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  5. › Brick'r'Knowledge angetestet…

Sieht sehr unflexibel aus

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  1. Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Mingfu 08.12.15 - 10:19

    Gerade wenn es beim Experimentieren darum geht, Kleinigkeiten zu ändern, um zu sehen, wie die Schaltung dann reagiert und daraus entsprechend zu lernen, dann kann es hier leicht sein, dass man die komplette Schaltung umbauen muss, wenn man sich vorher nicht für alle Eventualitäten Gedanken gemacht hat. Denn dann fehlt vielleicht einfach Platz an der entscheidenden Stelle, um dort einen Block einfügen zu können.

    Auch dürften einige Leitungsführungen recht unübersichtlich werden, weil man immer um die anderen Blöcke herumbauen muss. Das beschränkt auch recht stark die möglichen Komplexitäten einer Schaltung.

    Zum Lernen von Elektronikgrundlagen für eine Einzelperson sehe ich deshalb ein System wie die Kosmos-Electronic-Baukästen als überlegen an. Für Schulen finde ich das hier vorgestellte Brick-System dagegen wirklich super. Es ist robust, es taugt dafür, dass mehrere Leute zugleich auch wirklich etwas erkennen können, wenn sie um einen Tisch herumstehen und in der Regel wird sich der Lehrer dort vorher auch genau Gedanken machen, was er aufbauen will und was er dann verändern will, so dass die Schaltung von Anfang an dann entsprechend darauf ausgelegt ist, an den entscheidenden Stellen angepasst werden zu können.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.15 10:25 durch Mingfu.

  2. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: nille02 08.12.15 - 10:30

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Schulen finde ich das hier vorgestellte Brick-System dagegen wirklich
    > super.

    Dachte ich auch, aber es ist einfach zu teuer, zumindest für allgemeinbildende Schulen. Selbst einfachste Bausätze (Led + Widerstand) sind meist schon zu teuer und die Lehrer müssen sie "kopieren".

    Ich sehe das eher für Eltern, die die Interessen ihrer Kinder fördern möchten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.15 10:31 durch nille02.

  3. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Trollversteher 08.12.15 - 10:45

    >Gerade wenn es beim Experimentieren darum geht, Kleinigkeiten zu ändern, um zu sehen, wie die Schaltung dann reagiert und daraus entsprechend zu lernen, dann kann es hier leicht sein, dass man die komplette Schaltung umbauen muss, wenn man sich vorher nicht für alle Eventualitäten Gedanken gemacht hat. Denn dann fehlt vielleicht einfach Platz an der entscheidenden Stelle, um dort einen Block einfügen zu können.

    Also wenn ich daran denke, wie oft ich ganze Breadboard Prototyp-Platinen entlöten und komplett neu aufbauen musste, weil hier oder da kein Platz mehr für ein zusätzliches Bauteil oder eine etwas andere Anordnung war, dann sieht mir das hier doch deutlich unkomplizierter und variabler aus...

  4. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Mingfu 08.12.15 - 11:12

    Breadboard entlöten?

    Nebenbei sind Experimentierschaltungen zum Lernen üblicherweise nicht so umfangreich, dass man ein ganzes Breadboard damit restlos ausfüllen kann. Und wenn man den Vergleich zu diesen Blöcken hier zieht, dann sind die in ihrer möglichen Komplexität ohnehin nochmals um Größenordnungen eingeschränkt, weil das sonst platzmäßig und organisatorisch doch sehr groß und damit auch unbeherrschbar wird.

    Also wenn du auf einem Breadboard keinen Platz mehr findest, weil alles ausgeschöpft ist, dann wirst du auch mit diesen Blöcken hier nicht glücklich werden.

  5. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: M.P. 08.12.15 - 11:20

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn du auf einem Breadboard keinen Platz mehr findest, weil alles
    > ausgeschöpft ist, dann ....

    Lötet man freischwebend in der dritten Dimension weiter.

    Da wird auch mal ein Maxim-Reset-Controller huckepack auf die CPU geklebt, und freischwebend verdrahtet, wenn die selbst ausgedachte Reset-Schaltung sich als zu schlicht herausgestellt hat ;-)

    Heute würde ich Brandblasen an den Fingerkuppen bekommen (Pinzetten findet man ja immer dann nicht, wenn man sie braucht...) - damals hatte ich so viel Hornhaut an den Fingerspitzen, daß es nur etwas nach gegrilltem Hühnchen gerochen hat...

  6. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Little_Green_Bot 08.12.15 - 15:55

    Mir gefällt das Konzept des Baukastens. Hier wird Übersicht vor Effizienz gestellt, und zum Lernen ist das der richtige Ansatz. Bei anderen Bausätzen ist es eine typische Fehlerquelle, die Übersicht über die Verbindungs-Kabel zu verlieren.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  7. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Moe479 09.12.15 - 05:34

    hmmmm ... wir hatten eine raster-lochplatte zum stecken von länglichen bauteilträgern welche jewails über 2 metall-ösen zum ein stecken von verbindungskabeln verfügten, ansich war die platte nur zum halten, damit nicht alles wie ne lichterkette aussah ... dazu bekam man nen trafo ausgeteilt ... das zeug sah aus, als hätte es schon gute 20 jahre aufm buckel ... aber es funktionierte ... ab und an war mal ein bauteil defekt, die träger hatten aber alle ne abdeckung unter der das bauteil gefasst bzw. gelötet war ... also war gut reparierbar. ganz idioten sicher war es nicht, man konnte es durchaus knallen lassen auf seinem tisch ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.15 05:42 durch Moe479.

  8. Re: Sieht sehr unflexibel aus

    Autor: Broco 26.12.15 - 16:51

    Unflexibel, auf den ersten Blick vielleicht. Ich habe einen Advanced Set, und kann aus eigener Erfahrung berichten. In den Bricksets sind verschiedene Strukturbauteile enthalten, so dass die Schaltungen immer wie ein Schaltplan aufgebaut werden können. Man benötigt keine Steckvorlagen. Ein Vorteil ist auch, dass es keine Begrenzung des Bauraumes gibt. Die speziellen Stecker ermöglichen auch ein abwinkeln nach oben.
    Es gibt natürlich einen Nachteil, für große Schaltungen braucht man viele Bausteine. Aber die gibt's ja auch einzeln und nicht nur im Set.
    Ein defekter Brick kann selbst repariert werden. Die Gehäusehälften sind nicht verklebt und lassen sich zerstörungsfrei öffnen.
    Was es an fertigen Bricks nicht gibt, kann man sich selbst dazu bauen, dafür gibt es unbestückte Platinen und die passenden Gehäuse dazu.

  9. Re: nicht unflexibel...

    Autor: DK3SML 31.12.15 - 10:46

    Mingfu schrieb:
    Für
    > Schulen finde ich das hier vorgestellte Brick-System dagegen wirklich
    > super. Es ist robust, es taugt dafür, dass mehrere Leute zugleich auch
    > wirklich etwas erkennen können, wenn sie um einen Tisch herumstehen und in
    > der Regel wird sich der Lehrer dort vorher auch genau Gedanken machen, was
    > er aufbauen will und was er dann verändern will, so dass die Schaltung von
    > Anfang an dann entsprechend darauf ausgelegt ist, an den entscheidenden
    > Stellen angepasst werden zu können.

    Gerade weil man recht schnell etwas verändern kann, ist das System flexibel.... . Ich halte das Brick-System für Schulen für sehr sinnvoll, zumal es ab etwa Klasse 4 einsetzbar ist. Der Vorwurf, den hier von einem anderen User geäußert worden war, dass das System teuer sei, kann ich nun gar nicht teilen. Andere Elektronik-Lernsysteme, wie etwa von Leybold oder Phywe sind wesentlich teurer und bieten ein deutlich geringeres Spektrum an Bauteilen. Es mag am Anfang etwas schwierig sein, zu begreifen, dass man den Stromkreis nicht als wirklichen "Kreis" in der Schaltung erkennt, aber auf einer Platine sieht man ja den Kreis dann auch eher nicht ... und diverse Bauteile sind auch einfach gegen Masse gelegt. Die Bricks eignen sich sowohl für den Physik-, als auch den Technikunterricht. Toll wären noch Bausteine, die man direkt als ablesbare Spannungs- oder Strommesser einbauen könnte, aber vielleicht kommt da noch etwas in der Richtung ;) 73s Mike

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