1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bird of Prey: Airbus stellt…

Nette PR...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Nette PR...

    Autor: B.I.G 22.07.19 - 13:18

    Aber Airbus selbst weis nur zu genau dass solch ein Flugzeug aerodynamisch extrem ineffizient wäre. Wollte man Aerodynamische Effizienz für Langstrecke hätte man sich eher an einem Albatros orientiert und dann käme man - oh große Überraschung - auf das Design wie es heute bei den Airbus Modellen verwendet wird.

    Die Flügel von Raubvögeln sind nämlich nicht auf Effizienz hin getrimmt sondern Manövrierfähigkeit. Auch sorgt eine längere, spitzere Nase für mehr Luftwiderstand, erst bei Überschallgeschwindigkeiten bekommt das lange, spitze Design einen Vorteil.

    Aber ja, Öko ist gerade inn also haut gerade jede Firma Pressemitteilungen zur Ökologischen Verantwortung raus, dabei geschieht das ja ohnehin schon über den massiven Druck den Verbrauch zu senken um den Kunden Kosten zu sparen, dieser Druck ist in der Luftfahrt so groß wie in keiner anderen Branche.

  2. Re: Nette PR...

    Autor: Codemonkey 22.07.19 - 13:40

    Naja die Luftfahrtbranche nässt sich gerade ziemlich ein, das die Leute auf einmal ein Gewissen entwickeln und Flugreisen vermeiden.

    Um dieses Gefühl entgegenzuwirken werden deshalb mit Erfolg gezielt Studien rausgepumpt, wie grün sie sind, was sie gerade alles tun, oder wie grün sie bald sein werden.

    Damit nicht doch noch jemand auf die abstruse Idee kommt mit dem Zug in den Urlaub zu fahren. Letzte Woche war dazu eine lustige Diskussion im DLF.

  3. Re: Nette PR...

    Autor: Emulex 22.07.19 - 13:52

    Codemonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja die Luftfahrtbranche nässt sich gerade ziemlich ein, das die Leute auf
    > einmal ein Gewissen entwickeln und Flugreisen vermeiden.
    >

    Total witzig dabei: Die Grünenwähler haben das schlechteste Gewissen beim Fliegen, fliegen aber am häufigsten von allen.
    Bekanntermaßen der wohlhabenden Stadtbevölkerung entsprungen, werden sie gerne eine CO2-Abgabe zahlen, aber ihr Flugverhalten vermutlich kein Bisschen ändern.
    Dafür bessert sich das Gewissen, weil sie es geschafft haben, dass andere sich das Fliegen nichtmehr leisten können.

  4. Re: Nette PR...

    Autor: Muhaha 22.07.19 - 14:15

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dafür bessert sich das Gewissen, weil sie es geschafft haben, dass andere
    > sich das Fliegen nichtmehr leisten können.

    Ganz ehrlich, wenn der Flug mit einem Billigheimer statt 20 Euro jetzt 40 Euro kosten würde, ist das KEINE Ausgrenzung von Geringverdienern. Das wäre erst dann, wenn die Ticketpreise wie früher wären, mit etlichen hundert Euro aufwärts.

  5. Re: Nette PR...

    Autor: Kleba 22.07.19 - 14:22

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... weil sie es geschafft haben, dass andere sich das Fliegen nichtmehr leisten können.

    Sind wir mal ehrlich: Fliegen (bzw. der Sprit) ist (genauso wie Verbrenner-Auto fahren) viel zu günstig, wenn man Folgekosten oder Wiederbeschaffungskosten mit einpreisen würde. Wir sprechen hier von einer endlichen Ressource (Erdöl), welche Millionen Jahre für die Entstehung brauchte und sehr stark (in der Masse) die Umwelt belastet.

    Natürlich ist es also mit Komfortverlust verbunden, wenn die Preise hier anziehen. Aber es ist letztendlich das einzig richtige, wenn man nicht nur an sein eigenes Dasein denkt, sondern ein paar Jahre weiter schaut. Der Preis pro Barrel sollte letztendlich so hoch sein, dass er die (theoretische) Wiederbeschaffung (sei es durch synthetische Brennstoffe oder alternative Energieträger), die Beseitigung von Umweltschäden (Kosten für Aufforstung, CCS-Anlagen, etc.) und die Unterstützung für Krankheitsbehandlung (Asthma, generell Atemwegs-/Lungenerkrankungen, etc.) beinhaltet.

    Natürlich betrifft dies nicht nur fossile Brennstoffe, sondern auch die Produktion anderer Konsumgüter, aber Hauptsache es geht Schritt für Schritt voran in diese Richtung. Dann wird hoffentlich auch dem Letzten endlich mal klar, dass dieser Komfort bei dem derzeitigen Entwicklungsstand immer auf Kosten anderer geht.

  6. Re: Nette PR...

    Autor: Cavaron 22.07.19 - 14:27

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Total witzig...
    Total witzig - da schreibt jemand einen Kommentar zu einem Artikel über ein Flugzeugdesign und zwei Antworten später lässt sich jemand über politische Ausrichtungen aus und versucht ein "die armen, kleinen Leute vs. die weltfremden, reichen Spinner"-Bild heraufzubeschwören.

    Ich glaube, wenn jemand arme Leute suchen will die unfair behandelt werden, dann sollte er mal in Teilen von Indien, Syrien oder Afrika gucken...

  7. Re: Nette PR...

    Autor: Emulex 22.07.19 - 15:34

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Dafür bessert sich das Gewissen, weil sie es geschafft haben, dass
    > andere
    > > sich das Fliegen nichtmehr leisten können.
    >
    > Ganz ehrlich, wenn der Flug mit einem Billigheimer statt 20 Euro jetzt 40
    > Euro kosten würde, ist das KEINE Ausgrenzung von Geringverdienern. Das wäre
    > erst dann, wenn die Ticketpreise wie früher wären, mit etlichen hundert
    > Euro aufwärts.

    Wenn es sich so gering auswirken würde, wer würde dann verzichten?
    Niemand.

    Wie es beim Auto eben auch schon der Fall ist, obwohl der Sprit zum Großteil aus Steuern besteht.

    Also bleibt nur die Steuerschraube nach oben, so lange bis die ersten rausfallen.
    Und das werden nicht diejenigen sein, die sich im Zielort das beste All Inclusive Hotel gebucht haben und der Flug sowieso nur 25% des Gesamtpreises ausmacht (wie bei meinen letzten Langstrecken-Urlauben - die Kompensation über atmosfair bereits eingerechnet).
    Sondern es werden die sein, die sich das günstige Hotel mit Frühstück gerade leisten konnten.
    Während die dann anderweitig Urlaub machen müssen, sitzt der CO2-überkompensierte Luxustourist an einem Buffet, welches zu 50% am Ende des Abends im Müll landet.
    Und hat ein gutes Gewissen.

  8. Re: Nette PR...

    Autor: Muhaha 22.07.19 - 15:42

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn es sich so gering auswirken würde, wer würde dann verzichten?
    > Niemand.

    Die geplanten CO2-Steuerbeträge würden aber nur zu maximal (!!!!) einer Preisverdoppelung führen. Auch Autofahrer werden nicht plötzlich 200 Euro für den Liter bezahlen müssen.

    Der Sinn einer CO2-Steuer besteht in erster Linie darin einen Ausgleich für die durch CO2 verursachten Schäden sorgen zu können und zwar durch die, welche dafür verantwortlich sind. Industrie und Verbraucher. Die CO2-Steuer soll nicht dafür sorgen, dass SOFORT alle auf Fliegen und Autofahren verzichten, sondern dass man sich mittel- bis langfristig nach Alternativen umschaut, damit man diese Steuer eben nicht mehr zahlen muss, damit co2-neutralere Angeboten auch preiswerter und somit stärker angenommen werden.

    Die CO2-Steuer ist keine Knopfdruck-Lösung, keine Allheilmittel, sondern nur ein notwendiger Schritt, von vielen weiteren Schritten, die wir gehen sollten.

  9. Re: Nette PR...

    Autor: Huanglong 22.07.19 - 16:08

    B.I.G schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber ja, Öko ist gerade inn also haut gerade jede Firma Pressemitteilungen
    > zur Ökologischen Verantwortung raus, dabei geschieht das ja ohnehin schon
    > über den massiven Druck den Verbrauch zu senken um den Kunden Kosten zu
    > sparen, dieser Druck ist in der Luftfahrt so groß wie in keiner anderen
    > Branche.


    Das der Kunde Geld spart dürfte denen relativ egal sein, die wollen selber sparen.

  10. Re: Nette PR...

    Autor: unbuntu 22.07.19 - 16:21

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Total witzig dabei: Die Grünenwähler haben das schlechteste Gewissen beim
    > Fliegen, fliegen aber am häufigsten von allen.

    Und woher weiß man so welche Parteien die Fluggäste wählen?

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  11. Re: Nette PR...

    Autor: B.I.G 22.07.19 - 17:48

    Huanglong schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das der Kunde Geld spart dürfte denen relativ egal sein, die wollen selber
    > sparen.

    Firmen welche auf der Motivation ihr Geschäftsmodell aufbauen sind eher Kurzlebig.

    Egal in welcher Branche man Arbeitet:
    Schafft man es die Kosten für seine Kunden durch die eigene Arbeit zu reduzieren bzw. ihm einen Mehrwert zu bieten womit er entweder seinen Umsatz oder Gewinn steigern kann setzt man sich gegenüber der Konkurrenz durch.

    Die Kunden können nämlich auch bei der Konkurrenz einkaufen und tun das wenn diese effizienter ist. In der Luftfahrtbranche steckt relativ wenig Ideologie drin, da zählen hauptsächlich die Gesamtkosten für das Ding da man sonst im Wettbewerb nicht bestehen kann.

  12. Re: Nette PR...

    Autor: Emulex 22.07.19 - 18:51

    Für die derzeit so verhassten Inlandsflüge wie z.B. Hamburg - München, welche manch ein Politiker am liebsten gänzlich verbieten würde, wären gerade mal 10¤ Kompensation nötig laut atmosfair.
    Denkst du das reicht denen?

    Für meine 750¤-Flüge waren es 100¤.
    Atmosfair rechnet dabei mit ca. 25¤ je Tonne CO2.
    Im Gespräch sind bereits 50¤.

    Und es wird nicht lange dauern bis man feststellt: Die fliegen ja immernoch genauso viel, da muss man etwas tun.

    Die Welt zu bereisen darf sich nicht immer mehr zu einem Privileg für Wohlhabende entwickeln - daher könnte man zumindest eine Flugreise je Bundesbürger und Jahr steuerfrei machen und danach: gib ihm... ;)

  13. Re: Nette PR...

    Autor: Emulex 22.07.19 - 18:54

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Total witzig dabei: Die Grünenwähler haben das schlechteste Gewissen
    > beim
    > > Fliegen, fliegen aber am häufigsten von allen.
    >
    > Und woher weiß man so welche Parteien die Fluggäste wählen?

    Repräsentative Umfrage.
    https://www.stern.de/politik/deutschland/gruenen-waehler-fliegen-am-meisten-und-leiden-am-staerksten-unter-flugscham-8805450.html

    2014 war das übrigens schon genauso:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gruenen-waehler-halten-rekord-bei-flugreisen-a-1002376.html

  14. Re: Nette PR...

    Autor: Frostwind 22.07.19 - 19:39

    Bei einer Verdopplung der Fluggastzahlen bis 2030 müssen die ihr Effizienzgeschwurbel nett verpacken, damit niemand einsieht, dass das nicht nachhaltig machbar ist.

  15. Re: Nette PR...

    Autor: Bluejanis 22.07.19 - 19:48

    Ich denke wir müssen schon über 100¤ pro Tonne CO2 kommen, damit wir noch Chancen haben den Klimawandel in Griff zu bekommen. Aber nicht erst 2030.

    Ich glaube es kostet aktuell ca 300¤ eine Tonne CO2 aus der Luft zu filtern. Das wird bestimmt auch noch etwas günstiger, hoffentlich kommen wir da auch auf die 100¤.

    Wichtig ist, dass wir eine CO2 Steuer einführen, die es profitabel macht CO2 aus der Luft zu filtern.

    Das durch eine CO2 Steuer nicht mehr jeder fliegen kann ist schade, aber wir müssen uns schon darüber klar sein, dass wir zeitweise Komfort verlieren werden, um überhaupt eine Chance zu bekommen. Durch die CO2 Steuer werden die Flugzeugbauer noch stärker motiviert zu forschen, wie sie ihre Flugzeuge effizienter gestalten können. Irgendwann kann man hoffentlich komplett elektrisch Langstrecken fliegen.

    Wir müssen verhindern, dass der Klimawandel eine Kettenreaktion ausgelöst, die wir nicht mehr aufhalten können. Ich denke wir müssen schnell handeln, denn niemand weiß wann der Zeitpunkt kommt an dem wir es nicht mehr aufhalten können. Experten können das grob abschätzen, aber durch das Schmelzen der Pole werden auch große Mengen an Klimagasen frei, deren Mengen sich schwer abschätzen (bzw. messen) lassen.
    Wenn wir Pech haben, liegt der Punkt ohne Rückkehr aber bereits in der Vergangenheit.

  16. Re: Nette PR...

    Autor: McWiesel 22.07.19 - 22:02

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn es sich so gering auswirken würde, wer würde dann verzichten?
    > > Niemand.

    > Der Sinn einer CO2-Steuer besteht in erster Linie darin einen Ausgleich für
    > die durch CO2 verursachten Schäden sorgen zu können und zwar durch die,
    > welche dafür verantwortlich sind. Industrie und Verbraucher. Die CO2-Steuer
    > soll nicht dafür sorgen, dass SOFORT alle auf Fliegen und Autofahren
    > verzichten, sondern dass man sich mittel- bis langfristig nach Alternativen
    > umschaut, damit man diese Steuer eben nicht mehr zahlen muss, damit
    > co2-neutralere Angeboten auch preiswerter und somit stärker angenommen
    > werden.

    Da muss man sich nicht nach Alternativen umschauen, die Alternativen wären schon lange da: Leistungsfähige Autobahnen, leistungsfähige Schienenwege.

    Glaubst Du ein Mensch würde sich noch den Stress am Flughafen antun, wenn er die 400km in 1,5h mit dem Schnellzug oder in ca 3h mit dem Auto fahren könnte? Die Technik ist da und ausgereift, da gibt es nichts mehr zu erfinden, man müsste nur anfangen zu bauen. Es gibt aber eine Partei, die genau das auf politischer Ebene maßgeblich verhindert und deren Wählerschaft gegen jedes Stückchen an neuer Infrastruktur jahrelang prozessiert ("nicht in meinem Vorgarten!") und somit Deutschland mittlerweile den europäischen Straßen- und Schienenverkehr total ausbremst.

    Ein Flug ist normalerweise nur in extrem unwegsamen Gelände, Dschungel, Gebirge oder über Wasser notwendig. In einem zivilisierten Land hingegen nicht. Aber mittlerweile ist man wohl schneller mit einem Landrover Defender durch die Wüste gefahren als auf der Straße durch Deutschland, wo man durch zu 95% mit Vorsatz herbeigeführten Verkehrsbehinderungen (Bundesstraßen grundsätzlich mitten durch Dörfer/Städte, Tempolimits auf Autobahnen, Dauerbaustellen, Weltkriegsfahrbahnen, nicht zu Ende gebauten oder komplett fehlenden Autobahnen, Wegelagerei) die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Pferdekutsche mit dem Stresslevel eins Kampfpiloten erreicht.

    Es ist eine Schande für ein Land, dass es wegen 300km Strecke zeitlich immer noch lohnender ist den Weg zum Flughafen auf sich zu nehmen, mindestens 1h vorher dort zu sein und sich an Sicherheitskontrollen schikanieren und in eine enge Alubüchse einpferchen zu lassen, statt einfach in ein Zug oder Auto steigen zu können und zügig am Ziel zu sein. Sowas macht man nicht, weil man fliegen toll findet, sondern weil es in diesem Land keine Alternative gibt.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.19 22:07 durch McWiesel.

  17. Re: Nette PR...

    Autor: FreiGeistler 22.07.19 - 23:42

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Dafür bessert sich das Gewissen, weil sie es geschafft haben, dass
    > andere sich das Fliegen nichtmehr leisten können.
    >
    > Ganz ehrlich, wenn der Flug mit einem Billigheimer statt 20 Euro jetzt 40
    > Euro kosten würde, ist das KEINE Ausgrenzung von Geringverdienern. Das wäre
    > erst dann, wenn die Ticketpreise wie früher wären, mit etlichen hundert
    > Euro aufwärts.

    Du meinst, vernünftige Preise, die den Aufwand und den Schaden, nur um in der Südsee ein paar Wochen an den Strand zu liegen, wiederspiegeln?

  18. Re: Nette PR...

    Autor: Maatze 22.07.19 - 23:53

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Total witzig...
    > Total witzig - da schreibt jemand einen Kommentar zu einem Artikel über ein
    > Flugzeugdesign und zwei Antworten später lässt sich jemand über politische
    > Ausrichtungen aus und versucht ein "die armen, kleinen Leute vs. die
    > weltfremden, reichen Spinner"-Bild heraufzubeschwören.
    >
    > Ich glaube, wenn jemand arme Leute suchen will die unfair behandelt werden,
    > dann sollte er mal in Teilen von Indien, Syrien oder Afrika gucken...

    Ja klar, weil "arm" nur ein Zustand ist der in irgendwelchen dritte Welt Ländern existiert... Ist man da einem dieser "weltfremden, reichen Spinner" zu nahe getreten? Scheuklappen mal abmachen und über den Tellerrand schauen bitte

  19. Re: Nette PR...

    Autor: Pecker 23.07.19 - 09:37

    Bluejanis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke wir müssen schon über 100¤ pro Tonne CO2 kommen, damit wir noch
    > Chancen haben den Klimawandel in Griff zu bekommen. Aber nicht erst 2030.

    Geld alleine rettet noch kein Klima. Fliegen ist zum Beispiel im Vergleich zur Bahn derart günstig, dass selbst 100¤ Aufpreis daran nichts ändern würde.

    > Ich glaube es kostet aktuell ca 300¤ eine Tonne CO2 aus der Luft zu
    > filtern. Das wird bestimmt auch noch etwas günstiger, hoffentlich kommen
    > wir da auch auf die 100¤.

    Also so ein Baum, der besteht aus sehr viel Kohlenstoff. Ich weiß jetzt nicht, wie viel CO2 so ein Baum im Laufe seines Lebens aus der Luft holt, aber ich bin mir sicher, mehr als eine Tonne für 300¤. Wir müssen sehr viel mehr Bäume pflanzen.

    > Wichtig ist, dass wir eine CO2 Steuer einführen, die es profitabel macht
    > CO2 aus der Luft zu filtern.
    Was nicht passieren wird. Die Steuer mag zwar vielleicht eingeführt werden, schließlich braucht es auch einen Ausgleich zur PKW Steuer, aber das Geld wird ganz sicher nicht dafür verwendet werden, um CO2 aus der Luft zu holen. So naiv darf man nicht sein. Wird ja bei der PKW Steuer auch nicht gemacht.

    > Das durch eine CO2 Steuer nicht mehr jeder fliegen kann ist schade, aber
    > wir müssen uns schon darüber klar sein, dass wir zeitweise Komfort
    > verlieren werden, um überhaupt eine Chance zu bekommen. Durch die CO2
    > Steuer werden die Flugzeugbauer noch stärker motiviert zu forschen, wie sie
    > ihre Flugzeuge effizienter gestalten können. Irgendwann kann man
    > hoffentlich komplett elektrisch Langstrecken fliegen.

    Elektrisch wird in ferner Zukunft vielleicht möglich sein. Akkus sind schwer. Gewicht ist schädlich beim Fliegen... Flieger sind gar nicht dazu ausgelegt, mit dem Gewicht, mit dem sie starten, auch öfters zu landen. Einmal geht das schon, aber dann muss das Teil zur Reperatur. Ein Flieger verliert ja Gewicht durch den Treibstoffverbrauch, deswegen landet es leichter. Klar, man könnte das Fahrwerk so auslegen, dass es auch schwerer sein kann bei der Landung, aber dann wäre auch das Fahrwerk schwerer...


    > Wir müssen verhindern, dass der Klimawandel eine Kettenreaktion ausgelöst,
    > die wir nicht mehr aufhalten können. Ich denke wir müssen schnell handeln,
    > denn niemand weiß wann der Zeitpunkt kommt an dem wir es nicht mehr
    > aufhalten können. Experten können das grob abschätzen, aber durch das
    > Schmelzen der Pole werden auch große Mengen an Klimagasen frei, deren
    > Mengen sich schwer abschätzen (bzw. messen) lassen.
    > Wenn wir Pech haben, liegt der Punkt ohne Rückkehr aber bereits in der
    > Vergangenheit.

    Dennoch werden vermutlich fast alle Vorkommen von Öl verbraucht werden. Es dauert nur länger. Im Prinzip ist das rausfiltern von CO2 also tatsächlich doch die beste Methode. Aber das dauert und man hätte damit längst anfangen müssen. Insofern ist die Klimakatastrophe, wenn sie denn so eintritt durch das viele CO2 schon jetzt nicht mehr wirklich aufzuhalten.

  20. Re: Nette PR...

    Autor: Muhaha 23.07.19 - 10:26

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insofern ist die Klimakatastrophe, wenn sie denn so eintritt durch
    > das viele CO2 schon jetzt nicht mehr wirklich aufzuhalten.

    Sie ist auch nicht mehr aufzuhalten. Sobald das gefrorene Methan der russischen Tundra beginnt zu entweichen und durch die leicht erhöhten Temperaturen das im Meerwasser gelöste CO2 wieder in gasförmigen Zustand übergeht ... unsere Enkel werden in interessanten Zeiten leben und uns für unsere Dummheit, Gier und Kurzsichtigkeit verfluchen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Krankenhaus des Maßregelvollzugs Berlin, Berlin
  2. IPB Internet Provider in Berlin GmbH, Berlin
  3. Software AG, Darmstadt, Saarbrücken
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. ab 1€
  2. 7,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

Realme X50 Pro im Test: Der Oneplus-Killer
Realme X50 Pro im Test
Der Oneplus-Killer

Oneplus bezeichnete sich einst als "Flagship-Killer", mittlerweile stellt sich die Frage, wer hier für wen gefährlich wird: Das X50 Pro des Schwesterunternehmens Realme ist ein wahrer "Oneplus-Killer".
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Astro Slide Neues 5G-Smartphone mit aufschiebbarer Tastatur
  2. Galaxy S20 Ultra im Test Samsung beherrscht den eigenen Kamerasensor nicht
  3. Red Magic 5G Neues 5G-Gaming-Smartphone kommt mit 144-Hz-Display

Minecraft Dungeons im Test: Diablo im Quadrat
Minecraft Dungeons im Test
Diablo im Quadrat

Minecraft Dungeons sieht aus wie ein Re-Skin von Diablo, ist viel einfacher aufgebaut - und fesselt uns trotzdem an den Bildschirm.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Mojang Studios Mehr als 200 Millionen Einheiten von Minecraft verkauft
  2. Minecraft RTX im Test Klötzchen klotzen mit Pathtracing
  3. Raytracing Beta von Minecraft RTX startet am 16. April