Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Arbeitswelt: Keine Angst vor…

Berufskraftfahrer.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Berufskraftfahrer.

    Autor: RaupenKopie 06.11.15 - 14:01

    2013 gabs laut http://de.statista.com/statistik/daten/studie/294128/umfrage/anzahl-der-berufskraftfahrer-im-gueterverkehr/ 500.000 Berufskraftfahrer in deutschland.

    Wenn Selbst-fahrende Autos und LKW zugelassen werden, wird der Großteil davon Arbeitslos. Selbstfahrende Autos müssen keine Pausen machen (weil sie nicht müde werden und keinen gesetzlichen Anspruch auf Pause haben), machen weniger Unfälle und kosten keinen Lohn.

    Welcher neue Job (2030? 2040?) soll für die Berufskraftfahrer denn entstehen? Die einzigen Fahrer die hier erstmal nicht betroffen sein dürften sind Busfahrer, weil deren Job wesentlich komplexer ist als einfach von A nach B zu fahren (hauptsächlich passagier-interaktionen: Tickets verkaufen, leute ermahnen / rauswerfen, warten, ...) - aber wir brauchen keine 500.000 Busfahrer.

  2. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: Avarion 06.11.15 - 14:59

    Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb ist das aber noch etwas hin. Selbst wenn die Fahrzeuge komplett autonom fahren könnten besteht die Arbeit eines Fahrers aus mehr als dem reinen Fahren. Es müsste immer noch jemand mitfahren der sich um diese Arbeiten kümmert.

  3. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: RaupenKopie 06.11.15 - 17:24

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb [...] Es müsste immer noch
    > jemand mitfahren der sich um diese Arbeiten kümmert.


    > Er kümmert sich um das Fahrzeug, sichert Unfallstellen, Ladung,

    Das Sichern von Unfallstellen ist nicht automatisierbar - punkt für dich. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nur deswegen noch jemand im LKW sitzen muss. Davon ab dürfte die Unfallquote stark sinken. Und falls die elektronik nicht versagt, kann der verunfallte LKW die Polizei selbst alarmieren und Autos auf gleicher strecke vor dem Unfall warnen.

    Be- und Entladen von Palletengütern lässt sich problemlos automatisieren. Außerdem brauchts dazu keinen Fahrer. Das be- und entladen kann im Notfall auch bestehendes Personal an Quell- und Ziel-ort übernehmen (meist sowieso schon der Fall). Die Sicherung von nicht-standard ware kann etwas tricky sein, aber auch das kann das lade-personal übernehmen, statt eines dedizierten Arbeiters der sinnlos mitfährt.

    Ums Fahrzeug kümmern: Tanken / Laden ist sicherlich automatisierbar. Ansonsten kann der LKW alle paar dutzend kilometer seine Senorwerte an die Zentrale senden und alle paar hundert kilometer selbständig die best gelegenste Werkstatt zur Wartung anfahren.

    Die Werkstätten / Wartungs-checkpoints generieren vielleicht neue Arbeitsplätze, aber sicherlich nicht genug. Die Standard-checks die ein Kraftfahrer täglich macht kann ein gut geschulter Mechaniker vermutlich 3-4 duzend mal an einem Arbeitstag durchführen. Und da die Autonomen LKWs 24/6 (montag - samstag) fahren könnten, stört es auch nicht wenn sie mal 2-3 stunden in der Warteschlange stehen - sie sind immernoch länger auf der straße als ein LKW mit menschlichem Fahrer (der darf nur 9 Stunden / Tag fahren. Und hat 24 Tage Urlaub).

  4. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: Aslo 06.11.15 - 18:15

    RaupenKopie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Avarion schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb [...] Es müsste immer noch
    > > jemand mitfahren der sich um diese Arbeiten kümmert.
    >
    > > Er kümmert sich um das Fahrzeug, sichert Unfallstellen, Ladung,
    >
    > Das Sichern von Unfallstellen ist nicht automatisierbar - punkt für dich.
    > Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nur deswegen noch jemand im LKW
    > sitzen muss. Davon ab dürfte die Unfallquote stark sinken. Und falls die
    > elektronik nicht versagt, kann der verunfallte LKW die Polizei selbst
    > alarmieren und Autos auf gleicher strecke vor dem Unfall warnen.
    >
    > Be- und Entladen von Palletengütern lässt sich problemlos automatisieren.
    > Außerdem brauchts dazu keinen Fahrer. Das be- und entladen kann im Notfall
    > auch bestehendes Personal an Quell- und Ziel-ort übernehmen (meist sowieso
    > schon der Fall). Die Sicherung von nicht-standard ware kann etwas tricky
    > sein, aber auch das kann das lade-personal übernehmen, statt eines
    > dedizierten Arbeiters der sinnlos mitfährt.
    >
    > Ums Fahrzeug kümmern: Tanken / Laden ist sicherlich automatisierbar.
    > Ansonsten kann der LKW alle paar dutzend kilometer seine Senorwerte an die
    > Zentrale senden und alle paar hundert kilometer selbständig die best
    > gelegenste Werkstatt zur Wartung anfahren.
    >
    > Die Werkstätten / Wartungs-checkpoints generieren vielleicht neue
    > Arbeitsplätze, aber sicherlich nicht genug. Die Standard-checks die ein
    > Kraftfahrer täglich macht kann ein gut geschulter Mechaniker vermutlich 3-4
    > duzend mal an einem Arbeitstag durchführen. Und da die Autonomen LKWs 24/6
    > (montag - samstag) fahren könnten, stört es auch nicht wenn sie mal 2-3
    > stunden in der Warteschlange stehen - sie sind immernoch länger auf der
    > straße als ein LKW mit menschlichem Fahrer (der darf nur 9 Stunden / Tag
    > fahren. Und hat 24 Tage Urlaub).

    Doch: Eine kleine Drohne, die ein Warnschild aufstellt und eine Notrufnummer verständigt. Sollte sogar jetzt schon technisch locker machbar sein.

  5. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: Avarion 06.11.15 - 18:30

    Das mit der Beladung kann teilweise echt knifflig werden. Die LKWs transportieren ihre Güter ja nicht nur zu großen Firmen wo sowas ohne Probleme umzusetzen wäre. Ich sehe bei meinem Vater das er Firmen anfährt wo er teilweise mit entladen muss obwohl das normalerweise garnicht sein Aufgabenbereich wäre. Dann hat er an einem Tag völlig unterschiedliche Ladungen auf der selben Maschine, mal Paletten mit Säcken, mal große Kabeltrommeln und mal Metallspäne die nur auf die Pritsche gegossen werden.

    Aktuell zumindest stelle ich es mir noch recht schwer vor das alles so zu vereinheitlichen das man es so automatisieren kann das man auf den Fahrer verzichten kann.

    Natürlich könnte man erst einmal einen Teil der Fahrer austauschen aber damit kann eine Spedition auf die Nase fallen wenn sich plötzlich (passiert nicht so selten) die Nachfrage verschiebt und die großen Kunden, oder häufig, der eine große Kunde sich für eine andere Spedition entscheidet und man für einige Wochen erst mal nur Kleinvieh fährt.

    Theoretisch wird man eine Menge machen können, aber ich denke in der Praxis wird selbst wenn sich die Technik noch schneller entwickeln sollte eine Umstellung sehr langsam passieren.

  6. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: Hugo 06.11.15 - 19:57

    Kann ich bestätigen. Die verschiedenen Ladungsträger sind ein Graus.
    Und je weiter man ins Ausland geht, desto mehr Verlustpaletten hat man. Alles nur so ungefähr genormt.

    Dann kommt noch Materialermüdung dazu, sprich kaputte Ladungsträger die erkannt und ausgetauscht werden wollen, Ware die beschädigt ist muss erkannt werden und so weiter.

    Wir haben im Betrieb ein automatisches Hochregallager, das soll mit 4 verschiedenen Ladungsträgern klar kommen. Es ist erstaunlich wie viel da schief gehen kann.

    Dann kommt noch der ganze Papierkram dazu, jemand muss die Ware abnehmen und jemand muss als Vertreter des Verkäufers dabei sein. Dann die ganzen verschiedenen Systeme wie erst beim Pförtner melden und dann an die Rampe kontra ich seh dich wenn du vorbei fährst und such dir ne Rampe aus. Wenn das alles automatisiert werden soll, dann muss das zusammen passen und die Kunden werden sich kaum an dein System anpassen.
    Ich denke mal inkompatible Schnittstellen werden auch weiterhin noch das größte Problem sein und der wichtigste Grund warum auch in Zukunft noch ein Fahrer mit fährt.

    Klar, bei den Rampen hat sich ein Standard auch irgendwie durch gesetzt. Das mit der Automatisierung wird sich vielleicht auch flächendeckend durch setzen, aber da sind wir noch sehr sehr weit von entfernt.

    Bei Firmen die nur Standorte untereinander beliefern ist das alles noch eine andere Geschichte. Da kann sich durchaus etwas entwickeln, aber das wird nicht die Masse sein die auf deutschen Straßen herum fährt.

  7. Re: Berufskraftfahrer.

    Autor: Jacques de Grand Prix 10.11.15 - 06:04

    RaupenKopie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2013 gabs laut de.statista.com 500.000 Berufskraftfahrer in deutschland.

    Nicht nur das. Softwareentwickler löst den Berufskraftfahrer auch in den USA als meistausgeübter Beruf innerhalb der einzelnen Staaten ab. Da gibt es also auch noch sehr viele Berufskraftfahrer.

    > Welcher neue Job (2030? 2040?) soll für die Berufskraftfahrer denn
    > entstehen?

    Eventuell kann man innerhalb von 15 Jahren ja noch eine Ausbildung absolvieren und einen anderen Beruf ergreifen. Es gibt ja auch andere Berufe wie zum Beispiel Drucker, die mehr und mehr aussterben.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln
  2. Universitätsklinikum Münster, Münster
  3. Stadtwerke Heidelberg GmbH, Heidelberg
  4. Universität Passau, Passau

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 21,99€
  2. 229,00€
  3. (-78%) 4,39€
  4. 23,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IMHO: Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus
IMHO
Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus

Die technischen Werte der beiden elektrischen Porsche Taycan-Versionen sind beeindruckend. Viele werden sie als "Tesla-Killer" bezeichnen. Doch preislich peilt Porsche damit eine extrem kleine Zielgruppe an: Ein gut ausgestatteter Turbo S kostet 214.000 Euro.
Ein IMHO von Dirk Kunde

  1. Gaming Konsolenkrieg statt Spielestreaming
  2. IMHO Valve, so geht es nicht weiter!
  3. Onlinehandel Tesla schlägt Kaufinteressenten die Ladentür vor der Nase zu

Manipulierte Zustimmung: Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal
Manipulierte Zustimmung
Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal

Nur die wenigsten Cookie-Banner entsprechen den Vorschriften der DSGVO, wie eine Studie feststellt. Die Datenschutzbehörden halten sich mit Sanktionen aber noch zurück.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Chrome & Privacy Google möchte uns in Zukunft anders tracken
  2. Tracking Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
  3. Android Apps kommen auch ohne Berechtigung an Trackingdaten

Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

  1. Lufttaxi: Volocopter hebt in Stuttgart ab
    Lufttaxi
    Volocopter hebt in Stuttgart ab

    In Stuttgart ist der Volocopter erstmals in einer europäischen Innenstadt abgehoben. Rund vier Minuten befand sich das Flugtaxi in der Luft. Für kommerzielle Flüge fehlt jedoch noch die Genehmigung.

  2. Pixel: Googles neue Kamera-App vom Pixel 4 geleakt
    Pixel
    Googles neue Kamera-App vom Pixel 4 geleakt

    Programmierer haben sich die geleakte neue Version von Googles Kamera-App genauer angeschaut und einige Verbesserungen in der Benutzerführung entdeckt. Zudem sollen Nutzer die automatischen Hinweise während der Aufnahme abschalten können.

  3. Wikileaks: Assange kommt nicht frei
    Wikileaks
    Assange kommt nicht frei

    Eigentlich endet Julian Assanges Freiheitsstrafe am 22. September. Eine Richterin entschied jedoch, dass er auch nach dem Verbüßen seiner Haftstrafe im Gefängnis bleiben muss.


  1. 15:47

  2. 15:11

  3. 14:49

  4. 13:52

  5. 13:25

  6. 12:52

  7. 08:30

  8. 18:01