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Wasserstoffspeicher aus Japan...

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  1. Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: David64Bit 11.07.20 - 16:50

    Warum macht das bei uns eigentlich nur eine einzige Firma? (Und bei denen gibt's nur Preise, wenn man direkt Anfragt...die lassen sich das dann auch fürstlich Bezahlen)

    Gerade wir haben doch wirklich viel Erfahrung mit so was (U-Boot Klasse 212A z.B.) - und Siemens hat was das angeht so viel in der Pipeline (Mireo Plus H, Schiffsantriebe...)

    Die Japaner haben das Zeug seit mitte der 2000er im Einsatz und von dem was man so Lesen kann, laufen die Anlagen echt gut. Kein Verschleiß, man muss die Akkus nich austauschen, viel Flexibler und so weiter...

  2. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: ebivan 11.07.20 - 19:31

    Effizienz bei etwas über 30%, während Akkus bei über 80% liegen.

  3. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 11.07.20 - 20:24

    Wenn man die bei der Herstellung anfallende Abwärme dazu nutzen würde das im Haus benötigte Brauchwasser / Heizungswasser zu erwärmen, dann wäre die Effizienz deutlich höher.
    Davon abgesehen, bei einem Batteriespeicher kommt man derzeit preislich bestenfalls null auf Null raus. Der lohnt sich also nur, wenn man sein grünes Gewissen etwas verbessern will. Wäre also Mal interessant zu wissen, was ein Elektrolyseur und entsprechende Gastanks kosten würden und wie groß solch ein Tank ist.

  4. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: masel99 11.07.20 - 21:04

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man die bei der Herstellung anfallende Abwärme dazu nutzen würde das
    > im Haus benötigte Brauchwasser / Heizungswasser zu erwärmen, dann wäre die
    > Effizienz deutlich höher.
    Wenn man denn das Warmwasser zufällig braucht/speichern kann und nicht ohnehin schon eine Kollektoranlage auf dem Dach hat.

    > Davon abgesehen, bei einem Batteriespeicher kommt man derzeit preislich
    > bestenfalls null auf Null raus. Der lohnt sich also nur, wenn man sein
    > grünes Gewissen etwas verbessern will.

    Auf welchem Stand ist denn diese Aussage?

  5. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 12.07.20 - 03:10

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Harddrive schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man die bei der Herstellung anfallende Abwärme dazu nutzen würde
    > das
    > > im Haus benötigte Brauchwasser / Heizungswasser zu erwärmen, dann wäre
    > die
    > > Effizienz deutlich höher.
    > Wenn man denn das Warmwasser zufällig braucht/speichern kann und nicht
    > ohnehin schon eine Kollektoranlage auf dem Dach hat.

    Warmwasser benötigt man so ziemlich jeden Tag zum Beispiel für das Duschen und Waschen. Und zum größten Teil im Jahr benötigt man auch Warmwasser für die Heizung. Daher hat man durchaus Verwendung dafür.
    Wenn man eine solche Anlage plant, dann würde man sicherlich auf Solarthermie in dieser Konstellation verzichten, da ja schon die Abwärme des Elektrolyseurs genutzt werden kann. Ansonsten würde ja in den Sommermonaten zu viel Wärmeenergie anfallen, die irgendwann nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann und im schlimmsten "entsorgt" werden muss, indem man zum Beispiel das Poolwasser kocht.

    > > Davon abgesehen, bei einem Batteriespeicher kommt man derzeit preislich
    > > bestenfalls null auf Null raus. Der lohnt sich also nur, wenn man sein
    > > grünes Gewissen etwas verbessern will.
    >
    > Auf welchem Stand ist denn diese Aussage?

    Ende letzten Jahres hatte ich mir das nochmal durchgerechnet, Vielleicht hat sich seitdem etwas verbessert.

  6. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 12.07.20 - 03:54

    Ich habe eben gesehen, dass es bei Linde ein Bündel mit 12 Stahlgasflaschen (50 Liter) mit 300 bar Anschluss schon ab ca 1.600 ¤ zu kaufen gibt. Leider habe ich nicht gefunden, wieviel kg Wasserstoff bei 300 bar in solch eine Flasche passen. Laut Linde passen in einen solchen Behälter 12,6 m³ Wasserstoff. Bei einem Mengenumrechner, den ich im Netz gefunden habe, wären das 1,058 kg Wasserstoff (Bitte korrigieren, wenn es falsch ist!). Demnach passen in eine Flasche ca 1,058 kg Wasserstoff. 1 kg Wasserstoff entsprechen 33,33 kWh. Somit können in einer Stahlflasche 35,26 kWh gespeichert werden.
    Bei einem Bündel von 12 Flaschen sind das 423,12 kWh, die dort gespeichert werden können. Bei einem Anschaffungspreis von 1600 ¤ sind das 3,78 ¤ pro kWh Speicherkapazität!!!

    Es wäre also mal interessant zu erfahren, was so ein Elektrolyseur für einen Haushalt kosten würde. Aber auch unter dem Gesichtspunkt, dass Wasserstoff als Langzeitspeicher genutzt werden kann, wäre dieser Ansatz deutlich reizvoller als ein Batteriespeicher. Denn hier könnte man viel Energie (im Vergleich zum Batteriespeicher) im Sommer einspeichern und im Winter nutzen.

  7. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: schily 12.07.20 - 08:37

    Bein einem Wirkungsgrad von 60% bei der Brennstoffzelle ist die Kapazität aber nur bei ca. 250 kWh.

  8. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Komischer_Phreak 12.07.20 - 08:54

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre also Mal interessant zu wissen,
    > was ein Elektrolyseur und entsprechende Gastanks kosten würden und wie groß
    > solch ein Tank ist.

    Es wäre halt teurer als die selbe Lösung mit Batterie. Der Wasserstoff-Tank ist teuer; siehe KfZ. Wasserstoff könnte auf ganz lange Sicht die Lösung sein, kurz bis mittelfristig wird es die Akkutechnologie. Sollte FWP von Golem Recht haben, gibt es bald günstige Natrium-Ionen Akkus. Das würde es Wasserstoff gleich schwerer machen.

  9. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 12.07.20 - 12:36

    schily schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bein einem Wirkungsgrad von 60% bei der Brennstoffzelle ist die Kapazität
    > aber nur bei ca. 250 kWh.


    Nur ist gut. Was würde sowas bei Akkus kosten? Wenigstens 1.000¤ pro kWh, oder? Das wären dann 250.000 ¤!!! Ich glaube, wenn man bei der Größenordnung auf Wasserstoff als Speicher setzt anstatt Batterie, ist der Elektrolyseur, die PV Anlage und die Installation mit drin und man ist trotzdem um ein Vielfaches günstiger als bei Batterien.

  10. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 12.07.20 - 12:40

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Harddrive schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wäre also Mal interessant zu wissen,
    > > was ein Elektrolyseur und entsprechende Gastanks kosten würden und wie
    > groß
    > > solch ein Tank ist.
    >
    > Es wäre halt teurer als die selbe Lösung mit Batterie. Der Wasserstoff-Tank
    > ist teuer; siehe KfZ. Wasserstoff könnte auf ganz lange Sicht die Lösung
    > sein, kurz bis mittelfristig wird es die Akkutechnologie. Sollte FWP von
    > Golem Recht haben, gibt es bald günstige Natrium-Ionen Akkus. Das würde es
    > Wasserstoff gleich schwerer machen.


    Nein, Wasserstoff ist deutlich günstiger. Siehe meine Rechnung weiter oben. Ein Speicher für über 400 kWh in Form von Wasserstoff kosten ca 1.600¤. Versuch das Mal mit Batterien hin zu bekommen.

  11. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: gaciju 12.07.20 - 17:03

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei einem Batteriespeicher kommt man derzeit preislich
    > bestenfalls null auf Null raus. Der lohnt sich also nur, wenn man sein
    > grünes Gewissen etwas verbessern will.

    Verstehe ich nicht. Was ist an einem Akku gruen?

    Der erzeugt keinen sauberen Strom, er wandelt ihn nur um. Unter Verlusten.

    Zum oekostromanbieter wechseln ist weitaus sinnvoller fuers Gewissen als ein Akku.

  12. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: David64Bit 12.07.20 - 17:04

    Was interessiert mich denn der Wirkungsgrad, wenn das System nicht nur Flexibler, sondern auch Zuverlässiger ist und weitaus weniger Wartung benötigt? Noch dazu das System günstiger ist?

    Und ich weiß auch nicht, wie du auf die Effizienz kommst, ein moderner Elektrolyseur hat inzwischen über 90% Effizienz.

  13. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: David64Bit 12.07.20 - 17:07

    Man darf nicht vergessen, dass 1 kWh in Form von Lithium-Akkus immer noch zwischen 60 und 110 Kg Co2 zur Herstellung braucht (je nach Materialzusammensetzung). Man hat also erst mal einiges auf dem Konto, was man einsparen muss. Das sind selbst im besten Fall bei 35 kWh instalierte Leistung immer noch 2,1 Tonnen.
    Klar - ein Haus wird keine 35 kWh Akkus im Keller haben, aber über 10 kWh werden es schon sein, damit man auch mal 1-2 sehr schwache Sonnentage ausgleichen kann. Und das ganze hält dann 10-15 Jahre, bis die Akkus getauscht werden müssen.

  14. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: pythoneer 12.07.20 - 17:29

    schily schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bein einem Wirkungsgrad von 60% bei der Brennstoffzelle ist die Kapazität
    > aber nur bei ca. 250 kWh.

    Sie sind schon auf dem richtigen Weg allerdings muss man noch mehr abziehen wenn man den ganzen Zyklus betrachten möchte, also was hat man an Energie vor dem Laden welche man speichern möchte und was hat man an Energie nachdem der Speicher entladen ist. Man verliert Energie wenn der Tank befüllt wird. Man verliert Energie wenn der Tank entleert wird und dann noch mal wenn die Brennstoffzelle umwandelt, was sie ja schon angemerkt haben. Ich habe die Zahlen dafür jetzt leider nicht zur Hand aber aus meiner Erinnerung heraus war schon die bekannte Zahl von 60% Wirkungsgrad zu hoch. Die 60% die manche angeben bezieht sich auf einen Vergleich dazu wenn man den Wasserstoff verbrennen würde. Hier wird also nicht geguckt zu wie viel Prozent von der ursprünglich vorhandenen Energie umgesetzt wurde, sondern zu wie viel Prozent im Gegensatz zur Verbrennung des Wasserstoffs. In der Realität liegt dieser Wert also noch mal um einiges niedriger und wenn man sich den ganzen Zyklus dazu anguckt, dann bleibt am Ende ein lächerlich kleiner Wirkungsgrad übrig.

    Was viele vergessen wenn sie das Beispiel Japan herausholen ist, es gibt einen bestimmten Grund warum Wasserstoff in Japan genutzt wird. Und dieser Grund ist eben nicht auf jedes Land (besonders nicht Deutschland) anwendbar. Japan kann seinen Strom sehr schlecht bei Überschuss ver- oder bei Mangel zukaufen. Etwas worüber wir uns keine Sorgen machen müssen. Für Japan macht eine Wasserstoffstrategie, aus Mangel an Alternativen, durchaus Sinn eben weil sie so einen schlechten Zugang zum Strommarkt haben.

  15. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: robinx999 12.07.20 - 20:39

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man darf nicht vergessen, dass 1 kWh in Form von Lithium-Akkus immer noch
    > zwischen 60 und 110 Kg Co2 zur Herstellung braucht (je nach
    > Materialzusammensetzung). Man hat also erst mal einiges auf dem Konto, was
    > man einsparen muss. Das sind selbst im besten Fall bei 35 kWh instalierte
    > Leistung immer noch 2,1 Tonnen.
    > Klar - ein Haus wird keine 35 kWh Akkus im Keller haben, aber über 10 kWh
    > werden es schon sein, damit man auch mal 1-2 sehr schwache Sonnentage
    > ausgleichen kann. Und das ganze hält dann 10-15 Jahre, bis die Akkus
    > getauscht werden müssen.

    Ich habe zwar keine PV Anlage
    Kommt drauf an, gerade wenn die E-Mobilität zunimmt, dann hat man mit so einer Solaranlage den Punkt erreicht, dass ein 10kWh Akku nicht viel hergibt. Bei meinem PlugIn Hybriden lade ich Abend nach der Arbeit ca. 8kWh nach. Da wäre ein 10kWh Akku mehr oder weniger der Stromverbrauch am Abend + Auto laden. Und zumindest meine Arbeitszeit verhindert ein Laden bei Sonnenschein praktisch
    Wobei es bzgl. Wasserstoff mal dieses Werbevideo gab, keine Ahnung was aus dem Projekt geworden ist https://www.youtube.com/watch?v=GA_s_IUs-_s bzw. was eine deratige Anlage kostet und wie viel Strom man dort effektiv mit welchem Wirkungsgrad man dort in Wasserstoff speichern kann
    Idee war halt Solaranlage, Akku (als Kurzzeitspeicher) und Wasserstoff (Elektrolyse + Brennstoffzelle) als Langzeitspeicher. Die Idee dahinter war auch das man Überflüssigen Strom aus dem Sommer so praktisch in Wasserstoff einlagern kann und diesen dann auch im Winter wo es weniger Sonne gibt nutzen kann.

  16. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: schily 12.07.20 - 21:06

    Bei den 250 kWh handelt es sich um die Energiemenge, die man aus dem gefüllten Speicher herausholen kann.

    Es ist klar, daß man mehr hineinstecken muß, aber die 250kWh sind halt das, was man am Ende nutzen kann.

    Wenn man ein über ein Jahr komplett autarkes Haus haben will, könnte diese Lösung dennoch interessant werden. Wenn es darum geht, in Mitteleuropa mit einem Netzanschluß zu einem vertretbaren Preis möglichst viel Strom im Eigenbedarf zu nutzen, reicht sicherlich ein Akku mit 7kWh aus.

    Die 250 kWh können in meinem Wochenendhaus jedenfalls fast 2 Monate Dunkelheit überbrücken, wenn ich dort durchgängig wohne.

  17. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: BlueManCole 13.07.20 - 07:53

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Komischer_Phreak schrieb:
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    > -----
    > > Harddrive schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Wäre also Mal interessant zu wissen,
    > > > was ein Elektrolyseur und entsprechende Gastanks kosten würden und wie
    > > groß
    > > > solch ein Tank ist.
    > >
    > > Es wäre halt teurer als die selbe Lösung mit Batterie. Der
    > Wasserstoff-Tank
    > > ist teuer; siehe KfZ. Wasserstoff könnte auf ganz lange Sicht die Lösung
    > > sein, kurz bis mittelfristig wird es die Akkutechnologie. Sollte FWP von
    > > Golem Recht haben, gibt es bald günstige Natrium-Ionen Akkus. Das würde
    > es
    > > Wasserstoff gleich schwerer machen.
    >
    > Nein, Wasserstoff ist deutlich günstiger. Siehe meine Rechnung weiter oben.
    > Ein Speicher für über 400 kWh in Form von Wasserstoff kosten ca 1.600¤.
    > Versuch das Mal mit Batterien hin zu bekommen.

    Ja klar, wenn man Fantasiepreise und - Produkte miteinander vergleicht, dann ist Wasserstoff sicherlich günstiger.

    Was kostet denn der Kompressor, der mir den Wasserstoff auf 300 Bar (!) komprimiert dazu? Wieviel Strom braucht der im Betrieb und wie groß ist der?

    Was kostet nun ein Elektrolyseur genau, hast du ja sicherlich recherchiert? Wie groß ist da der Platzbedarf?

    Mit welchem Gerät bekomme ich den Wasserstoff aus den Gasflaschen in ein Wasserstofffahrzeug? Kann ich ja sicherlich nicht einfach nen Schlauch dranpappen, oder? Kosten? Platzbedarf?
    Oder wie willst du den Wasserstoff nutzen? Packst du dir ein Brennstoffzellenstack ins Haus? Da stellen sich die gleichen Fragen.

    Vielleicht vorher einfach ein bisschen nachdenken, dann kommt man vielleicht auf die Idee, dass es ziemlich hinkt, reine Gasflaschen als Speicheralternative mit einem Akku zu vergleichen.

    Du kannst dir aber ja gerne mal die Picea von HPS anschauen.

    www homepowersolutions de/produkt

    Da hättest du ein Komplettpaket mit Elektrolyseur, Brennstoffzelle, Akku und Gasspeicher. Preis je nach Auslegung 60 bis 90k Euro. Viel Spaß. Dazu brauchst du aber noch ne fette PV-Anlage, rechne mal so mit 30kWp, da kommen also nochmal vielleicht 30k+ Euro drauf. Ich hoffe, dein Dach reicht dafür. Hast halt an der Stelle leider auch nichts von der Einspeisevergütung, da die Kiste den ganzen Saft benötigen wird.

    Meine Bitte: rechne doch mal schön und verständlich vor, wieviel Energiekosten uns dieses Teil sparen wird. Bitte nicht die Wirkungsgrade vergessen. Wie lange reicht denn der 300kWh Saisonalspeicher im Winter, wenn keine Sonne runterkommt? Die elektrische Dauerleistung beträgt wohl 1,5kW.

    Nach 8 Jahren sind übrigens die Brennstoffzellen durch (ja, vergessen die meisten Leute, dass Brennstoffzellen nur eine sehr begrenzte Lebensdauer haben). Der Hersteller verrät aktuell leider noch nicht, was der Austausch kostet. Wird vermutlich nicht ganz billig. Du kannst ja dann gerne mal berichten, wenn es soweit ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.20 07:56 durch BlueManCole.

  18. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Ely 13.07.20 - 08:50

    H2, also idealerweise Brennstoffzellen, haben sehr wohl einen Verschleiß. Da müssen die Membranen von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Das ist recht aufwendig und teuer.

  19. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Trollversteher 13.07.20 - 10:27

    >Wobei es bzgl. Wasserstoff mal dieses Werbevideo gab, keine Ahnung was aus dem Projekt geworden ist https://www.youtube.com/watch?v=GA_s_IUs-_s bzw. was eine deratige Anlage kostet und wie viel Strom man dort effektiv mit welchem Wirkungsgrad man dort in Wasserstoff speichern kann
    >Idee war halt Solaranlage, Akku (als Kurzzeitspeicher) und Wasserstoff (Elektrolyse + Brennstoffzelle) als Langzeitspeicher. Die Idee dahinter war auch das man Überflüssigen Strom aus dem Sommer so praktisch in Wasserstoff einlagern kann und diesen dann auch im Winter wo es weniger Sonne gibt nutzen kann.

    Wie sieht das eigentlich mit der Dichtheit bei solchen stationaeren "Hausspeichern" aus? Beim PKW besteht ja noch das Problem, dass man dort noch keine wirklich dichten Tanks hinbekommt, und sich so nach wenigen Tagen Standzeit auch mal schnell der Tankinhalt halbieren kann...

  20. Re: Wasserstoffspeicher aus Japan...

    Autor: Harddrive 13.07.20 - 13:59

    BlueManCole schrieb:
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    > Harddrive schrieb:
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    > > Komischer_Phreak schrieb:
    > >
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    > > > Harddrive schrieb:
    > > >
    > >
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    >
    > >
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    > > > > Wäre also Mal interessant zu wissen,
    > > > > was ein Elektrolyseur und entsprechende Gastanks kosten würden und
    > wie
    > > > groß
    > > > > solch ein Tank ist.
    > > >
    > > > Es wäre halt teurer als die selbe Lösung mit Batterie. Der
    > > Wasserstoff-Tank
    > > > ist teuer; siehe KfZ. Wasserstoff könnte auf ganz lange Sicht die
    > Lösung
    > > > sein, kurz bis mittelfristig wird es die Akkutechnologie. Sollte FWP
    > von
    > > > Golem Recht haben, gibt es bald günstige Natrium-Ionen Akkus. Das
    > würde
    > > es
    > > > Wasserstoff gleich schwerer machen.
    > >
    > >
    > > Nein, Wasserstoff ist deutlich günstiger. Siehe meine Rechnung weiter
    > oben.
    > > Ein Speicher für über 400 kWh in Form von Wasserstoff kosten ca 1.600¤.
    > > Versuch das Mal mit Batterien hin zu bekommen.
    >
    > Ja klar, wenn man Fantasiepreise und - Produkte miteinander vergleicht,
    > dann ist Wasserstoff sicherlich günstiger.
    >
    > Was kostet denn der Kompressor, der mir den Wasserstoff auf 300 Bar (!)
    > komprimiert dazu? Wieviel Strom braucht der im Betrieb und wie groß ist
    > der?
    >
    > Was kostet nun ein Elektrolyseur genau, hast du ja sicherlich recherchiert?
    > Wie groß ist da der Platzbedarf?
    >
    > Mit welchem Gerät bekomme ich den Wasserstoff aus den Gasflaschen in ein
    > Wasserstofffahrzeug? Kann ich ja sicherlich nicht einfach nen Schlauch
    > dranpappen, oder? Kosten? Platzbedarf?
    > Oder wie willst du den Wasserstoff nutzen? Packst du dir ein
    > Brennstoffzellenstack ins Haus? Da stellen sich die gleichen Fragen.
    >
    > Vielleicht vorher einfach ein bisschen nachdenken, dann kommt man
    > vielleicht auf die Idee, dass es ziemlich hinkt, reine Gasflaschen als
    > Speicheralternative mit einem Akku zu vergleichen.
    >
    > Du kannst dir aber ja gerne mal die Picea von HPS anschauen.
    >
    > www homepowersolutions de/produkt
    >
    > Da hättest du ein Komplettpaket mit Elektrolyseur, Brennstoffzelle, Akku
    > und Gasspeicher. Preis je nach Auslegung 60 bis 90k Euro. Viel Spaß. Dazu
    > brauchst du aber noch ne fette PV-Anlage, rechne mal so mit 30kWp, da
    > kommen also nochmal vielleicht 30k+ Euro drauf. Ich hoffe, dein Dach reicht
    > dafür. Hast halt an der Stelle leider auch nichts von der
    > Einspeisevergütung, da die Kiste den ganzen Saft benötigen wird.
    >
    > Meine Bitte: rechne doch mal schön und verständlich vor, wieviel
    > Energiekosten uns dieses Teil sparen wird. Bitte nicht die Wirkungsgrade
    > vergessen. Wie lange reicht denn der 300kWh Saisonalspeicher im Winter,
    > wenn keine Sonne runterkommt? Die elektrische Dauerleistung beträgt wohl
    > 1,5kW.
    >
    > Nach 8 Jahren sind übrigens die Brennstoffzellen durch (ja, vergessen die
    > meisten Leute, dass Brennstoffzellen nur eine sehr begrenzte Lebensdauer
    > haben). Der Hersteller verrät aktuell leider noch nicht, was der Austausch
    > kostet. Wird vermutlich nicht ganz billig. Du kannst ja dann gerne mal
    > berichten, wenn es soweit ist.


    Warum reagierst Du so cholerisch? Den Preis, den ich für das Bündel genommen habe, ist kein Fantasiepreis, sondern ist bei Linde recherchiert. Siehe hier:

    https://www.linde-gas.de/shop/de/de-ig/gase-kaufen/wasserstoff

    Was Deine 60 bis 90 tausend ¤ angeht, so halte ich das für einen Fantasiepreis, oder wo hast Du den her? Rum brüllen, dass alles sche**e ist kann jeder, aber mit Fakten untermauern wäre mal schön! Wenn Du schon etwas kritisierst, dann mache Dir doch bitte vorher die Mühe und googel mal vorher, ob der von mir genannte Preis für ein Bündel richtig sein kann. Und ja (siehe oben der Link), er ist es.

    Was einen Elektrolyseur angeht, so gibt es bei Ebay schon welche ab 900 ¤ zu kaufen. Es gibt sicherlich bessere, aber machbar wäre das. Ich denke aber für eine bessere Qualität muss man mit mindestens 2.000 bis 3.000 schon dafür rechnen. Aber ich nehme jetzt erst mal die Daten von dem kleinen Elektrolyseur hier, damit Du das schon mal nicht mehr bemeckern kannst, weil Du nicht selber googeln kannst.
    Außenmaße: 350×190×300 mm(L×W×H)
    Maximale Stromaufnahme: 180w
    Gewicht: 17 kg
    Output: bis 500ml / min

    Das sind die Angaben, die bei dem Gerät standen. Aber wie gesagt, man sollte sicherlich ein qualitativ hochwertigeres Gerät nehmen, um eine lange Lebensdauer und ein besseres Endergebnis zu gewährleisten.

    Eine Pumpe, die einen Druck von 300 bar erzeugt, gibt es schon für 240 ¤ zu kaufen. Sicherlich sollte auch hier eine etwas bessere Pumpe genommen werden, welche bestimmt ab 1.000 ¤ zu haben ist. Die Daten dieser Pumpe sind wie folgt:
    Größe: (L * B * H): 34 * 18 * 32 cm
    Nettogewicht: 16 kg
    Geräusch: 78 db
    Maximale Stromaufnahme: 1800w

    Einen Preis für eine Brennstoffzelle zur reinen Stromerzeugung habe ich leider nicht gefunden. Die Brennstoffzellen, die ich gefunden habe, waren für den Heizungsbereich, was ja etwas ganz anderes ist.
    Da es aber die Heizungsanlagen, welche ja deutlich größer und aufwendiger konzipiert sind, schon bei Viessmann ab 23.000 ¤ zu haben gibt, rechne ich einfach mal mit ca 5.000 ¤. Wenn Du hier meckerst, dann nenne mir bitte einen konkreten Preis, sonst nehme ich Dich hier nicht ernst.

    Für die Verrohrung und Installation gehe ich mal von 2.000 bis 5.000 ¤ aus. Sagen wir also 5.000 ¤ im schlechtesten Fall.
    Wären wir also bei folgendem:
    - 5.000 ¤ Installation
    - 5.000 ¤ Brennstoffzelle
    - 1.000 ¤ Kompressor
    - 1.600 ¤ Bündel Stahlgasflaschen (12 Flaschen) als Speicher
    - 3.000 ¤ Elektrolyseur

    Sind wir bei 15.600 ¤ für einen über 400 KWh Stromspeicher (waren glaube ich ca 423 kWh). Welchen man aber günstig erweitern kann, da ja hauptsächlich die Gastanks gebraucht werden, welche als Bündel 1.600 ¤ kosten. Den Kompressor, Elektrolyseur und Brennstoffzelle hat man ja schon. So könnte man sicherlich mit Leitungen und Installation das System schon für 2.000 bis 2.500 ¤ um weitere 423 kWh erweitern.
    Bei einem Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von 60 % (werden in Zukunft sicherlich noch etwas effizienter) kommen am Ende wieder 254 kWh raus. Wie lange man damit auskommt liegt an dem Verhalten jedes Einzelnen. Ein durchschnittlicher 3 Personen Haushalt hat einen Stromverbrauch von 3.500 kWh im Jahr, also ca 9,5 kWh am Tag. Diese Familie könnte mit einem solchen Speicher also 27 Tage überbrücken (bei einem gefüllten Speicher), ohne das die PV Anlage Strom liefert. Ich kenne aber auch 3 köpfige Familien, die haben am Tag nur einen Verbrauch von 6 kWh, wodurch der Speicher ca 1,5 Monate reichen würde. Versuche das mal mit einem Batteriespeicher hinzubekommen mit ähnlichem Platzverbrauch, Gewicht und Anschaffungskosten!

    Was die Versorgung eines Wasserstoffautos angeht, so hat hier niemand darüber geredet. Hier ging es um einen Stromspeicher fürs Haus, nicht um die Betankung bzw Laden von Autos. Ausserdem was spricht dagegen Zuhause den Strom in Wasserstoff zu speichern und später mit dem Strom sein E-Auto zu laden? Das ist doch beides miteinander kombinierbar. Warum bist Du da so engstirnig?

    Und wie bitte kommst Du darauf, dass man eine 30 kw PV Anlage für sowas bräuchte? Rechne mir das doch bitte mal vor, wie Du darauf kommst! Und rechne mir bitte mal vor, wie Du auf diese 60 bis 90 tausend ¤ an Kosten für einen Wasserstoffspeicher kommst. Da Du ja vorgibst davon Ahnung zu haben, sollte Dir das ja ein leichtes sein. Und komme mir bitte nicht wie manch anderer Schwätzer hier im Forum damit, dass Du das mir nicht vorrechnen bräuchtest, oder das ich das gefälligst selber googeln solle, da Du ja nicht meine Arbeit machen wölltest. Dann nehme ich Dich nämlich nicht mehr ernst!

    Ach ja, eine Brennstoffzelle hält 8 bis 10 Jahre. Der ist aber nur ein Teil des Speichersystems. Wie lange hält so ein Batteriespeicher? Ein Batteriespeicher sollte 20 Jahre überstehen, aber wieviel kann er wirklich noch nach 10 Jahren speichern? Je nachdem wie gut die Zellen sind und wie oft der be- und entladen wurde hat ein Batteriespeicher nach 10 Jahren nur noch 80 % seiner ursprünglichen Kapazität. Das sind 20 % Verlust von einem ohnehin kleinen Speicher!

    Aber geben wir uns mal in Deine Fantasiewelt und sagen ein Wassertoffspeicher würde 90.000 ¤ kosten. Dann würde ein vergleichbarer Batteriespeicher mit 253 kWh Speicherkapazität (Verlustleistungen lassen wir gerade mal aussen vor) mindestens 253.000 ¤, wenn man einen günstigen Preis von 1.000 ¤ / kWh ansetzt. Selbst ein Blinder kann sehen, dass ein Wasserstoffspeicher günstiger ist.


    Ein Wasserstoffspeicher könnte auch gerade für alte PV Anlagen, die so langsam aus der EEG Förderung rutschen interessant werden. Je mehr von seinem eigenen Strom man selber nutzen kann, umso besser.
    Durch ein solch großen Speicher würden auch die Netze deutlich entlastet. Und je nach Größe des Speichers könnte man einen Teil seines im Sommer erzeugten Stroms mit in den Winter nehmen.

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