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"halb so leicht"

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  1. "halb so leicht"

    Autor: M.P. 01.09.21 - 08:48

    > Der ist nicht nur halb so leicht wie gewöhnlicher Stahlbeton

    Also doppelt so schwer?


    ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.09.21 08:48 durch M.P..

  2. Re: "halb so leicht"

    Autor: Randalmaker 01.09.21 - 09:22

    =))

  3. Re: "halb so leicht"

    Autor: BlindSeer 01.09.21 - 09:46

    Wäre es nicht nur 1,5 mal so schwer? *überleg*

  4. Re: "halb so leicht"

    Autor: Randalmaker 01.09.21 - 10:24

    Ich denke, das kommt darauf an, wie man "Leichtigkeit" definiert. Wenn man es z.B. als "Differenz zum Maximalgewicht" betrachten würde (keine Ahnung, wie man ein 'Maximalgewicht' festlegen würde, ist nur ne Überlegung =>), dann sähe die Sache anders aus.

    Hätte ich ein Objekt, das 1t wiegt, aber (z.B. mit anderen Baumaterialien) ein Maximalgewicht von 10t hätte, betrüge die "Leichtigkeit" 9 Tonnen. würde ich diese halbieren, also 4,5t an Gewicht zulegen, wäre das Gewicht meines Objekt 5,5t also eine ver-5,5-fachung.

    Das wär so meine Idee. xD



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.09.21 10:32 durch Randalmaker.

  5. Muss mich korrigieren ;-)

    Autor: M.P. 01.09.21 - 12:28

    In Analogie zu den Einheiten "Siemens" vs. "Ohm":

    Die "Leichtigkeit" als Kehrwert des "Gewichtes"

    Sei das Äquivalent des Kilogramm in "Leichtigkeit" das Grammokil (abgekürzt gk)

    Ein Körper habe das Gewicht 2 kg, also die "Leichtigkeit" 0,5 gk

    "Doppel so leicht" würde bedeuten 1 gk, umgerechnet also 1 kg ;-)

    Passt also ;-)

  6. Re: "halb so leicht"

    Autor: wp (Golem.de) 01.09.21 - 15:21

    Danke für den Hinweis! Ist korrigiert.

    wp (Golem.de)

  7. Re: "halb so leicht"

    Autor: wally_2k 02.09.21 - 10:41

    wp (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für den Hinweis! Ist korrigiert.
    >
    > wp (Golem.de)


    Selbst "halb so schwer wie gewöhnlicher Stahlbeton" ist eine sehr zweifelhafte Aussage.
    Das würde ja implizieren, dass der Carbonbeton ca. die Hälfte der Dichte von Stahlbeton hätte.

    Das geht aber nicht.
    Jedenfalls nicht durch das Ersetzen von Stahl durch Carbonfasern.
    Bei hochgradig bewehrten Betonbauteilen sind 200 bis 250 kg Stahl/Kubikmeter Beton enthalten.
    Das sind ca. 32dm³ Volumen. Selbst wenn das ganze Volumen durch ultraleichte Fasern ersetzt werden würde, führt dies nie zu einer Verringerung der Dichte von ca. 2.500kg/m³ auf ca. 1.300kg/m³. Das geht nur, wenn explizit >Leichtbeton< hergestellt wird. Das ist aber ein ganz anderes Thema.

    Ein sehr wichtiges Thema - der Brandschutz - wurde gar nicht angesprochen.

    Das Thema Recycling wird auch in zweifelhafter Weise dargestellt.
    Stahlbeton lässt sich sehr i.d.R. gut recyceln, weil der Stahl gut und sortenrein vom Beton in den Brechern getrennt werden kann. Der Stahl kann - wie jeder andere Stahlschrott - wiederverwendet werden. Aufgrund der großen Mengen und der Sortenreinheit von Bewehrungsstahl hat er sogar Vorteile gegenüber gemischtem Stahlschrott, weil die Festigkeit und die Zusammensetzung genau bekannt sind. und Bewehrungsstahl aufgrund der Form und der gerippten Oberfläche sehr einfach als solcher zu identifizieren ist.

    Gar nicht erwähnt wurden auch Instandsetzungsarbeiten, Sanierungen, Erweiterungen und Umbauten.
    Geht alles mit bewährten Methoden bei Stahlbeton. Mit dem Einkleben von Anschlussbewehrung können Erweiterungen und Umbauten erfolgen, nicht mehr ausreichend tragfähige Stahlbewehrung oder zu wenig Bewehrung kann ergänzt / ersetzt werden und mit Spritzbeton oder PCC können Bauteile verstärkt und ertüchtigt werden.
    Geht das alles auch mit Carbonbeton?

    Wenn Bohrlöcher, Kernbohrungen oder Öffnungen in vorhandenen Betonbauteilen hergestellt werden sollen, kann die Lage der tragenden Stahlbewehrung durch ein kleines Ortungsgerät (Profometer/Ferroscan o.Ä.) cm-genau festgestellt werden, um zu verhindern, dass tragende Bewehrung zerstört wird. Wie geht das bei Carbonbeton?

    Können die Carbonfasern auch vor Ort auf den Baustellen eingebaut werden?
    Oder muss das dann alles unter quasi "Laborbedingungen" im Fertigteilwerk erfolgen?

    Was kostet der Carbonbeton, wenn sich der Arbeitsaufwand für das Einbauen der Bewehrung vervielfacht?

    Viele wichtige Fragen, die im Text nicht einmal ansatzweise erwähnt wurden.

    Schade.

    Jetzt wissen wir, dass weiter geforscht wurde.
    Jetzt wissen wir, dass der Verbund zwischen den Fasern und dem Beton immer noch ein Problem ist.

    Hätte ein guter Text werden können.

    Nichtsdestotrotz:
    Insgesamt ist Carbonbeton eine sehr gute Idee. Jetzt muss die Herstellung, die Änderung und die Wiederverwertung nur noch gebrauchstauglich werden und dort wo es sinnvoll ist muss er massentauglich werden.

  8. Re: "halb so leicht"

    Autor: Kilpikonna 02.09.21 - 15:49

    wally_2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst "halb so schwer wie gewöhnlicher Stahlbeton" ist eine sehr
    > zweifelhafte Aussage.
    > Das würde ja implizieren, dass der Carbonbeton ca. die Hälfte der Dichte
    > von Stahlbeton hätte.
    >
    > Das geht aber nicht.
    > Jedenfalls nicht durch das Ersetzen von Stahl durch Carbonfasern.
    > Bei hochgradig bewehrten Betonbauteilen sind 200 bis 250 kg
    > Stahl/Kubikmeter Beton enthalten.
    > Das sind ca. 32dm³ Volumen. Selbst wenn das ganze Volumen durch
    > ultraleichte Fasern ersetzt werden würde, führt dies nie zu einer
    > Verringerung der Dichte von ca. 2.500kg/m³ auf ca. 1.300kg/m³. Das geht
    > nur, wenn explizit >Leichtbeton< hergestellt wird. Das ist aber ein ganz
    > anderes Thema.

    Na ja, n anderen Denkansatz gibt es schon auch noch. Der Bewehrungsstahl nimmt quasi die kompletten Zugkräfte auf, der Betonanteil selbst wird nur auf Druck belastet. Zur Erreichung einer gewissen (Biege)Steifigkeit muss die Armierung einen Abstand zur neutralen Faser haben.
    Wenn die Faserverteilung und der höhere E-Modul der Carbonfasern das Bauteil steifer machen und die Fasern von weniger Beton ummantelt sein müssen, reichen vielleicht auch schlankere Bauteile aus. Die sind dann logischerweise leichter.

  9. Re: "halb so leicht"

    Autor: wally_2k 03.09.21 - 11:47

    Kilpikonna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wally_2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Selbst "halb so schwer wie gewöhnlicher Stahlbeton" ist eine sehr
    > > zweifelhafte Aussage.
    > > Das würde ja implizieren, dass der Carbonbeton ca. die Hälfte der Dichte
    > > von Stahlbeton hätte.
    > >
    > > Das geht aber nicht.
    > > Jedenfalls nicht durch das Ersetzen von Stahl durch Carbonfasern.
    > > Bei hochgradig bewehrten Betonbauteilen sind 200 bis 250 kg
    > > Stahl/Kubikmeter Beton enthalten.
    > > Das sind ca. 32dm³ Volumen. Selbst wenn das ganze Volumen durch
    > > ultraleichte Fasern ersetzt werden würde, führt dies nie zu einer
    > > Verringerung der Dichte von ca. 2.500kg/m³ auf ca. 1.300kg/m³. Das geht
    > > nur, wenn explizit >Leichtbeton< hergestellt wird. Das ist aber ein ganz
    > > anderes Thema.
    >
    > [..]
    > Wenn die Faserverteilung und der höhere E-Modul der Carbonfasern das
    > Bauteil steifer machen und die Fasern von weniger Beton ummantelt sein
    > müssen, reichen vielleicht auch schlankere Bauteile aus. Die sind dann
    > logischerweise leichter.

    Richtig soweit.
    BAUTEILE können insgesamt leichter werden - aber nicht der Beton.

    Und das Verschlanken von Bauteilen hat auch seine Grenzen. Geschossdecken können nicht beliebig "dünn" gebaut werden, auch wenn sie tragfähig sind, denn eine Durchbiegung unter Last möchte auch keiner haben. Was nutzt eine tragfähige Decke, wenn sie unter Last nicht mehr eben ist und sich derart durchbiegt, dass kein Schrank mehr gerade steht und Tisch und Stühle kippeln?

    Auch druckbelastete Bauteile können - auch wenn sie rechnerisch tragfähig sind - nicht unendlich verschlankt werden. Stichpunkt 'Biegedrillknicken'. Dann braucht es u.U. wieder zusätzliche Aussteifungen.

    Mit Spannstahl 1570/1770 gibt es bereits eine sehr zugfeste Bewehrung für Beton, womit die statische Höhe durchaus verringert werden kann, aber eben auch nicht "unendlich" da auch immer gewisse Stabilitätsanforderungen (z.B. auch bei Brandwänden) bestehen und die Gebrauchstauglichkeit eine Rolle spielt.

    Ein spannendes Thema bleibt es auf jeden Fall.
    Die Frage ist: Wo sind die Grenzen?
    Und was kostet es, wenn man in Reichweite der Grenzen plant und baut?

  10. Re: "halb so leicht"

    Autor: Bazara_Net 18.09.21 - 21:38

    Danke für den Tipp!)

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