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  5. › Calliope Mini im Test: Neuland…

fehrfehlte Schulpolitik

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  1. fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: schnedan 23.05.17 - 12:59

    Die Kinder brauchen erst mal eine solide, umfassende Bildung,

    Die Leute die solche Systeme entwickelt haben i.d.R. noch mit Rechenschieber und den ersten frühen Taschenrechnern gearbeitet und den Stoff ganz klassisch vermittelt bekommen - nach meiner Erfahrung umfangreicher und dichter als es schon bei uns üblich war.

    Nur wer versteht wie ein Computer oder µC System funktioniert, was ein Compiler ist und wie der funktioniert, etc... wird vielleicht mit genügend Talent später ein guter progammierer...

    Das wir lassen mal ne LED Blinken oder so, das können die ich komplett sparen!

    Ich habe in meiner Verwandschaft erlebt: Schulunterricht Word: Bissle die Symbole gelernt, Paste n Copy, einfache harte Formatierungen.

    Aber was nicht vermittelt wurde: Was ist ein Dateisystem - es wird einfach da gespeichert wie es der Speicherndialog anzeigt, weiche Formatieren wurden nicht mal erwähnt das sie existieren, etc... Sprich: Nach 2 Jahren unterricht kann die betreffende Person trotzdem nicht ohne Hilfe große strukturierte Dokumente schreiben. Verfehlter Unterricht. Und Jetzt der ruf die Kinder müssen Programmieren, wir brauchen Tablets mit Apps und Fimchen in der Schule, alles Blödsinn.

    Wieder zurück zu den Lehrplänen von vor 30,40,50 Jahren! Damit haben wir Nobelpreisträger und exzellente Ingenieure ausgebildet, mit einer umfassenden, gründlichen Beschulung mit den Grundlagen die es einem ermöglichen die moderne Welt zu verstehen und zu erschaffen.

  2. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: b1n0ry 23.05.17 - 13:16

    Fehrfehlt? wtf

  3. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: schnedan 23.05.17 - 13:26

    sorry, die Gehirnhälfte mit der Rechtschreibung war noch in der Mittagspause

  4. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: b1n0ry 23.05.17 - 13:34

    Na dann, Mahlzeit!

  5. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: mac4ever 23.05.17 - 13:45

    Ich weiß eigentlich auch nicht so recht, wozu das gut sein soll. Man findet ja sowieso im Netz haufenweise Einführungen, grundlegende Programmierkenntnisse sind wirklich an jeder Ecke zu finden.

    Das tiefere Verständnis von Programmen, das Umgehen mit großen Softwareprojekten kann man so aber nicht lernen. Das wird wieder nur ein weiterer Abstecher in die Abteilung Bulimielernen. Gemäß dem Motto: was soll ich tief eindringen, morgen ist es sowieso veraltet.

    Wichtig wäre die Vermittlung von Zusammenhängen, Hintergrundwissen, Lernstrategien. Auch wenn ich es prinzipiell begrüße, sich mit Programmierung zu beschäftigen, so wird das wohl nichts.

  6. Re: (f)ve(h)rfehlte Schulpolitik

    Autor: Highl_one 23.05.17 - 13:45

    .. also ich sehe das anders. Kinder wachsen heute schon mit vollwertigen Computern in ihren Hosentaschen auf. Nämlich das Smartphone. Ich bin auch eher skeptisch, dass hier Leute mitentwickelt haben, die mit Rechenschieber aufgewachsen sind. Wäre aber auch nicht schlimm, denn das Internet wurde definitiv von Leuten entwickelt, die mit Rechenschiebern aufgewachsen sind.

    In den frühen 80er Jahren gab es dann auch schon PCs mit denen man wirklich programmieren lernen konnte. Mir hat das damals sau viel gebracht und da blende ich die soziale Komponente noch aus.

  7. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: Icestorm 23.05.17 - 14:19

    Ja, jetzt wird wieder die Sau "neue Programmierer braucht das Land" durch die Schulklassen getrieben.
    Wenns nur das wäre, könnten wir uns glücklich schätzen. Wichtig ist der bewusste Umgang mit der IT. Weil wir uns hier in dessen Dunstkreis befinden: auch viele Journalisten müssten die Grundlagen lernen - von den einfachsten Regeln der Orthografie bis hin zum richtigen Suchen und Quellenanalyse im Netz. Auch, dass man tunlichst der Rechtschreibprüfung nicht blind vertrauen sollte.
    Nicht zuletzt sollte beim Calliope Mini auch die Begleitung durch die Lehrer erfolgen. Ansonsten gehts dem Gerät wie einst dem OLPC der UNO. Ich habe allerdings den Verdacht, dass die 'coolen' Kids sich sowieso schon mit dem Raspberry Pi befassen. Da dürfte die unterstützte Basis den Calliope-Machern die Tränen in die Augen treiben.

  8. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: berritorre 23.05.17 - 15:40

    Naja, ich finde das schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. Nicht alle Menschen müssen Programmierer werden, genauso wie heute/früher auch nicht jeder Schreiner, Eletriker, Ingenieur, Steuerberater, Fitnesstrainer, Anwalt, etc. sein musste. Man braucht ein grundlegendes Verständnis um entscheiden zu können, ob man sich für etwas interessiert und ob man tiefer einsteigen möchte oder um einfach grob zu verstehen, wass denn da gemacht wird.

    Bei mir sah der "Informatik"-Unterricht in der Schule so aus: Wir haben in TurboPascal oder sowas ein Programm geschrieben, dass die Kreiszahl Pi errechnen sollte. Das war in den 80er Jahren und eher die wenigsten hatten einen Computer zu Hause. Am Ende ist es eben darauf hinausgelaufen, dass genau einer wusste was er da tut (es war nicht der Lehrer) und der Rest hat sich dann halt irgendwie von dem helfen lassen. War völlig sinnlos.
    Statt dessen hätte man wirklich einfach Word und Excel behandel sollen, wie man damit ordentlich formatiert, wie man ein sauberes Dokument erstellt, etc. Das bringt den meisten Schülern erstmal mehr. Nicht, dass ich grundlegende Programmierkenntnisse für falsch halte, aber die meisten können einen Computer nicht richtig bedienen, wie sollen sie dann programmieren?

  9. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: Peter Brülls 23.05.17 - 16:37

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei mir sah der "Informatik"-Unterricht in der Schule so aus: […] War völlig sinnlos.
    > Statt dessen hätte man wirklich einfach Word und Excel behandel sollen, wie
    > man damit ordentlich formatiert, wie man ein sauberes Dokument erstellt,
    > etc.

    WordStar und Lotus 1-2-3.

  10. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: mac4ever 23.05.17 - 17:52

    ...im Studium: Algol 60 und Lochkarten an einem Großrechner. Der erste Mikroprozessor, der Intel 4004, kam erst nach Abschluss des Informationstechnikstudiums auf den Markt - auf der anderen Seite der Mauer.

    Meine Programmierungskompetenz war nach Abschluss meines Studiums eher niedrig, es war auch keinesfalls wichtig im Studium. Ich habe später Z80-Assemblerprogramme geschrieben und kann auch programmieren, aber leider reicht es nicht dazu, z.B. Arduino-Bibliotheken in C++ selbst zu schreiben. Das bedaure ich sehr, die höheren Weihen sind mir verschlossen, Glückwunsch an die, die so etwas heute im Studium lernen dürfen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.17 18:07 durch mac4ever.

  11. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: Handle 23.05.17 - 21:42

    Der Zug ist doch noch nicht abgefahren, das Wissen ist ja dank des Internets frei zugänglich :)

  12. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: Dino13 23.05.17 - 22:00

    Jetzt soll aller Ernstes ein 3-klässler was über Softwareprojekte lernen. Bist du dir sicher das du dich auch im geringsten mit dem Thema befasst hast?
    Der Sinn des ganzen ist erst einmal den ganzen Kindern nicht nur das Programmieren beizubringen sondern auch ein gewisses Verständnis dafür zu entwickeln was hinter der ganzen Elektronik welche uns umgibt überhaupt dahintersteckt.

  13. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: Dino13 23.05.17 - 22:02

    Inwiefern schließt das eine das andere aus? Kann man den Kindern nicht beides zeigen?

  14. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: CHU 24.05.17 - 08:04

    also ich lasse meine Schüler im Neigungskurs Eletronik LEDs blinken.

    Allerdings machen wir das mit einem bistabilen Multivirbrator, für den wir verstehen müssen, was Transistor, Kondensator und Widerstand tun und wie die zusammen funktionieren.

    'ne LED per Programm flackern lassen kann jeder.

  15. Re: fehrfehlte Schulpolitik

    Autor: balabub 24.05.17 - 08:46

    CHU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also ich lasse meine Schüler im Neigungskurs Eletronik LEDs blinken.
    >
    > Allerdings machen wir das mit einem bistabilen Multivirbrator, für den wir
    > verstehen müssen, was Transistor, Kondensator und Widerstand tun und wie
    > die zusammen funktionieren.
    >
    > 'ne LED per Programm flackern lassen kann jeder.

    Beides ist nicht schwer, WENN man weiß was man tut. Deswegen sollte es das Ziel der schulischen Bildung sein, den Menschen die Konzepte näher zubringen. Es soll doch nicht darum gehen, dass 8 Klässler Assembler programmieren. Sondern darum, zu verstehen, was nötig ist, damit man eine App auf ihren Smartphone verwenden kann (beispielhaft).

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