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es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: ZwoVierNeun 22.08.23 - 16:50
sondern das einem selbiges von der eigenen Regierung abgesägt werden könnte. Insofern wäre es ehrlicher, die Außenpolitik von USA und GB als Geschäftsrisiko aufzulisten.
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Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: senf.dazu 22.08.23 - 18:31
ZwoVierNeun schrieb:
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> sondern das einem selbiges von der eigenen Regierung abgesägt werden
> könnte. Insofern wäre es ehrlicher, die Außenpolitik von USA und GB als
> Geschäftsrisiko aufzulisten.
Und China bzw. die chinesische Außenpolitik hat nichts mit der von USA/GB zu tun ? -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: Hege 22.08.23 - 19:55
https://www.golem.de/news/boersengang-arm-will-arm-china-loswerden-2204-164494.html
"""
Problematisch ist dabei die Rolle von ARM China unter der Leitung seines eigentlich geschassten Chefs, welcher unter anderem eine Herausgabe der Geschäftszahlen verweigert.
...
Wu wurde bereits 2020 vom Board wegen Interessenskonflikten mit einer 7:1-Abstimmung abgewählt, weigert sich jedoch zurückzutreten. Der CEO hat neben seinen Anteilen auch das Company Seal inne, weshalb ARM ihn laut britischem Rechtssystem nicht einfach entlassen kann. ARM China unter Allen Wu verweigert die Weitergabe der Geschäftszahlen, ohne diese aber kann ARM nicht an die Börse.
"""
Klingt nach typischen China Problemen. Du investierst in dem Land, lässt Technologietransfer zu, die Chinesen können irgendwann auch ohne dich, dann wirst du auf die eine oder die andere weise aus dem Markt geworfen. Das "Chinageschäft" ist auch ohne die Außenpolitik von irgendwem eine tickende Zeitbombe.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.23 19:55 durch Hege. -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: zonk 22.08.23 - 21:42
Hege schrieb:
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> wirst du auf die eine oder die andere weise aus dem Markt geworfen. Das
> "Chinageschäft" ist auch ohne die Außenpolitik von irgendwem eine tickende
> Zeitbombe.
Genau so ist es ... -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: Asgaros 23.08.23 - 06:28
Ja, es ist eine tickende Zeitbombe, wenn man sich Jahrzehnte auf der faulen Haut ausruht und Trends verpennt (siehe unsere deutschen Automobil-Bauer).
In China herrscht knallharter Wettbewerb und es wird hin zu neuen Innovationen gedrängt. Wenn man also am Ball bleibt und liefert, dann braucht man auch keine Angst zu haben, dass eine Nation mit 1+ Milliarden Bürger plötzlich lernt, etwas besseres abzuliefern im Vergleich zu einem Kleinstaat mit ein paar Millionen Einwohnern. -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: LeeRoyWyt 23.08.23 - 08:44
Asgaros schrieb:
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> Ja, es ist eine tickende Zeitbombe, wenn man sich Jahrzehnte auf der faulen
> Haut ausruht und Trends verpennt (siehe unsere deutschen Automobil-Bauer).
>
> In China herrscht knallharter Wettbewerb und es wird hin zu neuen
> Innovationen gedrängt. Wenn man also am Ball bleibt und liefert, dann
> braucht man auch keine Angst zu haben, dass eine Nation mit 1+ Milliarden
> Bürger plötzlich lernt, etwas besseres abzuliefern im Vergleich zu einem
> Kleinstaat mit ein paar Millionen Einwohnern.
Das ist neoliberales Geschwätz vom Feinsten.
> In China herrscht knallharter Wettbewerb und es wird hin zu neuen
> Innovationen gedrängt.
Es herrscht in China vor allem eine Partei, zugespitzt auf eine Person. Wettbewerb gibt es mit dem Systemrivalen "Westen" und da wird staatlicherseits subventioniert, bis die Konkurrenz aus dem verhassten Ausland platt ist. Das wird langfristig und strategisch gemacht, ist aber für die betroffenen westlichen Unternehmen dennoch ziemlich unberechenbar. Wo gibt es das denn bitte sonst, das eine Tochter der Mutter die Zahlen nicht herausgibt und der abgesetzte CEO sich einfach weigert zu gehen? -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: Asgaros 23.08.23 - 08:52
Genau, in China werden neue Technologien massiv staatlich subventioniert.
Genau, in China denkt man langfristig.
Genau, in China denkt man strategisch.
Niemand hält Deutschland davon ab, es genauso zu tun. Stattdessen:
- Digitalisierung? 3 Millionen Euro reichen!
- Langfristig? Die nächste Wahl ist in vier Jahren!
- Strategie? Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern! -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: Hege 23.08.23 - 09:11
Asgaros schrieb:
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> Genau, in China denkt man langfristig.
Wer hat überhaupt mit diesem Schwachsinn angefangen?
Jeder nur ein Kind -> oh verdammt, jetzt haben wir die größte demographische Krise der Menschheitsgeschichte -> jeder zwei Kinder -> jeder drei Kinder -> das bekommen von Kindern war ein Befehl!
2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.23 09:21 durch Hege. -
Re: es ist also nicht das Chinageschäft das Problem
Autor: Asgaros 23.08.23 - 09:47
Über Klimawandel, Überbevölkerung und Resourcenknappheit schwadronieren, sich aber dann beschweren, wenn jemand erfolgreich etwas dagegen unternommen hat.
Alles klar!
Selbe sinnlose Diskussion haben wir auch beim Thema erneuerbare Energien:
"Heul, warum sollen wir in Deutschland soviel Geld in Solar und Windenergie stecken, China verbraucht doch viel mehr Strom als wir!!!"
Das China einfach mal 10-20 mal mehr Einwohner hat und der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland um ein Vielfaches höher liegt, wird natürlich gerne ignoriert.
Denn Hauptsache, man hat was gegen China, egal wie lächerlich die Argumente auch sind.



