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Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

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  1. Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: derdiedas 23.05.17 - 15:38

    Lehrer studieren Lehramt - die können NICHTS gescheit. Und das merken die Kinder, und glauben den Lehrer nicht das sie sie auf das Leben vorbereiten können.

    Lehrer die wirklich wissen vermitteln können sind zu 99% (es gibt ja ausnahmen bei den normalen Lehrern) Seiteneinsteiger.

    Lehrer sollen auf das Berufsleben vorbereiten - können sie nicht da sie nichts davon verstehen.

    Lehrer sollen auf den Wissenschaftsbereich besonders talentierte Schüler vorbereiten - können sie aber nicht das sie davon auch keine Ahnung haben.

    Lehrer sollen Kunst fördern, haben - ja wir ahnen es schon - davon auch absolut keine Ahnung.

    Lehren kann nur einer der Erfahrungen gesammelt hat, und genau das besitzen Lehrer nicht - Erfahrung.

    Daher meckern ja auch alle. Die Schüler die Dinge lernen müssen die keinen interessiert. Arbeitgeber die Lehrlinge bekommen denen Sie erst einmal Lehr- oder Studierfähig bekommen müssen. Und Eltern die sehen das Ihre Kinder wertvolle Lebenszeit für Müll verbrennen.

    Würden nicht Eltern massivst die Schwächen unserer Schulsystems kompensieren - wir wären innerhalb einer Generation pleite. Und so sieht auch die OSZE unser Bildungssystem - in keinen anderem Land in der EU ist Bildung so sehr abhängig vom Bildungsstand der Eltern.

    Und dann kommen Komiker mit Bastelboards an - noch ein Thema was vergeigt wird.

    Gruß DDD



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.17 15:40 durch derdiedas.

  2. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: h31nz 23.05.17 - 16:09

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lehrer studieren Lehramt - die können NICHTS gescheit. Und das merken die
    > Kinder, und glauben den Lehrer nicht das sie sie auf das Leben vorbereiten
    > können.

    Nein, Lehrer studieren verschiedene Fächer, z.B. Mathematik, Deutsch usw. In der Regel zwei bis drei Fächer, je nach Schulart und Bundesland. Pädagogik ist eines von mehreren Fächern.


    > Lehrer die wirklich wissen vermitteln können sind zu 99% (es gibt ja
    > ausnahmen bei den normalen Lehrern) Seiteneinsteiger.

    Wieso sollte das so sein? Hast du die Zahl gewürftelt oder so ausgedacht?

    > Lehrer sollen auf das Berufsleben vorbereiten - können sie nicht da sie
    > nichts davon verstehen.

    Wieso sollten sie nichts vom Berufsleben verstehen? Sie üben schließlich selbst einen Beruf aus und haben sich durch ein Studium und Referendariat hart auf dieses Berufsleben vorbereitet.

    > Lehrer sollen auf den Wissenschaftsbereich besonders talentierte Schüler
    > vorbereiten - können sie aber nicht das sie davon auch keine Ahnung haben.

    Doch, das haben sie, siehe oben.

    > Lehrer sollen Kunst fördern, haben - ja wir ahnen es schon - davon auch
    > absolut keine Ahnung.

    Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst: Jemand der studiert hat, ist in der Lage sich mittelfristig in Themen einzuarbeiten und kann diese dann auch vermitteln, auch wenn er diese Themen nicht jahrelang in einer Berufsausübung bearbeitet hat.

    > Daher meckern ja auch alle. Die Schüler die Dinge lernen müssen die keinen
    > interessiert. Arbeitgeber die Lehrlinge bekommen denen Sie erst einmal
    > Lehr- oder Studierfähig bekommen müssen. Und Eltern die sehen das Ihre
    > Kinder wertvolle Lebenszeit für Müll verbrennen.

    Was in der Schule unterrichtet wird, bestimmen die Lehrpläne und nicht die Lehrer.

    > Und dann kommen Komiker mit Bastelboards an - noch ein Thema was vergeigt
    > wird.

    Und was machst du so, außer Bemühungen anderer schlechtzureden?

  3. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Komischer_Phreak 23.05.17 - 16:27

    h31nz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > derdiedas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lehrer studieren Lehramt - die können NICHTS gescheit. Und das merken
    > die
    > > Kinder, und glauben den Lehrer nicht das sie sie auf das Leben
    > vorbereiten
    > > können.
    >
    > Nein, Lehrer studieren verschiedene Fächer, z.B. Mathematik, Deutsch usw.
    > In der Regel zwei bis drei Fächer, je nach Schulart und Bundesland.
    > Pädagogik ist eines von mehreren Fächern.

    Sie studieren z.B. Mathe auf Lehramt. Deutsch auf Lehramt. Insofern zeigt Dein Beitrag auf, das Du gar nicht weißt, was "auf Lehramt studieren" überhaupt bedeutet.

    Der durchschnittliche Lehrer ist auf seinem Gebiet unfassbar ahnungslos. Nicht umsonst gibt es an vielen Unis zwei Benotungsschemata: Eines für Studenten, die bspw. Mathe studieren wollen, und eines für Studenten, die Mathe auf Lehramt studieren.

    Das Wissen meiner Lehrer in bspw. Mathematik und Physik war entsetzlich. Nun bin ich ein wenig älter, ein paar Jahrzehnte sind vergangen. Nun kenne ich jede Menge Studierte, Doktoren, Professoren. Und nun rate mal, was die über Lehramtsstudenten sagen. Und zwar durch die Bank, ohne eine einzige Ausnahme. Na? Was sagen wohl die Leute, die vor den Studenten stehen über die Studenten, die auf Lehramt studieren?

    Ich hatte auch gute Lehrer. Und die waren, Überraschung, Seiteneinsteiger. Der OP hat also völlig recht.

  4. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Bujin 23.05.17 - 16:27

    Oje oje oje... zu viel halbgares Wissen. Wir sind hier Gott sei Dank nicht im Kommunismus wo die Schule bestimmt was man wird. Die Schule bringt jedem bei wie man alles verstehen lernt egal wie gut oder schlecht man im unterricht ist. Die Schulleistung grade während der Pubertät kann man absolut nicht vergleichen. Jeder ist anders davon betroffen.

    Deine eigenen Interessen in Bereichen wie Programmieren usw. musst du selber entwickeln. Die Schule kann dir die Türe nur zeigen, hindurchgehen musst du selbst. Das ist der Hauptgrund wieso man spezielle Fähigkeiten wie das Programmieren nur anschneidet. Man zeigt dass es sowas gibt aber wirklich vertiefen sollte man sowas nur aus dem eigenen Interesse heraus und nicht aus irgendeinem Schulzwang. Das wäre ja so als ob wir plötzlich alle lernen müssten wie man Haare schneidet, ein Haus baut usw. Wo zieht man da die Grenze? Ganz einfach, Berufe lernt man in der Berufsschule und nicht an allgemein bildenden Schulen.

    Zu wissen wie man Instrumente und Werkzeuge bedient ist genauso wichtig wie eine Tastatur. Man muss aber keinen Motor auseinander nehmen, irgendwelche Sonaten spielen oder eben Software entwickeln können. Sowas sprengt den Rahmen der Schule. Als Kind kommt einem die Zeit vielleicht ewig vor aber 45 - 90 Minuten Unterricht die Woche sind einfach nichts. Die Hälfte geht ja schon beim Hausaufgaben kontrollieren drauf.

    Was wir meiner Meinung nach in der Schule brauchen ist vor allem mehr Zeit. Jeder Mensch fängt mit 0 Wissen an und das Wissen wird immer mehr. Man kann also entweder alles kürzer durchnehmen oder Dinge weglassen. Beides ist schlecht.

  5. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Peter Brülls 23.05.17 - 16:33

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der durchschnittliche Lehrer ist auf seinem Gebiet unfassbar ahnungslos.
    > Nicht umsonst gibt es an vielen Unis zwei Benotungsschemata: Eines für
    > Studenten, die bspw. Mathe studieren wollen, und eines für Studenten, die
    > Mathe auf Lehramt studieren.

    Ach nein, da fehlt noch die Benotung für Informatikstudenten.

  6. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: h31nz 23.05.17 - 16:39

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > h31nz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > derdiedas schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Lehrer studieren Lehramt - die können NICHTS gescheit. Und das merken
    > > die
    > > > Kinder, und glauben den Lehrer nicht das sie sie auf das Leben
    > > vorbereiten
    > > > können.
    > >
    > > Nein, Lehrer studieren verschiedene Fächer, z.B. Mathematik, Deutsch
    > usw.
    > > In der Regel zwei bis drei Fächer, je nach Schulart und Bundesland.
    > > Pädagogik ist eines von mehreren Fächern.
    >
    > Sie studieren z.B. Mathe auf Lehramt. Deutsch auf Lehramt. Insofern zeigt
    > Dein Beitrag auf, das Du gar nicht weißt, was "auf Lehramt studieren"
    > überhaupt bedeutet.

    Tut mir Leid, aber du weißt nicht, was "auf Lehramt studieren bedeutet". Umgangssprachlich sagt man vielleicht "Mathe auf Lehramt" studieren, aber in Wahrheit studieren Lehrer mehrere Fächer und daher ist es genauso wie ich es geschrieben habe. Du machst den gleichen Fehler wie OP, aber nur weil man sich irgendwas ausdenkt, wird es ja nicht gleich wahr.

    Ich zitiere von studienwahl.de:

    Alle Lehramtsstudiengänge für weiterbildende Schulen umfassen:

    - das Studium des Faches Bildungswissenschaften;
    - das Studium zweier Lehramtsfächer oder einer beruflichen Fachrichtung und einem allgemein bildenden Unterrichtsfach der beruflichen Schulen (Sekundarstufe II) einschließlich fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer, fachpraktischer und schulpraktischer Studien; plus ein zusätzliches Fach (optional).

  7. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Bujin 23.05.17 - 16:53

    Es würde zB. Sinn machen die Schüler nicht direkt von 0 auf 100 in die Arbeitswelt zu schmeißen sondern sie stattdessen stufenweise daran heranführen. Würde man die Schulzeit auf 15-17 Jahre erhöhen könnte man einen Bachelor Abschluss wie in den Staaten oder Indien integrieren und die Leute ab der 12. oder 13. Klasse 1-2 Tage die Woche arbeiten lassen. Jeder könnte in seiner Schul-Laufbahn durch verschiedene Berufe rotieren und etwas finden was ihm wirklich Spaß macht. Stattdessen muss man sich irgendwann einfach so für eine Laufbahn entscheiden was mit ziemlicher Sicherheit nicht genau das ist was man sich vorgestellt hat.

  8. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: gadthrawn 23.05.17 - 17:19

    h31nz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tut mir Leid, aber du weißt nicht, was "auf Lehramt studieren bedeutet".
    > Umgangssprachlich sagt man vielleicht "Mathe auf Lehramt" studieren, aber
    > in Wahrheit studieren Lehrer mehrere Fächer und daher ist es genauso wie
    > ich es geschrieben habe. Du machst den gleichen Fehler wie OP, aber nur
    > weil man sich irgendwas ausdenkt, wird es ja nicht gleich wahr.

    Darf ich mal: Wir (Informatik) haben zusammen mit Lehramtsstudenten Mathe in bestimmten Fächern an der Uni gehabt. Gegeben hat es der Matheprofessor. Der hat dann auch ziemlich klar gesagt was für die einzelnen Bereiche in der Prüfung wichtig ist - und dass es für Mathe, Inf, Lehramt unterschiedliche Scheine und Prüfungen gibt. Lineare Algebra II war z.B. für uns eine Prüfung - für Lehramt ein Besuchsschein. Allgemeine Algebra hat man die dann gar nicht mehr gesehen.

    Heißt: auch die späteren Mathelehrer haben da nicht alles mitbekommen müssen.

    Und - ein Lehrer nicht studiert haben. BaWü hat statt Unis Pädagogische Hochschulen. Viele Schulen nehmen Quereinsteiger. In einem Bachelor of Education müssen nicht viele harte Fächer drin sein...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.17 17:24 durch gadthrawn.

  9. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Blackacid 23.05.17 - 23:42

    h31nz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Tut mir Leid, aber du weißt nicht, was "auf Lehramt studieren bedeutet".
    > Umgangssprachlich sagt man vielleicht "Mathe auf Lehramt" studieren, aber
    > in Wahrheit studieren Lehrer mehrere Fächer und daher ist es genauso wie
    > ich es geschrieben habe. Du machst den gleichen Fehler wie OP, aber nur
    > weil man sich irgendwas ausdenkt, wird es ja nicht gleich wahr.
    >

    Eine Lehramtsstudentin, die ich kannte , gab selbst zu dass das Studium Pille Palle ist.
    Sie studierte auch Deutsch und Mathe auf Lehramt, und das was die so in Mathe durchnahmen war vielleicht erweitertes Abiturwissen , mehr aber auch nicht.

    Ein Grossteil des Studiums behandelte auch die pädagogische Komponente, und sie sagte dass da sowieso niemand zuhört geschweige denn Interesse hat .

    Und jetzt ratet Mal wieso so viele Lehrer so wenig Ahnung vom Umgang mit heranwachsenden Menschen haben und warum soviele Lehrer ihre Schüler so "fair" behandeln.

    Ich wundere mich bis heute warum das Zeug was man uns z.B in der 9. Klasse über einen späteren Berufseinstieg beibrachte , so überhaupt nicht von Relevanz in der Realität , sowas wie " der erste Satz im Anschreiben entscheidet über alles".

    Der Thread Ersteller hat schon Recht.

    Ein Lehrer geht 12/13 Jahre zur Schule , danach ein paar Jahre an die Uni und danach wieder zur Schule.

    Wieviel Ahnung hat der also von der wirklichen Berufswelt.
    Die meisten Lehrer haben leider ihr Wissen über die Berufswelt vom Hörensagen und Fabeln her.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.17 23:45 durch Blackacid.

  10. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Ganym3d 24.05.17 - 06:51

    "Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern"
    Das ist die Wahrheit, ist nun doch schon ein paar100 Tage her ;o) das ich die Schule besuchen durfte und es war echt eine harte Zeit für mich, meine Interessen wurden unterdrückt statt gefördert und interessante Themen wie Geografie, Geschichte, Physik derart vergewaltigt und zu einem grauen Einheitsbrei geknetet das man überhaupt keine Bezüge zum echten, zum eignen Leben mehr herstellen konnte - damals habe ich mich damit gequält und nichts verstanden, heute interessiere ich mich für diese Themen - Das liegt nicht am Thema sondern an grottenschlechten Lehrern! Entfaltet habe ich mich erst nach dem ich die Schule losgeworden bin, ab da ging es bergauf und ich habe viele Sachen Autodidakt nachgeholt, nicht weil ich musste sondern weil es sich gut anfühlt zu lernen, seinen Horizont zu weiten.

    Heute habe ich selber Kinder und sehe analoge Szenarien - Tolle, interessante Themen werden in zermürbenden Unterricht verwandelt.
    Das kann man als Elternteil nur bedingt und mit großem Aufwand abfangen, ich sehe das die vielfältigen Interessen meiner Kinder wegbrechen und sie zunehmend abstumpfen.
    Mein ehemaliger Mathelehrer (der einzig gute den ich je kennengelernt habe) sagte mal zu mir: "Es gibt keine schlechten Schüler - nur unmotivierte"

    Schule und das Lernen ist eine wunderbare Reise - Leider sind die Lehrer zu doof die Kinder mit auf diese Reise zu nehmen.
    Es scheitert nicht an den Schülern, sondern an den Lehrern!

  11. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: CHU 24.05.17 - 08:02

    @derdiedas

    Dann drehen wir den Spieß mal um...

    Lehrer sollen also ein, besser sogar zwei Fächer bis zum aktuellen Stand der Forschung beherrschen. Also beispielsweise Informatik bis zum Quantencomputer, Physik bis zur großen vereinheitlichten Theorie, Biologie bis zur CRISPR Methode (natürlich auch anwendungsbereit!) usw.? Wem sollen die das dann am Ende beibrigen? Schulen sollen Allgemeinbildung vermittlen, keine halbfertigen Professoren ausbilden.

    Lehrer sollen aber außerdem noch die Freizeitgestaltung der Kinder organisieren (Ganztagsschule!)

    Lehrer sollen sich um die sozialen Probleme der Kinder kümmern (Stress im Elternhaus!)

    Lehrer sollen kaputte Erziehung reparieren (Problemkinder).

    Lehrer sollen behinderte angemessen fördern und integrieren (Integration nach Behindertenrechtekonvention).

    Lehrer sollen das bei 28 Schülern gleichzeitig können.

    Aber hauptsache die allgemeine Relativitätstheorie sitzt im Schlaf, gell?

    Lass mich raten? Du bist Lehrer? Nein? Wieso nicht? Zu blöd oder zu faul?

  12. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: kraemere 24.05.17 - 08:53

    Es ist sehr schade zu sehen, wie der Lehrerberuf hier schlecht geredet wird.
    Denn als Lehrer hat man es eben nicht so einfach wie es sich viele Vorstellen.
    Erstens sollte man die unterschiedlichen Lehramtstudiengänge differenziert betrachten und nicht alle über einen Kamm scheren. Jemand der auf die Primarstufe studiert, hat es
    im Studium auch weitaus einfacher als jemand der sich auf die Oberstufe spezialisiert.
    Nun könnte man ja annehmen, dass alle Lehrer ab der Sekundarstufe I die selben Themen behandeln wie ein Wirtschaftsingenieur. Was genau soll dieser Lehrer mit all dem Wissen anfangen? Nehmen wir das Lieblingsfach der Schüler: Mathematik. Jetzt haben wir einen voll ausgebildeten Wirtschaftingenieur der versucht den Schülern einfache Trigonometrie beizubringen. Klingt doch super. Jetzt muss man aber berücksichtigen, dass der Schüler nicht nach einer Doppelstunde die komplette Thematik verstanden hat. Um den gerade gelernten Stoff zu vertiefen sollten die Hausaufgaben gemacht werden. Und was passiert in vielen Fällen? Upps, die Hausaufgaben wurden nicht gemacht, die vertiefung des Stoffes findet nicht statt und auf einmal steht man wieder am Anfang. Das ganze wiederholt sich mehrmals und dann heißt es der Lehrer sei inkompetent. Nun wieder zurück zur ursprünglichen Aussage. Wie viele Leute möchten einen Lehrer mit einem Ingenieursgehalt bezahlen, dass dieser Differenzialgleichungen n-ter Ordnung bestimmen kann, noch Kenntnisse aus der Werkstoffkunde und Informatik mitbringt, jedoch diese (höchstwahrscheinlich) niemals im Unterricht gebrauchen kann?
    Zu der Idee, man solle doch Quereinsteiger als Lehrer einsetzen und keine die aufs Lehramt studiert haben, kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten, dass es keinen Unterschied macht. Ich hatte Lehrer die waren Bauingenieure, Elektroingenieure und Redakteure. Ebenso hatte ich auch die "normalen" Lehrer und kann sagen, dass der Elektroingenieur und die Redaktuerin sicherlich ein gutes Fachwissen hatten, jedoch das Szenario aufgetreten ist welches ich oben beschrieben hatte. Die didaktische Kompetenz ist bei Lehramt Lehrern eher ausgeprägt als bei den Quereinsteigern.
    Zum Schluss: Die Schule soll nicht auf die Arbeitswelt vorbereiten. Die Schule soll selbständige und mündige Bürger mit hohem Allgemeinwissen hervorbringen, welches dann in der Berufsschule, dem Studium oder im Beruf spezialisiert wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.17 08:55 durch kraemere.

  13. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: balabub 24.05.17 - 09:04

    Meiner Meinung nach ist es viel zu einfach das Problem allein bei den Lehrern zu suchen. Vielerorts hat die Schulpflicht dazu geführt, dass sich das Aufgabenbild eines Lehrers weg vom unterrichten und hin zum erziehen entwickelt hat. Eltern walzen Erziehungsaufgaben auf Schule/Lehrer ab, Lehrer sind mehr mit Aufsicht, Konfliktlösungen und Problemkindern beschäftigt als mit allen anderen.

    Dazu haben wir veraltete Lehrpläne gegen die ein Lehrer nichts machen kann. Klausuren dürfen nicht zu schwer sein, sonst bekommt der Lehrer vom Direktor eins auf den Deckel.

    Eltern regen sich mehr darüber auf, dass ein Lehrer auf einer Klassenfahrt nicht ins Ausland fahren will als darüber, dass ihr verzogenes Arschloch von Sohn in der 9.Klasse immer noch nicht bruchrechnen kann.

    Schuldirektoren profilieren sich mit MINT Auszeichnungen da sie bestimmte Kurse anbieten, sehen jedoch nicht, dass die Lehrpläne für diese Kurse jedoch gar nichts besonderes sind.

    Wenn man Lehrer haben will, die gut unterrichten und die Schüler mitnehmen können, dann darf man sie auch nicht zu vollzeit Erziehern degradieren und elterliche Aufgaben auf sie abwälzen. Auch Lehrer gehören auf Fort- und Weiterbildungen geschickt.

    Ich selber bin kein Lehrer, meine Eltern jedoch schon. Mein Vater als Informatiklehrer wird in seiner Schule dazu gezwungen, mehr Medienkompetenz als Informatik im Informatikunterricht zu lehren. Meine Mutter bestellt teilweise fast täglich am Abend noch Eltern zu sich um ihnen zu zeigen, dass ihre Kinder nun mal faul und ungezogen sind und deshalb ständig alle Arbeiten vermasseln. Das machen nicht viele Lehrer, da man das nicht bezahlt bekommt und nach 20-30 Jahren ohne Support von irgendeiner Schulleitung dazu auch keine Kraft mehr hat.

    Es gibt in der tat schlechte Lehrer. Das will ich gar nicht bestreiten, jedoch sollte man mit verallgemeinerungen hier ganz ganz vorsichtig sein, da man sich auf ein ziemlich komplexes Gebiet begibt.

  14. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: h31nz 24.05.17 - 09:09

    Blackacid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Lehramtsstudentin, die ich kannte , gab selbst zu dass das Studium
    > Pille Palle ist.
    > Sie studierte auch Deutsch und Mathe auf Lehramt, und das was die so in
    > Mathe durchnahmen war vielleicht erweitertes Abiturwissen , mehr aber auch
    > nicht.

    Mag an ihrer Uni so sein, an meiner Uni machen die Lehramtsstudenten dieselben Prüfungen wie die Mathestudenten. Volles Programm: Analysis 1+2, Linalg 1+2 usw.

    So ist das eben bei 16 unterschiedlichen Bildungssystemen: Es gibt große Unterschiede.

  15. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: matok 24.05.17 - 09:13

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lehrer studieren Lehramt - die können NICHTS gescheit. Und das merken die
    > Kinder, und glauben den Lehrer nicht das sie sie auf das Leben vorbereiten
    > können.

    Ich glaube eher, das Problem sind die Kinder. Bei unserer Geburtenrate vorwiegend Einzelkinder. Auf jeden Fall aber entweder immer maximale Aufmerksamkeit von den Eltern bekommen oder vernachlässigt worden. Die einen halten sich für das Zentrum des Universums und meinen (bei all der Bestätigung, die sie immer bekommen haben) sie wüssten schon alles. Den anderen ist die Schule völlig egal.
    Lehrer waren früher nicht besser oder schlechter, als heute. Sie wussten auch nicht mehr. Allerdings hatten sie Schüler, die halbwegs hörten, halbwegs konzentriert waren und bei denen die Eltern nicht permanent auf der Matte standen.

    > Lehrer sollen auf das Berufsleben vorbereiten - können sie nicht da sie
    > nichts davon verstehen.

    Nein, eben nicht. Schule soll Bildung vermitteln und nicht Ausbildung. Aber dir ist wahrscheinlich noch nicht mal der Unterschied klar.

    > Daher meckern ja auch alle. Die Schüler die Dinge lernen müssen die keinen
    > interessiert. Arbeitgeber die Lehrlinge bekommen denen Sie erst einmal
    > Lehr- oder Studierfähig bekommen müssen. Und Eltern die sehen das Ihre
    > Kinder wertvolle Lebenszeit für Müll verbrennen.

    Und du verkehrst Ursache und Wirkung. Am Anfang kommen die Eltern, die ihr Kind nicht erziehen, weil sie denken, ein Kind erzieht sich selbst. Dann verschwendet ein Lehrer die Hälfte seiner Zeit damit, die verzogenen Gören zu bändigen. Und darunter leidet selbstverständlich die Lehrqualität, über die sich Arbeitgeber beschweren.
    Die Ursachen liegen im Elternhaus. Begegnen müsste man ihr mit massiv kleineren Klassen, damit das Bändigen des Haufens nicht so schwer fällt. Massiv kleinere Klassen erfordern massiv mehr Lehrer und das kostet massiv mehr Geld. Eine Investition, die sich lohnen würde.

    > Würden nicht Eltern massivst die Schwächen unserer Schulsystems
    > kompensieren - wir wären innerhalb einer Generation pleite. Und so sieht
    > auch die OSZE unser Bildungssystem - in keinen anderem Land in der EU ist
    > Bildung so sehr abhängig vom Bildungsstand der Eltern.

    Würden Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder weniger Ich-bezogen sind und sich besser konzentrieren und fokussieren könnten, dann hätten wir die Probleme in der Schule gar nicht.

  16. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: matok 24.05.17 - 09:21

    Blackacid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieviel Ahnung hat der also von der wirklichen Berufswelt.
    > Die meisten Lehrer haben leider ihr Wissen über die Berufswelt vom
    > Hörensagen und Fabeln her.

    In der Schule geht es um Bildung. Die Berufswelt hat mit Bildung überhaupt nichts zu tun, sondern mit allgemeingültigen, übergreifenden Wissen und Kompetenzen.

    Ich weiß auch nicht, wieso viele hier denken, heute wäre die Schule so schlecht. War die Schule vor 20, 30, 40 Jahren besser? Hat sie da berufliche Fachkompetenz vermittelt? Nein, hat sie nicht. Auch da haben die Menschen das nach der Schule gelernt. Es gibt keine Notwendigkeit, die Schule zu einer erweiterten Berufsschule zu machen. Punkt.

  17. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: derdiedas 24.05.17 - 10:22

    Sie STUDIEREN herrschaftszeiten noch einmal. Sie wenden dieses Wissen (das beim Studiengang Lehramt nochmals reduziert wurde) niemals an.

    Studium != Erfahrungen erlangen!

    Ich habe es jeden Tag mit Universitätsabgängern zu tun. Wir brauche hier mindestens 3 Jahre bis man die auch nur zu irgendwas gebrauchen kann.

    Wer niemals Erfahrungen in einem Berufszweig erlangt hat, weiss überhaupt nicht was man im Leben braucht.

    Man kann es mit einem Satz auf den Punkt bringen - Lehrer können nichts. Das was sie wissen ist reine Theorie in einer Blubberblase die ohne jeden Zusammenhang mit der realen Welt steht. Was ja auch kein Wunder ist, da Wissen ohne Erfahrung wie man das korrekt anwendet nichts bringt.

    Ich kann mir im Studium eine Millionen mal in der Theorie etwas durchkauen, erst in der Praxis merke ich das mein Wissen noch Lücken hat das ich stopfen muss. Denn im Studium gibt es nur idealisierte Welten, die es so im realen leben nicht gibt.

    Lehrer kommen aber niemals an diese Erfahrungen ran, da sie nichts konstruieren, nichts erschaffen und nichts umsetzen müssen. Sie leben in einer Blase - aber das wollen Lehrer ja nicht bergreifen. Denn dann müsste man sich ja eingestehen das man nichts kann.

    Ich habe Kinder, und das was Lehrer als "Arbeitsleistung" abgeben, würde im Berufsleben schnell zum Scheitern führen. Didaktische Katastrophen, kaum strukturierte Lernmethoden (Warum greifen Fächer etwa nicht ineinander), veraltetes Wissen basierend auf veraltete und oft sachlich falsche Schulbücher (Da fressen Igel immer noch Obst).

    Zudem schlampiges Arbeitsmaterial, oder warum werden Kopien von der Kopie gemacht und die auch noch krumm und schief und teilweise inkomplett verteilt.

    Wenn im Arbeitsleben nur 10% der Arbeitnehmer so arbeiten würden wie Lehrer - unser Staat würde schlichtweg zusammenbrechen.

    Gruß DDD

  18. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: h31nz 24.05.17 - 11:25

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Studium != Erfahrungen erlangen!

    Mal ganz ehrlich, du hast nicht studiert, oder?

    > Ich habe es jeden Tag mit Universitätsabgängern zu tun. Wir brauche hier
    > mindestens 3 Jahre bis man die auch nur zu irgendwas gebrauchen kann.

    Dann ist es doch ganz schön doof von euch, dass ihr diese Universitätsabgänger einstellt, wenn doch diejenigen, die nicht studieren, gleich vom ersten Tag an Vollgas geben.

    > Man kann es mit einem Satz auf den Punkt bringen - Lehrer können nichts.

    Echt gar nichts? Echt blöd, dass man sie dann jahrelang studieren lässt. Mensch, was könnte man da sparen, wenn man sie einfach direkt auf die Schüler loslässt, sobald sie das sechzehnte Lebensjahr erreicht haben.


    > Wenn im Arbeitsleben nur 10% der Arbeitnehmer so arbeiten würden wie Lehrer
    > - unser Staat würde schlichtweg zusammenbrechen.

    Deine Zahlen sind veraltet. Nach jahrelanger Blendamed-Forschung hat man herausgefunden, dass es sogar nur 9% sind!

  19. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: ivanderamos 24.05.17 - 11:36

    @derdiedas

    Und an allem ist der Lehrer schuld? Schulen mangelt es an Geld und Personal, die Lehrpläne legen Ministerien fest. Im Alltag müssen Lehrer über viel zu große Schulklassen den Überblick bewahren und eine Balance finden zwischen der Förderung von guten und dem Mitziehen vom schlechten Schülern. Öffentliche Schulen haben in der Regel nur einen Schulpsychologen, um verhaltensauffällige Kinder muss sich also der Lehrer selbst kümmern. Wenn Lehrer häusliche Probleme bei Schülern feststellen, reicht schon eine Drohung mit dem Anwalt seitens der Eltern aus, um die Eingabe des Lehrers zu kassieren. Dazu kommen dann noch die besserwisserischen Helikoptereltern, die nach einer Doku über das finnische Bildungsystem meinen, die Pädagogikprofessur angetreten zu haben. Tatsächlich muss man attestieren, dass die meisten Lehrer aus einem verkorksten Bildungssystem durch viel individuelles Engagement noch das Beste für viele Kinder rauszuholen versuchen.

    Was du über die Fähigkeiten der Lehrer schreibst, ist barer Unsinn. Es geht im Bildungswesen nicht darum, die Kinder auf das vorzubereiten, was Mitarbeiter derdiedas von Firma wiesoweshalbwarum für wichtig hält. Was ihr in der Praxis benötigt, müsst ihr selbst euren Mitarbeitern beibringen. Das Bildungsystem liefert einen Zugang zur Theorie und vermittelt Lernmethoden. Lehrer besitzen sehr wohl Fähigkeiten, nämlich die Fähigkeit, methodisch Wissen zu vermitteln. Allerdings nützt das beste Wissen nichts, wenn die Rahmenbedingungen kaum vernünftiges Arbeiten zulassen.

    Das Bildungssystem ist eigentlich recht flexibel und praxisorientiert, wenn man nur den richtigen Weg geht. Wer schnell in die Praxis will, kann früh in eine Ausbildung wechseln und dann über Fachabitur und Studium den theoretischen Hintergrund seiner Disziplin nachholen. Diesen Weg verhindern oft die besserwisserischen Helikoptereltern, weil sie in der Apothekenumschau gelesen haben, wie wichtig so ein Abitur ist. Und so quälen sich dann praktisch veranlagte Kinder durch für sie quälende Theorie, weil die Eltern es ja nur gut meinen. Wenn es dann nicht klappt mit den Noten oder das Kind verhaltensauffällig wird, sind natürlich die Lehrer, das Bildungssystem und überhaupt immer die anderen Schuld.

  20. Re: Es scheitert nicht an der Hardware sondern an den Lehrern!

    Autor: Michael H. 30.05.17 - 16:35

    h31nz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > derdiedas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Studium != Erfahrungen erlangen!
    >
    > Mal ganz ehrlich, du hast nicht studiert, oder?

    Trägt gerade inwiefern der Diskussion bei? Gar nicht würde ich behaupten.


    > > Ich habe es jeden Tag mit Universitätsabgängern zu tun. Wir brauche hier
    > > mindestens 3 Jahre bis man die auch nur zu irgendwas gebrauchen kann.
    >
    > Dann ist es doch ganz schön doof von euch, dass ihr diese
    > Universitätsabgänger einstellt, wenn doch diejenigen, die nicht studieren,
    > gleich vom ersten Tag an Vollgas geben.

    Studierten Arbeitskräften muss man erst das Arbeiten und dann die Arbeit beibringen.
    Gelernte/Ausgebildete Arbeitskräfte gibt es auch in jeglicher Qualifikation. Leider auch viel Schlechte, aber guten ausgebildeten Kräften vermittelt man das Wissen nebenbei, da sie das inzwischen selbst managen können und auch auf einen Zukommen wenn etwas unklar ist.

    Typischer Fall: "mache mir das und das bitte bis 16 Uhr fertig"
    Ausgbildete Kraft - schaut sich die Arbeit an, kann in etwas abschätzen was da noch für zusätzliche Aufgaben mit dran hängen, fängt an, kümmert sich selbstständig um die zusätzlichen Aufgaben, kommt an Stelle XY nicht weiter weil er nicht weiss wie dieser Arbeitsprozess abläuft, frägt kurz nach wie er in einem solchen Fall handeln soll oder klärt auch ab wie etwas gemeint sein könnte, macht weiter... ist um 13 Uhr fertig

    Studierte Kraft - weiss nicht wo genau er anfangen muss, macht irgendwas, kommt selbstständig nicht darauf, dass er noch andere Dinge dafür machen muss, man hat ihm ja nur genau DIESEN Auftrag erteilt... Chef frägt um 15 Uhr nach ob es schon erledigt ist, es stellt sich heraus, dass er im Grunde keine Ahnung hat was er genau machen muss.

    > > Man kann es mit einem Satz auf den Punkt bringen - Lehrer können nichts.
    >
    > Echt gar nichts? Echt blöd, dass man sie dann jahrelang studieren lässt.
    > Mensch, was könnte man da sparen, wenn man sie einfach direkt auf die
    > Schüler loslässt, sobald sie das sechzehnte Lebensjahr erreicht haben.
    >
    > > Wenn im Arbeitsleben nur 10% der Arbeitnehmer so arbeiten würden wie
    > Lehrer
    > > - unser Staat würde schlichtweg zusammenbrechen.
    >
    > Deine Zahlen sind veraltet. Nach jahrelanger Blendamed-Forschung hat man
    > herausgefunden, dass es sogar nur 9% sind!

    Top Kommentar... /ironie

    Ich stelle jetzt mal beide Aussagen auf die Waagschale und sage, "Lehrer können nach dem Studium nicht das, was sie können sollten. Nämlich lehren... da unser gesamtes Bildungssystem nur auf auswendiglernen ausgelegt ist."

    In einigen Punkten gebe ich dem OP recht. In anderen widerspreche ich mit einem kleinen aber, da es mir etwas zu platt formuliert ist.

    Unsere Bildungspolitik ist so aufgebaut, jungen Menschen schnellstmöglich viel Wissen in die Birne zu pressen. Das einzige, dass Kindern auf den Weg gegeben wird, ist die Gabe, viel Wissen schnell ins Kurzzeitgedächtnis zu pumpen.

    Im Studium läuft es doch ähnlich... man büffelt und büffelt und büffelt für eine einzige Klausur und zwei Wochen nach der Klausur muss man überlegen, welchen Stoff man im letzten Semester überhaupt durchgenommen hat und kann sich wenn dann überhaupt noch an Fetzen erinnern.

    In der echten Berufswelt sieht das ganze nunmal etwas anders aus. Man eignet sich Wissen an, das man regelmäßig anwenden muss. Egal ob Tischler, Administrator oder Bänker. Der Tischler wird sich genau so wenig die Kennzahlen für der Reibungswiderstandskoeffizienten von Holz reinpfeifen wie der Administrator den Quellcode der Warenwirtschaftssoftware die er vertreibt bzw. administriert.
    Der Tischler wird sich eher merken, dass beispielsweise Holz A besser für den Verwendungszweck von Tischplatten geeignet ist, da das Holz eine höhere Dichte aufweist und viel Feinfaseriger ist als Holz B und es dadurch an nicht so leicht rutscht. Genau so wie der Administrator sich eher merken wird, dass wenn Buchungsfehler im ERP auftreten, dass irgendwo beim Import einer die Vorzeichen vergessen hat.

    Und die Lehrer kennen das einfach nicht. Die sind Schüler für´s Leben ohne dass ihnen jemand etwas anderes gezeigt hat.
    Die ersten Jahre kriegen Sie immer gesagt, lernt nur genau das was ich euch sage.
    Die nächsten Jahre kriegen Sie gesagt, lernt alles, ihr müsst alles wissen.
    Im Studium kriegen sie gesagt, das ist das Thema, genau dieses Thema wird in der Klausur abgefragt... den Rest sucht euch selber zusammen, Themen werden sein "dies, das und jenes"
    Nach dem Studium heisst es, dass hier ist der Lehrplan, gebt genau das hier und nicht mehr und nicht weniger den Schülern weiter.

    Im Endeffekt wird Ihnen ihr Leben lang gesagt, was sie zu tun haben. Ab und zu gibt es eine Schulung für eigenständiges Lernen, bei dem Sie im Grunde nur das machen, was sie im Studium gelernt haben... "wir machen jetzt eine Gruppenarbeit, sucht euch selbstständig alle Infos zum Kriegsende des zweiten Weltkriegs"... auch hier werden nur feste Informationen abgerufen... Stoffsammlungen erstellt. Stures auswendig lernen und das wiedergeben von fest vorgegebenen Informationen.

    Lehren geht meiner Meinung nach anders... das ist auch der Grund warum ich eben nicht auf Lehramt studiert habe, obwohl es mir meine Lehrer dringend ans Herz gelegt haben, da ich sehr gut mit anderen Menschen kann und auch Wissen vermitteln kann.
    Ich bin kein Lehrer, ich weiss... aber dennoch. Wenn ich z.B. Geschichte lehren will, will ich nicht, dass meine Schüler jedes Datum auswendig kennen müssen, dass im Lehrplan so vorgegeben wird um damit eine Ex oder Schulaufgabe zu füllen, bei der sie genau diese Daten wiedergeben müssen, um eine gute Note zu erreichen... ein Halbjahr später können sie mir davon vermutlich eh nur noch ein oder zwei Daten von 25 nennen die Wichtig waren...
    Ich würde wollen, dass sie nachvollziehen können welche Stimmung herrschte, was überhaupt den zweiten Weltkrieg möglich gemacht hat. Ich hätte gerne dass sie kritisch hinterfragen und selbst Thesen aufstellen. Sich selbst an das Thema heranarbeiten und sich kritisch damit auseinandersetzen. Nicht stur 10 Gründe ausm Buch ablesen und aufschreiben warum Juden verfolgt wurden... sondern selbst erarbeiten warum es so war, dass sie es mir auch in 20 Jahren noch sagen können, weil sie sich daran einfach erinnern können.
    Oder auch mal Sachen bringen, die wirklich wichtig im Leben sind... was müsste man jetzt machen, wenn man eine Firma gründen will... und wie sieht eine Steuererklärung aus und wo muss die hin. Was muss beachtet werden... Und worauf muss ich auch bei einer eigenen Firma achten wenn es um die Steuern geht. Wieviel darf ich da überhaupt als Kleingewerbe Steuerfrei einnehmen und wie mache ich dann die Vorsteuer... nicht "hier ist eine Tabelle mit 20 Zeilen.. berechne in jeder Zeile wie hoch der Anteil der pro Spalte aufgeführten Waren vom Gesamtumsatz in Spalte 8 ist.

    Ich hatte später einige klasse Lehrer. Waren zum Großteil Lehrkräfte, die erst später beschlossen haben auf Lehramt zu studieren... die Teils einige Jahre gearbeitet haben. Da gab es teils riesen Unterschiede zwischen den Unterrichtsstunden... in der einen klasse mit rein studierten Lehrern, ständig lärm, genervte Schüler, genervte Lehrer, antiquierte Methoden der Bestrafung mit "wenn du nicht ruhig bist, gibts ne mündliche 6".
    Und dann gab es wiederrum Stunden, da war es mucksmäuschen still, weil der Lehrer das Zeug praxisnah ranbringen konnte und die Schüler auch mit einbezog auf privater Ebene...
    Da sind mal Sätze gefallen wie "ja und wie würdest du es machen, und warum?" - und zack haben alle zugehört, weil sie wissen wollten, wie es der Proll der Klasse machen würde. Und dann frägt er den nächsten, der wiederrum einer der besten Schüler war und ruhig und unauffällig... und der Proll hat rumgeblödelt und dann kam der Lehrer und sagte "komm jetzt hör mal zu, bei dir hat er auch die Klappe gehalten, sonst hol ich gleich meinen meinungsverstärker raus" (große papierrolle zusammengetaped als schlagrohr) - "och herr k... das ist unfair" - "wein nicht wieder rum wie sissy, sonst ruf ich franz und der holt dich ab und bringt dich auf dein prinzessinnenzimmer, dir haben wir auch zugehört, also sei so fair" - "ja ok. aber könnten sie bitte aufhören mich sissy zu nennen. das kann ich so nicht akzeptieren" - "mimimi" - "jaja is ja gut xD ich versteh scho" - alle kurz gelacht und dann hat das funktioniert...

    Ich denke in den meisten Fällen liegt das einfach daran, dass Lehrer, wenn sie direkt Lehrer werden, keinen Bezug zu Mitmenschen haben denen sie übergeordnet sind. Als arbeitender Mensch merkt man doch auch wer ein guter und wer ein schlechter Chef ist. Der gute Chef kann sich mit seinen Mitarbeitern auf einer Augenhöhe unterhalten und wird dennoch ernst genommen. Den meisten Lehrern fehlt diese Eigenschaft einfach. Die wollen zwar, sonst hätten sie in der Regel nicht diesen Beruf ausgewählt, können aber nicht mit anderen so interagieren wie sie es gerne hätten.

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