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Super Idee

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  1. Super Idee

    Autor: DeathMD 13.07.18 - 12:29

    Da wir unterschiedliche Lösungen in Zukunft brauchen werden, sind solche Ansätze immer gerne gesehen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  2. Re: Super Idee

    Autor: pumok 13.07.18 - 14:39

    +1

  3. Re: Super Idee

    Autor: honna1612 13.07.18 - 14:49

    Ja Pumpspeicher hat praktisch keinen Energieverlust über die Zeit. (Ist ja wie ein See unter der Erde) Ein zu Eout ist 80%. Also auch eines der besten Systeme.

    In Österreich kann man Berge verwenden um Bergseen aufzufüllen und dann wieder zu entleeren. Funktioniert in DE schwieriger aber mit ein paar hundert Meter höhenunterschied hat man schon ein gewaltiges potential zum nutzen für pumpen wenn der See groß genug ist.

  4. Re: Super Idee

    Autor: Ach 13.07.18 - 16:18

    Die beste Idee seit der Li-Ionen-Batterie. Batteriespeicher in der Dimension von Pumpspeicherkraftwerken. Würde vor allem den stationären Li-Ionen-Batterie zusetzen(was aber gut ist, weil wir die für den Verkehr brauchen), den Pumpspeichern sowieso, zu einem Bruchteil der Kosten und wäre darüber hinaus so gut wie überall einsetzbar, auch auf dem Flachen Land, auch in jeder Ortschaft. Ausgestattet mit einem ungleich höheren Wirkungsgrad, käme selbst Wasserstoff als Energieträger in Bedrängnis, und auch dort zu geringeren Kosten und ohne aufwändiges Gasleitungsnetz, wo die Energie ja einfach nur in Strom abgegeben wird.

    Indes frage ich mich, ob man das ganze nicht erweitern könnte zu einem Netz von reduzierter Polymerflüssigkeit + einem Rücklauf von oxidierter Flüssigkeit. Überall wo Strom hergestellt wird, Solaranlagen, Windräder, Biomasse, etc. kann entweder ins Stromnetz oder wenn das gesättigt ist, ins Polymernetz eingespeist werden. Ideal um jeden an der Energieproduktion teilnehmen zu lassen. Frag ich mich halt, wie hoch die Energiedichte der Flüssigkeit ist in Liter pro Kwh.

  5. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 16:47

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die beste Idee seit der Li-Ionen-Batterie. Batteriespeicher in der
    > Dimension von Pumpspeicherkraftwerken. Würde vor allem den stationären
    > Li-Ionen-Batterie zusetzen(was aber gut ist, weil wir die für den Verkehr
    > brauchen), den Pumpspeichern sowieso, zu einem Bruchteil der Kosten und
    > wäre darüber hinaus so gut wie überall einsetzbar, auch auf dem Flachen
    > Land, auch in jeder Ortschaft. Ausgestattet mit einem ungleich höheren
    > Wirkungsgrad, käme selbst Wasserstoff als Energieträger in Bedrängnis, und
    > auch dort zu geringeren Kosten und ohne aufwändiges Gasleitungsnetz, wo die
    > Energie ja einfach nur in Strom abgegeben wird.
    >
    > Indes frage ich mich, ob man das ganze nicht erweitern könnte zu einem Netz
    > von reduzierter Polymerflüssigkeit + einem Rücklauf von oxidierter
    > Flüssigkeit. Überall wo Strom hergestellt wird, Solaranlagen, Windräder,
    > Biomasse, etc. kann entweder ins Stromnetz oder wenn das gesättigt ist, ins
    > Polymernetz eingespeist werden. Ideal um jeden an der Energieproduktion
    > teilnehmen zu lassen. Frag ich mich halt, wie hoch die Energiedichte der
    > Flüssigkeit ist in Liter pro Kwh.

    Nun, das Redox-Flow Verfahren kann als Mischform aus Brennstoffzelle und klassischem Akkumulator gesehen werden. In Vergleich zur Speicherung von Wasserstoff hat es - eigentlich - die höheren Kosten. Das Salzwasser-Verfahren wurde nun bereits ein paar mal der Öffentlichkeit präsentiert, auch auf der Intersolar (im kleineren Maßstab und als Energiespeicher für Zuhause). Kostenmäßig ist es sehr interessant und kann durchaus mit Power2Gas konkurrieren, die erzielbare Energiedichte nach der du ja fragst ist dagegen (sogar im Vergleich zu konventionellen Lithium-Akkus) sehr gering. Ich habe jetzt gerade keine genauen Zahlen im Kopf, müsste ich recherchieren. Gut, im Gegensatz zum Heimspeicher wo es durchaus knapp werden kann mit dem Platz, dürfte dies bei unterirdischen Kavernen ja kein Problem darstellen.

    Nun könnte man in den unterirdischen Kavernen genauso gut Gas, beispielsweise Wasserstoff speichern, der ja wiederum die (deutlich) höhere Energiedichte aufweist. Warum genau die Betreiber sich (sicherlich aus gutem Grund) für das Redox-Flow Verfahren entschieden haben, geht aus dem Artikel leider nicht wirklich hervor, eine Vertiefung wäre interessant. Ist es wirklich der höhere "Wirkungsgrad" (sprich die Umwandlungsverluste bei der Speicherung und Wieder-Entnahme von elektrischem Strom) gegenüber Power2Gas oder ist es vor allem die Tatsache, dass man die Kavernen scheinbar gar nicht erst konventionell schaffen muss sondern quasi deren Formung durch Einleitung von Wasser mit einer bestimmten Salzkonzentration steuern kann, ganz ohne klassischen Bergbau? Sicherlich hat es auch etwas mit dem betreffendem Standort und dessen Geologie zu tun, das heißt das Verfahren ist nicht automatisch an anderen Standorten ebenso wirtschaftlich.

    Deine final geäußerte Idee lasse ich mir mal durch den Kopf gehen, so dumm klingt die erst einmal gar nicht.

  6. Re: Super Idee

    Autor: pumok 13.07.18 - 16:57

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine final geäußerte Idee lasse ich mir mal durch den Kopf gehen, so dumm
    > klingt die erst einmal gar nicht.

    Sehe ich auch so.
    Wir sind noch sehr weit davon entfernt, aber Öl- und Gaspipelines sowie Fernwärmenetze haben wir ja auch gebaut, also warum nicht.
    Wenn man den Gedanken weiterspielt, könnte man mit einem Vor- und Rücklaufsystem für Polymersalzlösung bis zu den Endverbraucher auch auf die Stromleitungen verzichten und hätte das "Problem" der elektromagnetischen Strahlung auch gleich eliminiert.
    Und wenn sich die Leistungsdichte in den nächsten Jahrzehnten massiv steigern lassen sollte, könnten wir unsere Elektrautos auch wieder in sehr kurzer Zeit an der Zapfsäule tanken ;-)

  7. Re: Super Idee

    Autor: Quantium40 13.07.18 - 18:27

    honna1612 schrieb:
    > In Österreich kann man Berge verwenden um Bergseen aufzufüllen und dann
    > wieder zu entleeren. Funktioniert in DE schwieriger aber mit ein paar
    > hundert Meter höhenunterschied hat man schon ein gewaltiges potential zum
    > nutzen für pumpen wenn der See groß genug ist.

    Wobei nur Wasser zur Speicherung die Energiemenge durch die relativ niedrige Dichte des Wassers ziemlich begrenzt. Interessanter sind da Lageenergiespeicher, bei denen zwar auch nur Wasser umhergepumpt wird, dieses aber im Endeffekt nur dazu dient, einen massiven Speicherkörper aus dichterem Material zu bewegen.

    siehe auch
    https://heindl-energy.com/

  8. Re: Super Idee

    Autor: Quantium40 13.07.18 - 18:41

    osolemio84 schrieb:
    > die erzielbare Energiedichte nach der
    > du ja fragst ist dagegen (sogar im Vergleich zu konventionellen
    > Lithium-Akkus) sehr gering.

    Laut den Planungen von EWE:
    700MWh in 200000m³ also bei 3,5Wh/l bzw. 0,0126MJ/l (bzw. ca. 2,9Wh/kg oder rund 0,01MJ/kg)

    Aktulle Lithium-basierte Akkus kommen auf Werte von bis zu 180Wh/kg.

    Wasserstoff im Boden zu speichern ist übrigens gar nicht so einfach. Der diffundiert praktisch überall durch und ist in Kombination mit Luftsauerstoff recht explosiv. Will man große Mengen sicher speichern, muss man richtig viel investieren, während es für das Brine4Power-Projekt nur die Kavernen selbst braucht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.18 18:55 durch Quantium40.

  9. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 19:14

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemio84 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Deine final geäußerte Idee lasse ich mir mal durch den Kopf gehen, so
    > dumm
    > > klingt die erst einmal gar nicht.
    >
    > Sehe ich auch so.
    > Wir sind noch sehr weit davon entfernt, aber Öl- und Gaspipelines sowie
    > Fernwärmenetze haben wir ja auch gebaut, also warum nicht.
    > Wenn man den Gedanken weiterspielt, könnte man mit einem Vor- und
    > Rücklaufsystem für Polymersalzlösung bis zu den Endverbraucher auch auf die
    > Stromleitungen verzichten und hätte das "Problem" der elektromagnetischen
    > Strahlung auch gleich eliminiert.
    > Und wenn sich die Leistungsdichte in den nächsten Jahrzehnten massiv
    > steigern lassen sollte, könnten wir unsere Elektrautos auch wieder in sehr
    > kurzer Zeit an der Zapfsäule tanken ;-)

    Oder wir bauen halt doch ein globales Stromnetz mit Haupttrassen parallel zum Äquator und brauchen überhaupt gar keine Batterien oder sonstigen Speicher, allein schon weil immer gerade irgendwo auf der Erde die Sonne scheint. Man sollte sich halt nur nicht verzetteln mit Lösungen, die nicht interagieren sondern sinnlos konkurrieren.

  10. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.18 - 19:17

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasserstoff im Boden zu speichern ist übrigens gar nicht so einfach. Der
    > diffundiert praktisch überall durch und ist in Kombination mit
    > Luftsauerstoff recht explosiv. Will man große Mengen sicher speichern, muss
    > man richtig viel investieren, während es für das Brine4Power-Projekt nur
    > die Kavernen selbst braucht.

    Erdgas wird doch auch bereits in unterirdischen Kavernen gespeichert. Macht es die "Methanisierung" tatsächlich so viel einfacher und beherrschbarer?

  11. Re: Super Idee

    Autor: Quantium40 13.07.18 - 20:37

    osolemio84 schrieb:
    > Erdgas wird doch auch bereits in unterirdischen Kavernen gespeichert. Macht
    > es die "Methanisierung" tatsächlich so viel einfacher und beherrschbarer?

    Wasserstoff besitzt das höchste Diffusionsvermögen aller Gase.
    Zudem zündet ein Wasserstoff-Luft-Gmisch etwa 15-20x leichter als ein Methan-Luft-Gemisch.
    (Stichwort Mindestzündenergie)
    Die Explosionsgrenzen bei Methan in Luft liegen zwischen 4,4 und 16,% Volumenprozent.
    Bei Wasserstoff in Luft liegen sie zwischen 4% und 77%. (gilt für Normaldruck bei 20°C)
    Insofern ist Methan viel sicherer.

    Wasserstoff hat etwa den 2,6fachen Brennwert pro kg von Methan, aber bei Normaldruck nur ein Siebentel der Dichte. Das heißt bei Methan kann man bei gleichem Druck ca. 2,7x soviel Energie pro Volumeneinheit speichern.

    Diese Video veranschaulicht recht deutlich den Unterschied, wenn Wasserstoff+Luft oder Methan+Luft zur Explosion gebracht wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=rfbfjRcJMbE

  12. Re: Super Idee

    Autor: Ach 13.07.18 - 20:40

    Also rund 1/60 eines Li-Ionen-Akkus. Pumpen über lange Strecken wird sich da wohl eher nicht lohnen, weil bei der geringen Dichte das Pumpen zu viel Energie verbraucht. Ansonsten ist das schon vorstellbar. Angenommen ein Haushalt verbraucht durchgehend 1Kw, und die Dichte rechnet man mit 3Watt/Liter, dann braucht man zur Stromversorgung über 24h einen kubischen Speicher mit :

    2m Seitenlänge bei einem Haushalt
    4,3 m Seitenlänge bei 10 Haushalten
    9,3 m Seitenlänge bei 100 Haushalten
    20 m Seitenlänge bei 1000 Haushalten
    43,1 m Seitenlänge bei 10.000 Haushalten
    92,8 m Seitenlänge bei 100.000 Haushalten und
    200 m Seitenlänge bei einer Million Haushalten

    Würde man natürlich nicht in die Innenstadt bauen, sondern irgendwo ins Grüne. Unter das Windrad ist natürlich ideal, weil einfach außerhalb und weil man es gleich mit dem Fundament verbinden kann.

    Interessant sind auch Rechnungen wie : ein Speicher unterm Haus, mal mit den angenommenen Maßen 6m x 10m x 2m. Der würde dann 120m³ Wasser fassen, sind 120 x 3 x 1000W => 360 Kwh, reicht also um einen Haushalt 360/24 => 15 Tage lang mit Strom zu versorgen. Ne Wärmepumpe dazu rechnen, welche den Stromverbrauch verdreifacht, sind dann 5 Tage lang Strom, Heizung und Warmwasser. Oder man heizt das Reservoir mit Überschussstrom/wärme auf, um es parallel als Wärmespeicher zu nutzen. Auf jeden Falln sehr, sehr nettes Spielzeug :].

  13. Re: Super Idee

    Autor: Ach 14.07.18 - 00:20

    Also wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wenn also dieser Polymerspeicher so funktionieren würde wie er präsentiert wurde, dann bekommt die Energiewende greifbare Konturen. Dann stelle ich mir das ungefähr so vor :

    Flug- Schiff- und Fernverkehr => H2
    Alle stationären Speicher => Salz-Polymer
    Mobilitäts und Pufferspeicher => Li-Ionen/Solid-State-Batterien
    Noch ein paar Gaskraftwerke für den Notfall.

    Die überall verteilten Salz-Polymer-Speicher bekämen alles zu fressen mit dem man sie zuwerfen kann. Wind und vor allem Sonne von den Dächern(bei Neubauten wird eine Photovoltaikvolldeckung zur Pflicht). Auf dem Meer könnte man nicht nur Strom, sondern direkt auch Treibstoff für den Schiffsverkehr herstellen. Das Ziel wäre dann nicht mehr den gesamten Energiebedarf erneuerbar zu decken, das wäre ja dann schon erreicht, vielmehr würde man sich endlich darauf konzentrieren, so viel Energie wie möglich zum CO2 Filtern aus der Atmosphäre und aus dem Wasser bereit zu stellen(weil es zu dem Zeitpunkt schon ganz schön heiß sein wird auf der Erde, und es deshalb und wegen anderer Katastrophen leichter fallen wird, die Leute von der Notwendigkeit dessen zu überzeugen). Energie wäre dann schon eine Selbstverständlichkeit, und stünde überall nahezu kostenlos zur Verfügung, zumindest in bestimmten Jahreszeiten wäre das so. Die größte H2 Konkurrenz wird aus Nordafrika kommen. Tatsächlich überschlagen sich die Opec Staaten im Moment mit Ankündigungen über ganz wahnsinnige Fotovoltaikprojekte in der Wüste. Der crazyeste Ankündigung kommt aus Saudi Arabien, mit einer 84(!) GW(!) Solarinstallation, kein Witz, das Pendant zu rund 55 Atomkraftwerken.

  14. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.18 - 06:20

    Während es beim Photovoltaik-Zubau in Deutschland so aussieht:

    https://www.energieverbraucher.de/files/1/0/0/15598.jpg

    Die immense Bürokratie muss weg, genauso irgendwelche Deckel und weitere Hürden. Meinetwegen die Einspeisevergütung auch für Privatpersonen mit einem EFH runter auf 4 Cent (evtl. als "Strom-Credits" und steuerfrei), aber Photovoltaik (auch bei Anlagen über 0,6 kWp!) und natürlich auch Kleinwindkraft muss deutlich unkomplizierter werden. Ich kann niemanden zur Photovoltaik-Vollbedeckung "zwingen", wenn ich ihm gleichzeitig das Leben als Solaranlagenbesitzer so schwer wie möglich mache, ihn zwinge (Klein)-Unternehmer mit dem ganzen steuerlichen Rattenschwanz zu werden, immer neue Auflagen zu erfüllen was den Photovoltaik-Eigenverbrauch betrifft, auf diesen EEG-Umlage zu zahlen usw. usf. Ein Kumpel von mir hat kürzlich ein neues Haus gebaut und war von diesem Behördenwahnsinn absolut abgeschreckt - er hat neben zwei Solarthermie-Paneelen (welche ja durch KfW-Vorgaben quasi bereits Pflicht sind) zwar nun auch Photovoltaik auf dem Dach. Allerdings ebenfalls nur zwei Module, für den reinen Eigenverbrauch und ohne jegliche Registrierung (was glücklicherweise auch so erlaubt ist, siehe PvPlug.de). Auf der Dachfläche wäre aber Potential für etwa 10 (oder eben 9,99 wegen der "Sonnensteuer" die darüber anfällt) kWp gewesen, statt in seinem Fall nur 0,52... :/ Auch mein Vater, dem ich letztes Jahr in meiner Freizeit 6,5 kWp und damit unter 7 kWp (kein zweiter Zähler [laufende Kosten {wissen jedoch die Wenigsten}], kein Smart Meter [in seinem Fall {noch} sinnlos und nur mit weiteren laufenden Kosten verbunden) auf's Dach gebaut habe, beschwert sich wegen dem steuerlichen (bürokratischen) Mehraufwand und dass er seine Anlage neben der Registrierung bei der Bundesnetzagentur und dem Energieversorger nun schon wieder in ein neues Portal eintragen müsse (wie alle Photovoltaik-Besitzer!) - wer es nicht (rechtzeitig) tut, verliert übrigens das Anrecht auf die EEG-Vergütung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.18 06:35 durch osolemio84.

  15. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.18 - 06:52

    Leicht Off Topic: Photovoltaik in der Wüste (und allgemein an trockenen, heißen Standorten) sorgt dafür, dass dort weniger Wasser verdunstet und macht ggfs. die Flächen auch für Landwirtschaft als Parallelnutzung interessanter. Schon ganz normale Freilandtische mit Süd-Aufständerung würden sich dafür eignen, wären diese dagegen ausreichend hoch, könnte man sich nicht nur in Ost-West Richtung, sondern auch von Süd nach Nord frei bewegen und die Flächen bis auf die (Ramm-) Fundamente alle etwa 5 Meter nahezu uneingeschränkt einer Zweitnutzung zuführen. Aber auch wenn sich nur die Natur darunter erholt und beispielsweise Schafe unter den Solarmodulen grasen können (wie auch bei uns oft zu sehen), ist schon etwas erreicht. Ein Bekannter von mir hat einen kleinen Solarpark und diesen mit diversen Obstbäumen umbaut sowie eine "ursprüngliche" Wiesenmischung mit vielen Kräutern angesät. Zwischen den Reihen gedeihen Schilf und Farne. Seitdem ist sein Solarfeld das reinste Paradies für Insekten, Reptilien und Vögel, während er gleichzeitig Erneuerbaren Strom erzeugt (und regional vermarktet).

  16. Re: Super Idee

    Autor: martin28 14.07.18 - 08:42

    Du kannst beides speichern. Bei der Methanisierung hast Du einen Wirkungsgrad von 40% über die gesamte Kette - nicht gerade viel. Das wäre geundsätzlich akzeptabel, da derzeit bei Wind und Sonne ein Großteil der Windkrafträder abgeschaltet werden muss (die Betreiber erhalten trotzdem soviel als wenn sie produzieren würden).

    Die Methanisierung wird nur aus einem einzigen Grundnicht gemacht: Die Speicherbetreiber müssen den Strom voll versteuern, den sie methanisieren. Die Erzeugung kosten nur etwa 20% des Strompreises, ca. 50% sind Steuern. Wenn Du methanisierst hast Du bei einem Wirkungsgrad von 40% Steuern von 0,5/0,4=125% - selbst wenn der Speicherbetreiber den Strom gratis bekommt weil es Überkapazitäten sind, müsste dieser den teurer verkaufen als der normale Marktpreis (100%). Daher kein Geschäftsmodell für den Speicherbetreiber.

    Das ist der Politik übrigens seit Jahren bekannt, sie ist aber nicht bereit auf die Steuern zu verzichten, obwohl Speicherbetreiber den Strom ja nicht verbrauchen, sondern Einspeichern. An solchen Entscheidungen scheitert dann halt die Energiewende und Deutschland muss bei Dunkelflaute noch immer 89% der Energie aus konventionellen Kraftwerken zur Verfügung stellen weil nicht eingespeichert werden kann. Was widerum bedeutet, dass derzeit nur 11% der Kraftwerkskapazität eingespart werden kann um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

  17. Re: Super Idee

    Autor: Ach 14.07.18 - 09:39

    martin28 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist der Politik übrigens seit Jahren bekannt, sie ist aber nicht bereit
    > auf die Steuern zu verzichten, obwohl Speicherbetreiber den Strom ja nicht
    > verbrauchen, sondern Einspeichern. An solchen Entscheidungen scheitert dann
    > halt die Energiewende und Deutschland muss bei Dunkelflaute noch immer 89%
    > der Energie aus konventionellen Kraftwerken zur Verfügung stellen weil
    > nicht eingespeichert werden kann. Was widerum bedeutet, dass derzeit nur
    > 11% der Kraftwerkskapazität eingespart werden kann um eine
    > unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

    Mal ganz nüchtern betrachtet, die Leute die sowas blockieren, die also die gesundheitliche wie wirtschaftliche Zukunft einer Nation sabotieren, aus einer rein egoistischen Motivation heraus, das ist ein schlimmeres Verbrechen als jede Steuerhinterziehung, das einen ungleich höherem Schaden in der Wirtschaft und in der Umwelt hinterlässt. Ganz nüchtern betrachtet würde man so jemanden doch in jedem(r) rational denkendem Staat, Demokratie oder Wirtschaft ins Gefängnis verlegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.18 09:53 durch Ach.

  18. Re: Super Idee

    Autor: Ach 14.07.18 - 09:39

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >Photovoltaik in der Wüste (und allgemein an trockenen, heißen Standorten) sorgt dafür, dass dort weniger Wasser verdunstet und macht ggfs. die Flächen auch für Landwirtschaft als Parallelnutzung interessanter. Schon ganz normale Freilandtische mit Süd-Aufständerung würden sich dafür eignen, wären diese dagegen ausreichend hoch, könnte man sich nicht nur in Ost-West Richtung, sondern auch von Süd nach Nord frei bewegen und die Flächen bis auf die (Ramm-) Fundamente alle etwa 5 Meter nahezu uneingeschränkt einer Zweitnutzung zuführen. Aber auch wenn sich nur die Natur darunter erholt und beispielsweise Schafe unter den Solarmodulen grasen können (wie auch bei uns oft zu sehen), ist schon etwas erreicht.

    In der Sahara bleibt es wohl auch trotz Schatten die Wasserversorgung das Nadelöhr, aber in vielen Orten Asiens und in Indien ist das der große Hit.

    >Ein Bekannter von mir hat einen kleinen Solarpark und diesen mit diversen Obstbäumen umbaut sowie eine "ursprüngliche" Wiesenmischung mit vielen Kräutern angesät. Zwischen den Reihen gedeihen Schilf und Farne. Seitdem ist sein Solarfeld das reinste Paradies für Insekten, Reptilien und Vögel, während er gleichzeitig Erneuerbaren Strom erzeugt (und regional vermarktet).

    Um nochmal eine Brücke zum Topic zu schlagen, klingt das wie das ländliche Analog zu der Erholung und zum Aufblühen der marinen Welt zwischen den Türmen der OffShore Parks. Das ist mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass das genau die Richtung ist, die man einschlagen sollte. Mit der Natur Symbiosen eingehen, von der beide Seiten profitieren, sehr schön.

  19. Re: Super Idee

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.18 - 10:07

    "(die Betreiber erhalten trotzdem soviel als wenn sie produzieren würden)."

    Das ist übrigens bei Atomkraft ebenfalls der Fall, nur mal nebenbei bemerkt.

  20. Re: Super Idee

    Autor: Ach 14.07.18 - 10:09

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Während es beim Photovoltaik-Zubau in Deutschland so aussieht:
    > https://www.energieverbraucher.de/files/1/0/0/15598.jpg :



    Joa, "Die Klimaschutzziele 2020 werden wir wohl nicht erreichen! ". Müsste man einen Superklebstoff-Aufkleber draus machen, genauso wie abgebildet, und diesen Aufkleber jedem Politiker, der in diese Sauerei verwickelt/verstrickt ist, auf seine Windschutzscheibe, auf seinen Tankdeckel und an seine Haustür heften. Jetzt hör aber doch mal auf die Leut so kreativ zu machen!

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