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  5. › Astronomie: Sonne kidnappt…

Ganz schön viel Theorie

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  1. Ganz schön viel Theorie

    Autor: honk 01.06.16 - 11:50

    um einen Planeten, von dem man nicht mal weiß ob es ihn gibt.

    Gut, für die meisten Elementarteilchen gibt es auch nur indirekte Beweise, aber als Laie ist es ganz schön schwer zu verstehen, wie man einen ganzen Planeten in unserem Sonnensystem nicht finden kann, zumal er auch noch 10 mal so groß wie die Erde sein soll.

    Ich kann mir irgendwie nicht recht vorstellen, das der außerhalb von Computermodellen wirklich existiert.

  2. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Niaxa 01.06.16 - 11:57

    Die Erde ist ein Zwerg und 10 Mal so groß wie die Erde zu sein, bedeutet nur das man einen 10 mal größeren Zwerg sucht, der im vergleich zu anderen Planeten eben immernoch ein Zwerg ist. Ein Sandkorn auf der Linse.

  3. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Anonymouse 01.06.16 - 12:15

    10xMaße =/ 10xGröße

  4. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Butterkeks 01.06.16 - 12:21

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Erde ist ein Zwerg und 10 Mal so groß wie die Erde zu sein, bedeutet
    > nur das man einen 10 mal größeren Zwerg sucht, der im vergleich zu anderen
    > Planeten eben immernoch ein Zwerg ist. Ein Sandkorn auf der Linse.

    Hinzu kommt, dass er wirklich sehr weit draußen sein soll - mindestens 400 Astronomische Einheiten, oder etwa 60 Billionen Kilometer von der Sonne entfernt (sofern ich mich nicht verrechnet habe). "Sandkorn" ist von daher wohl noch übertrieben groß.
    Erschwerend wirkt auch noch, dass er sich wohl kaum wie andere (Exo-) Planeten durch Helligkeitsschwankungen bei Sternen o.ä. nachweisen lassen wird.

  5. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: blizzy 01.06.16 - 12:25

    Space is BIG.

  6. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: cherubium 01.06.16 - 12:42

    um vielleicht OP etwas besser zu erhellen.

    Du hast recht. Das ist Theorie. Aber es ist ganz sicher keine "graue" Theorie, welche an den Haaren herbeigezogen ist. Ich gebe dir recht, für einen Laien (der ich auch bin), ist dies oftmals schwer nachzuvollziehen. Aber auch wenn ich Laie bin (also kein dipl. (Astro)Physiker), so betrachte ich seit meiner Kindheit, seit ich alleine durch ein Fernglas schauen kann, Astronomie und Elementarphysik als ein Hobby von mir. Ich kann zwar eine Gleichung wie E=mc² nicht lösen (die sieht so einfach aus, ist aber unfassbar kompliziert), aber ich kann den Sinn verstehen und folgen.

    Und so will ich dir kurz erläutern, weshalb es keine graue Theorie ist und am einfachsten ist dies anhand von vergleichbaren Beispielen.

    Ein Beispiel liegt noch nicht lange zurück: Die Entdeckung des Higgsteilchens. Lange graue Theorie, aber alle Hinweise deuteten auf seine Existenz hin. Und so wurde es gefunden. Es musste existieren, da sonst die gesamte Naturwissenschaft ins Wanken geraten wäre.
    Ein Wissenschaftler sagte mal (wer weiß ich nicht mehr) über Albert Einsteins Relativitäts Theorie: Wenn diese falsch ist, so ist diese verdammt gut falsch.
    Das gilbt auch für viele andere Theorien.

    Ein anderes Beispiel. Die Entdeckung Neptuns und Pluto. Der Neptun hat einen leicht ungewöhnliche Orbit um die Sonne. So hatte man schon vor rund 150 Jahren anhand mathematischer Gleichungen festgestellt, dass hinter Uranus noch ein Planet sein muss. Es war einfach nicht erklärbar, dass Uranus Umlaufbahn Störungen aufweist. Folge: Man hat Neptun gefunden.
    Ähnliches gilt für Pluto. Neptuns Umlaufbahn ist gestört. Man konnte dies nur erklären durch einen weiteren Gravitativen Einluss durch einen (oder mehrere) andere benachbarte Himmelkörper. So hat man Pluto entdeckt. Das Problem ist aber: Pluto ist, so hat man Jahre nach der Entdeckung festgestellt, zu klein, als dass dieser für die gestörte Umlaufbahn Neptuns verantwortlich sein könnte. Folge: Man sucht den Planeten X --> und ich habe keinen zweifel, das dieser Existiert.

    Die sogg. transneptunischen Objekte sind so weit weg, dass diese durch Teleskope kaum entdeckt werden können. Denn die Sonne schafft es nicht, diese anzustrahlen. Es sind dunkle, daher nahezu unsichtbare Objekte im Orbit unserer Sonne. Diese lassen sich berechnen, aber möglicherweise niemals finden.

    Es gibt so viele Beispiele, was man berechnet hat und erst erheblich später beweisen konnte.
    Unser Schwarzes Loch bzw. Schwarzen Löcher der Milchstraße, Sagritarius, hat noch niemand gesehen. Es wird auch niemals jemand sehen. Es lässt sich aber indirekt nachweisen aufgrund bestimmter Umlaufbahnen von Sternen und deren Bahnverlauf und Geschwindigkeit.

    Die Dunkle Materie... Niemand weiß, was es ist, niemand weiß, ob wir sie jemals direkt nachweisen können. Aber es ist sicher: Es gibt sie und wir wissen sogar wo. Warum? Weil sonst unsere gesamte Physik zusammenbrechen würde. Die Milchstraße würde nicht existieren, gäbe es die Dunkle Materie nicht und uns wie eine Sphäre umgeben. Denn die Rotationsgeschwindigkeit unserer Milchstraße (und allen anderen Galaxien) würde dafür sorgen, dass die Materie wild herausgeschleudert werden würde und wir würden somit gar nicht existieren können.

    Das nur ein paar Beispiele, es gibt noch 1000e.

    Die Wissenschaft ist in der Hinsicht ein wenig Arrogant. Allerdings zurecht. Denn bisher wurde so ziemlich alles, was berechnet wurde, auch irgendwann nachgewiesen.
    Verstehen muss man das nicht. Aber ich für meinen Teil zolle Tribut an die ganzen schlauen Köpfe und bin ein bisschen Wissenschaftshörig.

  7. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Muhaha 01.06.16 - 13:33

    cherubium schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein Beispiel liegt noch nicht lange zurück: Die Entdeckung des
    > Higgsteilchens. Lange graue Theorie, aber alle Hinweise deuteten auf seine
    > Existenz hin. Und so wurde es gefunden. Es musste existieren, da sonst die
    > gesamte Naturwissenschaft ins Wanken geraten wäre.

    Es gab nicht wirklich Hinweise auf das Higgsteilchen. Nur eine recht sinnig wirkende Theorie, nach der es so etwas wie ein Higgsteilchen geben müsste, weil der Rest der beobachtbaren Natur so wunderbar zum Rest der Theorie passt. Als dann das Higgsteilchen nachgewiesen werden konnte, ist allen beteiligten Wissenschaftlern natürlich eine große Last von den Schultern gefallen. Aber nicht, weil dann die gesamte Naturwissenschaft ins Wanken gebracht würde, sondern weil man sich sonst die Mühe hätte machen müssen ein neues Erklärungsmodell aufzustellen.

    Naturwissenschaft kann durch neue Nachweise und Wissen nicht ins "Wanken" gebracht werden. Neue Nachweise, das stete Überprüfen von Modellen und Theorien, das Überarbeiten von Modellen und notfalls ihre Entsorgung ist grundlegender Bestandteil von Naturwissenschaft. Nur Menschen mit strukturkonservativer Mentalität kommen ins Wanken, wenn Dinge, die lange Zeit als gesicherte Erkenntnis gelten, plötzlich über den Haufen geworfen werden müssen.

  8. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: fehlermelder 01.06.16 - 14:08

    Ist schwierig vorzustellen, wenn man bedenkt, dass Pluto so viel kleiner und weiter weg ist, seit fast 100 Jahren bekannt ist und inzwischen nichtmal mehr als Planet gesehen wird weil wir so viele Kometen und planetoide und was weiss ich kennen. Allmählich fangen wir ja auch an Planeten in anderen Sternensystemen zu katalogisieren. Und jetzt soll plötzlich ein weiterer Planet in unserem Hinterhof rumgondeln?
    Andererseits passen alle anderen Planeten, inklusive Pluto, grob zwischen Erde und Mond, und schon ist die Perspektive irgendwie anders.

  9. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: spitfire2k 01.06.16 - 14:28

    Stell dir eine Motte vor die vor einer Lampe rum fliegt, schon vom weiten kannst du wunderbar sehen, das irgendwas vor der Lampe sein muss. Jetzt tausche die Position mit der Motte, die Chance das du jetzt die Motte siehst, ist fast 0. Mit Glück ist die Motte leuchtend weiß und doch nicht ganz so weit von der Lampe entfernt, dann hast du noch eine Chance sie zu erkennen. Lass sie aber schwarz und noch mal die 10x Distanz weg sein und du hast keine Chance mehr irgendwo im Dunkel noch eine Motte auszumachen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.16 14:28 durch spitfire2k.

  10. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: plutoniumsulfat 01.06.16 - 15:13

    Jedes Objekt, was kein Stern ist, passt zwischen Erde und Mond.

    @Butterkeks: Es sind "nur" 60 Milliarden ;)

  11. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.16 - 15:18

    fehlermelder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist schwierig vorzustellen, wenn man bedenkt, dass Pluto so viel kleiner
    > und weiter weg ist

    Nette Anekdote dazu: Wenn die Russen auf den Pluto umziehen würden, dann müssten sie sogar noch zusammenrücken, weil das Staatsgebiet Russlands nicht drauf passen würde. So klein ist Pluto.

  12. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: plutoniumsulfat 01.06.16 - 15:32

    Wobei zusammenrücken relativ ist, da Russland zu großen Teilen unbewohnt ist.

  13. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: masel99 01.06.16 - 16:07

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fehlermelder schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist schwierig vorzustellen, wenn man bedenkt, dass Pluto so viel kleiner
    > > und weiter weg ist
    >
    > Nette Anekdote dazu: Wenn die Russen auf den Pluto umziehen würden, dann
    > müssten sie sogar noch zusammenrücken, weil das Staatsgebiet Russlands
    > nicht drauf passen würde. So klein ist Pluto.

    Zur Fläche Plutos gibt es unterschiedliche Angaben, da seine Größe lange umstritten war. Mit der aktuellen Angabe von etwa 2370 km Durchmesser hat er eine Fläche knapp größer als Russland.

    http://www.nasa.gov/feature/how-big-is-pluto-new-horizons-settles-decades-long-debate



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.16 16:07 durch masel99.

  14. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Niaxa 01.06.16 - 16:56

    Das war auch einfach salop gemeint. Auch die 100fache Größe der Erde oder auch die 1000 fache Masse, würden die Erde zu etwas großem werden lassen. Also im Vergleich zu dem, was sonst da oben, unten, rechts und links so rum schwebt.

  15. Re: Ganz schön viel Theorie

    Autor: Anonymer Nutzer 02.06.16 - 13:53

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur Fläche Plutos gibt es unterschiedliche Angaben, da seine Größe lange
    > umstritten war. Mit der aktuellen Angabe von etwa 2370 km Durchmesser hat
    > er eine Fläche knapp größer als Russland.

    Die Russen sind ja aber auch noch nicht fertig mit der "Grundstücksakquise", siehe Krim. Irgendwann in der Zukunft werde ich schon recht haben und Mütterchen Russland ist so weit aus dem Leim gegangen, dass sie nicht mehr auf den Pluto passen wird. Alles eine Sache der Formulierung.

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