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Meanwhile in Germany...
Autor: BuenosAires 20.06.22 - 10:15
Deutschland mit seinem vollends verdummten Personal "dreams big" von "zero emission" aber schaltet seine letzten Atomkraftwerke ab. Es ist wie ein lange geplantes Versagen mit Anlauf.
Einfach krass was wie irre unsere Politiker sind. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Kadjus 20.06.22 - 10:27
Stell dir immer die Frage: What could possibly go wrong?
Ich hätte lieber Solarpanele aufm Dach und/oder eine Windkraftanlage im Garten als ein Atomkraftwerk in 100km Entfernung. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Ollinase 20.06.22 - 10:31
...die irren Politiker haben - im Gegensatz zu Dir - eines verstanden: überflutete Städte kann man wieder aufbauen, verstrahlte Gebiete sind für Jahrtausende verloren.
Deiner Aussage nach wohnst Du nicht in NRW oder gar in der Region Aachen. Kinder hast Du vermutlich auch keine
Weil dann hättest Du sicherlich mit der Ausgabe von Jodtabletten an die Bevölkerung nachgedacht und nicht so ein Statement rausgehauen.
Aber Moment, ist ja Quatsch was ich schreibe, gelle?
Atomkraft ist ja sicher. Fehlerquote bei 0%, richtig?
Also kein Risiko,richtig?
Na dann...los geht's!
Oder? -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Datalog 20.06.22 - 10:39
> Einfach krass was wie irre unsere Politiker sind.
Dann wähle doch andere. Tust du schon, aber es reicht immer nicht?
Das könnte auch schlicht daran liegen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen AKWs ist. Dass die Mehrheit diese Technologie für zu gefährlich und zu teuer hält und die Entsorgungsproblematik nicht einfach ausblendet. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: oldmcdonald 20.06.22 - 10:51
Die Kernenergie wird mit der Erderhitzung ein immer riskanteres Vergnügen - das ist, was die Fans dieser Technologie gerne unter den Tisch kehren wollen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es ein Atomkraftwerk im Ahrtal gegeben hätte. Dazu kommt, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass Flüsse - also das Kühlmittel der AKW - immer mal wieder wegen Dürre nicht in Ausreichender Menge zur Verfügung steht und das Kraftwerk gedrosselt werden muss.
Jetzt werden Mikroreaktoren bejubelt - und dabei auch wieder jede Menge verdrängt. Da sind einmal die Kosten: Fraglich, ob so ein Ding in der Anschaffung tatsächlich billiger bliebt, als eine Wind-/Solar-/Speicher-Kombi.
Aber nehmen wir mal an, es wäre so: Wer versichert so ein Teil, wenn es im Schadensfall einem halt doch mal um die Ohren fliegt? Wo kommt das Uran her? Wo geht der Brennstab hin, wenn er "verbraucht" ist? Ist es klug, Privatpersonen mit Uran hantieren zu lassen? Und wer schließt aus, dass man Terroristen beliefert?
Da fragt sich, ob die "irren" deutschen Politiker:innen nicht zumindest auf diesem Gebiet nicht sehr viel schlauer agieren, als die Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Sharra 20.06.22 - 11:01
Du arbeitest für die Regierung? Sag das doch gleich.
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Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Spawn182 20.06.22 - 13:24
Derzeitige und zukünftige Atomkraftwerke müssen gekühlt werden, da Wasser auch den Naturkräften ausgesetzt ist, bei Kälte friert oder bei Hitze Mangel herrscht bzw. eine weitere Erwärmung durch die Einleitung der Umwelt nicht zuträglich ist, sind auch Atomkraftwerke nicht immer verfügbar.
Wir können die Dinger natürlich an die Küsten bauen, sofern ein Land eine solche hat. Siehe Japan.
Am Ende ist das doch alles schönreden einer Technik, die es so nicht gegeben hätte, hätten die Supermächte nicht waffenfähiges Plutonium gebraucht. Die zivil genutzte Atomenergie ist doch nur ein Abfallprodukt, sonst hätte es von Anfang an andere Reaktor Typen gegeben.
Wir haben genug alternative Techniken und hätte man diese sinnvoll Ausgebaut, wäre das heute schon kein Thema mehr.
Bis die nächste Reaktor Generation serienreif ist vergehen Dekaden, weitere für die Genehmigung und weitere für den Bau. Da das ganze nicht finanzierbar ist, siehe UK, deren Kraftwerke nur dank China noch laufen, trägt der Bürger die vollen Kosten und darf sich dann auch noch freuen so ein Ding im Landkreis stehen zu haben.
Warum also so kompliziert, wenn es schon heute deutlich einfacher geht. Übrigens kann man Windkraft und auch PV, problemlos zurück bauen, falls es mal bessere Alternativen geben sollte. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: MarcusK 20.06.22 - 13:33
Spawn182 schrieb:
> Warum also so kompliziert, wenn es schon heute deutlich einfacher geht.
> Übrigens kann man Windkraft und auch PV, problemlos zurück bauen, falls es
> mal bessere Alternativen geben sollte.
die Kohlefaser Flügel von Windkraft sind aktuell aber noch ein großen Problem. Sie werden nur verbuddelt, weil man sie nicht anderweitig wiederverwenden kann. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: forenuser 20.06.22 - 13:43
Das es auch bei den Anlagen zur regenerativen Energiebeschaffungen noch reichlich Luft nach oben gibt bestreitet niemand ernsthaft, oder.
Aber Recycling hin oder her, das Verbuddeln von Kohlefaserrotoren dürfte geringere Nachwirkungen haben als das Verbuddeln von "Atomabfall".
--
Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS. -
Das erste Super-Mikro-Atomkraftwerk der Welt
Autor: M.P. 20.06.22 - 13:59
Habe ich in einem Loriot-Sketch von 1978 gesehen
https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnacht_(Loriot) -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: M.P. 20.06.22 - 14:04
Das ist Quatsch.
Shreddern und im Zementbrennofen neben alten Autoreifen verheizen ist zwar auch nicht gerade umweltfreundlich - Aber gerade in Zeiten, wo man Händeringend nach Substituten für Russisches Erdgas als Energiequelle sucht ...
Angesichts aktueller Gaspreise werden sich die Zementfabriken darum reißen, das Zeug zu verheizen :-) -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: kellemann 20.06.22 - 15:39
MarcusK schrieb:
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> Spawn182 schrieb:
>
> > Warum also so kompliziert, wenn es schon heute deutlich einfacher geht.
> > Übrigens kann man Windkraft und auch PV, problemlos zurück bauen, falls
> es
> > mal bessere Alternativen geben sollte.
>
> die Kohlefaser Flügel von Windkraft sind aktuell aber noch ein großen
> Problem. Sie werden nur verbuddelt, weil man sie nicht anderweitig
> wiederverwenden kann.
Alles ist besser als Müll zu produzieren, den wir für Millionen von Jahren sicher einlagern müssen. Alleine die Vorstellung etwas geschützt & sicher lagern zu müssen und das für länger als die Menschheit existiert ist schon so absurd, dass ich hoffe, dass die gesamte Menschheit einfach irgendwann ausstirbt. Die Natur wird sich schon zu helfen wissen, wenn wir rechtzeitig von der Erdoberfläche verschwinden. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: edison.cannon 20.06.22 - 19:59
Kadjus schrieb:
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> Stell dir immer die Frage: What could possibly go wrong?
Und an anderer Stelle steht dann "Ach in Deutschland mit all seinen Verboten und Vorschriften...". Man kann es keinem Recht machen.
Ollinase schrieb:
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> Atomkraft ist ja sicher. Fehlerquote bei 0%, richtig?
> Also kein Risiko,richtig?
Und an anderer Stelle steht dann "Ach die Deutschen und ihr krankhafter Sicherheits- und Versicherungswahn...". Man kann es keinem Recht machen.
Datalog schrieb:
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> Das könnte auch schlicht daran liegen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen AKWs ist.
Ach?
Faktenfreies Leben ist schön, da kollidiert nichts mit der eigenen Weltbildblase.
https://www.tech-for-future.de/atomkraft-umfrage/
Selbst in Japan ist Atomkraft wieder auf dem Vormarsch:
https://de.nucleopedia.org/wiki/Liste_der_geplanten_Kernkraftwerke#Japan
https://www.nzz.ch/international/japan-will-die-atomkraft-wiederbeleben-trotz-fukushima-ld.1663248
kellemann schrieb:
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> Alles ist besser als Müll zu produzieren, den wir für Millionen von Jahren
> sicher einlagern müssen.
Weil wir heute ja auch das Ende aller Forschung erreicht haben. Es werden auch Erzlager abgebaut, die mal als erschöpft galten. Selbst ehemalige Müllkippen gelten als Resourcen.
Stattdessen wollen die Grünen hier die Kohlekraftwerke weiter am Netz haben, welche die Umwelt mit mehr Radioaktivität und CO2 belasten als Atomkraftwerke.
Man könnte meinen, Habeck & Co wollen mit aller Gewalt den Klimawandel weiter vorantreiben. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: superdachs 20.06.22 - 20:06
Ollinase schrieb:
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> ...die irren Politiker haben - im Gegensatz zu Dir - eines verstanden:
> überflutete Städte kann man wieder aufbauen, verstrahlte Gebiete sind für
> Jahrtausende verloren.
>
> Deiner Aussage nach wohnst Du nicht in NRW oder gar in der Region Aachen.
> Kinder hast Du vermutlich auch keine
> Weil dann hättest Du sicherlich mit der Ausgabe von Jodtabletten an die
> Bevölkerung nachgedacht und nicht so ein Statement rausgehauen.
>
> Aber Moment, ist ja Quatsch was ich schreibe, gelle?
> Atomkraft ist ja sicher. Fehlerquote bei 0%, richtig?
> Also kein Risiko,richtig?
> Na dann...los geht's!
> Oder?
Genauso wie das Argument ,Atomkraftwerke könnten den Klimawandel aufhalten, ist das plakative Horrorszenariogewese nicht zielführend. Atomkraftwerke sind kein Zauberkram. Wir wissen sie sehr gut zu handeln und kennen die Risiken der verschiedenen Typen. Dass bei einem Störfall Gebiete für Jahrtausende verloren wären ist auch Unsinn. Tatsächlich gab es bisher einen wirklich problematischen Unfall nämlich in Tschernobyl. Das lag vornehmlich am Reaktortyp. Fukushima ist um viele viele Größenordnungen weniger schlimm gewesen und war immerhin der zweitschlimmste Unfall. Schauen wir uns mal an wie viel Energie durch Atomkraftwerke bereitgestellt wurde und dann wie viele Unfälle es gab dann ist Atomkraft sehr sehr sicher.
Das soll kein generelles Argument für Atomkraft sein. Weniger Polemik wäre hier aber angebracht. Gerade Mikrokraftwerke könnten eine gute Ergänzung zu anderen Kraftwerkstypen sein. Ich würde jedenfalls nicht alles direkt verteufeln. Am schlimmsten ist und bleibt das verteuern von fossilen Brennstoffen. Und da müssen wir so schnell es nur irgendwie geht weg von. Auch damit wir nicht weiterhin irgendwelchen faschistischen Diktatoren Geld in den Rachen schmeißen. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Ollinase 20.06.22 - 20:41
superdachs schrieb:
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> Ollinase schrieb:
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> > ...die irren Politiker haben - im Gegensatz zu Dir - eines verstanden:
> > überflutete Städte kann man wieder aufbauen, verstrahlte Gebiete sind
> für
> > Jahrtausende verloren.
> >
> > Deiner Aussage nach wohnst Du nicht in NRW oder gar in der Region
> Aachen.
> > Kinder hast Du vermutlich auch keine
> > Weil dann hättest Du sicherlich mit der Ausgabe von Jodtabletten an die
> > Bevölkerung nachgedacht und nicht so ein Statement rausgehauen.
> >
> > Aber Moment, ist ja Quatsch was ich schreibe, gelle?
> > Atomkraft ist ja sicher. Fehlerquote bei 0%, richtig?
> > Also kein Risiko,richtig?
> > Na dann...los geht's!
> > Oder?
>
> Genauso wie das Argument ,Atomkraftwerke könnten den Klimawandel aufhalten,
> ist das plakative Horrorszenariogewese nicht zielführend. Atomkraftwerke
> sind kein Zauberkram. Wir wissen sie sehr gut zu handeln und kennen die
> Risiken der verschiedenen Typen. Dass bei einem Störfall Gebiete für
> Jahrtausende verloren wären ist auch Unsinn. Tatsächlich gab es bisher
> einen wirklich problematischen Unfall nämlich in Tschernobyl. Das lag
> vornehmlich am Reaktortyp. Fukushima ist um viele viele Größenordnungen
> weniger schlimm gewesen und war immerhin der zweitschlimmste Unfall.
> Schauen wir uns mal an wie viel Energie durch Atomkraftwerke bereitgestellt
> wurde und dann wie viele Unfälle es gab dann ist Atomkraft sehr sehr
> sicher.
>
> Das soll kein generelles Argument für Atomkraft sein. Weniger Polemik wäre
> hier aber angebracht. Gerade Mikrokraftwerke könnten eine gute Ergänzung zu
> anderen Kraftwerkstypen sein. Ich würde jedenfalls nicht alles direkt
> verteufeln. Am schlimmsten ist und bleibt das verteuern von fossilen
> Brennstoffen. Und da müssen wir so schnell es nur irgendwie geht weg von.
> Auch damit wir nicht weiterhin irgendwelchen faschistischen Diktatoren Geld
> in den Rachen schmeißen.
Es geht nicht um "plakativ" sondern um Realismus.
Nur weil Tschernobyl in einem gering besiedelten Gebiet liegt, gerät es in den Hintergrund.
Russland ist groß und die Leute dort arm Also was interessiert die Obigen dort ein paar zig Quadratkilometer verstrahltes Gebiet. Belgien ist näher als Russland und NRW das dicht besiedelteste Bundesland.
Und Fukushima? Jede Stunde laufen zig hundert Liter verstrahltes Kühlwasser ins Meer. Schon jetzt können aus bestimmten Gebieten keine Fische mehr verwendet werden und die Strahlung ist bereits an der US Küste messbar.
Es ist aktuell nicht abzusehen, welche Auswirkungen wirklich am Ende auf der Rechnung stehen.
Und ja, deutsche Reaktoren mögen sicherer sein. Aber Strahlung hält sich so selten an Landesgrenzen.
Nach Tschernobyl dürften Kinder übrigens nicht draußen spielen und Pilze wurden lange lieber in den Müll statt auf dem Teller gepackt. In Deutschland!
Aber wir müssen nicht weiter diskutieren. Der Grund, warum es die Atomkraft überhaupt zum Energieträger geschafft hat ist
1. Nutzung als Waffe
2. Lobbyismus
Die realen Kosten (Anfang bis Ende, inkl Entsorgung) stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Und wenn man das Geld, was wir bereits in die Atomkraft versenkt haben und noch über lange Jahre versenken werden genutzt hätte, wirklich nachhaltige Energie- und Mobilitätskonzepte zu etablieren, könnten wir heute u.A. Putin den langen Finger zeigen. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: edison.cannon 20.06.22 - 21:29
Ollinase schrieb:
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> Schon jetzt können aus bestimmten Gebieten keine Fische mehr verwendet werden
> und die Strahlung ist bereits an der US Küste messbar.
Belege das doch bitte mal mit Quellen; vielleicht findest Du ja was anderes als ich:
"Two examples of these migratory fish are Pacific bluefin tuna (Thunnus orientalis) and albacore tuna (Thunnus alalunga), and both 134Cs and 137Cs have been detected in these species caught in the eastern Pacific. For public health, the levels of radiation are very low and far below levels that are considered cause for concern."
https://www.fisheries.noaa.gov/west-coast/science-data/fukushima-radiation-us-west-coast-tuna
"One albacore tuna caught in 2012 contained a trace amount of cesium-134. In all cases, the activity is far below a public health concern."
https://doh.wa.gov/community-and-environment/radiation/fukushima-update/fish-and-shellfish-testing
"He measured a high of just 8 becquerels of radiation per cubic meter in the samples. Of that, he says, less than 2 becquerels came from cesium-134 traced to Fukushima. (...) The total level of radiation is hardly worth worrying about, Buesseler says: U.S. Environmental Protection Agency guidelines for drinking water allow up to 7400 becquerels per cubic meter."
https://www.science.org/content/article/fukushima-radiation-nears-california-coast-judged-harmless
"Today FDA is deactivating Import Alert #99-33 (IA) that has targeted certain food products from Japanese prefectures (Japan’s equivalent of a U.S. state) located near the damaged Fukushima Daiichi nuclear power plant since 2011."
"Swimming from Japan to U.S. waters would take several days under the best of circumstances. Vessels fishing in waters far off U.S. shores must also travel several days to return to port. It is unlikely that a fish exposed to significant levels of radionuclides near the reactor could travel to U.S. waters and be caught and harvested. If this improbable trip did occur, the level of short-lived radionuclides such as I-131 would drop significantly through natural radioactive decay during the time needed to make the journey."
https://www.fda.gov/news-events/public-health-focus/fda-response-fukushima-daiichi-nuclear-power-facility-incident
Dann ist da noch die Halbwertszeit von Cäsium-134 mit moderaten 30 Jahren. Über ein Drittel der Radioaktivität ist heute schon weg.
> 1. Nutzung als Waffe
Genau, die bösen Militärs hatten niemals nicht Atomwaffen gebaut, wenn man nicht auch gleichzeitig AKWs hätte bauen können, denn das ist alles Tarnung. Militärische Forschungsprojekte müssen ja immer und überall auf der Welt auch eine zivile Nebennutzung haben.
> Und wenn man das Geld, was wir bereits in die Atomkraft versenkt haben und noch
> über lange Jahre versenken werden genutzt hätte, wirklich nachhaltige Energie-
> und Mobilitätskonzepte zu etablieren, könnten wir heute u.A. Putin den langen
> Finger zeigen.
Hätte, hätte, Fahrradkette. Was nutzt es über vergossene Milch zu heulen?
Fakt ist daß wir mit runtergelassen Hosen dastehen. Regenerative leisten heute keine sichere und stabile Grundversorgung, und in den nächsten paar Monaten wird es keinen entsprechend leistungsfähigen Ausbau geben.
Also mal Butter bei die Fische: woher soll der Strom nun kommen? Bitte ohne abzudriften in plakative Verzichtsforderungen wie "Frieren für den Frieden". Man könnte ja auch mal eine Forderung aufstellen, die Smartphonenutzung einzuschränken; oder (wie in China) die Zeiten für Gaming auf 1-2 Stunden pro Woche zu reduzieren; oder keine GFX mehr mit >100W.
> Es geht nicht um "plakativ" sondern um Realismus.
Dein Realismus ist eher Panikmache. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: xUser 20.06.22 - 22:25
kellemann schrieb:
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> MarcusK schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Spawn182 schrieb:
> >
> > > Warum also so kompliziert, wenn es schon heute deutlich einfacher
> geht.
> > > Übrigens kann man Windkraft und auch PV, problemlos zurück bauen,
> falls
> > es
> > > mal bessere Alternativen geben sollte.
> >
> > die Kohlefaser Flügel von Windkraft sind aktuell aber noch ein großen
> > Problem. Sie werden nur verbuddelt, weil man sie nicht anderweitig
> > wiederverwenden kann.
>
> Alles ist besser als Müll zu produzieren, den wir für Millionen von Jahren
> sicher einlagern müssen. Alleine die Vorstellung etwas geschützt & sicher
> lagern zu müssen und das für länger als die Menschheit existiert ist schon
> so absurd, dass ich hoffe, dass die gesamte Menschheit einfach irgendwann
> ausstirbt. Die Natur wird sich schon zu helfen wissen, wenn wir rechtzeitig
> von der Erdoberfläche verschwinden.
Schwachsinn. Nur Natururan hat eine Halbwertzweit von "Millionen von Jahren". Cäsium-137 hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren, das heißt nach 300 Jahren ist es weg. Und das ist das langlebigste Isotop aus einem Reaktor.
Das Natururan könnte man einfach wieder in den Stollen werfen, wo man es her hat. Sinnvoller ist natürlich die Aufbereitung, weil es ja ein Rohstoff ist.
Dann wäre da noch Plutonium mit einer Halbwertszeit von 100.000 Jahren. Wie man der HW-Zeit sehen kann, ist es nicht wirklich radioaktiv. Das Problem ist eher, dass es wie viele Schwermetall hochgradig giftig ist. Kann man also einfach in ein Endlager neben das genauso giftig Quecksilber packen. Dann haben unsere Nachfahren wenigstens die Chance zu erkennen, dass da etwas Giftiges ist.
Wir haben übrigens über 40 Endlager ein Deutschland, wovon 13 aktuell aktiv sind. Neben Asbest mit einer Halbwertszeit von unendlich, ist das bisschen radioaktiver Abfall völlig harmlos.
Das Problem mit dem Abfall ist in Deutschland primär ein juristisches (danke SPD). Schwach radioaktive Abfälle müssen wie mittelschwacher Abfall behandelt werden. Andere Länder verbuddeln das einfach 10cm [sic!] tief. So haben wir natürlich riesige Mengen von "Abfall". -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Haukeeee 21.06.22 - 09:30
Anteil der bisherigen Erneuerbaren Energien (Wind, Solar) am Gesamtenergiebedarf von Deutschland 2021: 3%.
Selbst bei 5 mal so schnellem Ausbau wäre die Situation nun nicht groß anders.
Deutschland zu 100% durch EEG zu versorgen ist ein Wunschtraum und nicht in 50 Jahren zu erreichen.
Das geht nur durch Faken wenn man Erzeugung und damit Emissionen auslagert und den Strom aus den Nachbarländern bezieht. Dem Klima hilft das aber 0, dem ist egal wo Emissionen entstehen. Wir sind dann nur auf dem Papier toll. -
Re: Meanwhile in Germany...
Autor: Sharra 21.06.22 - 09:35
Woher möchtest du diese Zahlen haben? Wir sind bei fast 50% durch erneuerbare Energien, im Sommer teils sogar noch mehr.
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Re: Meanwhile in Germany...
Autor: xUser 21.06.22 - 09:47
Sharra schrieb:
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> Woher möchtest du diese Zahlen haben? Wir sind bei fast 50% durch
> erneuerbare Energien, im Sommer teils sogar noch mehr.
Nicht der maximale Anteil, sondern der minimale Anteil ist entscheidend. Oder möchtest du rollende Blackouts?



