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EUV-Lithographie

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  1. EUV-Lithographie

    Autor: HG1991 25.03.22 - 13:16

    Hier hat bestimmt jemand mehr Ahnung als Ich:

    Schon seit längerem wird die ASML Aktie gehyped weil sie eben einen riesen Burggraben mit der EUV-Lithographie hat.

    Ist die EUV-Lithographie wirklich, auf absehbare Zeit, für andere Unternehmen nicht kopierbar?

  2. Re: EUV-Lithographie

    Autor: paletto 25.03.22 - 13:21

    Zeiss gibt an 2000 Patente zu besitzen. So weit mir bekannt ist, wurde die Objektive in eine Tochterfirma ausgelagert an der ASML zu 25% beteiligt ist.

    Nachtrag: wenn man die Quartalsberichte von ASML liest, sind die Anlagen extrem teuer und dennoch ist die Marge nicht allzu groß. Ein Ausbau der Produktion scheint da nicht so dringend zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.22 13:24 durch paletto.

  3. Re: EUV-Lithographie

    Autor: Sharra 25.03.22 - 13:26

    Theoretisch kopierbar? Sicher. Aber auch ASML und Co sind auf Zulieferer angewiesen, und da sind hochspezialisierte dabei. Hast du die nicht, musst du das alles selbst machen. Und das immer unter der Voraussetzung, dass es dir, und deiner Regierung egal ist, dass du Patente verletzt.
    Und wenn du deine Geräte dann vielleicht irgendwann funktionsfähig hast, und sie verkaufst, musst du Kunden finden, die ihre Produkte nicht in Länder verkaufen wollen, in denen die Patentverletzung relevant ist.
    Dieser Markt dürfte relativ überschaubar sein...

  4. Re: EUV-Lithographie

    Autor: platoxG 25.03.22 - 14:35

    Canon verabschiedete sich noch vor 2010 aus der EUV-Entwicklung und Nikon lag gemäß Analysten schon in 2012 bereits einige Jahre hinter ASML zurück und warf schließlich auch ein, zwei Jahre später ebenso das Handtuch.
    Intel bspw. rechnete in 2011 noch mit ASML und Nikon als Lieferanten und wollte EUV für seinen 10 nm-Prozess verwenden, jedoch war Nikon dann schließlich weg und ASML kam nicht aus dem Quark, da man hier weiterhin mit technischen Problemen in der Entwicklung zu kämpfen hatte, was dann dazu führte, dass die 10nm-Design Rules in 2013 mit DUV definiert wurden anstatt mit EUV.

    Als Randbemerkung: ASMLs EUV-Programm begann in 1997 und die gesamte Industrie ging 2002 voller Zuversicht davon aus, dass man EUV bereits etwa um 2007 herum in der Produktion verwenden wird.
    Viel später, im Oktober 2011 erklärte ASMLs CEO Meurice, dass man "on-track" mit EUV für 2013/14 sei. Am Ende wurde es mit EUV in der Fertigung erst was Ende 2018 mit den ersten Kunden-Tapeouts bei TSMC in deren N7+. Alles in allem eine hochkomplexe Technologie.
    Weitere Randbemerkung: Wenn ASML so einen Scanner ausliefert, dauert es schlussendlich rund 6 Monate bis der vor Ort aufgebaut und kalibriert ist. Ein hochmodernes System (Twinscan NXE:3400B) wiegt gut 180 t und wird in 40 Containern transportiert, die auf drei große Frachtflugzeuge vertreilt werden müssen.
    Abschließender Fun Fact: Anfang des Jahrtausends ging man noch von etwa 20 - 50 Mio US$ pro einzelnem Gerät aus. ASML verkauft seine aktuellen, modernsten Scanner je nach Ausbaustufe für etwa 100 - 110 Mio. US$ pro Stück. Für die kommende High-NA-Generation die bei TSMC ab 2 nm und bei Intel ab deren 18A benötigt werden (2024/25), erwarten man Stückpreise von bis zu 300 Mio. US$ für einen einzigen Scanner.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.22 14:51 durch platoxG.

  5. Re: EUV-Lithographie

    Autor: HG1991 25.03.22 - 14:38

    Wow, danke für die Antworten. Da hat das Unternehmen wohl einen echten "Burggraben".

  6. Re: EUV-Lithographie

    Autor: Pferdesalami 25.03.22 - 15:22

    ja und zwar über 20 Jahre Entwicklungszeit

  7. Re: EUV-Lithographie

    Autor: hardtech 26.03.22 - 01:59

    kann man die aktie empfehlen?
    würde gerne investieren.

  8. Re: EUV-Lithographie

    Autor: Sharra 26.03.22 - 05:46

    Dann überleg mal. Ein faktisches Monopol auf etwas, was gerade weltweit händeringend gesucht wird, und auch die nächsten Jahre noch gefragt sein wird....
    Nö da würd ich jetzt nicht investieren. Könnte am Ende Gewinne bringen.

  9. Re: EUV-Lithographie

    Autor: EWCH 26.03.22 - 21:11

    > - 50 Mio US$ pro einzelnem Gerät aus. ASML verkauft seine aktuellen,
    > modernsten Scanner je nach Ausbaustufe für etwa 100 - 110 Mio. US$ pro
    > Stück.

    dafuer bekommt man ca. ein F35 Flugzeug.

  10. Re: EUV-Lithographie

    Autor: Sharra 26.03.22 - 21:20

    95 Mio für eine F95 (nicht die Senkrechtstarter-Version). Aber ohne das gesamte Drumherum, womit die F35 an sich relativ wertlos ist.

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