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logische Betrachtung des Themas

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  1. logische Betrachtung des Themas

    Autor: Meidlinga 06.04.16 - 20:05

    Der Artikel, bzw die Argumente der Menschen die da für böse Außerirdische vorgebracht wurden zeigen mir vor allem eines. Die Infantilität in unserer Gesellschaft nimmt rapide zu wenn sie sogar schon Wissenschaftler vom Schlage eines Hawking im Griff hat.
    Nehmen wir mal etwas zur Hand das früher jeder Mensch mit etwas Bildung beherrscht hat - logisches Denken.

    a) sollte es Außerirdische geben die sich wie Menschen verhalten (Führung, globaler Maßstab) und welche die Technologie haben morgen schon da zu sein, dann hätten wir Grund Angst zu haben. Allerdings beweisen wir uns gerade selbst, dass ein solches Volk nicht in der Lage wäre das All zu durchqueren weil es bereits seine eigene Kinderstube ökologisch vernichtet und sich somit selbst alle Möglichkeiten zu technologischer Weiterentwicklung und Expansion ins All genommen hätte. Langfristig kann so eine Zivilisation nur wieder untergehen bevor sie mehr getan hat als das Tor zum All aufzustoßen weil sie ganz simpel gesagt einfach zu dumm ist. Sie würde viel zu kurzfristig denken und sich damit selbst auslöschen oder in die Steinzeit zurück befördern. Beispiele gibt es dazu auf der Erde viele, die Osterinseln sind wohl das bekannteste und aktuell wird es im globalen Maßstab betrieben - Wirtschaftswachsdumm.

    b) sollten Außerirdische nach Ressourcen suchen gibt es allein in unserem Sonnensystem mindestens 20 größere und 1000e kleinere Himmelskörper die einfacher auszubeuten sind als ein geplünderter und inzwischen halb verwüsteter Planet der unter einer selbstvernichtenden Plage leidet. Legen wir menschliche Maßstäbe an, dann wird auch bei Außerirdischen die Robotertechnik dazu verwendet werden das eigene Volk von Arbeit weitestgehend zu befreien und alle mit allen nötigen Ressourcen zu versorgen. Was die Plünderung toter, ungenutzter Himmelskörper zu einem Kinderspiel macht. Außerirdische die hierherkommen können müssen uns technisch um 100e oder 1000e Jahre voraus sein, entsprechend ihre Bergbau- und Verhüttungsmethoden. Daher ist auch auszuschließen, dass sie auf der Suche nach Sklaven sind. Wofür auch? Mehr als Steine klopfen könnten wir in so einer Zivilisation ohnehin nicht und das machen Maschinen einfacher, schneller und besser.

    c) wenn die Außerirdischen uns technisch weit überlegen sind, weil sie quasi instantan nach unserer Entdeckung aufkreuzen können, dann sind wir sowieso schon im Arsch. Oder wer holt die Funksignale zurück die vom Rundfunk seit seiner Entdeckung ins All abgestrahlt werden? Wer löscht das Licht der Nachtseite in der Zeit rückwirkend aus?

    d) sollte es keinen Trick geben den wir noch nicht entdeckt haben um Lichtjahre in wenigen Monaten zurück zu legen, dann dauert es von der Entdeckung sehr lange bis jemand hier ist. Eine grobe Formel wäre wohl; Aussendedauer abgestrahlter Signale + Entdeckung + Reaktion darauf (Auswertungen, Bau von Schiffen, Besatzungen ausbilden,..) + Reise bei maximal möglicher Geschwindigkeit welche sicher für die jeweiligen Lebewesen ist. Für eine Invasionsflotte ver-x-facht sich der 2. Wert. Bis dahin sind wir wohl entweder schon untergegangen oder auf einem technischen Stand mit ihnen oder ihnen sogar voraus.

    e) ein Volk, dass sich bemüht ins All zu schauen und es zu erforschen, bei dem kann man wohl annehmen, dass es an Wissen interessiert ist. Da das All im großen und ganzen ziemlich leblos ist wird jede Form von Leben interessant zu erforschen sein. Wenn intelligentes (in unserem Fall halbintelligent) Leben im Verhältnis zu Leben an sich so selten ist wie Leben im Verhältnis zu toter Materie, dann wäre unsere Entdeckung ihr höchstes Glück. Die Wahrscheinlichkeit in der Leere des Alls nochmals jemanden zu treffen der die Welt vollkommen anders sieht, mit dem man sich austauschen kann, ist nicht sehr hoch. Also wird man Leben an sich wohl schätzen und intelligentes umso mehr.

    f) ein unwahrscheinliches, hochaggressives Volk vorausgesetzt das auf der Suche nach genau so einem Planeten ist wie der auf dem wir leben, das die Möglichkeit hat uns mit Millionen ihres Volkes zu erreichen (Standard Hollywoodszenario - was sagt das über das Volk derjenigen aus die sich so etwas ausdenken?). Dagegen hätten wir bereits verloren, egal was wir tun. Die gehen im Orbit um Jupiter in eine Parkposition, schmeißen ein paar mittlere Brocken aus dem Asteroidengürtel in unsere Richtung die sie vorher ordentlich mit Erregern impfen und warten ab bis wir Geschichte sind. Keine Einzelpersonen die uns retten. Kein Wunder. Gegen so ein Szenario spricht - selbst wir wären inzwischen in der Lage den Mars bewohnbar zu machen - wenn wir ein Wirtschaftssystem hätten das anders funktioniert als unser derzeitiges. Technisch ist das kein Problem, kann also auch keins für eine Zivilisation sein die Lichtjahre weit reisen kann, was wir nicht ansatzweise können. Simple extrapolation.

  2. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Stormking 06.04.16 - 20:51

    Sorry, aber Deine "logische Betrachtung" ist nur ein Sammelsurium derselben alten Argumente aus den 70ern. Nein, es ist keineswegs gesagt, daß uns technisch überlegene Zivilisationen auch moralisch überlegen sein müssen, es handelt sich vielmehr um ein Klischee aus der Hippy-Zeit. Gute Argumente, warum Außerirdische, die durch das Weltall reisen eigentlich gar keine andere Wahl haben als jegliche Konkurrent, auf die sie treffen auszulöschen, findet z.B. Stephen Baxter in seinem Roman "Raum". Darüberhinaus gibt es auch Argumente dafür, daß es ohne eine gewisse "Grundaggressivität" gar nicht erst zu Wissenschaft und Technik gekommen wäre. Und nicht zuletzt sind "Moral", "Aggression" und "Pazifismus" auch nur Kategorien menschlichen Denkens, die auf fremde Intelligenzen gar nicht unbedingt anwendbar sein müssen. Hier sei etwa der Roman "Bindflug" von Peter Watts empfohlen, der sich dieses Themas annimmt.

    Kurz gesagt: Ich sage nicht, daß diese Argumente tatsächlich zutreffen müssen, aber Du machst es Dir definitiv zu einfach.

  3. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Butterkeks 06.04.16 - 20:59

    Was die Aggressivität betrifft, magst du Recht haben, aber die restlichen Argumente sind im Großen und Ganzen stichhaltig, denke ich.
    Besonders b) und d) sind nicht von der Hand zu weisen.
    Eine Spezies müsste schon komplett wahnsinnig sein und würde völlig irrational handeln, wenn sie den gewaltigen Weg hierher auf sich nehmen würde, nur um dann extrem ineffizient und aufwändig die Erde mit ihren Bewohnern auszubeuten. Solch eine Spezies würde vermutlich nicht in der Lage sein, hierher zu kommen.

    Ansonsten ist wirklich nicht damit zu rechnen, dass wir auch nur den Hauch einer Chance gegen eine aggressive Spezies ohne die Einschränkung von d) hätten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.16 21:00 durch Butterkeks.

  4. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Stormking 06.04.16 - 21:21

    Was soll daran ineffizient und aufwendig sein? Eins, zwei kleinere Asteroiden auf die Erde lenken und dann gaaanz in Ruhe die übrig gebliebenen Rohstoffe abbauen.

  5. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Niaxa 06.04.16 - 21:32

    Wenn man erobern will, versucht man nicht vorher alles zu zerstören.

  6. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Niaxa 06.04.16 - 21:43

    Wieso denkt ihr alle, das eine Spezies, die es eben geschafft hat ein Schiff zu bauen, mit dem man durch das All unbeschadet kommt, das diese Spezies so extremst übermächtig ist? Vielleicht sind sie uns sonst sogar unterlegen? Oder gibt es da eine Formel dazu?

    Das Außerirdische auf der Suche nach Ressourcen zu uns kommen (Was meiner Meinung nach der beste Grund sein sollte, seinen Planeten zu verlassen, ohne das es am Lebensraum liegt) , halte ich ebenfalls für unrealistisch. Die Erde ist ein Zwerg im Vergleich zu anderen Planeten. Und kleinere Steinbrocken ohne Gravitation, gibt es auch genug im All. Die sind stressfreier abzuernten.

  7. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Butterkeks 06.04.16 - 21:46

    Oder stattdessen Asteroiden abbauen, die 1. auch in näherer Umgebung zu finden sind und 2. keine so nervige Anziehungskraft wie ein Planet besitzen. Wenn ihnen das wegen einer Art Antigravitationsantriebs auch egal wäre, könnten wir uns wohl kaum vor ihnen verbergen.

    Edit: auf den falschen Kommentar geantwortet :/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.16 21:46 durch Butterkeks.

  8. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Butterkeks 06.04.16 - 21:56

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso denkt ihr alle, das eine Spezies, die es eben geschafft hat ein
    > Schiff zu bauen, mit dem man durch das All unbeschadet kommt, das diese
    > Spezies so extremst übermächtig ist? Vielleicht sind sie uns sonst sogar
    > unterlegen? Oder gibt es da eine Formel dazu?
    Hauptsächlich, weil fortgeschrittene Raumfahrt in v.a. großem Stil sehr sehr schwierig und ohne Warp-Antrieb o.ä. relativ witzlos ist.
    Außerdem müsste eine solche Spezies ja nicht gerade magische Fähigkeiten besitzen - Raumschiffe, die zu interstellarer Raumfahrt fähig und für Angriffe konzipiert sind, sind sicher auch in der Lage, ein paar größere Brocken etwas abzulenken.

    > Das Außerirdische auf der Suche nach Ressourcen zu uns kommen (Was meiner
    > Meinung nach der beste Grund sein sollte, seinen Planeten zu verlassen,
    > ohne das es am Lebensraum liegt) , halte ich ebenfalls für unrealistisch.
    > Die Erde ist ein Zwerg im Vergleich zu anderen Planeten. Und kleinere
    > Steinbrocken ohne Gravitation, gibt es auch genug im All. Die sind
    > stressfreier abzuernten.
    +1

  9. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: simpletech 06.04.16 - 22:10

    Wer sagt dad eine ausserirdische spezie daselbe Verständnis von Physik, Logik, Machtbewusstsein uw. hat? Die denken vielleicht komplett anders.
    Vielleicht landen sie bein uns, kugeln laut gurgelnd über den Boden und fliegen dann einfach weiter. Die wollten halt nur Spass.

    Gesendet mit der Forumapp via Hitricks-Phone

  10. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Der Spatz 06.04.16 - 23:23

    Einen Grund würde ich noch hinzu fügen.

    Eines gibt es, was man auf unbewohnbaren Planeten nicht findet: Nahrung

    Und wie man so sieht was hier von einigen Leuten ausgegeben wird für Spezialitäten oder was hier gemacht wird für "Anregendes" Futter dürfte der Kostenaufwand eher das kleinste Problem geben wenn es um Babyleberpastete, oder die angeblich anregende Wirkung von getrockneten und geriebenen Hoden/Brüsten oder was weiss ich geht.

  11. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Meidlinga 07.04.16 - 06:48

    Der Spatz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen Grund würde ich noch hinzu fügen.
    >
    > Eines gibt es, was man auf unbewohnbaren Planeten nicht findet: Nahrung
    >
    > Und wie man so sieht was hier von einigen Leuten ausgegeben wird für
    > Spezialitäten oder was hier gemacht wird für "Anregendes" Futter dürfte der
    > Kostenaufwand eher das kleinste Problem geben wenn es um Babyleberpastete,
    > oder die angeblich anregende Wirkung von getrockneten und geriebenen
    > Hoden/Brüsten oder was weiss ich geht.

    Ich finde das ist kein Argument. Wie bereits angemerkt sind wir technisch bereits in der Lage Terraforming zu betreiben. Selbst wenn wir an unserem ziellosen Wirtschaftssystem scheitern. Es fehlen uns nur Geld oder der Wille zu tun was nötig wäre. Aber selbst ohne Terraforming wissen wir wie man Glashäuser betreibt. Gehen wir davon aus, dass eine Alienzivilisation die technischen Möglichkeiten gefunden hat die Leere des Alls zu überwinden. Ohne von Meteoren auf ihrem Weg, die mit mehreren km/s ihr Schiff treffen, zerfetzt zu werden. So ein Raumschiff wäre kein Satellit wie wir sie bauen, der schon mal unbeschadet durch den Kuipergürtel oder die oortsche Wolke kommt. Dann hätten sie immer noch das Problem ihre Besatzung mit Lebensmitteln zu versorgen. Selbst wenn alle tiefgefroren wären und erst hier wieder auftauen bräuchten sie für eine Invasionsarmee gigantische Mengen mit oder die Möglichkeiten unabhängig von der Umgebung Lebensmittel herzustellen. Schließlich ist nicht davon auszugehen, dass sie irgendwas von der Erde essen können. Ihr Metabolismus ist nicht menschlich. Bis ihr eigenes Getreide hier wachsen könnte, müsste eine Zivilisation ausgerottet, der Boden urbar gemacht, die Pflanzen gentechnisch an die Bedingungen angepasst werden usw. Unglaubwürdig zu denken, dass sie das nicht längst gelöst hätten. Wäre Geldmacherei kein Motivationsfaktor und die Verteilung besser organisiert könnte allein mit Biolebensmitteln eine Erdbevölkerung von ca 12Mrd versorgt werden. Mit intelligenter Gentechnik (Optimierung auf weniger Wasser- und Nährstoffverbrauch, Mischkulturen, Anpassung an Umweltbedingungen) wären es noch mehr. Zusätzlich könnten bereits wir z.B. auf dem Mond titanische Glashäuser bauen und nochmal 20Mrd Menschen mit Lebensmitteln versorgen wenn wir wollten. Da sind die anderen Himmelskörper noch völlig unberücksichtigt. Essen ist also kein Argument. Das ist längst gelöst bevor man auf so eine Reise geht.


    > Sorry, aber Deine "logische Betrachtung" ist nur ein Sammelsurium derselben alten > Argumente aus den 70ern. Nein, es ist keineswegs gesagt, daß uns technisch > überlegene Zivilisationen auch moralisch überlegen sein müssen, es handelt sich > vielmehr um ein Klischee aus der Hippy-Zeit. Gute Argumente, warum Außerirdische, > die durch das Weltall reisen eigentlich gar keine andere Wahl haben als jegliche
    > Konkurrent, auf die sie treffen auszulöschen, findet z.B. Stephen Baxter in seinem > Roman "Raum". Darüberhinaus gibt es auch Argumente dafür, daß es ohne eine > gewisse "Grundaggressivität" gar nicht erst zu Wissenschaft und Technik gekommen > wäre. Und nicht zuletzt sind "Moral", "Aggression" und "Pazifismus" auch nur > Kategorien menschlichen Denkens, die auf fremde Intelligenzen gar nicht unbedingt > anwendbar sein müssen. Hier sei etwa der Roman "Bindflug" von Peter Watts > empfohlen, der sich dieses Themas annimmt.
    >
    > Kurz gesagt: Ich sage nicht, daß diese Argumente tatsächlich zutreffen müssen, aber > Du machst es Dir definitiv zu einfach.

    Ich habe nur in Punkt e) auf Ethik verwiesen. Alles andere basiert auf unserem derzeitigen Wissen über Physik, Umwelt und den sich daraus logisch ergebenden Schlüssen. Die einzige andere Möglichkeit die ich sehe warum uns Außerirdische auslöschen ist, dass sie uns nicht zur Kenntnis nehmen. Allerdings müssten sie dann schon ziemlich blind und ziellos durchs All stolpern wenn sie ganze Städte, riesige Ansammlungen künstlich errichteter Gebäude, nicht als solche erkennen können. Eine Dumbozivilisation welche die Raumfahrt entdeckt hat und vielleicht sogar Tricks kennt die Lichtgeschwindigkeit zu umgehen kann ich mir aber nicht vorstellen. Vielleicht Tiere welche im All von Licht leben und das zur Fortbewegung nutzen. Aber was sollten die auf Planeten tun wenn das All ihr zuhause ist?

  12. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: RechtsVerdreher 07.04.16 - 07:50

    Meidlinga schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Artikel, bzw die Argumente der Menschen die da für böse Außerirdische
    > vorgebracht wurden zeigen mir vor allem eines. Die Infantilität in unserer
    > Gesellschaft nimmt rapide zu wenn sie sogar schon Wissenschaftler vom
    > Schlage eines Hawking im Griff hat.
    > Nehmen wir mal etwas zur Hand das früher jeder Mensch mit etwas Bildung
    > beherrscht hat - logisches Denken.
    >
    > a) sollte es Außerirdische geben die sich wie Menschen verhalten (Führung,
    > globaler Maßstab) und welche die Technologie haben morgen schon da zu sein,
    > dann hätten wir Grund Angst zu haben. Allerdings beweisen wir uns gerade
    > selbst, dass ein solches Volk nicht in der Lage wäre das All zu durchqueren
    > weil es bereits seine eigene Kinderstube ökologisch vernichtet und sich
    > somit selbst alle Möglichkeiten zu technologischer Weiterentwicklung und
    > Expansion ins All genommen hätte. Langfristig kann so eine Zivilisation nur
    > wieder untergehen bevor sie mehr getan hat als das Tor zum All aufzustoßen
    > weil sie ganz simpel gesagt einfach zu dumm ist. Sie würde viel zu
    > kurzfristig denken und sich damit selbst auslöschen oder in die Steinzeit
    > zurück befördern. Beispiele gibt es dazu auf der Erde viele, die
    > Osterinseln sind wohl das bekannteste und aktuell wird es im globalen
    > Maßstab betrieben - Wirtschaftswachsdumm.
    >
    > b) sollten Außerirdische nach Ressourcen suchen gibt es allein in unserem
    > Sonnensystem mindestens 20 größere und 1000e kleinere Himmelskörper die
    > einfacher auszubeuten sind als ein geplünderter und inzwischen halb
    > verwüsteter Planet der unter einer selbstvernichtenden Plage leidet. Legen
    > wir menschliche Maßstäbe an, dann wird auch bei Außerirdischen die
    > Robotertechnik dazu verwendet werden das eigene Volk von Arbeit
    > weitestgehend zu befreien und alle mit allen nötigen Ressourcen zu
    > versorgen. Was die Plünderung toter, ungenutzter Himmelskörper zu einem
    > Kinderspiel macht. Außerirdische die hierherkommen können müssen uns
    > technisch um 100e oder 1000e Jahre voraus sein, entsprechend ihre Bergbau-
    > und Verhüttungsmethoden. Daher ist auch auszuschließen, dass sie auf der
    > Suche nach Sklaven sind. Wofür auch? Mehr als Steine klopfen könnten wir in
    > so einer Zivilisation ohnehin nicht und das machen Maschinen einfacher,
    > schneller und besser.
    >
    > c) wenn die Außerirdischen uns technisch weit überlegen sind, weil sie
    > quasi instantan nach unserer Entdeckung aufkreuzen können, dann sind wir
    > sowieso schon im Arsch. Oder wer holt die Funksignale zurück die vom
    > Rundfunk seit seiner Entdeckung ins All abgestrahlt werden? Wer löscht das
    > Licht der Nachtseite in der Zeit rückwirkend aus?
    >
    > d) sollte es keinen Trick geben den wir noch nicht entdeckt haben um
    > Lichtjahre in wenigen Monaten zurück zu legen, dann dauert es von der
    > Entdeckung sehr lange bis jemand hier ist. Eine grobe Formel wäre wohl;
    > Aussendedauer abgestrahlter Signale + Entdeckung + Reaktion darauf
    > (Auswertungen, Bau von Schiffen, Besatzungen ausbilden,..) + Reise bei
    > maximal möglicher Geschwindigkeit welche sicher für die jeweiligen
    > Lebewesen ist. Für eine Invasionsflotte ver-x-facht sich der 2. Wert. Bis
    > dahin sind wir wohl entweder schon untergegangen oder auf einem technischen
    > Stand mit ihnen oder ihnen sogar voraus.
    >
    > e) ein Volk, dass sich bemüht ins All zu schauen und es zu erforschen, bei
    > dem kann man wohl annehmen, dass es an Wissen interessiert ist. Da das All
    > im großen und ganzen ziemlich leblos ist wird jede Form von Leben
    > interessant zu erforschen sein. Wenn intelligentes (in unserem Fall
    > halbintelligent) Leben im Verhältnis zu Leben an sich so selten ist wie
    > Leben im Verhältnis zu toter Materie, dann wäre unsere Entdeckung ihr
    > höchstes Glück. Die Wahrscheinlichkeit in der Leere des Alls nochmals
    > jemanden zu treffen der die Welt vollkommen anders sieht, mit dem man sich
    > austauschen kann, ist nicht sehr hoch. Also wird man Leben an sich wohl
    > schätzen und intelligentes umso mehr.
    >
    > f) ein unwahrscheinliches, hochaggressives Volk vorausgesetzt das auf der
    > Suche nach genau so einem Planeten ist wie der auf dem wir leben, das die
    > Möglichkeit hat uns mit Millionen ihres Volkes zu erreichen (Standard
    > Hollywoodszenario - was sagt das über das Volk derjenigen aus die sich so
    > etwas ausdenken?). Dagegen hätten wir bereits verloren, egal was wir tun.
    > Die gehen im Orbit um Jupiter in eine Parkposition, schmeißen ein paar
    > mittlere Brocken aus dem Asteroidengürtel in unsere Richtung die sie vorher
    > ordentlich mit Erregern impfen und warten ab bis wir Geschichte sind. Keine
    > Einzelpersonen die uns retten. Kein Wunder. Gegen so ein Szenario spricht -
    > selbst wir wären inzwischen in der Lage den Mars bewohnbar zu machen - wenn
    > wir ein Wirtschaftssystem hätten das anders funktioniert als unser
    > derzeitiges. Technisch ist das kein Problem, kann also auch keins für eine
    > Zivilisation sein die Lichtjahre weit reisen kann, was wir nicht
    > ansatzweise können. Simple extrapolation.


    Kurzum, die Aliens sind vegetarische Radfahrer, die nur darauf warten, mit uns beim Bierchen ein Fußballspiel anzusehen und mit einem Behälter voll mit Kartoffelsalat wieder nach Hause zu fahren.

    Setzen, 6!

  13. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Michael H. 07.04.16 - 08:44

    Stormking schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber Deine "logische Betrachtung" ist nur ein Sammelsurium derselben
    > alten Argumente aus den 70ern. Nein, es ist keineswegs gesagt, daß uns
    > technisch überlegene Zivilisationen auch moralisch überlegen sein müssen,
    > es handelt sich vielmehr um ein Klischee aus der Hippy-Zeit. Gute
    > Argumente, warum Außerirdische, die durch das Weltall reisen eigentlich gar
    > keine andere Wahl haben als jegliche Konkurrent, auf die sie treffen
    > auszulöschen, findet z.B. Stephen Baxter in seinem Roman "Raum".
    > Darüberhinaus gibt es auch Argumente dafür, daß es ohne eine gewisse
    > "Grundaggressivität" gar nicht erst zu Wissenschaft und Technik gekommen
    > wäre. Und nicht zuletzt sind "Moral", "Aggression" und "Pazifismus" auch
    > nur Kategorien menschlichen Denkens, die auf fremde Intelligenzen gar nicht
    > unbedingt anwendbar sein müssen. Hier sei etwa der Roman "Bindflug" von
    > Peter Watts empfohlen, der sich dieses Themas annimmt.
    >
    > Kurz gesagt: Ich sage nicht, daß diese Argumente tatsächlich zutreffen
    > müssen, aber Du machst es Dir definitiv zu einfach.

    Das es nicht immer zwingend zutreffen muss, dass mehr Fortschritt und Intelligenz gleich weniger Gewalt bedeuten muss... sah man in den vergangenen Jahrhunderten sehr gut an der Kolonialisierung von diversen Teilen der Erde sowie der Ausrottung ganzer Kulturen in Amerika.

    Immer waren die "Einwanderer" kultivierter und weiter entwickelt... aber das einzige was sie gemacht haben, war die weniger priviligierten zu töten oder zu versklaven und auch noch Jahrhunderte danach wie Menschen zweiter Klasse abzuwerten.

    Und das bei der eigenen Spezies Mensch.

    Wie das dann bei einer anderen Spezies wäre... gar nicht auszumalen ;)
    Natürlich sollte man nicht immer von sich auf andere schließen.

    Aber nehmen wir einfach mal an... gesetz dem Fall... eine Spezies da draußen ist fähig das Weltall zu bereisen.
    Und diese haben sich inzwischen enorm vermehrt... irgendwann gehen die Ressourcen auf dem eigenen Planeten zuneige... bzw. es wird immer schwerer für die gesamte Bevölkerung alles auf dem eigenen Planeten zur Verfügung zu stellen... also siedelt man aus... oder man erweitert sein Territorium um ein kleines Stück, damit man dort z.B. Essen/Rohstoffe XY abzutragen. In diesem Fall wäre das dann Interstellar...

    Evtl. ist ein Gewissen auch rein menschlich und das ausrotten einer Spezies ist für die Jacke wie Hose :P die brauchen nur Rohstoffe oder vllt neue Arbeitskräfte

  14. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Niaxa 07.04.16 - 08:50

    Es könnte auch einfach sein, das eine Hyperraumroute im Weltall gebaut werden muss und somit die Erde weg muss.

    Warum? 42!

  15. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: schueppi 07.04.16 - 09:15

    Wollt ich auch gerade in etwa so los werden. Wir schliessen immer mit unserem Verständnis für das "ist" auf andere ab.

    Eine Rasse welche Kriege führt seit Jahrzenten wird uns wohl Waffentechnisch überlegen sein - Ein Volk von Wissenschaftlern und Entdeckern wird vermutlich eher unsichtbar bleiben um den Verlauf nicht zu beeinflussen...

    Aber: Es gibt nicht nur Menschen auf unserer Welt - Die Milliarden von Krankheitserregern schwirren auch durch die Luft. Beidseitig! Ich denke nicht, dass man einem Ausserirdischen die Hand (Oder was auch immer für Extremitäten geschüttelt werden) geben kann ohne das es ein Nachspiel hat. Dies unterschätzt man total wie ich meine... Hier würde es sich ja anbieten die immer wieder beklagten Experimente von Ausserirdischen, durchzuführen. Und zwar beidseitig... Anders ist eine Kontaktaufnahme erstmal gar nicht möglich. Es sei denn man steckt ein paar Repräsentanten unseres Planeten in einen Reinraum auf das Schiff der Ausserirdischen. Nur geht das auch nicht weil der Muslime nicht mit dem Christen klar kommt oder der Chinese nicht mit dem Tibeter... Ergo: Hirn löschen und weiterfliegen...

    Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass eine Spezies die (wie wir) Schadenfreude hat einen Käfig mit Giger Aliens auf einen Kontinent setzt und sich gemütlich zurücklehnt während die Wetten gemacht werden.


    Wegen den bisschen Rohstoffen auf unserer Kugel wird man das sicher nicht auf sich nehmen. Zumal die Rohstoffe lange nicht mehr rein sind...

  16. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: _2xs 07.04.16 - 09:24

    Meidlinga schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > f) ein unwahrscheinliches, hochaggressives Volk vorausgesetzt das auf der
    > Suche nach genau so einem Planeten ist wie der auf dem wir leben, das die
    > Möglichkeit hat uns mit Millionen ihres Volkes zu erreichen (Standard
    > Hollywoodszenario - was sagt das über das Volk derjenigen aus die sich so
    > etwas ausdenken?). Dagegen hätten wir bereits verloren, egal was wir tun.
    > Die gehen im Orbit um Jupiter in eine Parkposition, schmeißen ein paar
    > mittlere Brocken aus dem Asteroidengürtel in unsere Richtung die sie vorher
    > ordentlich mit Erregern impfen und warten ab bis wir Geschichte sind. Keine
    > Einzelpersonen die uns retten. Kein Wunder. Gegen so ein Szenario spricht -
    > selbst wir wären inzwischen in der Lage den Mars bewohnbar zu machen - wenn
    > wir ein Wirtschaftssystem hätten das anders funktioniert als unser
    > derzeitiges. Technisch ist das kein Problem, kann also auch keins für eine
    > Zivilisation sein die Lichtjahre weit reisen kann, was wir nicht
    > ansatzweise können. Simple extrapolation.

    Woher wollen diese Außerirdischen wissen, wie wir auf solche Erreger reagieren? Gerade Biologische Kampfstoffe weisen Fehlertoleranzen auf. Von den Indianer sind "nur" 95% an Pocken & Co. gestorben. Von den möglichkeiten zur Vermeidung von weiteren Inkubationen ganz zu schweigen.

  17. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: cluz0r 07.04.16 - 09:31

    Mal wieder schöne Argumentationskette.

    Aber andere Frage:
    Mir ist noch nicht ganz aufgegangen was das ganze bringen soll. Auch wenn wie im Text erwähnt wir nur verstecken dass der Planet Atmosphäre hat - die Information die wir schon jahrtausende vorher 'rausgeschickt' haben weil wir noch keine Tarntechnologie hatten ist ja immernoch vorhanden. Ich will also sagen sollten jetzt in 100 Jahren Aliens kommen die 110 LJ von uns entfernt sind - werden sie bestimmt stutzig wenn auf einmal alles weg ist. Zumindest der ganze Planet. Denke wer nen FTL Antrieb hat wird auch auf so ein kleines Lichtspiel nicht reinfallen. Oder was meint ihr?

  18. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Dwalinn 07.04.16 - 09:37

    Wer sagt das die Außerirdischen nicht alle Naninten im Blut haben die sie vor Krankheiten schützen?

    Ich bin ja auch ein Fan davon das die Außerirdischen mit Hilfe von Schall (sie Eureka Schallreinigung) alles Leben auslöschen (bis auf ein paar Exemplare für einen Zoo) und sich dann ein Hübsches Urlaubsgebiet aufbauen.... als souviniers gibt es dann Menschenkinder (siehe Planet der Affen)

  19. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Bautz 07.04.16 - 09:42

    Also eröffnen wir zur Rache Casinos und nehmen den Aliens die Space-Dollars ab?

  20. Re: logische Betrachtung des Themas

    Autor: Niaxa 07.04.16 - 10:33

    Ich glaube, alleine die Wärme, die von unserem Planeten aus geht, enttarnt uns recht schnell.

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Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

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