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nette Idee, ABER:

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  1. nette Idee, ABER:

    Autor: DAASSI 01.09.21 - 10:19

    Ich frage mich da immer, wie nachhaltig ist so etwas. Vor tausenden Jahren wurden Pyramiden und Co aus schweren Steinblöcken gebaut und sie stehen heute immer noch. Teilweise stehen noch Häuser von vor mehreren tausend Jahren.

    Man ging mit der Zeit immer mehr dazu über Bauten "leichter" zu bauen, aber sie werden auch immer weniger dauerhaft. Ein Massivhaus kann bis zu hundert Jahre halten, ein Fertighaus wird mit 30 Jahren geplant. Ist das noch nachhaltig, wenn man für weniger als ein Menschenleben plant?

    Ich baue doch lieber etwas, das von mehreren Generationen genutzt werden kann (nicht im Sinne von Mehrgenerationhaus), als eine Art "Wegwerfbau".

    Außerdem bedürfen schon aktuelle Stahlbetonbrücken einer häufigen Wartung im Gegensatz zu den Brücken aus dem Kaisserreich, die etwa 30-40% der Brücken in DE ausmachen. Klar diese benötigen auch mal Wartung, aber nicht eine teilweise tägliche.

  2. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: unbuntu 01.09.21 - 10:33

    War nicht die tolle Eigenschaft bei Beton auch, dass er dieselbe Ausdehnung durch Wärme wie Stahl haben kann und man da kein Problem mit den unterschiedlichen Werkstoffen hat? Carbon wird da doch sicher anders sein.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  3. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: John2k 01.09.21 - 10:34

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich da immer, wie nachhaltig ist so etwas. Vor tausenden Jahren
    > wurden Pyramiden und Co aus schweren Steinblöcken gebaut und sie stehen
    > heute immer noch. Teilweise stehen noch Häuser von vor mehreren tausend
    > Jahren.
    >
    > Man ging mit der Zeit immer mehr dazu über Bauten "leichter" zu bauen, aber
    > sie werden auch immer weniger dauerhaft. Ein Massivhaus kann bis zu hundert
    > Jahre halten, ein Fertighaus wird mit 30 Jahren geplant.

    Auch ein Fertighaus wird 100 Jahre stehen können. Gerade alles aktuell gebaute, sollte kaum verschleißen. Feuchtigkeit war immer der Feind von Gebäuden, diese wird aber inzwischen fast vollständig ausgesperrt und kann kaum in die Bausubstanz mehr eindringen.

    Gebäude werden selten abgerissen, weil sie unnutzbar oder irreparabel sind, sondern weil Neubau schneller geht und einfacher ist. Zudem muss ein gewisser Standard erfüllt werden. Oft werden zudem noch die Flächen aufgeteilt um mehrere Häuser draufzubauen.

  4. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: narfomat 01.09.21 - 10:38

    >Teilweise stehen noch Häuser von vor mehreren tausend Jahren.
    als haus würde man das eher nicht mehr bezeichnen, davon sind nur noch ruinen übrig...

    >Ein Massivhaus kann bis zu hundert Jahre halten
    das ist so definitiv falsch. muss ich leider so sagen. ein massiv gebautes haus (kernstruktur, also die massiv tragenden wände) kann SEHR viel länger halten. es ist eine frage dessen was "repariert" oder erneuert werden muss. dazu gehört dach decken und der aussenputz sowie die fenster. wobei auch hier zb. holzfenster länger halten können wenn die regelmässig gewartet werden, und natürlich je nachdem wie sie "benutzt" werden.


    >ein Fertighaus wird mit 30 Jahren geplant
    ? denk mal drüber nach, NIEMAND würde ein haus bauen dessen verfallsdatum bei 30 jahren liegt. stell dir mal vor, das würde bedeuten all die leute die mit 40 ein fertigteilhaus hinbauen lassen müssen sich dann leider mit ca. 70 eine neue bleibe suchen... =) lol. das wäre witzig.
    im ernst, das ist wirklich kompletter quatsch. die "haltbarkeit" eines fertigteilhauses ist fast die gleiche wie bei einem massivhaus.

    die vermutete nutzungsdauer hat damit nichts zu tun. nur weil vermutlich jemand nach ca. 100 jahren das haus abreißt heisst das nicht das es nicht länger erhalten werden könnte... ^^

    >Gebäude werden selten abgerissen, weil sie unnutzbar oder irreparabel sind, sondern weil Neubau schneller geht und einfacher ist. Zudem muss ein gewisser Standard erfüllt werden.
    genau das.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.09.21 10:42 durch narfomat.

  5. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: John2k 01.09.21 - 10:40

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > War nicht die tolle Eigenschaft bei Beton auch, dass er dieselbe Ausdehnung
    > durch Wärme wie Stahl haben kann und man da kein Problem mit den
    > unterschiedlichen Werkstoffen hat? Carbon wird da doch sicher anders sein.


    Falls es dich interessiert, einfach mal nach Textilbeton suchen. Das wird schon länger erforscht und ist eine tolle Technologie.

    So wäre eine eingegossene Fußbodenheizung auch im Altbau realisierbar, da das Gewicht und die Aufbauhöhe sich stark in Grenzen halten. Nur eine Idee von mir :-)

  6. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: aassddff 01.09.21 - 10:41

    Also da wo ich her komme werden ganze Häuserblocks abgerissen und neu gebaut weil dann die Rendite höher ist und nicht weil die Bausubstanz alt ist. Dies mal bei einem Einfamilienhaus anders sein aber die grosse Masse machen die nicht aus. Die Alten Einfamilienhäuser sind auch oft aus Holz. Was Nachhaltig ist interessiert leider nicht mehr wenns ans Geld geht. Wobei mein früherer Arbeitgeber ganze Flugzeug Produktionshallen aus Holz gebaut hat. Mittlerweile 3 Stück. Es geht also doch Nachhaltig.

  7. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: DAASSI 01.09.21 - 10:55

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Teilweise stehen noch Häuser von vor mehreren tausend Jahren.
    > als haus würde man das eher nicht mehr bezeichnen, davon sind nur noch
    > ruinen übrig...
    >
    > >Ein Massivhaus kann bis zu hundert Jahre halten
    > das ist so definitiv falsch. muss ich leider so sagen. ein massiv gebautes
    > haus (kernstruktur, also die massiv tragenden wände) kann SEHR viel länger
    > halten. es ist eine frage dessen was "repariert" oder erneuert werden muss.
    > dazu gehört dach decken und der aussenputz sowie die fenster. wobei auch
    > hier zb. holzfenster länger halten können wenn die regelmässig gewartet
    > werden, und natürlich je nachdem wie sie "benutzt" werden.
    Das meine ich doch... es gibt teilweise 250 Jahre alte Wohnhäuser, aber ein heutiges Fertighaus würde das niemals überstehen.
    >
    > >ein Fertighaus wird mit 30 Jahren geplant
    > ? denk mal drüber nach, NIEMAND würde ein haus bauen dessen verfallsdatum
    > bei 30 jahren liegt. stell dir mal vor, das würde bedeuten all die leute
    > die mit 40 ein fertigteilhaus hinbauen lassen müssen sich dann leider mit
    > ca. 70 eine neue bleibe suchen... =) lol. das wäre witzig.
    > im ernst, das ist wirklich kompletter quatsch. die "haltbarkeit" eines
    > fertigteilhauses ist fast die gleiche wie bei einem massivhaus.
    Eben nicht. Man gibt eine Garantie, dass es mindestens 30 Jahre hält, aber es ist bekannt, dass ein Fertighaus wegen der geringen Ausbesserungsmöglichkeiten niemals die Bestandszeiten von Massivhäusern erreichen kann.
    > die vermutete nutzungsdauer hat damit nichts zu tun. nur weil vermutlich
    > jemand nach ca. 100 jahren das haus abreißt heisst das nicht das es nicht
    > länger erhalten werden könnte... ^^
    >
    > >Gebäude werden selten abgerissen, weil sie unnutzbar oder irreparabel
    > sind, sondern weil Neubau schneller geht und einfacher ist. Zudem muss ein
    > gewisser Standard erfüllt werden.
    > genau das.

    https://www.immobilienfonds-news.de/lebensdauer-fertighaus/

  8. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: John2k 01.09.21 - 11:04

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben nicht. Man gibt eine Garantie, dass es mindestens 30 Jahre hält, aber
    > es ist bekannt, dass ein Fertighaus wegen der geringen
    > Ausbesserungsmöglichkeiten niemals die Bestandszeiten von Massivhäusern
    > erreichen kann.

    Auf ein Massivhaus gibt dir auch niemand 100 Jahre Garantie.

    Was allerdings an einem Ständerbauwerk nicht reparabel sein soll(was ein Fertighaus meist ist), müsstest du uns noch mal erklären.

  9. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: EGMU 01.09.21 - 11:47

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Außerdem bedürfen schon aktuelle Stahlbetonbrücken einer häufigen Wartung
    > im Gegensatz zu den Brücken aus dem Kaisserreich, die etwa 30-40% der
    > Brücken in DE ausmachen. Klar diese benötigen auch mal Wartung, aber nicht
    > eine teilweise tägliche.

    Beruhen die höheren Wartungsaufwändungen nicht daran, dass der Stahl anfängt zu Rosten, sich ausdehnt und dann den Beton sprengt?
    Da Kohlefaser nicht mit Wasser reagiert, fällt dieses Problem also weg, und die Wartungsaufwände dürften wieder wie zu Kaisers Zeiten sein.

  10. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: narfomat 01.09.21 - 12:10

    >Man gibt eine Garantie, dass es mindestens 30 Jahre hält

    30 jahre garantie! was denkst du denn was dir eine baufirma auf mauerwerk bei einem massivhaus gibt? die gesetzlich geregelte, und das sind 5 jahre garantie.
    die hat auch nichts mit der zu erwartenden lebensdauer der struktur zu tun, hier geht es um baumängel.

  11. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: BeatYa 01.09.21 - 14:04

    Was nen Quatsch hier verzapft wird ... 100 Jahr und Massivhaus abreißen ... wo lebt ihr?
    Zu den Besitz und Eigentum eines Einfamilienhauses gehört Wartung mit dazu, wie bei allen anderen Gebrauchsgegenständen auch. Wenn nicht grad ein Krieg kommt halten die auch mehrere Leben lang.

  12. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: Bibi Blockwart 01.09.21 - 16:27

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und das sind 5 jahre
    > garantie.

    Nein. Du verwechselst Gewährleistung mit Garantie.

  13. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: Eheran 01.09.21 - 23:27

    >Außerdem bedürfen schon aktuelle Stahlbetonbrücken einer häufigen Wartung im Gegensatz zu den Brücken aus dem Kaisserreich, die etwa 30-40% der Brücken in DE ausmachen. Klar diese benötigen auch mal Wartung, aber nicht eine teilweise tägliche.
    Kannst du gerne mit Fakten belegen.
    Sowohl die große Häufigkeit von alten Brücken >100 Jahre als auch die tägliche Wartung von anderen (Stahlbeton-) Brücken.

  14. Re: nette Idee, ABER:

    Autor: DAASSI 02.09.21 - 07:48

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Außerdem bedürfen schon aktuelle Stahlbetonbrücken einer häufigen Wartung
    > im Gegensatz zu den Brücken aus dem Kaisserreich, die etwa 30-40% der
    > Brücken in DE ausmachen. Klar diese benötigen auch mal Wartung, aber nicht
    > eine teilweise tägliche.
    > Kannst du gerne mit Fakten belegen.
    > Sowohl die große Häufigkeit von alten Brücken >100 Jahre als auch die
    > tägliche Wartung von anderen (Stahlbeton-) Brücken.

    Bei Autobahnbrücken ist es natürlich weniger, aber hier mal ein Beispiel von der Bahn:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13360/umfrage/anzahl-der-bruecken-im-besitz-der-db-ag/

    45% der Brücken sind älter als 100 Jahre ;)

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