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Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: wiseboar 03.06.20 - 18:46

    unabhängig von Tesla:

    Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer vielleicht alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner Meinung nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden - nämlich AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen verhindert worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.

    zu Tesla:
    Statistisch sind Tesla-Fahrzeuge deutlich seltener in Unfälle verwickelt. Mit ihrem Autopilot-Feature - derzeit ein teilautonomes System - gewinnt man dann noch einmal einen ~Faktor 3 (siehe https://hypercharts.co/tsla/safety). Völlig unabhängig davon wie dämlich die Fehler von außen betrachtet aussehen
    1) das System ist noch teilautonom, also muss ein Mensch unterstützen
    2) es ist trotzdem statistisch sicherer

    Und noch einmal der Vollständigkeit halber: in der Situation die im Artikel beschrieben ist, war KEIN Autopilot aktiv, und es kam zu keinen schlimmen Verletzungen.

  2. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: thinksimple 03.06.20 - 19:11

    wiseboar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > unabhängig von Tesla:
    >
    > Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x
    > Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer vielleicht
    > alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner Meinung
    > nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden - nämlich
    > AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen verhindert
    > worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es
    > statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.
    >
    > zu Tesla:
    > Statistisch sind Tesla-Fahrzeuge deutlich seltener in Unfälle verwickelt.
    > Mit ihrem Autopilot-Feature - derzeit ein teilautonomes System - gewinnt
    > man dann noch einmal einen ~Faktor 3 (siehe hypercharts.co Völlig
    > unabhängig davon wie dämlich die Fehler von außen betrachtet aussehen
    > 1) das System ist noch teilautonom, also muss ein Mensch unterstützen
    > 2) es ist trotzdem statistisch sicherer
    >
    > Und noch einmal der Vollständigkeit halber: in der Situation die im Artikel
    > beschrieben ist, war KEIN Autopilot aktiv, und es kam zu keinen schlimmen
    > Verletzungen.


    Ob AP aktiv oder nicht wird nur gerätselt. Auch du kannst nur rätseln.
    Es war was aktiv aber nicht das erweiterte. Was sagt das aus? AP aktiv aber NOA nicht?
    Tempomat und Spurhalte aktiv aber xy nicht?
    Ich wart da mal ab ob noch was kommt.

    Statistisch gesehen sind alle neuen Fahrzeuge seltener in Unfälle verwickelt.
    Statistisch gesehen sind alle neuen Fahrzeuge mit Assistenzsystemen seltener in Unfälle verwickelt.
    Das ist bei Mercedes genauso wie bei Tesla.

    Ein autonomes System muss es erstmal im normalen Verkehr beweisen. Nicht im exakt vermessenen, millionen mal gleich gefahrenen Hinterland-örtchen bei schönstem Sonnenschein.

    Da passiert 0, nada, nix bisher. Und nicht einer hat irgendeinen Antrag mal zu Level 3 Genehmigung gestellt

    Wo testet Tesla denn mit einigen Fahrzeugen autonomes fahren? So wie Yandex, Waymo, Mercedes, Audi, Ford, GM etc...

    Auf dem Highway rund um Freemont?

    Wenn die Systeme bewiesen haben das sie sicherer sind als menschliche Fahrer dann ja.
    Und mit sicherer meine ich nicht weniger statistische Unfälle sondern weniger Unfälle mit Verletzten und Toten.
    Nutzt ja nichts wenn man weniger Unfälle hat dafür aber 3mal soviel Tote.
    Weil wenn es nen Fehler gibt es nur tödlich oder verletzt ausgeht da das System durchdreht.
    Es muss schon zusammenpassen.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  3. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: DrLindner 03.06.20 - 19:19

    Zu jedem Tesla Unfall gibt es einen Fan Boy, der den üblichen Sermon abgibt.

    Jedenfalls übergebe ich mein Leben nicht an ein Auto von einem Egomanen Psychopathen. Außerdem kann das Auto offensichtlich nicht einmal mit einem Entefernungsmesser vorn erkennen, dass da ein LKW liegt. Geht's noch?

  4. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: Prokopfverbrauch 03.06.20 - 19:49

    wiseboar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > unabhängig von Tesla:
    >
    > Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x
    > Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer vielleicht
    > alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner Meinung
    > nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden - nämlich
    > AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen verhindert
    > worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es
    > statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.

    Kann sein das ein System statistisch gesehen sicherer ist. Ich finde aber tatsächlich es schlimmer mir vorzustellen, ich würde querschnittsgelähmt in einem Rollstuhl sitzen, weil meine Software gebuggt hat und ein offensichtliches Hindernis nicht erkannt hat, anstatt dass ich selber einen Fahrfehler gemacht habe oder schlicht ein anderer Autofahrer einen Fehler gemacht hat. "Tut mir Leid, hatten Sie halt Pech. War ein Bug der Software". Ist meine Meinung, man schaue sich die Boenig 737 max Skandale an. Pilotenfehler sind relativ gut verarbeitbar, aber solche "Softwarefehler", vor allem wenn sie aus Profitgier kommen, sind da schwerwiegender.

  5. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: thinksimple 03.06.20 - 20:04

    Prokopfverbrauch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wiseboar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > unabhängig von Tesla:
    > >
    > > Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x
    > > Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer
    > vielleicht
    > > alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner
    > Meinung
    > > nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden -
    > nämlich
    > > AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen
    > verhindert
    > > worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es
    > > statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.
    >
    > Kann sein das ein System statistisch gesehen sicherer ist. Ich finde aber
    > tatsächlich es schlimmer mir vorzustellen, ich würde querschnittsgelähmt in
    > einem Rollstuhl sitzen, weil meine Software gebuggt hat und ein
    > offensichtliches Hindernis nicht erkannt hat, anstatt dass ich selber einen
    > Fahrfehler gemacht habe oder schlicht ein anderer Autofahrer einen Fehler
    > gemacht hat. "Tut mir Leid, hatten Sie halt Pech. War ein Bug der
    > Software". Ist meine Meinung, man schaue sich die Boenig 737 max Skandale
    > an. Pilotenfehler sind relativ gut verarbeitbar, aber solche
    > "Softwarefehler", vor allem wenn sie aus Profitgier kommen, sind da
    > schwerwiegender.

    Statistisch weniger Fehler, dafür viel schlimmere. Auch nix gekonnt.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  6. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: cuthbert34 04.06.20 - 00:24

    Ich verstehe ja, was ihr sagt, aber die Logik erschließt sich mir nicht. Mensch macht Fehler -> Person kommt zu schaden -> schlimm, aber akzeptierbar. System macht Fehler -> Person kommt zu schaden -> inakzeptabel. Warum?

    Gerade bei destatis gecheckt. 2018 gab es 368.559 Unfälle in Deutschland im Straßenverkehr mit Personenschaden, die auf das Fehlverhalten des Fahrzeugführers zurückzuführen sind. Das sind durchschnittlich 42 Unfälle wegen menschlichem Fehlverhalten pro Stunde. Finde ich krass. Wie viele Unfälle gestehen wir autonomen Systemen zu? Ausschließlich 0?

  7. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: Nutzer-name 04.06.20 - 01:18

    > Kann sein das ein System statistisch gesehen sicherer ist. Ich finde aber
    > tatsächlich es schlimmer mir vorzustellen, ich würde querschnittsgelähmt in
    > einem Rollstuhl sitzen, weil meine Software gebuggt hat und ein
    > offensichtliches Hindernis nicht erkannt hat, anstatt dass ich selber einen
    > Fahrfehler gemacht habe oder schlicht ein anderer Autofahrer einen Fehler
    > gemacht hat. "Tut mir Leid, hatten Sie halt Pech. War ein Bug der
    > Software". Ist meine Meinung, man schaue sich die Boenig 737 max Skandale
    > an. Pilotenfehler sind relativ gut verarbeitbar, aber solche
    > "Softwarefehler", vor allem wenn sie aus Profitgier kommen, sind da
    > schwerwiegender.

    Wenn es da knallt, dann hat nicht nur das System, sondern auch du Fehler gemacht.

  8. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: jacki 04.06.20 - 02:48

    Spätestens wenn du oder ein Bekannter betroffen ist, merkst du dass dir die Statistik herzlich wenig hilft. Du bist dann querschnittsgelähmt wegen einem Autopilot Fehler den du selbst Nachts und stockbesoffen nicht verursacht hättest. Aber hey ist ja irrelevant, weil dafür gibts in Indien 10 Unfälle weniger.

  9. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: onkeltomhuette 04.06.20 - 05:23

    jacki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spätestens wenn du oder ein Bekannter betroffen ist, merkst du dass dir die
    > Statistik herzlich wenig hilft.

    Nicht wirklich. Denn aufgrund der Statistik triffts nur mich oder einen Bekannten und nicht beide.

  10. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: mannzi 04.06.20 - 07:14

    Bei den Unfälle, die man halt so mitbekommt sind es halt fast immer EXTREM dumme Fehler aka in stationäres Hindernis hinein fahren, bei denen es auch technisch kein Problem wäre eine "dumme" Steuerungsroutine einzubauen um das zu verhindern.

  11. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: bepe4711 04.06.20 - 08:13

    wiseboar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > unabhängig von Tesla:
    >
    > Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x
    > Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer vielleicht
    > alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner Meinung
    > nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden - nämlich
    > AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen verhindert
    > worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es
    > statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.

    Ich behaupte einfach mal dreist, dass die meisten Fahrer halbwegs intelligent sind und die Assistenzsystem nur benutzen, wenn sie sicher eingesetzt werden können. Systeme wie der Autopilot sind vornehmlich für die Autobahn gedacht... Ich habe mir die erstbeste Statistik geschnappt (gefunden auf dvr_de): Stand 2018 "...Auf den Autobahnen wurden 6,7 % aller Unfälle mit Personenschaden und 12,9 % aller Getöteten gezählt...."
    Schon allein dadurch (dass auf Autobahnen nur wenige Unfälle passieren), täuschen die Statistiken vor, dass Assistenzsysteme sicherer sind.

    Und was das - machen ANDERE Fehler - angeht... Wenn ich wählen darf, dann ziehe ich 100, von Menschen verursachte, Parkplatzrempler einem schweren oder gar tödlichen Unfall durch Assistenzsystem vor. Also die reine Anzahl sollte kein Kriterium sein.

    >
    > zu Tesla:
    > Statistisch sind Tesla-Fahrzeuge deutlich seltener in Unfälle verwickelt.
    > Mit ihrem Autopilot-Feature - derzeit ein teilautonomes System - gewinnt
    > man dann noch einmal einen ~Faktor 3 (siehe hypercharts.co Völlig
    > unabhängig davon wie dämlich die Fehler von außen betrachtet aussehen
    > 1) das System ist noch teilautonom, also muss ein Mensch unterstützen
    > 2) es ist trotzdem statistisch sicherer
    >
    > Und noch einmal der Vollständigkeit halber: in der Situation die im Artikel
    > beschrieben ist, war KEIN Autopilot aktiv, und es kam zu keinen schlimmen
    > Verletzungen.
    Und warum ist das so? Du behauptest selber, dass Teslas auch ohne AP schon deutlich sicherer sind. Also ist es nicht der AP, der maßgeblich für die guten Zahlen ist. Vielleicht liegt die Ursache darin, dass die Fahrer wegen der Reichweite generell zurückhaltender fahren. Oder vielleicht sind Menschen die sich einen Tesla leisten können, deshalb in der Lage, sich einen Tesla leisten zu können, weil sie generell berechnender/vorausschauender handeln?

    Mit AP sind die Zahlen noch sicherer? Vielleicht weil der AP für Autobahnen gedacht ist wo die Zahlen generell besser sind? Ich behaupte, wieder ka**dreist, dass Tesla die Assistenzsystem deaktivieren kann ohne dass sich die Zahlen gravierend ändern.

    Nur nebenbei, ich habe nix gegen solche System. Ich bin technikaffin. In meinem Auto ist alles an System eingebaut, das verfügbar ist. Und ich nutze sie täglich...

  12. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: wiseboar 04.06.20 - 12:19

    mannzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den Unfälle, die man halt so mitbekommt sind es halt fast immer EXTREM
    > dumme Fehler aka in stationäres Hindernis hinein fahren, bei denen es auch
    > technisch kein Problem wäre eine "dumme" Steuerungsroutine einzubauen um
    > das zu verhindern.

    ... und das spielt keine Rolle. Auch wenn die Fehler noch einmal so dämlich sind, wenn sie nur 1/10 so oft vorkommen wie menschliche Fehler ist es trotzdem besser. Auch wenn einem die Emotion was anderes einreden will.

  13. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: wiseboar 04.06.20 - 12:22

    bepe4711 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wiseboar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > unabhängig von Tesla:
    > >
    > > Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen. Menschen machen alle x
    > > Kilometer durchschnittlich einen Unfall. Ein "sicherer" Fahrer
    > vielleicht
    > > alle x+y%. Sobald man bei x*10 angekommen ist, erübrigt sich meiner
    > Meinung
    > > nach jede Diskussion, ob es sinnvoll ist das System zu verwenden -
    > nämlich
    > > AUCH WENN die Fehler welche die Maschine noch macht von Menschen
    > verhindert
    > > worden wären! Maschinen werden nämlich ANDERE Fehler machen, solange es
    > > statistisch weniger sind ist das aber irrelevant.
    >
    > Ich behaupte einfach mal dreist, dass die meisten Fahrer halbwegs
    > intelligent sind und die Assistenzsystem nur benutzen, wenn sie sicher
    > eingesetzt werden können. Systeme wie der Autopilot sind vornehmlich für
    > die Autobahn gedacht... Ich habe mir die erstbeste Statistik geschnappt
    > (gefunden auf dvr_de): Stand 2018 "...Auf den Autobahnen wurden 6,7 % aller
    > Unfälle mit Personenschaden und 12,9 % aller Getöteten gezählt...."
    > Schon allein dadurch (dass auf Autobahnen nur wenige Unfälle passieren),
    > täuschen die Statistiken vor, dass Assistenzsysteme sicherer sind.
    >
    > Und was das - machen ANDERE Fehler - angeht... Wenn ich wählen darf, dann
    > ziehe ich 100, von Menschen verursachte, Parkplatzrempler einem schweren
    > oder gar tödlichen Unfall durch Assistenzsystem vor. Also die reine Anzahl
    > sollte kein Kriterium sein.

    Mein Gott, ja man muss unterscheiden was passiert ist. Ich würde mich auf schwere bis tödliche Unfälle beschränken. Alles andere ist eh quasi "egal", weil niemand zu Schaden gekommen ist.

    > >
    > > zu Tesla:
    > > Statistisch sind Tesla-Fahrzeuge deutlich seltener in Unfälle
    > verwickelt.
    > > Mit ihrem Autopilot-Feature - derzeit ein teilautonomes System - gewinnt
    > > man dann noch einmal einen ~Faktor 3 (siehe hypercharts.co Völlig
    > > unabhängig davon wie dämlich die Fehler von außen betrachtet aussehen
    > > 1) das System ist noch teilautonom, also muss ein Mensch unterstützen
    > > 2) es ist trotzdem statistisch sicherer
    > >
    > > Und noch einmal der Vollständigkeit halber: in der Situation die im
    > Artikel
    > > beschrieben ist, war KEIN Autopilot aktiv, und es kam zu keinen
    > schlimmen
    > > Verletzungen.
    > Und warum ist das so? Du behauptest selber, dass Teslas auch ohne AP schon
    > deutlich sicherer sind. Also ist es nicht der AP, der maßgeblich für die
    > guten Zahlen ist. Vielleicht liegt die Ursache darin, dass die Fahrer wegen
    > der Reichweite generell zurückhaltender fahren. Oder vielleicht sind
    > Menschen die sich einen Tesla leisten können, deshalb in der Lage, sich
    > einen Tesla leisten zu können, weil sie generell
    > berechnender/vorausschauender handeln?
    >
    > Mit AP sind die Zahlen noch sicherer? Vielleicht weil der AP für Autobahnen
    > gedacht ist wo die Zahlen generell besser sind? Ich behaupte, wieder
    > ka**dreist, dass Tesla die Assistenzsystem deaktivieren kann ohne dass sich
    > die Zahlen gravierend ändern.
    >
    > Nur nebenbei, ich habe nix gegen solche System. Ich bin technikaffin. In
    > meinem Auto ist alles an System eingebaut, das verfügbar ist. Und ich nutze
    > sie täglich...

    Möglich, dass die höhere Sicherheit nicht durch den Autopilot sondern durch die Straßen wo dieser eingesetzt wird kommt. Ich persönliche glaube es ist trotzdem noch ein Unterschied vorhanden, kann es aber nicht belegen. Guter Punkt.

  14. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: Eheran 04.06.20 - 13:21

    >Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen.
    Ja, aber bitte der richtigen Statistik. In Deutschland gibt es jährlich 2,6 millionen Unfälle, davon 300'000 mit Personenschaden und davon 3'200 Tote.
    Wenn die erste Zahl auf 100'000 und die 2. auf 50'000 sinkt, aber die Anzahl Toter auf 25'000 steigt... nix gekonnt, trotz 26x weniger Unfällen hat man 8x mehr Tote.

    Also nicht einfach nur stumpf die Anzahl Unfälle betrachten, sondern auch die Unfallfolgen. Insbesondere die Unfälle mit Personenschaden und Toten müssen sinken. Da kann es uns nämlich egal sein, ob es 2x mehr Blechschäden gibt, wenn es dafür nur noch 10'000 Verletzte und 1'000 Todesfälle gibt.

    Klar wird real alles runtergehen mit zunehmender Automatisierung (passiert ja auch schon kontinuierlich seit Jahrzehnten). Ich mein nur, man muss ein klein wenig genauer gucken.

  15. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: cuthbert34 04.06.20 - 17:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ob ein System zum autonomen Fahren sicherer ist als ein Mensch sollte
    > ausschließlich auf Basis der Statistik erfolgen.
    > Ja, aber bitte der richtigen Statistik. In Deutschland gibt es jährlich 2,6
    > millionen Unfälle, davon 300'000 mit Personenschaden und davon 3'200 Tote.
    > Wenn die erste Zahl auf 100'000 und die 2. auf 50'000 sinkt, aber die
    > Anzahl Toter auf 25'000 steigt... nix gekonnt, trotz 26x weniger Unfällen
    > hat man 8x mehr Tote.
    >
    > Also nicht einfach nur stumpf die Anzahl Unfälle betrachten, sondern auch
    > die Unfallfolgen. Insbesondere die Unfälle mit Personenschaden und Toten
    > müssen sinken. Da kann es uns nämlich egal sein, ob es 2x mehr Blechschäden
    > gibt, wenn es dafür nur noch 10'000 Verletzte und 1'000 Todesfälle gibt.
    >
    > Klar wird real alles runtergehen mit zunehmender Automatisierung (passiert
    > ja auch schon kontinuierlich seit Jahrzehnten). Ich mein nur, man muss ein
    > klein wenig genauer gucken.

    Weil ich gestern die Zahlen gegoogelt habe, woher kommen Deine 300.000 Unfälle mit Personenschäden. Ich hatte alleine fast 370.000 Unfälle mit Personenschäden, die auf Fehler des Fahrzeugführer zurückzuführen sind.

    ich zitiere mich selbst:

    "Gerade bei destatis gecheckt. 2018 gab es 368.559 Unfälle in Deutschland im Straßenverkehr mit Personenschaden, die auf das Fehlverhalten des Fahrzeugführers zurückzuführen sind. Das sind durchschnittlich 42 Unfälle wegen menschlichem Fehlverhalten pro Stunde. Finde ich krass. Wie viele Unfälle gestehen wir autonomen Systemen zu? Ausschließlich 0?"

  16. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: Eheran 05.06.20 - 07:33

    Von destatis, was du auch gecheckt hast. Warum es da 2 verschiedene Zahlen gibt (Unfälle mit Personenschaden != Verletzte) weiß ich nicht. Vielleicht ist das eine nur fürs Auto? Keine Ahnung.

  17. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: mannzi 05.06.20 - 10:23

    wiseboar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mannzi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei den Unfälle, die man halt so mitbekommt sind es halt fast immer
    > EXTREM
    > > dumme Fehler aka in stationäres Hindernis hinein fahren, bei denen es
    > auch
    > > technisch kein Problem wäre eine "dumme" Steuerungsroutine einzubauen um
    > > das zu verhindern.
    >
    > ... und das spielt keine Rolle. Auch wenn die Fehler noch einmal so dämlich
    > sind, wenn sie nur 1/10 so oft vorkommen wie menschliche Fehler ist es
    > trotzdem besser. Auch wenn einem die Emotion was anderes einreden will.

    Stimmt, aber meines Wissens beziehen sich die Statistiken immer nur auf das vollständige Streckennetz. Die Autopilot sind soweit ich weiß aber nur für die Autobahn etc. Ausgelegt, wo sowieso wenige Unfälle pro gefahrene Strecke zusammenkommen. Dem wird dann aber die komplette unfallstatisik manuell zu fahrender Autos gegenübergestellt.

  18. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: mannzi 05.06.20 - 10:25

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von destatis, was du auch gecheckt hast. Warum es da 2 verschiedene Zahlen
    > gibt (Unfälle mit Personenschaden != Verletzte) weiß ich nicht. Vielleicht
    > ist das eine nur fürs Auto? Keine Ahnung.

    Das wird wohl daran liegen, dass sich bei einem Unfall mehrere Personen verletzen können

  19. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: Eheran 05.06.20 - 10:32

    Das stimmt natürlich!
    370'000 Verletzte aus 300'000 Unfällen mit Personenschaden -> 1,23 Verletzte pro Unfall.
    Passt.

  20. Re: Mensch macht Fehler vs. Maschine macht Fehler

    Autor: jacki 06.06.20 - 07:56

    Hm oder es trifft euch beide nicht da ihr vernünftig fahrt. Hilft zwar nicht immer aber statistisch trifft es ja schon eher übermütige Raser rund Pappnasen. Wohingegen die Maschine dann komplett wahllos zermatscht.
    Höhere Autonomie Level voraussetzt natürlich, solang man jederzeit eingreifen können muss, kann die KI quasi noch gar kein Unfall bauen. Wobei es in der Praxis hat schon sehr dazu verleitet sie zu sehr allein machen zu lassen..

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