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Deutschland und seine ekelig ungleichen Bildungschancen

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  1. Deutschland und seine ekelig ungleichen Bildungschancen

    Autor: Winston Smith 26.05.18 - 19:52

    Grausam wie die Bildungschancen in Deutschland von der Stellung und vor allem den Finanzen der Eltern abhängig ist. Gehören die Eltern, aus welchem Grund auch immer, zu "den Verlierern" oder schlimmer noch zu den Hartz IV Sklaven, haben die Kinder automatisch wesentlich schlechtere Bildungschancen, bei exakt gleicher Intelligenz. Das ist ekelhaft.
    Diejenigen die diese Bedingungen machen und für die sie gemacht werden, werden in ihrem Leben davon nicht tangiert, leben sie doch von einem fürstlichen Gehalt und Sicherungen an allen Ecken. Im Gegenteil, die Stellung für sich und für die Familie wird dadurch langfristig gesichert.
    So festigt man über Generationen die "Schichten" und sichert den Nachschub an billigen Arbeitskräften. Bildung und letztendlich damit ein gutes Leben für alle ist nicht das Ziel des deutschen Bildungssystems.

  2. Re: Deutschland und seine ekelig ungleichen Bildungschancen

    Autor: plutoniumsulfat 26.05.18 - 21:29

    Gut erkannt. Es kommt aber noch besser, wenn man diese billigen Arbeitskräfte dumm hält und ein paar Koffer an die Presse gehen, dann bleibt das auch so, weil niemand von denen auf die Idee kommen würde, wer daran Schuld ist.

  3. …hat sich eher verschlimmert, allerdings

    Autor: MarioWario 27.05.18 - 10:01

    Typen wie Gerhard Schröder kamen aus asozialen Hause (so sagt man in Hannover) und ist offenbar charakterlich nicht aus der Schmuddelecke gekommen - vllt. besteht da ein Kausalzusammenhang.

    Natürlich wäre eine kostenlose Kinderbetreuung, Schulspeisung und Bücherversorgung eigentlich als das Mindestmaß anzunehmen was unser Staat leisten könnte, aber das System ist kaputt - im Endeffekt gibt es nach dem Sieg über den Sozialismus nur noch Platz für hemmungslosen Bestiality-Kapitalismus.

    Ob die kleinen Bister wirklich was von Tablets lernen - steht auf einem anderen Blatt…

  4. Re: Deutschland und seine ekelig ungleichen Bildungschancen

    Autor: minnime 27.05.18 - 15:58

    Das ist absoluter Schwachsinn. Die Bildungschancen sind für alle gleich. Geld spielt für die Schullaufbahn praktisch keine Rolle, außer für Späßchen wie Klassenfahrten aber die gibt es auch an der Hauptschule und haben mit Bildung nicht so viel zu tun. Die Eltern müssen nur in der Lage sein, eine mehr als zehnjährige Schulkarriere der Sprößlinge zu finanzieren und sie nicht etwa in eine frühe Ausbildung drängen. Fürs Abitur kann man aber schon BAföG beantragen. Eine Ausnahme hiervon ist die Inanspruchnahme von Privatschulen aber das sind Extreme.
    Ein anderer Punkt ist natürlich wenn man in einer Miesen Gegend wohnt, wo, ebenso wie in den dortigen Schulen, der Anteil fremdsprachiger Mitbürger höher ist, aber das ist nicht Sache des Bildungssystems.

    Für das Studium gibt es ebenso BAföG, nur kann man dann halt nicht in München, Münster oder Berlin studieren, sondern muss vielleicht auf den Osten ausweichen, die Hochschule Cottbus oder so.

    Ich selbst bin so ein Fall. Meine Eltern gehören auch der Handwerker-/Hilfskraftkaste an und ich kenne etliche ähnliche Fälle. Manche haben vorher gearbeitet und sich den Etat selbst erarbeitet oder haben sich neben dem Beruf per Fernstudium weitergebildet. Zur Not geht man über das "Stipendium" des Verteidigungsministeriums.

    Kurzum, unser Bildungssystem räumt allen die gleichen Chancen ein, niemand wird ausgeschlossen und Einkommensschwache werden sogar gefördert. Was will man mehr?

  5. Re: Deutschland und seine ekelig ungleichen Bildungschancen

    Autor: Winston Smith 28.05.18 - 10:13

    @minnime: Schön wenn es wirklich Schwachsinn wäre, aber die Realität sieht anders aus. Deutschland gehört zu den Industrie Ländern, in den die Bildungschancen in besonders hohem Maß von dem Status der Eltern abhängt. Das ist seit Jahren bewiesen. Ein Kind armer Eltern kann sich durchaus mit viel Einsatz hoch arbeiten, aber sein dafür nötiger Aufwand ist viel größer als bei Kindern aus "gutem Hause". Das geht bei der Empfehlung der Lehrer für die weiterführende Schule bei kleinen Kindern los und endet nicht bei Standesdenken im Job.

    Kinder werden hierzulande so früh selektiert, dass sie selber die Tragweite dieser Entscheidung gar nicht erfassen können. Andere entscheiden für sie. Sie können zwar später in eine andere Schiene wechseln, aber nur unter wirklich großen Mühen. Habe auch selber mitbekommen wie manche Lehrer z.B. auf dem Gymnasium solche Schüler selektiv benachteiligen.

    Außerdem ist es so, dass unsere Sozialsysteme im Vergleich der Industrieländer Schwächere besonders tief fallen lässt. Aus diesem Tief ist kaum noch ein Entkommen. Z.B. werden Hartz IV Sklaven gezwungen in besonders günstige Wohnungen umzusiedeln. Schon dadurch werden sie und ihre Kinder stigmatisiert.

  6. Re: …hat sich eher verschlimmert, allerdings

    Autor: blauerninja 28.05.18 - 11:03

    MarioWario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Typen wie Gerhard Schröder kamen aus asozialen Hause (so sagt man in
    > Hannover) und ist offenbar charakterlich nicht aus der Schmuddelecke
    > gekommen - vllt. besteht da ein Kausalzusammenhang.
    >
    > Natürlich wäre eine kostenlose Kinderbetreuung, Schulspeisung und
    > Bücherversorgung eigentlich als das Mindestmaß anzunehmen was unser Staat
    > leisten könnte, aber das System ist kaputt - im Endeffekt gibt es nach dem
    > Sieg über den Sozialismus nur noch Platz für hemmungslosen
    > Bestiality-Kapitalismus.
    >
    > Ob die kleinen Bister wirklich was von Tablets lernen - steht auf einem
    > anderen Blatt…

    Tja, Schröder haben wir HarzIV zu verdanken. Seine Amtszeit.

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