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Wenig neues

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  1. Wenig neues

    Autor: hhf1 18.11.17 - 08:53

    Boston Dynamics arbeitet seit Jahren an Robotern. Nach den Anfangserfolgen ist langsam Ruhe eingekehrt. Gefühlt kam aus Asien da mehr neues.
    Es ist nunmal typisch bei Innovationen, dass nach dem innovativen neuen Konzept nach Jahren keine großen Sprünge mehr kommen.
    Und genau das sehe ich hier auch wieder: Ein Salto ist nur ein etwas aufwendigere Bewegungsablauf, der die grundsätzliche Fähigkeit des Roboters, die Lage zu regulieren und zu stabilisieren mit einer Artistik kombiniert. Mehr nicht.
    Hier ist weder neue KI im Spiel noch sind sichtbare Fortschritte in Miniaturisierung/Mechanik/Motorik erkennbar.

    BD muss aus diesen Konzept-Robotern echte praxistaugliche Dinger schaffen.
    Und ein autonomer Roboter wird eben erst dann sinnvoll, wenn er anfängt mit seiner Umwelt sinnvoll zu interagieren oder gar zu lernen.

    Wenn Du einen von diesen "Atlas"-Typen mal nachmittags durch die Stadt mit einer Pizza-Lieferung schicken kannst, sprechen wir uns wieder.

  2. Re: Wenig neues

    Autor: Ach 18.11.17 - 09:52

    Hahaha, wie krass! Diese Post könnte aus der Jahrhundertwende vom 17en zum 18en stammen, aus der Renaissance, als man sich noch Holzpuppen mit ein paar Zahnrädern und ner Stahlfeder dran vorstellte, die man einfach so zusammenschraubt und die dann einfach so als Menschmaschinen Schach spielen und Wäsche waschen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.17 09:54 durch Ach.

  3. Re: Wenig neues

    Autor: Steffo 18.11.17 - 10:03

    Keine Innovation also? Würdest du dich den Salto rückwärts trauen?!

  4. Re: Wenig neues

    Autor: hhf1 18.11.17 - 11:02

    "Würdest du dich den Salto rückwärts trauen?"
    Was soll so eine Frage? Aber danke, dass Du mir eine typische Eigenschaft von Intelligenz zusprichst: nämlich eine Risikoabwägung in meinem Handeln. Um mal wieder den Bogen zum Thema meines Posts zu schlagen.

  5. Re: Wenig neues

    Autor: Desertdelphin 18.11.17 - 12:44

    hhf DU hast den großen Denkfehler hier: Du mixt ROBOTER und KI. ROBOTER kommt von ARBEITEN. Hier geht es um mechanik und automatisierte (wie auch beim Menschen) Motorik. Daher sieht er so gruselig echt aus bzw. seine Art sich auszubalancieren.

    Du sprichst allerdings die ganze Zeit von KI.

  6. Re: Wenig neues

    Autor: Avarion 18.11.17 - 12:50

    Natürlich ist das was Neues. Die Sprungkraft bei einem humanoiden Roboter ist neu. Ebenso die Fähigkeit sich autonom so schnell anzupassen um bei einem so komplexen Bewegungsablauf wie einem Salto nicht umzufallen.

    Vor zwei Jahren war man noch am Jubeln als die ersten humanoiden Roboter gezeigt wurden die Rennen können. Also bei einer Vorwärtsbewegung kurzzeitig beide Füße in der Luft haben.

  7. Re: Wenig neues

    Autor: hhf1 18.11.17 - 17:05

    Richtig! Da gebe ich Dir ohne Widerspruch recht.
    Ich denke jedoch, dass ein (humanoiden) Roboter ohne KI nichts taugt, KI ohne Roboter aber sehrwohl.
    BD entwickelt wie gesagt schon Jahre an ihren Robotern. Aber aus meiner Sicht braucht es für einen praktischen Einsatz enorm viel mehr eigene "Intelligenz" und Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt als eine noch bessere Lageregulierung und Mechanik. Die hatten doch schon vor Jahren den Einsatz beim Militär so prominent erwähnt. Aber daraus ist bis heute nix geworden. Ganz nebenbei haben Drohnen einen großen kommerziellen Erfolg gefeiert und sind auch beim Militär längst angekommen.
    Ich will denen ja nicht ihre Kompetenz und Erfahrung mit Robotern absprechen. Aber ohne kommerzielle Erfolge wird die Bude über kurz oder lang geschlossen.
    Und dem Roboter "Leben" (Sensoren und KI zur Auswertung/Reaktion) wird das Ding immer nur ein nettes Spielzeug bleiben.
    Dieser humanoide Roboter ist eben im Gegensatz zu klassischen Robotern eben nicht mit einem klar umgrenzten Arbeitsplatz/Einsatzort geplant worden. Wenn dann eben um Menschen in ihrer Bewegung in diverser Umgebung zu ersetzen/nachzuahmen. Und dann muss eben mehr Intelligenz rein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.17 17:08 durch hhf1.

  8. Re: Wenig neues

    Autor: hhf1 18.11.17 - 17:10

    Ohne Frage, es ist was neues. ich denke nur - wie ich in meinem letzten Post dazu schon schrieb - dass es mehr braucht damit am Ende was brauchbares rauskommt.

  9. Re: Wenig neues

    Autor: PhonierDeluxe 18.11.17 - 20:14

    Wie soll ein Roboter gebaut werden, wenn die Grundlagen nicht vorhanden sind? Das was Boston Dynamics betreibt ist immer noch Grundlagenforschung. Honda hat für seinen Asimo Jahrzehnte gebraucht und dabei in den 70ern angefangen. Und angefangen haben sie übrigens nur mit zwei Beinen. Die frühen Modelle hatten keinen Oberkörper mit Armen oder auch keinen Kopf. Das kam alles später.

    Wenn man bedenkt, dass Boston Dynamics vor knapp 10 Jahren mit sehr primitiven Robotern angefangen hat, dann ist der Fortschritt schon verdammt stark. Und bei dem Tempo, das die drauf haben, wird es nicht mehr lange dauern, bis der Atlas ausgereift ist.

  10. Re: Wenig neues

    Autor: Ach 20.11.17 - 00:22

    Gegen das, wie BD da mit immer besseren Bewegungen und Maschinen ständig die Weltspitze neu definiert, dagegen ist die KI Forschung ein echter Witz, da gibt es genug Forscher, die für das KI Feld die nötigen Fähigkeiten mitbringen. Da sollen die BDs ja nicht ihre Zeit mit vergeuden, dafür ist deren Tätigkeit viel zu wertvoll. Wenn sich das jemand zutraut, die BD Maschinen mit einer passenden KI zu ergänzen, ist doch toll, dann soll er das mit seinem Team doch bitte angehen. Das wäre dann ein sinnvolle Aufgabenverteilung.

    Und du solltest eventuell mal dein Erinnerung auf die Probe stellen, woher deine Annahmen tatsächlich stammen. Aus der Robotikforschung jedenfalls nicht, da kann man das ganze Netz und die ganze echte Welt absuchen, und man wird nichts auch nur annähernd mit BD vergleichbares finden. Bleiben eigentlich nur irgendwelche Filme oder Mangas oder tatsächliche Aufnahmen von menschlichen Turnern/Artisten, die von dir, wie auch immer, aber diesen robotischen Wunderwerken gegenübergestellt werden.

    Hat jemand wenig Einblick in das Wesen bestimmter Forschungsgebiete, insbesondere in das Wesen von Gebiete, die sich mit der menschliche Anatomie befassen, macht der oft den Fehler, aus der Selbstverständlichkeit oder Natürlichkeit künstlicher Konstruktionen den Schluss zu ziehen, dass die Technik dahinter anscheinend ganz einfach sein müsste, nach dem Motto: "Wo ist bitte das Problem? Sieht doch ganz easy aus!" . Bin nicht sicher warum das so ist, vielleicht weil man ab einer bestimmten Echtheit einer künstlichen Bewegung, den künstlichen Ursprung plötzlich vergisst und allein den menschlichen Körper als Masstab dagegen stellt? Wie auch immer, ist das genaue Gegenteil der Fall!

    Je natürlicher und selbstverständlicher die Bewegung, desto herausragender die dahinterstehende technische Leistung!

    Was BD offensichtlich geschafft hat, ist es Kombinationen von Muskelvektoren in beliebige menschliche Bewegungsvorgänge zu übersetzen und die in Gänze in einem mit der Wirklichkeit perfekt harmonierenden newtonschen Schwere- und Trägheitsfeld aufzulösen. Damit steht BD allein da auf weiter Flur und eilt der versammelten restlichen Forschung um min. 5 Jahre davon. Es ist überhaupt nicht hoch genug zu bewerten, was Marc Raibert da realisiert. Anfangs dachte ich noch, dass sich die BD Ingenieure irgendeinen Effekt der Hydraulik zu nutze gemacht hätten. Einen Effekt der die Bewegungen irgendwie automatisch natürlicher und weicher von Statten gehen ließe. Das dachte ich solange, bis dieser elektromechanische Hund verbeigetrottet kam. Alles machen die in knallharter, wasserdichter Mathematik, Marc Raibert ist ein Genie.

    Der Salto, da ist jedes Körperteil, jeder Muskel/Aktuator in die Bewegung involviert. Der Roboter muss dazu in drei Dimensionen die Balance halten, auch während er sich dreht, und in dieser Drehung seine rotierende Paralaxe einrechnen, sowie die Zentrifugalbeschleunigung, über die er seinen Landewinkel vorbestimmt, indem er z.B. seine Arme anzieht zur Korrektur oder seine Beine, wodurch er schneller rotiert, sich allerdings im selben Moment sein Schwerpunkt und seine Rotationsachse verschiebt oder sich die dynamische Achse selber in eine anderen Himmelsrichtung zu drehen beginnen kann, was er dann alles für die und während der Landung und dem Abfedern berücksichtigen muss. Die Mathematik dahinter ist so komplex, dass nicht wenige Ingenieure daran scheitern würden, sie überhaupt zu verstehen, selbst wenn die sich alle erdenkliche Mühe geben würden.

    Da überschlagen sich die Berechnungsintegrale in so zahlreicher Form und in so komprimierter Zeit, dass ich mir keinen Reim machen kann, wie das selbst mit der heutigen Rechenleistung in Echtzeit zu realisieren ist, und wenn die Forscher irgendwann mal an die Öffentlichkeit treten und erklären, was sie wie gemacht haben, dann bewundere ich neben der technischen Leistung dann immer auch die Natur, welche Berge man immer wieder versetzen muss, um der Natur auch nur einen ihrer zahlreichen Tricks zu entlocken.

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