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35% Verlust - allein beim Tanken

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  1. 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: Joey5337 08.03.20 - 17:48

    Seit Jahren - wenn nicht Jahrzehnten - hört man immer, wie toll Wasserstoff als Kraftstoff sein soll.

    Dabei kann man genauso lange schon nachrechnen, dass Wasserstoff vom Wirkungsgrad kaum besser als Dieselkraftstoff sein kann. Und da sind die Verluste beim "Umfüllen" noch nicht mal berücksichtigt.

    Versteht mich nicht falsch: Ich befürworte die Energiewende. Ebenso ist klar, dass Erdöl- und Erdgas-basierte Produkte abgelöst werden müssen.
    Aber wenn in der Summe mehr Energie (und damit aktuell auch CO2) investiert werden muss, nur damit an einer bestimmten Stelle des Prozesses kein CO2 anfällt, dann sollte man es einfach bleiben lassen.
    Grund dafür kann eingentlich nur das Abschöpfen von Subventionen sein. Alternativ die deutsche Eigenart, High-Tech-Lösungen für nicht existierende Probleme zu suchen.

  2. Re: 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: Hackeklotz 08.03.20 - 21:07

    Joey5337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dabei kann man genauso lange schon nachrechnen, dass Wasserstoff vom
    > Wirkungsgrad kaum besser als Dieselkraftstoff sein kann. Und da sind die
    > Verluste beim "Umfüllen" noch nicht mal berücksichtigt.

    Dann zeig mal deine Rechnung

  3. Re: 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: AllDayPiano 09.03.20 - 08:40

    Artikel gelesen? Oder bei "Wasserstoff" aufgehört, und dem Drang nicht widerstehen können, uns mit inhaltsleerem Anti-Geschreibsel zu beehren?

  4. Re: 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: x2k 09.03.20 - 09:20

    Es gibt da etwas das viel wirkungsvoller als metall hydride ist und keinen druck tank benötigt hoch oder Niederdruck.
    Man Ersetzt das Metallatom einfach durch Kohlenstoff, den gibts umsonst, immerhin ist davon viel zu viel in unserer Luft wie man so munkelt.
    Und jetzt der knaller man kann das ganze in jedes bereits existierende auto tanken und einfach so fahren. BOAH Magie! ...

  5. Re: 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: tom.stein 09.03.20 - 10:56

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt da etwas das viel wirkungsvoller als metall hydride ist und keinen
    > druck tank benötigt hoch oder Niederdruck.
    > Man Ersetzt das Metallatom einfach durch Kohlenstoff, den gibts umsonst,
    > immerhin ist davon viel zu viel in unserer Luft wie man so munkelt.
    > Und jetzt der knaller man kann das ganze in jedes bereits existierende
    > auto tanken und einfach so fahren. BOAH Magie! ...

    "Keinen Druck", das schränkt die Menge der verwendbaren Kohlenwasserstoffe schon ein. Demnach weder Methan noch Aromate? Wobei letztere bestimmt interessant wären - Kraftstoffe von DIOR oder PACO RABANNE. Abend um die Häuser ziehen - schnell nochmal den Tank öffnen! Mist, das war der Wagen meiner Frau, das war ihr Body Mist...

  6. Re: 35% Verlust - allein beim Tanken

    Autor: WonderGoal 12.03.20 - 05:43

    Hackeklotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Joey5337 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dabei kann man genauso lange schon nachrechnen, dass Wasserstoff vom
    > > Wirkungsgrad kaum besser als Dieselkraftstoff sein kann. Und da sind die
    > > Verluste beim "Umfüllen" noch nicht mal berücksichtigt.
    >
    > Dann zeig mal deine Rechnung

    1) Elektrolyse: das massentauglichste und günstigste Elekrolyseverfahren bringt es auf knapp über 50% Wirkungrad. - Einschränkung: Der hierfür nötige Strom wird komplett regenerativ angenommen, was wir ja bekanntlich im aktuellen dt. Strommix nicht erfüllen.

    2) Die Brennstoffzelle selbst liefert heute einen Wirkungrad von auch etwas über 50%.
    Ergo haben wir jetzt schon mal nur noch einen Gesamtwirkungrad von 1) und 2) von 25%.

    3) Logistik macht das ganze dann erst richtig schlecht, d.h. will man Wasserstoff ökomomisch sinnvoll auf ein Tankstellennetz verteilen, muss man es zwangsläufig verflüssigen, da sonst zu wenig Energiegehalt auf das Volumen transportiert werden kann. Ergo den gasförmigen Wasserstoff abkühlen auf -253°C mit ca. 30% Wirkungsgradverlust in der Großindustrieanlage. Diesen Zustand müssen wir jetzt in den Lagertanks, den Tankwagen und am Bestimmungsort der Tankstelle beibehalten, was folglich wieder Energie kostet, die ich hier mal (einfacher Weise) ausblende.

    Vor Ort an der Tankstelle muss man den nun flüssigen Wasserstoff wieder gasförmig machen, jedoch dieses Mal in einer viel ineffizienteren Kleinstanlage, was nochmals min. 40% Wirkungrad kostet.

    Dann kommen wir zum Betanken: Ein einzelner Betankungsvorgang benötigt 60% Energie des getankten Energiegehalts (Verlustleistung abfangen, wie z.B. entsehende Wärme bei der Kompression) bei einer 700bar Betankung. Beispiel: Tankt man 5 kg Wasserstoff mit einem Heizwert von 33 kWh pro kg, dann entfallen alleine fürs Tanken per Druckbetankung dafür 99 kWh. (Das ist ein Wert, den man erst mal sacken lassen muss.)

    Summa summarum landen wir bei einem wohlwollend angenommenen Gesamtwirkungsgrad von 10,5% und das ohne die beiden Punkte Energiebedarf für die Lagerung nahe des Absoluten Nullpunkts und dem Energiebedarf beim Druckbetanken.

    Ergo kannst du dir ja selbst ausmalen, dass wir vor allem durch den letzten Faktor des Energieeinsatzes beim Druckbetanken im Gesamtwirkungrad so absacken, dass es richtig übel aussieht. Da sollte man gleich darüber nachdenken, ob man sich nicht wieder eine 200 Jahre alte Dampfmaschine vor den Karren spannt. Der würde ähnliche Werte hervorbringen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.20 05:47 durch WonderGoal.

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