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    Autor: ulink 14.08.22 - 00:06

    Das Vorbild Mirai ist ja so erfolgreich. Kein Wunder, grosser Innen- und Kofferraum, geringe Treibstoffkosten (selbstverständlich ohne Subventionierung), Tankstellen an jeder Ecke mit unzähligen Zapfsäulen (teilweise sogar mehr als eine!), beeindruckende Fahrleistungen gepaart mit hoher Energieeffizienz "well-to-wheel" und so weiter und so fort. Und der Wasserstoff wird aus Wasser gemacht, davon gibt es ja nun wirklich genug auf der Erde.

    Wer kann da schon widerstehen? Sieht man ja auch sofort an den tollen Produktions- und Verkaufszahlen. Verständlich, dass man da ein Stück vom fetten Kuchen abhaben will.

    P.S.: Die Geschichte vom toten Pferd ist bekannt?

  2. Re: Lol

    Autor: gdh 14.08.22 - 10:41

    Der mirai hat einige Argumente, die für sich sprechen.

    So ist er in Japan gebaut und Toyotas, die in Japan gebaut wurden sind oftmals besonders pannenfrei und langlebig.

    Für mich war das einer der Hauptgründe mich mehr mit dem Auto zu beschäftigen.

    Bzgl. Wirkungsgrad gibt es dort auch einige interessante Konzepte. So kann man einen Parabolspiegels nutzen, der im brennpunkt mittels heißem Öl Wasser spaltet. Der Wirkungsgrad zur wasserstoffgewinnung ist ok.

    Der aufmerksame golem Florist hat sicher auch öfters mal Windräder in einsparest gesehen, die stillstehen.
    Das ist ein Resultat ist ungenügenden dezentralisierten Netzausbaus.

    Das netzt kann dann oft nicht mehr Strom aufnehmen. Es ist wirtschaftlicher einfach die Windräder abzuschalten, anstelle von Gas oder Kohlekraftwerken zu drosseln.

    Wenn man nun eine elektrolyse Station dahin stellt, was in solchen Momenten Wasserstoff generiert, wäre das ein mega plus.

    Ein weiterer Vorteil, Wasserstoff kann transportiert werden, ohne größere Verluste.

    Ein Solarkraftwerk in der Wüste würde richtig sinnvoll sein, aber die pbertragungsverluste selbst mittels HGÜ sind unrentabel.

    Wasserstoff packst du in einen Tank und transportierst es mittels lkw Schiff etc.

    Der Grund, warum es bei mir dann doch kein mirai geworden ist, liegt an dem schlechten netz an Tankstellen. In meiner Region müsste ich 30km fahren zum tanken. Das ist mega unsinnig.

  3. Re: Lol

    Autor: Chevarez 14.08.22 - 11:08

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bzgl. Wirkungsgrad gibt es dort auch einige interessante Konzepte. So kann
    > man einen Parabolspiegels nutzen, der im brennpunkt mittels heißem Öl
    > Wasser spaltet. Der Wirkungsgrad zur wasserstoffgewinnung ist ok.

    Aber das kann man nicht hier in Deutschland machen, sondern nur dort, wo man solare Energie en masse zur Verfügung hat (Spanien, Afrika, etc.)

    > Das netzt kann dann oft nicht mehr Strom aufnehmen. Es ist wirtschaftlicher
    > einfach die Windräder abzuschalten, anstelle von Gas oder Kohlekraftwerken
    > zu drosseln.
    > Wenn man nun eine elektrolyse Station dahin stellt, was in solchen Momenten
    > Wasserstoff generiert, wäre das ein mega plus.

    Korrekt! Das sollte man tun.

    > Ein weiterer Vorteil, Wasserstoff kann transportiert werden, ohne größere
    > Verluste.

    Wenn man ihn in E-Fuels (z. B. Methanol, Ammoniak, etc.) umwandelt, dann ja. Ansonsten ist es nämlich nicht so, dass H2 sich so einfach ohne größere Verluste transportieren lässt.

    > Ein Solarkraftwerk in der Wüste würde richtig sinnvoll sein, aber die
    > pbertragungsverluste selbst mittels HGÜ sind unrentabel.
    >
    > Wasserstoff packst du in einen Tank und transportierst es mittels lkw
    > Schiff etc.

    Als E-Fuels ja. Als reinen Wasserstoff eher nicht so einfach. Aber ja, Wasserstoff kann man im Ausland in größeren Mengen produzieren und irgendwie zu uns bringen.

    > Der Grund, warum es bei mir dann doch kein mirai geworden ist, liegt an dem
    > schlechten netz an Tankstellen. In meiner Region müsste ich 30km fahren zum
    > tanken. Das ist mega unsinnig.

    Und das wird auch so bleiben. Denn der ganze in Zukunft irgendwie erzeugte Wasserstoff wird zu teuer sein, um ihn in PKWs mit bescheidenem Wirkungsgrad kalt oder heiß zu verbrennen. Den braucht nämlich die chemische Industrie sowie die verarbeitende Industrie um fossiles Gas zu ersetzen. Dann wird H2 noch für E-Fuels für Fluggeräte und Spezialfahrzeuge benötigt. Dann noch Schiffe und vielleicht auch mal Züge. Aber selbst bei LKWs sieht es eher Mau aus. Obwohl die - dank Depots - noch am ehesten mit einer H2-tauglichen Infrastruktur aufwarten könnte. Für PKWs bleibt da dann nichts mehr irgendwie erschwinglich über.

  4. Re: Lol

    Autor: Dwalinn 14.08.22 - 11:36

    In China wird Strom über 3000km mit HGÜs transportiert, der Verlust ist nichts im Vergleich zur Umwandlung in H2.

    Und wie soll sich die Wasserstoff Produktion lohnen wenn die keine 24/7 läuft sondern nur wenn gerade besonders viel EE im Netz ist?

  5. Re: Lol

    Autor: gdh 14.08.22 - 12:27

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In China wird Strom über 3000km mit HGÜs transportiert, der Verlust ist
    > nichts im Vergleich zur Umwandlung in H2.
    >
    > Und wie soll sich die Wasserstoff Produktion lohnen wenn die keine 24/7
    > läuft sondern nur wenn gerade besonders viel EE im Netz ist?

    Je nach Betrachtung. Steht ein Windrad still und erzeugt dann Wasserstoff, wie relevant ist dann noch der Wirkungsgrad?
    Wenn ich jetzt ein Kohlekraftwerk ausschließlich für elektrolyse nutze, ist das natürlich nonsense.

    Wenn man jetzt diese parabolspiegel Anlage anstelle von elektrischer h2o Erzeugung heranzieht, ist der Wirkungsgrad noch recht ok.

    Man müsste h2o als Abfallprodukt betrachten, wodurch der gesamtwirkingsgrad regenerativer Energiequellen angehoben werden würde.
    Klar würde das nicht 100% der Fahrzeuge antreiben, muss es aber auch nicht. Man kann durchaus einen Split haben 90% Batterie/ verbrenner 10% h2o (Prozentzahlen sind ausgedacht).

  6. Re: Lol

    Autor: Chevarez 14.08.22 - 12:31

    gdh schrieb:
    ---------------------------------------------------------------------
    > Klar würde das nicht 100% der Fahrzeuge antreiben, muss es aber auch nicht.
    > Man kann durchaus einen Split haben 90% Batterie/ verbrenner 10% h2o
    > (Prozentzahlen sind ausgedacht).

    Hatte schon geschrieben, dass der Wasserstoff woanders gebraucht werden würde und deshalb nichts wirtschaftlich verträglich für PKWs, wo es mit BEVs schon eine weitaus bessere Lösung gibt, oder?

  7. Re: Lol

    Autor: jo-1 14.08.22 - 16:48

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Vorbild Mirai ist ja so erfolgreich. Kein Wunder, grosser Innen- und
    > Kofferraum, geringe Treibstoffkosten (selbstverständlich ohne
    > Subventionierung), Tankstellen an jeder Ecke mit unzähligen Zapfsäulen
    > (teilweise sogar mehr als eine!), beeindruckende Fahrleistungen gepaart mit
    > hoher Energieeffizienz "well-to-wheel" und so weiter und so fort. Und der
    > Wasserstoff wird aus Wasser gemacht, davon gibt es ja nun wirklich genug
    > auf der Erde.
    >
    > Wer kann da schon widerstehen? Sieht man ja auch sofort an den tollen
    > Produktions- und Verkaufszahlen. Verständlich, dass man da ein Stück vom
    > fetten Kuchen abhaben will.
    >
    > P.S.: Die Geschichte vom toten Pferd ist bekannt?

    Dann ist doch alles Gut - Du behältst Rechner ht und wir alle fahren in Zukunft gar nicht mehr Auto sondern machen das einzig richtige und fahren ÖPNV - alles gut.

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