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Wirkungsgrad!

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  1. Wirkungsgrad!

    Autor: Joey5337 20.10.20 - 18:43

    Wieder ein superneue Wasserstoff-Jubelmeldung in der die wichtigste Angabe fehlt: der Wirkungsgrad der ganzen Chose, Stom-zu-Strom.

    Hier mein Überschlag:
    70% Elektrolyse (Strom zu Wasserstoff)
    95% Für die Ein- und Auslagerung aus dem Metallhydrid
    50% Brennstoffzelle (Annahme: Niedertemperatur-Brennstoffzelle)
    bringt: 0,7 x 0,95 x 0,5 = 33%
    Besser wirds nicht, vielleicht wird das noch ein, zwei Prozentpunkte wenn man mehr von Altmaiers Millionen an Forschung drauf verfeuert.

    Batteriespeicher bringen in der Praxis 80%, auch schon bei kleinen Systemen.
    Große Speicher kann man mit Redox-Flow-Batterien machen, und auch da kommen noch 70% der reingesteckten Energie raus.

  2. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: crustenscharbap 21.10.20 - 09:12

    Die Energie verschwindet ja nicht einfach so. Sie geht ja in Abwärme'verloren'. Aber man will ja auch Heizen. Vielleicht kommen wir so auf 50-60% Wirkungsgrad.

    Aber Redox Flow Batterien finde ich auch für sinnvoller. Gibt es Anlagen mit solchen Batterien?

  3. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: GajusTempus 21.10.20 - 10:50

    ich würde Wasserstoff in der Tat maximal als zusätzlichen Puffer ansehen - quasi als Langzeitspeicher - gekoppelt mit einem Batteriespeicher.

    Weil: Wenn die Sonne knallt, ich den Strom im Akku nicht mehr gespeichert und nicht ausreichend schnell verbraucht bekomme, "schmeiße" ich den ins öffentliche Netz und bekomme dafür im Besten Fall ein Trinkgeld im Vergleich zu dem, was es kostet, Strom aus dem Netz zu kaufen. Für den täglichen Standardverbrauch ist die Verlustleistung dafür in der Tat viel zu hoch.

    Ich sehe die Anlage daher ideal als Ergänzung zu einer größeren PV-Anlage MIT bereits vorhandenem Batteriespeicher - und damit von der Funktionsweise ähnlich wie eine Zisterne für Wasser.

  4. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: Ach 21.10.20 - 12:30

    GajusTempus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich würde Wasserstoff in der Tat maximal als zusätzlichen Puffer ansehen -
    > quasi als Langzeitspeicher - gekoppelt mit einem Batteriespeicher.
    >
    > Weil: Wenn die Sonne knallt, ich den Strom im Akku nicht mehr gespeichert
    > und nicht ausreichend schnell verbraucht bekomme, "schmeiße" ich den ins
    > öffentliche Netz und bekomme dafür im Besten Fall ein Trinkgeld im
    > Vergleich zu dem, was es kostet, Strom aus dem Netz zu kaufen. Für den
    > täglichen Standardverbrauch ist die Verlustleistung dafür in der Tat viel
    > zu hoch.
    >
    > Ich sehe die Anlage daher ideal als Ergänzung zu einer größeren PV-Anlage
    > MIT bereits vorhandenem Batteriespeicher - und damit von der Funktionsweise
    > ähnlich wie eine Zisterne für Wasser.

    Ja cool, vor allem könnten Leute ihre gesamte nutzbare Dachfläche mit Solarzellen ausbauen, und zwar mit einem echtem Nutzen für den Winter anstatt ihren erzeugten Strom zu verschenken oder die Erzeugung runter fahren zu müssen. Auch nicht zu vergessen, welchen Funktionen so ein System in einem Nachbarschaftsstrommodell ausfüllen könnte, wenn sich mehrere Parteien zum Kauf einer solchen Anlage zusammenschließen oder die Aufgaben wie Stromgewinnung, Batteriespeicherung und Wasserstoffspeicherung untereinander aufteilen würden.

    Jetzt brauchen wir nur noch ein paar Early Adopters mit ausreichend finanzieller Rückendeckung, die sich in diese Aufgabe heldenhaft hinein werfen. Von diesen Idealisten gibt es aber gar nicht mal so wenig.

  5. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: Keep The Focus 21.10.20 - 12:37

    Langzeitspeicher mit flüssigem Wasserstoff?

    Wäre da nicht ein Schwerkraftspeicher sinnvoller?

  6. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: senf.dazu 21.10.20 - 15:01

    Joey5337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieder ein superneue Wasserstoff-Jubelmeldung in der die wichtigste Angabe
    > fehlt: der Wirkungsgrad der ganzen Chose, Stom-zu-Strom.
    >
    > Hier mein Überschlag:
    > 70% Elektrolyse (Strom zu Wasserstoff)
    > 95% Für die Ein- und Auslagerung aus dem Metallhydrid
    > 50% Brennstoffzelle (Annahme: Niedertemperatur-Brennstoffzelle)
    > bringt: 0,7 x 0,95 x 0,5 = 33%
    > Besser wirds nicht, vielleicht wird das noch ein, zwei Prozentpunkte wenn
    > man mehr von Altmaiers Millionen an Forschung drauf verfeuert.
    >
    > Batteriespeicher bringen in der Praxis 80%, auch schon bei kleinen
    > Systemen.
    > Große Speicher kann man mit Redox-Flow-Batterien machen, und auch da kommen
    > noch 70% der reingesteckten Energie raus.

    Wenn allerdings der Metallhydridspeicher deutlich billiger als die Batterie ausfällt oder eine längere Lebensdauer/Zyklenzahl hat kann man dafür ein paar Solarzellen mehr kaufen - und schon ist der Wirkungsgrad egal. Am Ende zählt was die Geschichte kostet. Nicht welchen Wirkungsgrad irgend ein Teil davon hat.

  7. Re: Wirkungsgrad!

    Autor: Keep The Focus 21.10.20 - 15:05

    Wirkungsgrad = Kosten
    Wenn man 2/3 der Energie einfach wegschmeißen kann, muss die Alternative sehr teuer sein.

    Dabei wurden z.B. Schwerkraftkraftwerke gar nicht berücksichtigt



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.20 15:06 durch Keep The Focus.

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