1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Arthur Bus…

Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: Keep The Focus 30.04.22 - 14:53

    In Montpellier sollte zunächst auch auf Wasserstoffbusse gesetzt werden.
    Dann hat sich herausgestellt, dass das schweineteuer ist.

    Der Umstieg auf Elektrobusse ohne Brennstoffzelle scheint die Kosten auf 1/6 zu senken:
    https://efahrer.chip.de/news/stadt-tauscht-elektro-und-wasserstoff-busse-die-kosten-fallen-auf-ein-sechstel_106871

  2. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: henry86 30.04.22 - 15:19

    Ich kann mir gerade bei städtischen Buslinien absolut nicht vorstellen, wo Wasserstoff gegenüber reinen Batterielösungen einen Vorteil hat.

    Die Routen sind exakt bekannt, meist fahren die Fahrzeuge pro Tag keine 200 km und oftmals gibt es auch noch Knotenpunkte, an denen man die Aufstellung von Hochleistungsfähigen Ladelösungen konzentrieren kann.

    Ich wüsste absolut nicht, warum man da - rein ökonomisch betrachtet - auf Wasserstoff statt Batterie setzen sollte.

    Bei Reisebussen ergäbe das noch eher Sinn, wenn man pro Tag 1000 km fahren will - auf strecken, die sich eben immer wieder ändern.

    Andererseits hätte man auch da das Problem, dass Wasserstofftankstellen noch weniger verbreitet sind als 300 kW Ladelösungen. Ich gehe aber auch davon aus, dass es für den nutzverkehr auch mehr Sinn machen würde, europaweit an den entsprechenden Knotenpunkten Megawatt Lader aufzubauen. Hier fehlt bisher nur der einheitliche Standard.

  3. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: Klauster 30.04.22 - 17:43

    henry86 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir gerade bei städtischen Buslinien absolut nicht vorstellen, wo
    > Wasserstoff gegenüber reinen Batterielösungen einen Vorteil hat.
    >
    > Die Routen sind exakt bekannt, meist fahren die Fahrzeuge pro Tag keine 200
    > km und oftmals gibt es auch noch Knotenpunkte, an denen man die Aufstellung
    > von Hochleistungsfähigen Ladelösungen konzentrieren kann.
    >
    > Ich wüsste absolut nicht, warum man da - rein ökonomisch betrachtet - auf
    > Wasserstoff statt Batterie setzen sollte.
    >
    > Bei Reisebussen ergäbe das noch eher Sinn, wenn man pro Tag 1000 km fahren
    > will - auf strecken, die sich eben immer wieder ändern.
    >
    > Andererseits hätte man auch da das Problem, dass Wasserstofftankstellen
    > noch weniger verbreitet sind als 300 kW Ladelösungen. Ich gehe aber auch
    > davon aus, dass es für den nutzverkehr auch mehr Sinn machen würde,
    > europaweit an den entsprechenden Knotenpunkten Megawatt Lader aufzubauen.
    > Hier fehlt bisher nur der einheitliche Standard.

    Der durchschnittliche deutsche Linienbus ist 150-200km unterwegs. Es gibt aber auch genug Gegenden mit 250-300km. Neben der Strecke muss geheizt oder gekühlt werden, bei großen Gefäßen (Linienbus) mit sich ständig öffneten Türen ein nicht unerheblicher energetischer Aufwand. Oft wird dann ein Diesel Aggregat dafür verwendet. Macht Sinn oder? Wenn es Steigungen auf der Strecke gibt und oder im Winter, ist die Reichweite <100km. Zwischenladen ist aufwändig (ist dort so viel Leistung verfügbar? Platz? Baulich möglich? Zeit? ).
    Das würde bei vielen ÖV Betreibern Verdoppelung der Flotte, inkl. Flächen und Personal bedeuten. Haben genug Stadtwerke schon durchgerechnet, da sitzen in vielen Fällen tatsächlich Leute, die rechnen können und wissen, wie eine busflotte zu betreiben ist.

  4. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: Harryhh 30.04.22 - 22:55

    Klauster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das würde bei vielen ÖV Betreibern Verdoppelung der Flotte, inkl. Flächen
    > und Personal bedeuten. Haben genug Stadtwerke schon durchgerechnet, da
    > sitzen in vielen Fällen tatsächlich Leute, die rechnen können und wissen,
    > wie eine busflotte zu betreiben ist.

    In Hamburg hat man mehrere Jahre die verschiedenen Technologien erprobt und ist zu dem Schluss gekommen, dass mittelfristig Akku-Busse für alle Strecken in Hamburg tauglich sein werden. Für die meisten sind sie es bereits, deswegen werden auch keine Diesel mehr angeschafft. Die neuen Betriebshöfe wurden sowieso gebraucht um dem steigenden Bedarf und engeren Taktzeiten gerecht zu werden, also hat man direkt sehr Leistungsfähige Stromanschlüsse gelegt. Bei mir um die Ecke gibt es so einen, mit Direktanschluss an die Hochspannungsleitung. Noch näher dran ist die Endhaltestelle der Bus-Teststrecke wo immer per Pantograph geladen wird. Ich sehe schon seit Jahren (!) dass das sehr wohl im Sommer wie im Winter problemlos funktioniert mit den Akkubussen. Damit zu fahren ist auch immer angenehm, viel besser als im lauten, vibrierenden Dieselbus und für den Passagier nicht vom H2-Bus zu unterscheiden, mit dem ich während der Testphase auch oft gefahren bin.
    In Städten braucht man kein H2 für Busse oder LKW, das ist nur für den Überlandverkehr notwendig - noch.

  5. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: henry86 01.05.22 - 06:45

    Klauster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > henry86 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann mir gerade bei städtischen Buslinien absolut nicht vorstellen,
    > wo
    > > Wasserstoff gegenüber reinen Batterielösungen einen Vorteil hat.
    > >
    > > Die Routen sind exakt bekannt, meist fahren die Fahrzeuge pro Tag keine
    > 200
    > > km und oftmals gibt es auch noch Knotenpunkte, an denen man die
    > Aufstellung
    > > von Hochleistungsfähigen Ladelösungen konzentrieren kann.
    > >
    > > Ich wüsste absolut nicht, warum man da - rein ökonomisch betrachtet -
    > auf
    > > Wasserstoff statt Batterie setzen sollte.
    > >
    > > Bei Reisebussen ergäbe das noch eher Sinn, wenn man pro Tag 1000 km
    > fahren
    > > will - auf strecken, die sich eben immer wieder ändern.
    > >
    > > Andererseits hätte man auch da das Problem, dass Wasserstofftankstellen
    > > noch weniger verbreitet sind als 300 kW Ladelösungen. Ich gehe aber auch
    > > davon aus, dass es für den nutzverkehr auch mehr Sinn machen würde,
    > > europaweit an den entsprechenden Knotenpunkten Megawatt Lader
    > aufzubauen.
    > > Hier fehlt bisher nur der einheitliche Standard.
    >
    > Der durchschnittliche deutsche Linienbus ist 150-200km unterwegs.

    Am ganzen Tag, korrekt! Dabei fährt er die ganze Linie mehrfach ab, und macht an der Endhaltestelle meist 10 bis 30 min Pause. In der Zeit kann er locker einen Großteil wieder aufladen.

    Aber selbst wenn nicht - 200 km Reichweite wäre längst kein Problem mehr. Auch unter entsprechenden Wetterbedingungen.

    Ist aber halt gar nicht nötig, wenn man - was ich sinnvoller finde, um Ressourcen zu sparen - einfach Ladelösungen an den Endhaltestellen implementiert.

  6. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: Agba 01.05.22 - 06:56

    Keep The Focus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Montpellier sollte zunächst auch auf Wasserstoffbusse gesetzt werden.
    > Dann hat sich herausgestellt, dass das schweineteuer ist.
    >
    > Der Umstieg auf Elektrobusse ohne Brennstoffzelle scheint die Kosten auf
    > 1/6 zu senken:
    > efahrer.chip.de

    Letztlich sind zumindest ein Teil der Kosten bekannt.
    1kg Wasserstoff hat einen Energiegehalt von ++30kwh
    Für die klimaneutrale Erzeugung sind mittels Elektrolyse pro kg min 100kwh erforderlich, da Wirkungsgrad <30% liegt.
    Dementsprechend allein von der Kostenseite "Brennstoff" gerechnet ergeben sich Kosten von min 4¤ pro kg Wasserstoff.

    Allerdings auch nur wenn man die Stromentstehungskosten auf der Großerzeuger seite berechnet, die aktuell bei +-4 Cent pro kWh bei Wind bzw. Solarenergie heranzieht.

    Da die övps bzw. Städte vermutlich nicht selbst Windräder oder großflächig solar ausbauen, sondern zukaufen ergibt sich inklusive Transport/ Infrastruktur/ elektolyser

    Min ein Preis von 8-20¤ pro kWh Wasserstoff.

    Golem hatte da Mal einen interessanten Artikel zu geschrieben und könnte die Rechnung sicherlich verfeinern

  7. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: bobb 01.05.22 - 10:15

    joa, blöserweise stehen die busse meist nur nachts still.... klar, laden kann man da super, aber der strom kommt tagsüber einfacher rein

    noch gibt das stromnetz genug leistung her, aber sobald die massen elektrifiziert werden und in den mächsten massenweise die wärmepumpen hochdrehen wirds eng....


    wasserstoff kann man tagsüber prima herstellen, und bei bedarfnachtanken

  8. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: HabeHandy 01.05.22 - 10:41

    Wasserstoff kann preislich nicht konkurrieren da beim Akkubus die nötige Infrastruktur (Stromleitung) bereits vorhanden ist und auch der Transport/Lagerung von Wasserstoff teuer ist. Wasserstoff ist daher sinnvoller z.B. bei der Stahl- oder Ammoniakproduktion einsetzbar.

    Lohnend wird grüner Wasserstoff erst wenn dank massiver Überkapazität bei der Erzeugung regelmäßig zu viel überflüssiger Strom (=negativer Börsenpreis) produziert wird und die Leitungskapazität fehlt um den Strom in andere Regionen zu transportieren.

  9. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 01.05.22 - 13:12

    [gelöscht]

  10. Re: Mich würde ein Kostenvergleich interessieren

    Autor: Dwalinn 02.05.22 - 09:26

    Wenn der Strom gerade günstig ist könnte man auch einfach Akkus füllen.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT Business Consultant (m/w/d)
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  2. Chief Architect (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, verschiedene Standorte (Home-Office möglich)
  3. Linux- und Datenbankadministrator (m/w/d)
    Müller Holding GmbH & Co. KG, Ulm-Jungingen
  4. C++ Framework Developer (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, Braunschweig

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 269€ (UVP 299€)
  2. (u. a. IdeaPad Duet Chromebook für 189€, IdeaPad 5i für 349€)
  3. (u. a. Gaming, Computer & Tablet, TV & Audio, Smartphones)
  4. 339,94€ (günstig wie nie, UVP 599€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


  1. WIK: Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern
    WIK
    Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern

    Werden Contentanbieter wie Netflix in Europa gezwungen, sich am Netzausbau zu beteiligen, schadet das am Ende den Nutzern. Das ergibt eine Analyse des WIK.

  2. Subventionen: Lindner will lieber Kitas als Elektroautos fördern
    Subventionen
    Lindner will lieber Kitas als Elektroautos fördern

    In der Debatte um die künftige Förderung von Elektroautos legt Finanzminister Christian Lindner nach. Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten.

  3. Statt 5G: Russland nutzt 700-MHz-Frequenzband weiter für analoges TV
    Statt 5G
    Russland nutzt 700-MHz-Frequenzband weiter für analoges TV

    Der Frequenzbereich wurde um ein Jahr für die bisherige Nutzung verlängert. Die russischen Netzbetreiber wollten dort 5G ausbauen.


  1. 19:09

  2. 18:54

  3. 18:15

  4. 18:00

  5. 17:45

  6. 17:30

  7. 17:15

  8. 17:00