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Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Sharra 12.05.23 - 15:45
Energie wird am Ende immer Wärme. Wärme im All los zu werden ist die reinste Katastrophe.
Es funktioniert einzig über Strahlung.
Eine Dysonsphäre müsste zwangsläufig ein gigantischer Wärmetauscher sein, der auf der Aussenseite ein "Igel" aus Abstrahlantennen für Infrarot wäre.
So ein Ding müsste man nicht suchen. So etwas würde im IR-Spektrum leuchten wie ein Weihnachtsbaum. Und mit Instrumenten wie Hubble oder James Web, könnten wir so ein Ding nicht mal dann übersehen, wenn wir wollten. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: der_wahre_hannes 12.05.23 - 16:35
Einfach per Infrarot auf einen Planeten wie Uranus abstrahlen. Der wird dann schön warm.
Anti-Auto-Hetzender Egomane und einer der Gründe, warum Autohasser und Klimakleber kein Verständnis in der Bevölkerung finden. Nur dass ihr Bescheid wisst. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: MCCornholio 12.05.23 - 16:49
Ja und? Dann baut man halt nen großen Wärmetauscher. Typisch Deutsches gejammer und genörgel .. tztzztz
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Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: lordguck 12.05.23 - 17:01
Man kann ja auf der Außenseite der Sphäre wohnen. Klasse Fußbodenheizug ;-)
Backen wir erst einmal kleine Brötchen und bauen einen Ring um die Sonne. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Poolk 12.05.23 - 17:05
Da e = mc2 könnte man die überschüssige Energie einfach in Materie nach Wunsch umwandeln…
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Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: shifu 12.05.23 - 17:48
Myanus stands not to Debatte. If, so use Uranus please. Not my. I believe my pig whistles.
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Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Sharra 12.05.23 - 19:24
Poolk schrieb:
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> Da e = mc2 könnte man die überschüssige Energie einfach in Materie nach
> Wunsch umwandeln…
Damit wärst du allerdings bereits in einer Klasse 3 Gesellschaft, welche die Grenze von Energie und Materie überwunden hat. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: EWCH 12.05.23 - 20:27
man muss das Ding halt im richtigen Abstand bauen.
Bei angestrebten 20C ist die Schwarzkoerperstrahlung ca. 418 Watt pro m^2.
Die Sonne strahlt auf der Erdumlaufbahn mit ca. 1200 Watt pro m^2.
Also muessen wir ein bisschen weiter raus. Da die Leistung im Quadrat mit dem Abstand sinkt
reichen 70% mehr Abstand, also 256 statt 151 Millionen km.
Die Rechnung beruecksichtigt allerdings nicht die Waermedaemmung der Konstruktion.
Bei solidem Metall sollte es trotzdem einigermassen hinhauen.
Langfristig steigt allerdings die Leistung der Sonne, dann wird's schwierig.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.23 20:28 durch EWCH. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: maxule 12.05.23 - 20:31
Poolk schrieb:
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> Da e = mc2 könnte man die überschüssige Energie einfach in Materie nach
> Wunsch umwandeln…
Cool. Wie wär's mit H2. Mit dieser gigantischen Energie kann man einen riesigen Fusionsreaktor bauen und ihn Sonne nennen. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: red17x 13.05.23 - 00:22
Diese "neue" Sonne wird dann aber etwas kleiner sein als die alte .. Energieerhaltung und so .. wobei man nie 100% Effizienz erreichen kann daher muss die neue Sonne kleiner sein als die alte.
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Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: maxule 13.05.23 - 06:23
red17x schrieb:
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> Diese "neue" Sonne wird dann aber etwas kleiner sein als die alte ..
> Energieerhaltung und so .. wobei man nie 100% Effizienz erreichen kann
> daher muss die neue Sonne kleiner sein als die alte.
Aus Sicht der Abmessungen würde sie größer sein müssen, als die Dyson-Sphäre, da sie ja an det Außenseite die Strahlung abgeben muss. Eine aufgeblähte "Hohlsonne" sozusagen, um überschüssige Energie abzufackeln.
Aus Sicht der Energie muss die "Effizienz" 100% betragen, denn die nicht speicherbaren "Verluste" (Wärme?) müssen ja auch irgendwohin, d.h. vermutlich als Wärmestrahlung abgestrahlt werden, gehen also in die Energiebilanz ein.
Wenn wir schon bei skurrilen Modellen sind, könnte man zur Speicherung natürlich wiederum in einer Fusion zu höherer Ordnung dem Helium (Ordnungszahl 2) weitere Nukleonen hinzufügen, um Lithium (Ordnungszahl 3) zu erzeugen. Dann könnte man damit riesige Batterien bauen. Über die Beziehung "e=mc^2" wäre die Materieumwandlung kein Energieverlust.
Der "phantastische Grundstoff" müssten nun reichen, zm einen neuen Science Fiction zu schreiben. :-) -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Cavaron 13.05.23 - 07:37
Sharra schrieb:
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> Poolk schrieb:
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> > Da e = mc2 könnte man die überschüssige Energie einfach in Materie nach
> > Wunsch umwandeln…
>
> Damit wärst du allerdings bereits in einer Klasse 3 Gesellschaft, welche
> die Grenze von Energie und Materie überwunden hat.
Ja, vielleicht fangen wir erst mal mit Starlifting an... -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: maxule 13.05.23 - 08:12
Cavaron schrieb:
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> Sharra schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Poolk schrieb:
> >
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> > -----
> > > Da e = mc2 könnte man die überschüssige Energie einfach in Materie
> nach
> > > Wunsch umwandeln…
> >
> > Damit wärst du allerdings bereits in einer Klasse 3 Gesellschaft, welche
> > die Grenze von Energie und Materie überwunden hat.
>
> Ja, vielleicht fangen wir erst mal mit Starlifting an...
Solange Star(ship)lifting noch mit: "es gibt noch soviel Hunger auf der Welt" begleitet wird ... -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: blbm9 13.05.23 - 09:45
maxule schrieb:
> Solange Star(ship)lifting noch mit: "es gibt noch soviel Hunger auf der
> Welt" begleitet wird ...
... müssen wir genuge Security einstellen, um Star(shop)lifting zu begegnen ;) -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Kilpikonna 13.05.23 - 11:46
Sharra schrieb:
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> So ein Ding müsste man nicht suchen. So etwas würde im IR-Spektrum leuchten
> wie ein Weihnachtsbaum.
Tja, ohne Dyson-Sphäre leuchtet da halt was wie n Stern statt wie n Weihnachtsbaum. Übrigens auch mit nicht unerheblichen Infrarotanteilen. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: EWCH 13.05.23 - 12:30
> Tja, ohne Dyson-Sphäre leuchtet da halt was wie n Stern statt wie n
> Weihnachtsbaum. Übrigens auch mit nicht unerheblichen Infrarotanteilen.
Ein aktiver Stern hat ein ganz anderes Spektrum. Aber ein ausgekuehlter roter Riese koennte aus der Ferne aehnlich aussehen. Oder ein Gasnebel der von einem Stern erwaermt wurde. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: CptData 13.05.23 - 16:24
Sharra schrieb:
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> Energie wird am Ende immer Wärme. Wärme im All los zu werden ist die
> reinste Katastrophe.
> Es funktioniert einzig über Strahlung. [/quote]
Richtig, so ist es.
> Eine Dysonsphäre müsste zwangsläufig ein gigantischer Wärmetauscher sein,
> der auf der Aussenseite ein "Igel" aus Abstrahlantennen für Infrarot wäre.
Eine geschlossene Dysonsphäre ist so ohne weiteres nicht möglich, selbst wenn wir Material und Know-How hätten, eine zu bauen. Dyson-Schwärme, Dyson-Bänder und Dyson-Netze, also Megastrukturen sind dagegen machbar, weil sie den Stern nicht vollständig umgeben und schon allein aus dem Grund sich kein "Energiestau" bilden kann.
Aber sicherlich gibt es irgendwann eine Lösung für das Energiestauproblem, dann könnte man auch die Sonne vollständig umbauen. Und dann? ;-)
> So ein Ding müsste man nicht suchen. So etwas würde im IR-Spektrum leuchten
> wie ein Weihnachtsbaum. Und mit Instrumenten wie Hubble oder James Web,
> könnten wir so ein Ding nicht mal dann übersehen, wenn wir wollten.
Theoretisch richtig, praktisch muss das aber nicht so sein. Wir haben bisher einfach nicht gezielt nach "Infrarot-Sternen" gesucht. Warum auch? Die Eckdaten sind aber eigentlich schnell umrissen: so ein "Infrarot-Stern" kann, muss aber nicht der Hauptreihe angehören. Er muss keine eigenen Planeten (mehr) besitzen, aber selbst wenn er welche hätte, können wir keinen Transit beobachten und auch keine Taumelbewegung (gravitativer Nachweis von Exoplaneten). Ohne sichtbares Licht ist auch keine Spektrallinienanalyse möglich, damit auch keine Generations- und Altersbestimmung anhand der Metallizität. So einen "Infrarot-Stern" zu suchen dürfte sich als NOCH schwieriger herausstellen, als ein schwarzes Loch (Singularität) zu finden. Letztere hat ja imerhin noch eine sichtbare Akkreditions-Scheibe, die übrigens stark im IR-Bereich ausstrahlt.
Wir haben uns auch noch nicht über die Bauart der Dyson-Megastruktur unterhalten: gut möglich. dass nebst Wärmetauschern auch andere Technologien zum Einsatz kommen. Beispielsweise könnte die überschüssige Wärme auch umgewandelt werden in andere, leichter abstrahlbare Formen von Energie. Röntgenstrahlung beispielsweise. Wenn die dann noch an den Polen in Form von Jets abgestrahlt wird, ist ein "Infrarot-Stern" nicht mehr von einer Singularität unterscheitbar bei vollständiger Umbauung durch die Dyson-Megastrulktur.
Es ist aber anzunehmen, dass eine vollständig umschließende Dyson-Sphäre zwar möglich ist, aber andere intelligente Spezies auf die Idee gekommen sein könnten, dass es blöd ist, das eigene Zentralgestirn vollständig zu umbauen. Statt dessen haben sie ein Dyson-Band oder einen Dyson-Schwarm drumherum aufgestellt; das Zentralgestirn liefert weiterhin Licht und Wärme an die Planeten im System und nur ein Bruchteil davon wird abgezwackt für industrielle Nutzung auf der Heimatwelt. Nur so eine Theorie ...
Das "IR-Leuchtfeuer" dürfte also so leicht zu finden nicht sein.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.23 16:26 durch CptData. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: ThorstenMUC 13.05.23 - 19:06
Sharra schrieb:
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> Energie wird am Ende immer Wärme. Wärme im All los zu werden ist die
> reinste Katastrophe.
> Es funktioniert einzig über Strahlung.
Die Sphäre strahlt aber auch nicht mehr Energie ab, als der Stern, den sie umgibt ohnehin abstrahlen würde... auf eine deutlich größere Fläche verteilt. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: Kilpikonna 13.05.23 - 19:09
EWCH schrieb:
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> > Tja, ohne Dyson-Sphäre leuchtet da halt was wie n Stern statt wie n
> > Weihnachtsbaum. Übrigens auch mit nicht unerheblichen Infrarotanteilen.
>
> Ein aktiver Stern hat ein ganz anderes Spektrum. Aber ein ausgekuehlter
> roter Riese koennte aus der Ferne aehnlich aussehen. Oder ein Gasnebel der
> von einem Stern erwaermt wurde.
Joa. Und wenn es dann noch weit genug weg ist, leuchtet es im Radiospektrum. Und sowieso kommt dann nur noch so wenig Strahlung an, dass wir n einzelnen Stern umgeben von ner Dyson-Späre sowieso nicht mehr sehen, sondern die Galaxie drum herum das Spektrum dominiert. -
Re: Und wie wird man die Wärme los?
Autor: mfeldt 14.05.23 - 20:38
Sharra schrieb:
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> Energie wird am Ende immer Wärme. Wärme im All los zu werden ist die
> reinste Katastrophe.
> Es funktioniert einzig über Strahlung.
>
> Eine Dysonsphäre müsste zwangsläufig ein gigantischer Wärmetauscher sein,
> der auf der Aussenseite ein "Igel" aus Abstrahlantennen für Infrarot wäre.
>
> So ein Ding müsste man nicht suchen. So etwas würde im IR-Spektrum leuchten
> wie ein Weihnachtsbaum. Und mit Instrumenten wie Hubble oder James Web,
> könnten wir so ein Ding nicht mal dann übersehen, wenn wir wollten.
Es würde vermutlich ungefähr das gleiche Spektrum aufweisen, wie jeder andere vollständig eingebettete Stern auch - z.B. junge Sterne, die noch in die sie gebährende Staubwolke eingebettet sind. Davon gibt es zigtausende, und natürlich "sucht" und beobachtet man die. Das Problem wäre wohl eher, eine Dyson-Sphäre davon zu unterscheiden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.23 20:38 durch mfeldt.



