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Wirtschaftsverbände...

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  1. Wirtschaftsverbände...

    Autor: Mithrandir 29.03.21 - 07:57

    Nach dem die Kanzlerin bei den Osterfeiertagen vor den Wirtschaftsverbänden eingeknickt ist, stellt sich natürlich die Frage, wo eigentlich die Gewerkschaften als Gegenpol stecken.

    Ich höre in der aktuellen Krise immer nur Wirtschaftsverbände, Wirtschaftsverbände, Wirtschaftsverbände... Dass am Ende kaum jemand übrig sein könnte, der noch etwas erwirtschaften kann, scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.21 08:00 durch Mithrandir.

  2. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: notuf 29.03.21 - 08:17

    Gewerkschaften gibt es seit 1980 nicht mehr. Es ist nur ein Sprungbrett in gut bezahlte Posten in der Politik. Leider.

  3. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: Michael H. 29.03.21 - 08:43

    Mithrandir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich höre in der aktuellen Krise immer nur Wirtschaftsverbände,
    > Wirtschaftsverbände, Wirtschaftsverbände... Dass am Ende kaum jemand übrig
    > sein könnte, der noch etwas erwirtschaften kann, scheint eine
    > untergeordnete Rolle zu spielen.

    Welche Bereiche trifft das?
    Also jetzt mal ohne Witz und mit vollem Ernst.
    Ich kann nur den IT Sektor und die Kunden die wir haben bewerten.

    Bereiche wo ich aus meinem näheren Umfeld und durch Kunden, sowie eigene Erfahrung sagen kann, die ersaufen in Arbeit:
    IT Sektor
    durch die Bank der gesamte Handwerkssektor
    Baufirmen
    Chemie und Pharmabereich
    Maschinenbau
    Logistik

    Lebensmittelbranche scheint mir zwar betroffen, aber nicht schlimm.
    Einzelhandel gewohnt wie immer, solange sie Lebensmittel bzw. systemrelevante Dinge verkaufen.

    Restaurants? Hier in der Gegend muss aktuell kein, zumindest mir bekanntes Restaurant um die Existenz bangen, seit dem die so n Ding namens Internet entdeckt haben und "Lieferdienst".

    Automobilbranche? Konnten alle ordentlich zulegen im letzten Jahr oder?

    Viele Unternehmen habens schwer. Ja. Gerad im Gastro und Hotelgewerbe.
    Viele können da auch wirklich nix machen. Ich mein, du kannst mit nem Nachtclub kein Geld verdienen, wenn du zugesperrt lassen musst. Und niemand zahlt bei nem "Lass uns bei dir zu hause feiern" - Live Stream 10¤ Eintritt und 8,50-10,50 für nen Cuba Libre den er daheim vorm PC säuft.

    Aber ebenso sind viele richtig kreativ geworden. Bekleidungsgeschäfte verkaufen jetzt z.B. Lebensmittel im Store, weil sie so aufmachen dürfen und viele kleinere Läden inzwischen auch online. Generell haben sich viele für das Online Geschäft entschieden.

    Die einzigen Fälle wo jemand wirkich struggle hat, sind Fälle, bei denen die Unternehmen einfach absolut unflexibel sind und bewusst an alten Strukturen festhalten, ja nix ändern wollen und es immer so weitergehen soll wie bisher.

    Daher würd es mich ehrlich interessieren, wen das überhaupt betrifft... vielleicht leb ich auch nur zu sehr in meiner Bubble von 60-70h purem Stress jede Woche weil man kaum mit der Arbeit hinterherkommt.
    Ich seh zwar von so gefühlt 20 Bekannten einen in Kurzarbeit... aber hier auch nur, damit das Unternehmen Stütze einfahren kann... an Aufträgen mangelt es sicher nicht.

  4. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: ayngush 29.03.21 - 08:48

    "Die Wirtschaft" sollte halt mal ganz genau darüber nachdenken, aus wen sie sich eigentlich zusammen setzt. Wenn die AN nämlich auf der Intensiv liegen oder tot sind oder hinwerfen, weil sie den Druck nicht mehr standhalten können, dann steht der Chef am Ende alleine im Büro und macht sein Kram?

    Für die Politik ist der Benchmark: Desto lauter die Wirtschaftsverbände öffentlich anfangen zu heulen und zu fluchen, desto wirksamer ist die Maßnahme.

  5. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: Dino13 29.03.21 - 09:16

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mithrandir schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich höre in der aktuellen Krise immer nur Wirtschaftsverbände,
    > > Wirtschaftsverbände, Wirtschaftsverbände... Dass am Ende kaum jemand
    > übrig
    > > sein könnte, der noch etwas erwirtschaften kann, scheint eine
    > > untergeordnete Rolle zu spielen.
    >
    > Welche Bereiche trifft das?
    > Also jetzt mal ohne Witz und mit vollem Ernst.
    > Ich kann nur den IT Sektor und die Kunden die wir haben bewerten.
    >
    > Bereiche wo ich aus meinem näheren Umfeld und durch Kunden, sowie eigene
    > Erfahrung sagen kann, die ersaufen in Arbeit:
    > IT Sektor
    > durch die Bank der gesamte Handwerkssektor
    > Baufirmen
    > Chemie und Pharmabereich
    > Maschinenbau
    > Logistik
    >
    > Lebensmittelbranche scheint mir zwar betroffen, aber nicht schlimm.
    > Einzelhandel gewohnt wie immer, solange sie Lebensmittel bzw.
    > systemrelevante Dinge verkaufen.
    >
    > Restaurants? Hier in der Gegend muss aktuell kein, zumindest mir bekanntes
    > Restaurant um die Existenz bangen, seit dem die so n Ding namens Internet
    > entdeckt haben und "Lieferdienst".
    >
    > Automobilbranche? Konnten alle ordentlich zulegen im letzten Jahr oder?
    >
    > Viele Unternehmen habens schwer. Ja. Gerad im Gastro und Hotelgewerbe.
    > Viele können da auch wirklich nix machen. Ich mein, du kannst mit nem
    > Nachtclub kein Geld verdienen, wenn du zugesperrt lassen musst. Und niemand
    > zahlt bei nem "Lass uns bei dir zu hause feiern" - Live Stream 10¤ Eintritt
    > und 8,50-10,50 für nen Cuba Libre den er daheim vorm PC säuft.
    >
    > Aber ebenso sind viele richtig kreativ geworden. Bekleidungsgeschäfte
    > verkaufen jetzt z.B. Lebensmittel im Store, weil sie so aufmachen dürfen
    > und viele kleinere Läden inzwischen auch online. Generell haben sich viele
    > für das Online Geschäft entschieden.
    >
    > Die einzigen Fälle wo jemand wirkich struggle hat, sind Fälle, bei denen
    > die Unternehmen einfach absolut unflexibel sind und bewusst an alten
    > Strukturen festhalten, ja nix ändern wollen und es immer so weitergehen
    > soll wie bisher.
    >
    > Daher würd es mich ehrlich interessieren, wen das überhaupt betrifft...
    > vielleicht leb ich auch nur zu sehr in meiner Bubble von 60-70h purem
    > Stress jede Woche weil man kaum mit der Arbeit hinterherkommt.
    > Ich seh zwar von so gefühlt 20 Bekannten einen in Kurzarbeit... aber hier
    > auch nur, damit das Unternehmen Stütze einfahren kann... an Aufträgen
    > mangelt es sicher nicht.

    Nur eine kleine Anmerkung zu den Restaurants, die Liefern zwar und können sich vielleicht auch irgendwie über Wasser halten aber wirtschaftlich kann, das nicht auf Dauer funktionieren. Denn Restaurants leben auch von der Mischkalkulation, gerade die Getränke machen einen großen Teil des Gewinns (nicht Umsatz) aus. Lieferdienste brauchen aber auch keine Kellner und sind auch sonst minimal besetzt, das führt zu Jobverlusten. Nur, weil die Restaurants noch existieren bedeutet das noch lange nicht das es ihnen auch gut geht.

  6. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: bplhkp 29.03.21 - 10:22

    Mithrandir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach dem die Kanzlerin bei den Osterfeiertagen vor den Wirtschaftsverbänden
    > eingeknickt ist, stellt sich natürlich die Frage, wo eigentlich die
    > Gewerkschaften als Gegenpol stecken.
    >

    Gewerkschaften haben die Tendenz sich nicht für die Leute im Büro zu interessieren. Da zählt der Arbeiter in der Produktion oder die Kassenkraft im Einzelhandel. Zumindest ist das meine Erfahrung aus der Metallindustrie und einem Verdi-Betrieb.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.21 10:25 durch bplhkp.

  7. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: Michael H. 29.03.21 - 14:09

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael H. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Nur eine kleine Anmerkung zu den Restaurants, die Liefern zwar und können
    > sich vielleicht auch irgendwie über Wasser halten aber wirtschaftlich kann,
    > das nicht auf Dauer funktionieren. Denn Restaurants leben auch von der
    > Mischkalkulation, gerade die Getränke machen einen großen Teil des Gewinns
    > (nicht Umsatz) aus. Lieferdienste brauchen aber auch keine Kellner und sind
    > auch sonst minimal besetzt, das führt zu Jobverlusten. Nur, weil die
    > Restaurants noch existieren bedeutet das noch lange nicht das es ihnen auch
    > gut geht.

    Geb ich dir natürlich auch recht.
    Was ich hier mitbekomme ist, dass die Portionen zum Mitnehmen eben meist nicht so groß sind, wie im Restaurant selbst. Ich denke daher, dass die Mischkalkulationen hier entsprechend den meisten bewusst mit eingerechnet sind.
    Außerdem bei Bestellung und Abholung versteh ich das mit den Jobverlusten.
    Aber bei Bestellung und Lieferung braucht man ja eben auch Personal, dass die Ware an den Mann bringt.
    Noch dazu kommt, dass viele hier entsprechend auch Catering anbieten für Mittagessen etc.
    Gerade für Krankenhäuser und Pflegeheimen.

    Natürlich kann es nicht ewig so weitergehen. Aber viele sind durchaus Kreativ und kommen ganz gut durch. In Berlin ließen sich Hotels von der Regierung? Charité? kA was auch immer anmieten für Obdachlose als Quartiere für den Winter. Besser als irgendwelche Container auf denen alle zusammengepfercht sind. Frisch geduscht, saubere Klamotten, regelmäßige Reinigungen durch das Hauspersonal usw. wird nie jemand nur auf die Idee kommen, dass da Obdachlose drin gewohnt haben.

  8. Re: Wirtschaftsverbände...

    Autor: mke2fs 29.03.21 - 15:35

    Die Kanzlerin ist nicht vor den Wirtschäftsverbänden eingeknickt, sondern war (tut mir Leid das so klar zu sagen) zu doof ihre Entscheidung (nein das war nicht die Entscheidung der Runde, die hat sie einfach ihnen nur bekannt gegeben) vorher darauf zu prüfen was für Auswirkungen das hätte und das sie es in der noch verbleibenden Zeit gar nicht umgesetzt bekommt, weil sie dafür in 16 Bundesländern Gesetze ändern muss.

    Eine Pflich Home-Office zu ermöglichen gibt es bereits.
    Wenn man die nicht durchsetzt/prüft dann nützt es auch nichts wenn Berlin noch 20 Gesetze erlässt, das ist dann nämlich einfach nur Populismus.
    So wie man Dinge unter Strafe stellt in eigenen Gesetzen, obwohl das schon nach anderen Gesetzen unter Strafe steht - bringt nichts, ändert nichts, verbessert nichts, klingt aber schön.

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