sprich umso patriarchalischer, desto weniger Frauen in MINT Studiengängen und eine fast schon gynozentrische Kultur wie im Westen müsste Frauenschwämme im MINT Bereich bedeuten.

  13. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Fregin 21.01.20 - 14:00

    jonasz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > verwunderlich, dass die klugsten Köpfe immer Männer waren, da bei Männern
    > die Intelligenz viel stärker streut, die dümmsten unserer Art sind Männer
    > und die schlausten unserer Art sind Männer. Wobei Inselbegabungen, die
    > durch genetische Defekte im Kopf sehr viel öfter bei Männern vorkommen,
    > aber auch das oberste Spektrum des IQs ist dominiert von Männern. Wäre für
    > mich ein Hinweis z.B. für eine genetischen Sachverhalt.

    Das halte ich für nicht belegbar. Gerade der IQ ist da eine problematische Größe, denn wenn sich Männer und Frauen in ihren Denkprozessen unterscheiden und der Weg zur Ermittlung des IQ eher auf die männliche Denkweise zugeschnitten ist, kommt ein völlig verzerrtes Bild heraus.

    Aus dem gleichen Grund ist es durchaus auch wichtig, dass Männer und Frauen gleichermaßen in Wissenschaft und Technik arbeiten, allein schon, weil eine andere Herangehensweise Erfolge bringen kann. Aber auch, wenn Software entwickelt wird, sollte die sowohl von Männern und Frauen gleichermaßen intuitiv bedienbar und beherrschbar sein. Auch an anderer Stelle kann das zu Problemen führen, beispielsweise bei KI, die von vornherein mit "Vorurteilen" zur Welt kommt, weil bei der Fütterung mit Daten zu wenige Sichtweisen bedacht wurden.

    Mir gefällt nur ganz und gar nicht das Geschrei und die haltlosen Schuldzuweisungen, die in dieser Debatte mal wieder dringend nötig zu sein scheinen. Quoten und Super-Sonderförderungen werden das Problem imho jedenfalls nicht lösen.

  14. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: FriedaZwei 21.01.20 - 14:09

    Nicht „scheinbar”, sondern tatsächlich anscheinend.

  15. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: berritorre 21.01.20 - 15:40

    > aber auch das oberste Spektrum des IQs ist dominiert von Männern. Wäre
    > für mich ein Hinweis z.B. für eine genetischen Sachverhalt.

    Keine Ahnung ob das stimmt oder nicht. Aber nehmen wir mal an die höchsten IQs sind tatsächlich von Männern bestimmt. Da stellt sich doch dann die Frage: Wie wurde das gemessen und wer wurde gemessen? Sind wirklich 100% der Bevölkerung gemessen worden und reflektiert der genutzte Test wirklich alle Formen von Intelligenz?

    ich kann mir durchaus vorstellen, dass bestimmte Tests bestimmte Formen von Intelligenz bevorteilen.

    Wenn es stimmen sollte, dass Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt werden, dann kann es doch gut sein, dass eben auch tendenziell mehr Frauen mit Potenzial gar nicht getestet wurden? Und ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass viele der Intelligenzbestien da draussen niemals getestet wurden. Egal ob Männlein oder Weiblein. Wir wissen also eigentlich gar nicht, wie es aussieht mit der Intelligenz da draussen.

  16. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: berritorre 21.01.20 - 15:40

    +1

  17. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: pythoneer 21.01.20 - 16:18

    Hier https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/arbeit-warum-anderswo-mehr-frauen-it-berufe-ergreifen/paradox/132042,5574873,5574873,read.html#msg-5574873 gab es noch eine Streichung aus dem Titel

  18. Intelligenztests ...

    Autor: wurstdings 21.01.20 - 16:41

    halte ich nicht viel von, die meisten sogenannten "Intelligenztests" sind im Endeffekt nur bessere Wissenstests.
    Intelligenz ist ja die Lernfähigkeit und Kombinationsgabe. Aus dem eigenen Wissen und der eigenen Erfahrung heraus mit neuen Problemen umgehen und diese Lösen, das ist Inteligenz.
    Wenn man da allerdings einen Wissensstand voraussetzt wird man nie die echte Inteligenz "messen" können. Und wenn jemand mit ähnlichen Problemstellungen bereits zu tun hatte schneidet er ebenfalls besser in entsprechenden Tests ab.
    Wenn Intelligenz tatsächlich eine angeborene und nicht erlernbare Eigenschaft ist, dann müsste man Inteligenztests entwickeln können, die von 5 Jährigen als auch von 90 Jährigen lösbar sind und über ihren Altersverlauf immer das gleiche Ergebnis liefern.
    Gibts aber nicht. Von daher immer doppelt vorsichtig sein, wenn jemand mit Inteligenztests versucht zu argumentieren, das ist zumindest nicht aussreichend genau messbar.

  19. Re: Intelligenztests ...

    Autor: berritorre 21.01.20 - 16:56

    Genau so sehe ich das auch. Es kann einem eine grobe Idee geben, ob die Person mehr oder weniger "Intelligent" ist, aber auch da gibt es Faktoren die einen Einfluss haben, wie du schon aufführst. Ich halte ebenfalls nicht viel davon.

    Zumal reine Intelligenz nichts bringt, wenn du sie nicht "auf den Boden bringen kannst". Leider gibt es sehr intelligente Personen, denen z.B. die Sozialkompetenz komplett fehlt. Da wird es schwierig und nur in Ausnahmefällen gelingt es denen dann ihr Potenzial wirklich zu nutzen.

  20. Re: Halbwegs positiv überrascht

    Autor: Eheran 02.02.20 - 23:11

    >Gerade der IQ ist da eine problematische Größe, denn wenn sich Männer und Frauen in ihren Denkprozessen unterscheiden und der Weg zur Ermittlung des IQ eher auf die männliche Denkweise zugeschnitten ist, kommt ein völlig verzerrtes Bild heraus.

    Das ist falsch. Der IQ (Test) fragt sehr breit Fähigkeiten ab. Er ist so ausgelegt, dass Männer und Frauen im Schnitt gleich abschneiden. Was sich higegen unterscheidet ist die Standardabweichung. Hier haben Männer eine größere als Frauen. D.h. Frauen sind etwas eher um den Mittelwert, Männer eher etwas weiter davon weg. Sowohl nach unten als auch nach oben. Daher sind die meisten Menschen mit sehr hohem IQ männlich - ebenso wie die, die einen sehr niedrigen haben.

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