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In Zeiten digitaler Verkehrsleitsysteme noch ein starres Limit durchsetzen?

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  1. In Zeiten digitaler Verkehrsleitsysteme noch ein starres Limit durchsetzen?

    Autor: Grimreaper 16.05.22 - 14:20

    Zunehmend werden auf fast allen Autobahnen modere Verkehrsleitsysteme mit digitalen Verkehrsschildern eingesetzt, die den Verkehrsfluss auf die momentanen Verkehrs-/ und Witterungsbedingungen anpassen. Und nun kommen die auf die Idee, dass man bei optimalen Verkehrsbedingungen (freie 6-Spurige Autobahn - kommt ja schon öfters mal vor) jetzt dort mit starren 130 oder gar 100 km/h langtuckern soll? Das wird durch die Eintönigkeit eher die Unfallzahlen nach oben treiben.. und selbstverständlich werden die Autobahen dann auch voller - da die Verweilzeit auf der Autobahn pro PKW und Fahrt durch das langsamere Tempo steigt.
    Vom CO2-Ausstoß her geht solch ein Tempolimit - im Kontext des gesamten CO2-Ausstoßes hierzulande - vollig im Rauschen unter. Jedes Bisschen mehr Förderung von Wind-/ Solar und Speichermöglichkeit erneuerer Energie bringt da deutlich mehr CO2-Einsparung.
    Aber hier geht's ja schließlich um rot-grüne Symbolpolitik.

  2. Re: In Zeiten digitaler Verkehrsleitsysteme noch ein starres Limit durchsetzen?

    Autor: Prypjat 17.05.22 - 13:22

    Danke das Du das Thema Verkehrsleitsysteme ansprichst.

    Wenn man richtig Energie Sparen möchte, würde es sich empfehlen endlich mal die Ampelschaltungen dem Verkehr richtig anzupassen.

    Wenn man als Autofahrer auf den Weg raus zur Autobahn ist (so wie die viele andere morgens) und dann auf dieser stark befahrenen Straße bis zur Autobahn an 4 Ampeln halten muss nur weil die Schaltung so bescheiden ist, dann zweifel ich an unseren digitalen Kenntnissen.

    Generell sind die meisten Schaltungen so doof eingerichtet, dass viele Autofahrer dann auf einer 50 Strecke fast 70 fahren, um die nächste Ampel noch mit Gelb zu erreichen.
    Das kann doch nicht die Lösung sein oder?
    Es muss doch möglich sein an stark befahrenen Straße eine grüne Welle hinzubekommen.

    In meinem Beispiel hatte dieser Weg sogar schon mal so eine Schaltung.
    Wenn es deswegen zu Überlastungen der Strecke gekommen wäre, hätte ich die Änderung verstanden, aber dem war nicht so. Im Gegenteil. Es scheint eher so, dass es wegen der geänderten Schaltung mehr stockenden Verkehr gibt als vorher, weil der Verkehr nicht gleichmäßig abfließen kann.

    Und so ist es mit vielen Schaltungen in und um Berlin.
    Und jedes Mal wenn eine Kreuzung saniert wird, hoffe ich auf einen Kreisverkehr (also nur da wo wirklich Platz dafür ist), aber nichts da. Wieder diese bescheuerte Ampelschaltung.
    Dabei kann man in vielen anderen Ländern Europas sehen, dass Kreisverkehre wunderbar funktionieren können.

    Sorry das ich vom Thema Autobahn abgekommen bin, aber das musste jetzt mal raus.

  3. Re: In Zeiten digitaler Verkehrsleitsysteme noch ein starres Limit durchsetzen?

    Autor: Grimreaper 17.05.22 - 14:18

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry das ich vom Thema Autobahn abgekommen bin, aber das musste jetzt mal
    > raus.
    Ich bin da ganz deiner Meinung! Mit modernen Verkehrsleitsystemen kann man mit Sicherheit viel mehr Staus und unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermeiden und somit CO2 einsparen, als mit starren Tempolimits aus der verkehrspolitischen Mottenkiste des letzten Jahrtausends.
    Innerorts war ich vor Jahren beispielsweise öfter mal in Göttingen unterwegs. Da gab es so alle 100m auf auf einer der Hauptverkehrsstraßen Geschwindigkeitssignale (40, 50 oder 60 km/h). Wenn man die angezeigte Geschwindigkeit gefahren ist, konnte man genau eine grüne Welle einhalten. Ich fand, dass das super funktioniert hat.
    Leider ist der Trend mittlerweile bei der Kommunal- und Landespolitik dazu übergegangen, das Autofahren möglichst unattraktiv zu machen und den Autoverkehr absichtlich in Staus zu lotsen - in der Hoffnung, dass die Autofahrer auf den ÖPNV umsteigen. Das Ergebnis davon ist aber eher, dass durch den gewollt niedrigeren Verkehrsfluss der CO2-Ausstoß nach oben geht.

  4. Re: In Zeiten digitaler Verkehrsleitsysteme noch ein starres Limit durchsetzen?

    Autor: Prypjat 17.05.22 - 14:54

    Diese Schilder mit den empfohlenen Geschwindigkeiten gab/gibt es in Berlin auch. Ich glaube die Hermannstraße war das. Super Lösung.

    Wenn die Politik mich zum ÖPVN überreden möchte, dann muss der ÖPVN attraktiver werden.
    Egal was ich nutze, ich brauche ca. 2 Stunden zur Arbeit und 2 Stunden wieder zurück.
    Da darf aber nichts ausfallen oder früher fahren.

    Ich habe schon alle Verbindungen durch.
    Fußweg + Bus + Bus + Fußweg
    Fußweg + Straßenbahn + U-Bahn + S-Bahn + Bus
    Fußweg + Straßenbahn + Fußweg + Bus
    Fußweg + Straßenbahn + S-Bahn + Bus

    Egal was ich nutze, es dauert ca. 2 Stunden, wobei einige Verbindungen echt gewagt sind und die Wahrscheinlichkeit das ich den Anschluss verpasse sehr hoch ist.

    Es wird immer nur über den Verkehr in der Stadt geredet, aber das ist sehr Kurzsichtig. Auch die Gebiete um den Stadtkern herum müssen eine gute Verbindung haben. Wenn die nicht gewährleistet ist, fahren alle weiter mit dem eigenen KFZ.

    Als Bürger der in der City wohnt und dort die Arbeitsstelle hat, kann man natürlich leicht auf die pösen Autofahrer schimpfen. Aber die Probleme sind viel komplexer und sollten so auch behandelt werden.

    Wäre mein Weg zur Arbeit besser, würde ich sogar auf das Auto verzichten. Aber so bleib ich dabei und versuche möglichst sparsam zu fahren, soweit es mir die Verkehrsführung erlaubt.

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