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Zentrale Infrastruktur

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  1. Zentrale Infrastruktur

    Autor: Korbeyn 01.10.20 - 10:13

    Ganz klar: Man braucht eine zentrale Infrastruktur. Aber nicht auf Landes-, sondern auf Bundesebene. Mal alle politischen Unwägbarkeiten außer acht gelassen:

    Wer soll das aufbauen und betreiben, und wann soll das zur Verfügung stehen? Alleine NRW hat 2,5 Millionen Schüler, die alle auch noch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Eine Förderschule ist keine Gesamtschule, eine Hauptschule kein Gymnasium.

    Und vor allen Dingen - wie könnte ein vernünftiges Konzept aussehen?

    An der Schule meiner Tochter (Gymnasium) sehe ich, dass Teams gut funktioniert. Es wird sinnvoll genutzt um den Präsenzunterricht zu erweitern und ist vor allen Dingen verfügbar und läuft stabil. Lehrer und Schüler können sich schnell einarbeiten und selbst verwalten. Auf Klassenebene, aber im Rahmen einer gemeinsamen Infrastruktur.

    Dazu kommen natürlich noch andere Angebote: Verlage wie Westermann, Cornelsen & Co. bieten digitales Begleitmaterial in Form von Audio und Video an, die Bücher gibt es teilweise digital (BiBox) etc. Vielleicht wäre es ein Anfang, diese Daten zentral über eine Plattform zur Verfügung zu stellen, an der sich Schüler und Lehrer mit EINER IDENTITÄT anmelden können, und nicht 5 Accounts für 5 Portale benötigen, oder sich per QR-Code den Kram aufs Smartphone laden müssen. Das wäre schon eine Erleichterung, die den Schulalltag vereinfachen würde.

    Baustellen gibt es genug, aber aktuell sollte man so pragmatisch sein und nehmen, was da ist. Sonst kommt man nämlich gar nicht voran.

  2. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: schnedan 01.10.20 - 10:44

    "Ganz klar: Man braucht eine zentrale Infrastruktur."

    Nö braucht man nicht. man benötigt nur offene Schnittstellen und Austauschformate. Wer dann was wo nutzt ist egal.

  3. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: User_x 01.10.20 - 11:12

    Wozu eine Zentrale Struktur? Damit die Schüler das Konto des Rektors hacken können?

    Eine Klasse hat in der Regel auch nichts mit einer anderen zu tun, oder gar einer anderen Schule.

    <Das ist eine Signatur>

  4. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: captain_spaulding 01.10.20 - 11:53

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer soll das aufbauen und betreiben, und wann soll das zur Verfügung
    > stehen? Alleine NRW hat 2,5 Millionen Schüler, die alle auch noch
    > unterschiedliche Bedürfnisse haben.

    > An der Schule meiner Tochter (Gymnasium) sehe ich, dass Teams gut
    > funktioniert.

    Aha! Microsoft geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers ein. Mit einer Software die überhaupt nicht auf Schulen/Schüler zielt.
    Open Source Software kann das hingegen nicht.

    Also eine deiner Aussagen ist falsch. Ich denke die erste.
    Microsoft hat ja bewiesen dass eine Standardsoftware für ganz Deutschland, bzw sogar die ganze Welt ausreichend ist. Daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln. Einzelne Schulen oder Bundesländer brauchen keine Individuelle Software!

  5. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: honk 01.10.20 - 15:44

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz klar: Man braucht eine zentrale Infrastruktur. Aber nicht auf Landes-,
    > sondern auf Bundesebene.

    Nein, eine komplett zentrale Infrastruktur bracht man nicht, im Gegenteil, das wird dann ein endlos träges Verwaltungsmonster, was dem tatsächlichen Bedarf an den Schulen niemals abdecken kann.

    Aber sehr sinnvoll wäre eine Landes- oder besser bundesweite IT-Strategie, zentrale Bündelung von Entwicklungen und Informationsaustausch und eine Art Bundesweiter "Baukasten" für Softwarelösungen, die allen Schulen zur Verfügung stehen. Aber trotzdem braucht auch jede Schulen eigene Kompetenz, um für sich aus diesem Angebot die besten Lösungen zu identifizieren und anpassen zu können.

    Selbstverständlich sollte dann auch nicht jede Schule ihre komplett eigen Serverinfrastuktur aufbauen und warten, aber das sollte dann eher bei regionalen IT-Dienstleistern gebündelt werden, seien sie privat oder z.B. kommunal, wo noch ein persönlicher Ansprechpartner für jede Schule vorhanden ist und auch noch Spielraum für individuelle Lösungen.

  6. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: User_x 02.10.20 - 02:20

    Es braucht Vorgaben, das z.B. ein Hoster bei seinen Produkten ein Software-Image anbieten kann, das von den Ministerien zur Nutzung freigegeben ist - meinetwegen gebündelt mit Wartung seitens des Providers etc. das sich Schulen - wenn sie es möchten, einfach buchen können - auch mehrere Instanzen, je nach gebrauch.

    Meist scheitert es doch daran, dass es Lehrer gibt, die sind fit und wollen was auf die Beine stellen, die aber nicht dürfen, weil es eben nicht erlaubt ist. Man sehe allein den Diskurs mit Messangern - einen eigenen darf man nicht, und die klare Vorgabe ist Papierbrief.

    <Das ist eine Signatur>

  7. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: captain_spaulding 02.10.20 - 09:19

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, eine komplett zentrale Infrastruktur bracht man nicht, im Gegenteil,
    > das wird dann ein endlos träges Verwaltungsmonster, was dem tatsächlichen
    > Bedarf an den Schulen niemals abdecken kann.
    Microsoft und Zoom beweisen das Gegenteil. Beide haben zentrale Infrastruktur.

  8. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: Michael H. 02.10.20 - 10:13

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > honk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, eine komplett zentrale Infrastruktur bracht man nicht, im
    > Gegenteil,
    > > das wird dann ein endlos träges Verwaltungsmonster, was dem
    > tatsächlichen
    > > Bedarf an den Schulen niemals abdecken kann.
    > Microsoft und Zoom beweisen das Gegenteil. Beide haben zentrale
    > Infrastruktur.

    Das ist korrekt, ist aber ein Apfel Birnen vergleich.

    Microsoft/Zoom als Software mit zentraler Infrastruktur mag sein, wobei das eben nur die Software is.

    Microsoft/Zoom als Firma kann ich nichts drüber sagen, aber auch hier hast du alleine einen riesen Kostenapparat. RZ, hunderte, gar tausende Standorte weltweit in aller Herren Länder. Pro Land eigene steuerliche Vorgaben... zig nebenstellen.. etc...

    Bei aller Liebe.. das kriegste nich auf ein zentrales System. Aktuell haste 163.000 Mitarbeiter allein bei MS... da kannste alleine schon wegen Fluktuation ne Mannschaft an AD Admins hinstellen, so groß, dass die ne eigene Fußball WM mit 32 Admin internen Teams veranstalten könnten, die Tag ein Tag aus 24/7 nur neue Benutzer im AD anlegen und deaktivieren.

    Aber selbst bei MS merkste, dass es getrennt is. Wäre nämlich alles zentral, könnteste beim Office 365 Support ne Mail schreiben und wenn du dann bei deinem Microsoft Partner Support anrufst, müssten die ja zumindest sehen können dass da was offen ist. Aber die Systeme sind selbst hier alle getrennt voneinander. Sogar Office 365 und Office Deutschland 365 waren komplett getrennt.

    Klar ist vieles Zentral erreichbar, aber das hat mit der Thematik erstmal nix zu tun.

    Bei dem Beitrag mit den Schulen geht es darum, die gesamte IT zu zentralisieren.
    Nur geht es eine Schule in Berlin nix an, welche Lehrer in ner Ortschaft in Oberbayern existieren. Welche Schüler wo leben und warum Max aus der 8a in Köln fürs Rauchen nen Verweis bekommen hat. Punkt.

    Was man jedoch machen kann und das wäre schon eher was... dass man sich über nen Dachverband auf Bundesebene Software zentralisiert bzw. vereinheitlicht über den Dachverband holen kann.

    Heisst Bund stellt RZ für alle Landesverbände, auf denen diese sich einmieten können.
    Schulen in Oberbayern werden von Landesverband Oberbayern verwaltet und die Schulen können als Mitglied im Landesverband sagen, wir hätten gerne fürs Zugriff auf die Lernportale für Heimunterricht und kriegen auf der Instanz vom Landesverband ihre Kapazität in einer eigenen Instanz.

    Vorteil, die Schulen müssen sich nicht mehr selbst um die Software kümmern. Die Administration übernimmt der Landesverband mit ner ordentlichen IT.
    Leistung ist skalierbar.
    Umfeld ist Bundesweit homogen. - Schüler die in der Grundschule Plattform A benutzt haben, müssen an nächsten Schule nicht auf Plattform B wechseln und auf der weiterführenden Schule nicht auf C
    Es gäbe Schulungen für Lehrer und die Funktionalität wäre nicht davon abhängig, wie gut sich in der Schule ein Lehrer mit der IT auskennt.

  9. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: captain_spaulding 02.10.20 - 10:36

    Ich habe primär die Zentralisierung der Software gemeint. Natürlich kann die Bundesweit auf viele Rechenzentren verteilt sein. Cloud eben. Und nur weil alle Schulen die gleiche Software nutzen, müssen sie nicht Zugriff auf alle Schülerdaten haben.
    Ist vielleicht Definitionssache, aber für mich ist eine Cloud eine zentrale Architektur. Dass die Server physisch verteilt sind ändert daran nichts. Dafür braucht man auch Admins, aber eben bei weitem nicht so viele wie wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Sonst könnten Cloud-Dienste ja nicht so billig angeboten werden.

    Ja, Microsoft hat im Bereich Support und Organisation auch einen Flickenteppich. Aber das ist wohl kaum Absicht, sondern historisch gewachsen.

  10. Re: Zentrale Infrastruktur

    Autor: Michael H. 02.10.20 - 11:28

    War dann vermutlich etwas unglücklich formuliert bzw. hat zu Missverständnissen geführt ;)

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