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Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

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  1. Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: meikl 01.10.14 - 09:47

    Es scheint ja sehr viele verschiedene Varianten von 3d-Druckern zu geben. Folgendes Video hat mich nachdenklich gemacht:

    http://www.youtube.com/watch?v=IQuUqd9ldUU

    ob manche Varianten mechanisch besser und andere schlechter sind.

  2. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: Theta 01.10.14 - 10:11

    Mit Sicherheit gibt es da unterschiedlichste Varianten und ich bin auf dem Gebiet leider auch noch nicht so weit vorgedrungen, wie ich gern würde. :)

    Erstreckt sich vom Selbstbaukit bis zum fertigen Endprodukt, mit unterschiedlichem Volumen, eingesetzten Materialien, Farbigkeiten (ein- und mehrfarbig) und meines Erachtens nach als wichtigstes Kriterium wohl die Präzision in den Achsen (sowie die Steuersoftware). Das alles spiegelt sich dann im Endpreis wieder.

    Der Drucker ist aber am Ende nur ein Teil. Viel mehr würde mich mal interessieren, wie es mit den Verbrauchsmaterialien (Verschleißteile und natürlich Werkstoff) aussieht. Die Dienstleister die ich bis jetzt gefunden habe verlangen zwischen 0,3 EUR und 2 EUR pro ccm. Da kommen selbst für "kleinere" Sachen ja schon recht stattliche Preise raus.

  3. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: am (golem.de) 01.10.14 - 10:26

    Um das Video mal richtig einzuordnen: Die Mendel/Prusa Mendel-Modelle wurden um 2008-2010 entwickelt. Mit dem Ziel, einen kostengünstigen Einstieg für erfahrene Bastler in den 3D-Druck zu ermöglichen und maximaler Selbstreproduzierbarkeit (rein von den Bauteilen her läßt sich ein Prusa-Mendel für unter 250 Euro realisieren). Sie gehören quasi noch zur ersten Generation von Hobby-FDM-Druckern. Als diese entwickelt wurden, waren die Ansprüche der Nutzer eher noch "es funktioniert", nicht "super exakt und pflegeleicht".

    Das Konstuktionsprinzip des Mendel findet sich heute nur noch bei selbstgebauten Druckern wieder. Bei kommerziell verfügbaren Druckern dominiert das boxartige Design (Druckkopf bewegt sich in XY-Richtung, Druckplatte nur in Z-Richtung) mit einem Gehäuse aus Holz/Stahl/Alurahmen, welches mit Makerbot populäre wurde. Die im Video angesprochenen Mängel insbesondere beim Thema Stabilität sind dort weniger ein Thema.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  4. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: am (golem.de) 01.10.14 - 10:38

    > Der Drucker ist aber am Ende nur ein Teil. Viel mehr würde mich mal
    > interessieren, wie es mit den Verbrauchsmaterialien (Verschleißteile und
    > natürlich Werkstoff) aussieht. Die Dienstleister die ich bis jetzt gefunden
    > habe verlangen zwischen 0,3 EUR und 2 EUR pro ccm. Da kommen selbst für
    > "kleinere" Sachen ja schon recht stattliche Preise raus.

    Die Kosten für Verbrauchsmaterialien halten sich in Grenzen. Zwar schluckt man erstmal, wenn mal für ein Rolle Filament 45 Euro hinlegen muss, aber beim Hobyeinsatz reicht die auch erstaunlich lang.

    Was den Druck beim Dienstleister teuer macht, ist die Druckzeit. Je nach Komplexität des Modells und diverser Einstellungen bezüglich der anvisierten Qualität reden wir hier schnell von Stunden, wenn nicht sogar einen ganzen Tag. Wenn ein Dienstleister also seinen 3D-Drucker über Aufträge abbezahlen will, muss er einkalkulieren, dass mit einem Druckauftrag der Drucker schon mal einen Tag lang belegt ist. Keine Ahnung, warum, die Dienstleister immer noch nach Bauvolumen abrechnen statt nach Druckdauer. Das wäre eigentlich für den Dienstleister und den Kunden praktischer und sinnvoller.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  5. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: Theta 01.10.14 - 11:23

    Interessante Betrachtung, vielen Dank.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, um welchen 3D-Drucker es sich damals gehandelt hatte, aber mir lag da noch ein rund 2000 EUR für 40 kg Sack im Hinterkopf, aber stimmt, viele von diesen Druckern arbeiten ja von einer Rolle.

    Dass über die 0,3 - 2 EUR alle Kosten + Gewinn abgedeckt sein sollten, ist mir klar, da hier vielleicht aber auch einmal eine solche Investition zur Debatte stehen könnte, hatte mich nur interessiert, wieviel Prozent Material da drinnen stecken, aber bei 45 EUR pro Rolle ist das schon greifbarer.

    Bezüglich der Abrechnung hatte sich mir noch nicht erschlossen, wie das Volumen letztlich ermittelt wird, denn wenn ich etwa eine Miniatur-Figur herstellen lassen will, die vielleicht eine recht ausladende Geste hat, würde ich ja ziemlich viel Luft mitbezahlen, davon ausgehend, dass möglicherweise die jeweils drei größten Maße als Basis dienen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.14 11:24 durch Theta.

  6. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: am (golem.de) 01.10.14 - 11:48

    > gehandelt hatte, aber mir lag da noch ein rund 2000 EUR für 40 kg Sack im
    > Hinterkopf, aber stimmt, viele von diesen Druckern arbeiten ja von einer
    Sack und 40kg klingt verdächtig nach einem Drucker, der nach dem Sinterprinzip arbeitet. Die entsprechenden Maschinen sind sauteuer, bieten aber auch eine sehr gute Druckqualität.

    > Bezüglich der Abrechnung hatte sich mir noch nicht erschlossen, wie das
    > Volumen letztlich ermittelt wird, denn wenn ich etwa eine Miniatur-Figur
    > herstellen lassen will, die vielleicht eine recht ausladende Geste hat,
    > würde ich ja ziemlich viel Luft mitbezahlen, davon ausgehend, dass
    > möglicherweise die jeweils drei größten Maße als Basis dienen.
    Mein Kenntnisstand ist, dass nach realen Modellvolumen abgerechnet wird, also mit direkter Relation zum Materialbedarf. Das ist auch der einfachste Weg, da vom CAD-Modell sowieso ein Hüllenmodell erzeugt werden muss und so das Volumen direkt berechnet werden kann.

    Dein Beispiel einer Figur mit ausladendem Arm ist allerdings in soweit für die Berechnung interessant, als das der ausgestreckte Arm bei FDM-Druckern eine Stützstruktur benötigt. Das erfordert zusätzlich Material (und Druckzeit), das würde hier beim Preis mit hineinspielen.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  7. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: Theta 01.10.14 - 12:24

    am (golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein Beispiel einer Figur mit ausladendem Arm ist allerdings in soweit für
    > die Berechnung interessant, als das der ausgestreckte Arm bei FDM-Druckern
    > eine Stützstruktur benötigt. Das erfordert zusätzlich Material (und
    > Druckzeit), das würde hier beim Preis mit hineinspielen.

    Klingt spannend, mit der Stützstruktur. An solche Randbedingungen hatte ich überhaupt noch nicht gedacht. :)

    Noch sind die Ergebnisse nichts für die Produktion, aber ich hoffe doch, in absehbarer Zeit mal eigene Erfahrungen damit sammeln zu können. Am meisten bin ich auf die Detailgenauigkeit gespannt.

    Ich glaube, das war ein ProJet-Pulverdrucker, mit dem 40kg Sack und wie du schon sagtest - Preis gibt's da nur auf Anfrage. :)

    Ich lese auch gerade etwas von Polymergips für vollfarbige Modelle, aber dass der nicht wasserfest ist, erstaunt mich schon etwas.

  8. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: am (golem.de) 01.10.14 - 12:41

    > Ich lese auch gerade etwas von Polymergips für vollfarbige Modelle, aber
    > dass der nicht wasserfest ist, erstaunt mich schon etwas.
    Der Haupteinsatzweck des kommerziellen 3D-Drucks ist traditionell immer noch der Architekturmodellbau und für Designprototypen etc. Da ist Wasserfestigkeit jetzt nicht so relevant.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  9. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: Master68 01.10.14 - 13:27

    am (golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keine Ahnung,
    > warum, die Dienstleister immer noch nach Bauvolumen abrechnen statt nach
    > Druckdauer. Das wäre eigentlich für den Dienstleister und den Kunden
    > praktischer und sinnvoller.

    Ich würde vermuten, weil das Bauvolumen von beiden Parteien nachvollziehbar ist. Der Kunde kann aber nicht wissen, wie lang der 3D Drucker des Dienstleisters für das Modell brauchen wird. Die Kosten wären so für den Kunden im Vorhinein unkalkulierbar.

  10. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: am (golem.de) 01.10.14 - 14:44

    Das wäre wohl eine Frage der Transparenz. Anhand des Druckertyps und der Einstellungen kann mit den einschlägigen Slicern die Dauer abschätzen, auch zu Hause. Die Daten muss der Anbieter natürlich kommunizieren.

    Grüße,
    Alexander Merz (golem.de)

  11. Re: Welche 3d-Drucker-Konstruktion ist denn die mechanisch stabilste

    Autor: RobF 02.10.14 - 13:05

    Eine Rolle mit 1kg Filament für 40¤ ist schon das sehr hochwertige von deutschen oder niederländischen Herstellern. Es gibt auch offenbar einige Kunststoffverarbeiter, die nebenbei gutes Filament herstellen wollen. Habe kürzlich einige Proben gestet und man merkt den Unterschied zum Filament aus China, welches es schon für 18¤/kg bekommt.

    Was den Arduino Materia betriff, so haben wir das Schwestermodell, den Kiwi 3D aktuell zum Test im FabLab Düsseldorf. Bisher sind die Druckergebnisse aber noch nicht wirklich marktreif. Löcher im Druckobjekt werden nicht rund und der Durchmesser passt nicht. Ich habe den Sqirrel von Thingiverse gedruckt und dessen Schädeldrecke ist eingefallen. Das ist mir bei meinem 500¤-China-Makerbot-Clone bisher nicht passiert. Ich bin mal gespannt, ob Sharebot die Probleme noch in den Griff bekommt. Die Konstruktion ansich ist sehr solide. Mit ein paar kleinen Verbesserungen könnte es ein passabler Drucker sein. Sie müssen sich aber beeilen. Der Markt wird geradezu geflutet mit neuen Druckern. Der German RepRap Neo dürfte ein ernster Konkurrent sein.

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