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Erfahrungen mit Big Blue Button

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  1. Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: mackes 19.05.20 - 11:09

    In Niedersachsen laufen Videokonferenzen der Unis und Schulen, zumindest wenn sie IServ oder die NBC nutzen, ja seit Mitte April über BBB. Am Anfang gab es öfter Ausfälle, aber seit Anfang Mai wurden die Kapazitäten so ausgebaut, dass das System wirklich ohne Probleme nutzbar ist. Trotzdem gibt es leider immer noch Kollegen, die unbedingt auf Zoom setzen müssen. Da scheint wohl noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

  2. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: superroli01 19.05.20 - 11:54

    Bei uns in Ba-Wü ist es ähnlich. In der ersten Coronawoche hat sich Zoom (leider) durchgesetzt, weil das Land noch keine Kapazizäten hatte.
    Jetzt werden Jitisi und BBB gefördert und die Kapazitäten erhöht. Aber derjenige, der sich schon an andere Software gewöhnt hatte, ist dann wieder schwer umzustellen.

  3. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: anonym 19.05.20 - 14:31

    Wir haben das gleiche Problem im Wissenschaftsumfeld. Da gibts DFNconf vom Wissenschaftsnetz, ein Tool was es zwar schon länger gibt, aber bisher eher als Test. Vor 6 Wochen nun wurde es erwartungsgemäß überrannt und weil es die ersten 2 Tage nicht wirklich lief, gibts nun paar Institute, die viel Steuergeld in Zoom versenken, ohne es einfach nochmal zu Probieren (oder einen eigenen Server für das schon vorhandene Tool bereit zu stellen).

  4. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: ICH_DU 20.05.20 - 00:01

    anonym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben das gleiche Problem im Wissenschaftsumfeld. Da gibts DFNconf vom
    > Wissenschaftsnetz, ein Tool was es zwar schon länger gibt, aber bisher eher
    > als Test. Vor 6 Wochen nun wurde es erwartungsgemäß überrannt und weil es
    > die ersten 2 Tage nicht wirklich lief, gibts nun paar Institute, die viel
    > Steuergeld in Zoom versenken, ohne es einfach nochmal zu Probieren (oder
    > einen eigenen Server für das schon vorhandene Tool bereit zu stellen).

    Klar, bau mal innerhalb von 1-2 Tagen eine eigene Infrastruktur die
    - Stabil läuft
    - Getestet ist
    - Sicher ist
    - Dokumentiert ist

    Und vorher beschaffe noch 2-3 Server (Je nach erwarteter Nutzerzahl) - je nach dem ob ihr entsprechende Rahmenverträge habt oder nicht müsst ihr ggf. noch eine Ausschreibung machen oder mind. 3 Angebote (entsprechend der UVgO) einholen um Wettbewerb herzustellen.
    Dann lass dich von deinem Händler einmal herzlich auslachen wenn du ihm sagst du brauchst die Server morgen, weil genau das hat er schon mind. 10x in den letzten 3 Stunden gehört.

    Ach ja und dann sind da ja auch noch die ganzen anderen Aufgaben die auf einmal aufgepoppt sind. Wie z.B. das gar nicht alle Mitarbeiter Homeoffice fähig sind und dringend Arbeitsgeräte für daheim benötigen.

    Ich frag mich echt was die Leute glauben was die Leute IT Abteilungen in Forschungseinrichtungen den ganzen Tag machen ???
    Glaubt ihr das wir die ganze Zeit Nasebohrend im Büro sitzen und nur darauf warten das wieder irgendein Depp den Sinn und Zweck eines Ticketsystems nicht verstanden hat und ALLE Mitarbeiter nacheinander durchtelefoniert und sich am Ende noch beschwert das niemand ran geht ???

    Ja DFNConf funktioniert gut, war aber die ersten Wochen tagsüber unbenutzbar.
    Also mussten SCHNELLE Lösungen her und sowas wie eine Zoom Lizenz ist genau so eine schnelle Lösung.
    Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern ist Zoom mit der, durchaus berechtigten Kritik, sehr transparent umgegangen.
    Und auch PEXIP (darauf basiert DFNConf) können wir nicht einfach mal so eben selber hosten, denn das ist Closed Source. Auch wenns optisch und funktional BBB ähnelt.

    Sicherheitslücken und Datenschutz mängel gibt es übrigens nicht nur bei kommerziellen Anbietern, sondern durchaus auch in der OpenSource Welt....

  5. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: cc68 20.05.20 - 20:41

    Forschungsnetz ist da eine andere Sache , aber z. B. In BW hat ja noch nicht Mal jeder Lehrer eine offizielle Emailadresse. Dazu war das Land bis heute trotz verschiedener Versuche nicht in der Lage!!! So was nenne ich totales Versagen. Jede Firma wäre da schon xmal Pleite. Aber die Steuer Quelle sprudelt ja, da kann man einfach das nächste Projekt aufmachen. Dumm nur wenn das Problem Dank Corona so richtig offensichtlich wird. Köpfe rollen werden wohl trotzdem nicht.

  6. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: alabiana 21.05.20 - 20:55

    Also meiner Erfahrung nach sind die Probleme meistens in der Ursache des Betreibers des Systems.
    In meinem Fachbereich an der Hochschule wird die Software für alle Veranstaltungen verwendet und alles findet so statt, wie es auch nach Plan laufen würde, nur eben über BBB.
    Bei uns haben die Dozenten vor Start der Vorlesungszeit eigenständig getestet und mit unseren Laboringenieuren Testsysteme eingerichtet. Es gab sogar Termine wo zur Lastprobe Studenten mit eingeladen wurde. Zum Semesterstart hat man dann zwei Server in der Hochschule eingerichtet und zwei angemietet.
    Wenn es Probleme gibt wechselt man spontan auf ein anderes System und es geht weiter mit der Veranstaltung. Wenn mal der Ton kurz fehlt (kommt selten vor) lädt die Person die Seite neu und es wird kurz über den Stummfilm gelacht.

    Fazit: Alles eine Sache der Einstellung und der Vorbereitung...

  7. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: anonym 22.05.20 - 16:35

    ICH_DU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frag mich echt was die Leute glauben was die Leute IT Abteilungen in
    > Forschungseinrichtungen den ganzen Tag machen ???
    > Glaubt ihr das wir die ganze Zeit Nasebohrend im Büro sitzen und nur darauf
    > warten das wieder irgendein Depp den Sinn und Zweck eines Ticketsystems
    > nicht verstanden hat und ALLE Mitarbeiter nacheinander durchtelefoniert und
    > sich am Ende noch beschwert das niemand ran geht ???

    Zumindest bei mir im Institut habe ich bei der Hälfte der IT Fachkräfte leider exakt dieses Gefühl. Da wird von der Chefetage Homeoffice verordnet und von der IT der Remotedesktop per Policy verboten und gleichzeitig angemerkt, dass man ohne Lizenz kein Teamviewer nutzen dürfte. Lizenzen für unsere Programme gibt's aber leider aus kostengründen nicht für den HeimPC und Laptops vom Institut sind auch eher rar.

    Eine unterstützende Arbeit, finde ich, sieht etwas anders aus.

    Ich muss aber auch noch Ergänzen, dass die Chefetage das Thema IT Modernisierung regelmäßig nur aufschiebt und seit Jahren nicht wirklich angeht. Genauso wie Themen des Homeoffice. Hätte mein Institut nicht die restriktivsten Regeln diesbezüglich, dann wäre uns z.B. eine komplette Schließung für 6 Wochen sicherlich erspart geblieben. So mussten jetzt von einem Tag auf den anderen 500 Leute ins Homeoffice, man hätte es aber sicherlich auch geschafft, wenn man 300 nach und nach ins Homeoffice verlegt hätte (vor allem die ganzen Studenten/Doktoranden haben ja ausreichend Technik dafür schon daheim), und der Rest als Rumpfmannschaft im Schichtbetrieb die Labore weiter am laufen hält. ... aber das sind halt so unsere rein persönlichen Probleme mit unserer Chefetage :D

  8. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: ICH_DU 24.05.20 - 13:10

    anonym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Zumindest bei mir im Institut habe ich bei der Hälfte der IT Fachkräfte
    > leider exakt dieses Gefühl. Da wird von der Chefetage Homeoffice verordnet
    > und von der IT der Remotedesktop per Policy verboten
    Hast du denn Angefragt ob sie es freischalten? Die Default Settings sehen das nämlich vor das nicht jeder eine RDP Session zu Client PCs aufbauen darf.
    Wir schalten das bei uns bei Bedarf frei. Eben aus dem Grund das bestimmte Software nicht überall installiert werden darf. Netter Nebeneffekt: Es entlastet unsere VPN Gateways.
    Die Leute die so arbeiten sind begeistert.

    > und gleichzeitig
    > angemerkt, dass man ohne Lizenz kein Teamviewer nutzen dürfte. Lizenzen für
    > unsere Programme gibt's aber leider aus kostengründen nicht für den HeimPC
    > und Laptops vom Institut sind auch eher rar.
    Naja Teamviewer braucht halt ne Lizenz, da kann auch die IT Nix dran ändern (Außer welche zu kaufen).
    Mit Heim PC meinst du deinen Privaten? Gut mit dem kommst bei uns auch nicht ins VPN. Die meisten haben aber eh Notebooks und für die wenigen ohne haben wir sogar extra nen RDP Server aufgebaut, der auch vom privat PC genutzt werden darf.

    >
    > Eine unterstützende Arbeit, finde ich, sieht etwas anders aus.
    >
    > Ich muss aber auch noch Ergänzen, dass die Chefetage das Thema IT
    > Modernisierung regelmäßig nur aufschiebt und seit Jahren nicht wirklich
    > angeht. Genauso wie Themen des Homeoffice.

    Gut, das sieht bei uns ähnlich aus. Besonders das Thema Homeoffice ist eher unbeliebt in der Führung.
    Man hat das Gefühl das die Führungseebene denkt, das die ganze Belegschaft dann zuhause nur noch auf Youtube und Netflix unterwegs ist.

    > Hätte mein Institut nicht die
    > restriktivsten Regeln diesbezüglich, dann wäre uns z.B. eine komplette
    > Schließung für 6 Wochen sicherlich erspart geblieben. So mussten jetzt von
    > einem Tag auf den anderen 500 Leute ins Homeoffice, man hätte es aber
    > sicherlich auch geschafft, wenn man 300 nach und nach ins Homeoffice
    > verlegt hätte (vor allem die ganzen Studenten/Doktoranden haben ja
    > ausreichend Technik dafür schon daheim),

    Naja das klingt so leicht, da hängen aber auch rechtliche Dinge hinten dran. "Homeoffice" ist nicht ach ich schicke alle MA einfach mal nachhause und die sitzen auf dem Sofa und arbeiten von da. Der AG ist verantwortlich dafür das der Heimarbeitsplatz entsprechend Arbeitsschutz Standards ausgestattet ist.
    BYOD ist nett aber auch da ist die Haftungsfrage schwierig. Wenn du z.B. dein privates Smartphone dienstlich nutzt und es fällt dir dabei runter: Wer haftet?

    Das ist alles ziemlich deutsch ;)

    Das sind alles Fragen wo sich besonders Unternehmen aus dem Öffentlichen bereich (also Unis, Forschungs Geselschaften etc.) mit beschäftigen müssen aber in der Vergangenheit nicht getan haben.
    Bei uns ist es deswegen verboten, haben es aber in der Coronazeit aufgeweicht.
    Auch wenn das eigentlich (soweit ich weis) einer Organisationsanweisung von ganz oben widerspricht.


    > und der Rest als Rumpfmannschaft
    > im Schichtbetrieb die Labore weiter am laufen hält. ... aber das sind halt
    > so unsere rein persönlichen Probleme mit unserer Chefetage :D

    Hachja die Führungskräfte .... Die glauben in der Kriese auch das dass Betriebsverfassungsgesetz abgeschafft wurde .... jedenfalls handeln die teilweise so.... Anderes Thema.

  9. Re: Erfahrungen mit Big Blue Button

    Autor: anonym 24.05.20 - 14:47

    ICH_DU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > anonym schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > -----
    > > Zumindest bei mir im Institut habe ich bei der Hälfte der IT Fachkräfte
    > > leider exakt dieses Gefühl. Da wird von der Chefetage Homeoffice
    > verordnet
    > > und von der IT der Remotedesktop per Policy verboten
    > Hast du denn Angefragt ob sie es freischalten? Die Default Settings sehen
    > das nämlich vor das nicht jeder eine RDP Session zu Client PCs aufbauen
    > darf.
    > Wir schalten das bei uns bei Bedarf frei. Eben aus dem Grund das bestimmte
    > Software nicht überall installiert werden darf. Netter Nebeneffekt: Es
    > entlastet unsere VPN Gateways.
    > Die Leute die so arbeiten sind begeistert.

    Ich sags mal so: es funktionierte vorher, dann recht spontan nicht mehr. Nach Beschwerde ging es dann irgendwann wieder - zwischendurch musste halt Teamviewer herhalten, egal ob Lizenz oder nicht.

    > > und gleichzeitig
    > > angemerkt, dass man ohne Lizenz kein Teamviewer nutzen dürfte. Lizenzen
    > für
    > > unsere Programme gibt's aber leider aus kostengründen nicht für den
    > HeimPC
    > > und Laptops vom Institut sind auch eher rar.
    > Naja Teamviewer braucht halt ne Lizenz, da kann auch die IT Nix dran ändern
    > (Außer welche zu kaufen).
    > Mit Heim PC meinst du deinen Privaten? Gut mit dem kommst bei uns auch
    > nicht ins VPN. Die meisten haben aber eh Notebooks und für die wenigen ohne
    > haben wir sogar extra nen RDP Server aufgebaut, der auch vom privat PC
    > genutzt werden darf.

    Ja, privater PC. Soweit ich das gesehen habe, ist das bei uns schon länger möglich, aber jetzt mussten es Notgedrungen alle machen.

    Bei all diesen Sachen wünschte ich mir manchmal mehr Kommunikationsfreude von der IT. Es arbeiten ja genug schlaue Leute hier, die wenn sie die Infos haben schnell erkennen wer das Problem ist - und es ist ja weniger die IT Abteilung als die sich aller 6 Monate umentscheidende Chefetage. Z.B.: Ja, wir wollen ein Hausweites Backupsystem. Halbes Jahr später: Backup? Wer braucht das? sollen sich die Arbeitsgruppen doch selbst kümmern. Und dann sitzt die IT auf einem eher mau dimensionierten System was noch nicht alle Einsatzfälle abdeckt und gleichzeitig wollen sich jetzt noch 15 Labore 1-2 NAS hinstellen die ja auch im Netzwerk rumtelefonieren wollen.

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