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Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Pecker 20.06.22 - 14:33
Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die Energieprobleme lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung ist reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf der Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für Solarenergie aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit Aggregaten ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
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Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 14:45
Pecker schrieb:
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> Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die Energieprobleme
> lösen, was absoluter Schwachsinn ist.
Da die ESA auch daran forscht, scheint es nicht absoluter Schwachsinn zu sein.
https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/solar/sonnenstrom-aus-dem-weltall/#:~:text=Energie%C3%BCbertragung%20per%20Mikrowelle,dort%20in%20elektrische%20Energie%20zur%C3%BCckverwandelt.
perfekte Ausrichtung und 24 Stunden dauer Energie sind schon gewissen Vorteile, dazu keine großer Flächenbedarf auf der Erde.
Klar kommen auch noch Transportverluste dazu. PV-Module können aber auch deutlich leichter gebaut werden, da oben müssen sie keine Stürme aushalten. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Legendenkiller 20.06.22 - 15:07
wie bekommt man ein Mikrowellen Stahl im Gigawattbereich durch die Atmosphäre ohne die im wahrsten Sinne zu grillen ?
Im mein selbst wenn die Atmosphäre nur 1% oder gar nur 0,1% absorbiert bennt da die Luft.
Was ist mit Wolken dazwischen?
Wie reagiert die Ozonschicht auf sowas ?
PS:aktuell hat man Kosten von 12000$ pro 1kg Fracht in die Umlaufbahn
2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.22 15:11 durch Legendenkiller. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 15:11
Legendenkiller schrieb:
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> wie bekommt man ein Mikrowellen Stahl im Gigawattbereich durch die
> Atmosphäre oder die im wahrsten Sinne zu grillen ?
> Im mein selbst wenn die Atmosphäre nur 1% oder gar nur 0,5% absorbiert
> bennt da die Luft.
>
> Was ist mit Wolken dazwischen?
> Wie reagiert die Ozonschicht auf sowas ?
hier steht einiges dazu
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumgest%C3%BCtzte_Solarenergie -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Pecker 20.06.22 - 15:15
MarcusK schrieb:
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> Pecker schrieb:
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> -----
> > Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die
> Energieprobleme
> > lösen, was absoluter Schwachsinn ist.
>
> Da die ESA auch daran forscht, scheint es nicht absoluter Schwachsinn zu
> sein.
Es bleibt aber ökonomischer Schwachsinn, sofern wir nicht irgendwie per Zauberhand das Material in die entsprechende Umlaufbahn bekommen.
> www.energiezukunft.eu#:~:text=Energie%C3%BCbertragung%20per%20Mikrowelle,do
> rt%20in%20elektrische%20Energie%20zur%C3%BCckverwandelt.
>
> perfekte Ausrichtung und 24 Stunden dauer Energie sind schon gewissen
> Vorteile, dazu keine großer Flächenbedarf auf der Erde.
Die Vorteile schwinden sofort, wenn man bedenkt, dass die extreme Strahlung im Weltall der Technik stark zusetzt. Ein Ausfall der Hardware ist ein Totalschaden. Da entgegenzuwirken macht das alles noch teurer. Der Flächenbedarf dürfte die nächste Zeit noch gar nicht so die Rolle spielen, sofern es noch genügend Hausdächer ohne Anlagen gibt.
Und in der Wüste gibt es ebenfalls noch große Flächen. Der Transport der Energie weg von der Wüste dürfte auch kein Problem darstellen, verglichen zur Weltraumlösung.
> Klar kommen auch noch Transportverluste dazu. PV-Module können aber auch
> deutlich leichter gebaut werden, da oben müssen sie keine Stürme aushalten.
Ja keine Stürme, aber Strahlung. Und geht was kaputt, kann man das auf der Erde ganz leicht reparieren. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Legendenkiller 20.06.22 - 15:16
++
Die Übertragunsverluste scheinen wirklich nicht das Problem zu sein.
In der Wiki geben sie die Grenzkosten von 200$ / Kg an damit es wirtschaftlich wird.
Wie gesagt aktuell liegen sie bei 12000$ ... -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Legendenkiller 20.06.22 - 15:17
jup mit Raketen geht das nicht , auch nicht mit widerverwertbaren.
Gibt noch ein Problem.
Das Sonnenlicht was auf die Solarpannel fällt erzeugt ein Rückstoß.
Die Solaranlage müsste also die ganze zeit aktiv in Position gehalten werden und/oder weiter kontruktive Baumaßnahem erfolgen (Lichtumlenkung mit Spiegeln).
Und eine größerer Sonnensturm und die ganze Sache ist Weltraumschrott.
wenn sowas geht ... könnte es die Lösung sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumlift
Dagegen ist die ganze Sahara mit Solaranlagen zubauen , gerade zu trivial.
4 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.22 15:23 durch Legendenkiller. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Pecker 20.06.22 - 15:41
Legendenkiller schrieb:
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> jup mit Raketen geht das nicht , auch nicht mit widerverwertbaren.
>
> Gibt noch ein Problem.
> Das Sonnenlicht was auf die Solarpannel fällt erzeugt ein Rückstoß.
> Die Solaranlage müsste also die ganze zeit aktiv in Position gehalten
> werden und/oder weiter kontruktive Baumaßnahem erfolgen (Lichtumlenkung mit
> Spiegeln).
>
> Und eine größerer Sonnensturm und die ganze Sache ist Weltraumschrott.
>
> wenn sowas geht ... könnte es die Lösung sein.
> de.wikipedia.org
>
> Dagegen ist die ganze Sahara mit Solaranlagen zubauen , gerade zu trivial.
Ich sehe das auch so. Oft heißt es ja dann wieder, man sei Technikverweigerer etc. aber solange man mir hier eine Lösung für ein nicht existierendes Problem zeigt, dann bin ich erst mal skeptisch. Also das Problem der Energieknappheit haben wir sehr wohl, aber wir haben nicht das Problem, in den Weltraum ausweichen zu müssen. Es gibt einfach billigere Lösungen. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 15:47
Legendenkiller schrieb:
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> jup mit Raketen geht das nicht , auch nicht mit widerverwertbaren.
>
> Gibt noch ein Problem.
> Das Sonnenlicht was auf die Solarpannel fällt erzeugt ein Rückstoß.
> Die Solaranlage müsste also die ganze zeit aktiv in Position gehalten
> werden und/oder weiter kontruktive Baumaßnahem erfolgen (Lichtumlenkung mit
> Spiegeln).
>
> Und eine größerer Sonnensturm und die ganze Sache ist Weltraumschrott.
>
> wenn sowas geht ... könnte es die Lösung sein.
> de.wikipedia.org
>
> Dagegen ist die ganze Sahara mit Solaranlagen zubauen , gerade zu trivial.
ja, nur leider gehört uns die Sahara nicht und auch ein Kabel dort hin muss mit einige Nachbarn abgesprochen werden.
Der Weltraum ist zumindest politisch einfacher.
Und die Wartungskosten (verschleiß) dürften in der Sahara auch höher sein. Dann auch noch die größeren Transportkosten für den Strom. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Pecker 20.06.22 - 15:57
MarcusK schrieb:
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> Legendenkiller schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > jup mit Raketen geht das nicht , auch nicht mit widerverwertbaren.
> >
> > Gibt noch ein Problem.
> > Das Sonnenlicht was auf die Solarpannel fällt erzeugt ein Rückstoß.
> > Die Solaranlage müsste also die ganze zeit aktiv in Position gehalten
> > werden und/oder weiter kontruktive Baumaßnahem erfolgen (Lichtumlenkung
> mit
> > Spiegeln).
> >
> > Und eine größerer Sonnensturm und die ganze Sache ist Weltraumschrott.
> >
> >
> > wenn sowas geht ... könnte es die Lösung sein.
> > de.wikipedia.org
> >
> > Dagegen ist die ganze Sahara mit Solaranlagen zubauen , gerade zu
> trivial.
> ja, nur leider gehört uns die Sahara nicht und auch ein Kabel dort hin muss
> mit einige Nachbarn abgesprochen werden.
> Der Weltraum ist zumindest politisch einfacher.
Das halte ich für ein Gerücht, dass der Weltraum politisch einfacher ist. Erst recht, wenn es denn wirklich interessant werden sollte, dort Energie zu gewinnen.
> Und die Wartungskosten (verschleiß) dürften in der Sahara auch höher sein.
Das bezweifle ich. Du vergisst ständig die Strahlung.
> Dann auch noch die größeren Transportkosten für den Strom.
Wie wäre es, den Strom per Mikrowellentechnologie ins Weltraum zu einer Relaisstation zu schicken um ihn dort dann wieder zurückzuschicken? -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 16:01
Pecker schrieb:
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> MarcusK schrieb:
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> > Legendenkiller schrieb:
> >
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>
> > -----
> > > jup mit Raketen geht das nicht , auch nicht mit widerverwertbaren.
> > >
> > > Gibt noch ein Problem.
> > > Das Sonnenlicht was auf die Solarpannel fällt erzeugt ein Rückstoß.
> > > Die Solaranlage müsste also die ganze zeit aktiv in Position gehalten
> > > werden und/oder weiter kontruktive Baumaßnahem erfolgen
> (Lichtumlenkung
> > mit
> > > Spiegeln).
> > >
> > > Und eine größerer Sonnensturm und die ganze Sache ist Weltraumschrott.
>
> > >
> > >
> > > wenn sowas geht ... könnte es die Lösung sein.
> > > de.wikipedia.org
> > >
> > > Dagegen ist die ganze Sahara mit Solaranlagen zubauen , gerade zu
> > trivial.
> > ja, nur leider gehört uns die Sahara nicht und auch ein Kabel dort hin
> muss
> > mit einige Nachbarn abgesprochen werden.
> > Der Weltraum ist zumindest politisch einfacher.
>
> Das halte ich für ein Gerücht, dass der Weltraum politisch einfacher ist.
> Erst recht, wenn es denn wirklich interessant werden sollte, dort Energie
> zu gewinnen.
>
> > Und die Wartungskosten (verschleiß) dürften in der Sahara auch höher
> sein.
> Das bezweifle ich. Du vergisst ständig die Strahlung.
scheint zumindest für die Satelliten weniger ein Problem zu sein. Es geht ja nicht um eine CPU die Rechenfehler vermeiden soll. Dem PV-Modul sollte die Strahlung doch egal sein.
> > Dann auch noch die größeren Transportkosten für den Strom.
> Wie wäre es, den Strom per Mikrowellentechnologie ins Weltraum zu einer
> Relaisstation zu schicken um ihn dort dann wieder zurückzuschicken?
du hast gelesen wie groß so ein Empfänger ist? ( mehre km). Dan kann man gleich die Module in den Weltraum schießen. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: ChMu 20.06.22 - 16:02
Pecker schrieb:
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> Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die Energieprobleme
> lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung ist
> reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf der
> Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der
> Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für Solarenergie
> aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am
> Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der
> Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger
> Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur
> Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit Aggregaten
> ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
Bitte unterschaetze nicht die Effizienz von Solar Zellen im All vs. denen auf der Erde. Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft. Und das 24h garantiert, 365 Tage im Jahr. Auf der Erde bekommst Du max 8h bei viel Wartung etwa 300 Tage im Jahr. Die Launch kosten sind zB mit Space X bei 10% klassischer Starts mit wiederverwendbaren Traegern.
Du brauchst auf der Erde also 40mal so viele Zellen wie im All, eigentlich 120mal mehr da im All 24h produziert wird. Dazu fuer die Erde Batterien, welche noch mal das 4 fache der Zellen kosten. Dazu eine Leistungs und Steuer Elektronik welche wohll locker den Zellen Preis uebersteigt.
Nein, es ist nicht einfacher und schon gar nicht billiger das auf der Erde zu machen. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: ChMu 20.06.22 - 16:10
Legendenkiller schrieb:
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>
> PS:aktuell hat man Kosten von 12000$ pro 1kg Fracht in die Umlaufbahn
Wen nutzt Du denn da? Arianespace? Ja, die sind teuer. Aber $10000 sind $2000 bei Spaxe X. Uebrigends entsprechen 1kg Solar Film im All ueber 120qm Panels am Boden. Die aber nur 8h produzieren und auch das nur wenn die Sonne scheint. Kosten etwa $9000. Ohne Verkabelung, Transport in die Wueste und Anschluss, ohne Maintenance crew ect pp. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 16:13
ChMu schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Pecker schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die
> Energieprobleme
> > lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung ist
> > reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf der
> > Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der
> > Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für
> Solarenergie
> > aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am
> > Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der
> > Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger
> > Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur
> > Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit Aggregaten
> > ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
>
> Bitte unterschaetze nicht die Effizienz von Solar Zellen im All vs. denen
> auf der Erde. Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All
> basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft.
das kann nicht stimmen. Aktuell Module kommen auf 20% Wirkungsgrad. Über 60% kommt man auch im Weltraum nicht. Selbst wenn die Module jetzt noch die 4 fache Zeit Energie liefern kommt man auch nur auf einen Faktor von 12 - 40fach besser kann ich mir nicht vorstellen. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: ChMu 20.06.22 - 16:31
MarcusK schrieb:
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> ChMu schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Pecker schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > > Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die
> > Energieprobleme
> > > lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung
> ist
> > > reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf
> der
> > > Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der
> > > Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für
> > Solarenergie
> > > aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am
> > > Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der
> > > Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger
> > > Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur
> > > Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit
> Aggregaten
> > > ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
> >
> > Bitte unterschaetze nicht die Effizienz von Solar Zellen im All vs.
> denen
> > auf der Erde. Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All
> > basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft.
>
> das kann nicht stimmen. Aktuell Module kommen auf 20% Wirkungsgrad. Über
> 60% kommt man auch im Weltraum nicht. Selbst wenn die Module jetzt noch die
> 4 fache Zeit Energie liefern kommt man auch nur auf einen Faktor von 12 -
> 40fach besser kann ich mir nicht vorstellen.
Doch, stimmt. Die 20% auf der Erde gehen von der Einstrahlung die ankommt aus. Das sind aber nur 50, eher 30%, der Rest geht in der Atmosphaere verloren. Im All sieht das ganz anders aus. Dort werden aus 1kW/qm und 200Wh Ertrag auf der Erde bis zu 5kW/qm (nachgefuehrt 7kW/qm) und 2-3kW Ertrag. Dazu fehlen Scheiben, Rahmen, Schrauben ext. Es ist nur ein leichter aufgerollter Film. Und er produziert 24h am Tag gegenueber optimistischen 8h, eher 6h auf der Erde.
Die Verlusste bei der Microwellen Uebertragung sind natuerlich eine andere Sache. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: Pecker 20.06.22 - 17:22
ChMu schrieb:
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> Pecker schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die
> Energieprobleme
> > lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung ist
> > reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf der
> > Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der
> > Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für
> Solarenergie
> > aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am
> > Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der
> > Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger
> > Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur
> > Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit Aggregaten
> > ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
>
> Bitte unterschaetze nicht die Effizienz von Solar Zellen im All vs. denen
> auf der Erde. Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All
> basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft. Und das 24h garantiert, 365
> Tage im Jahr. Auf der Erde bekommst Du max 8h bei viel Wartung etwa 300
> Tage im Jahr.
Faktor 40? Die Rechnung will ich sehen.
> Die Launch kosten sind zB mit Space X bei 10% klassischer
> Starts mit wiederverwendbaren Traegern.
> Du brauchst auf der Erde also 40mal so viele Zellen wie im All, eigentlich
> 120mal mehr da im All 24h produziert wird.
Also 120 mal schon gar nicht. Du kannst nicht zig mal den selben Faktor in deine Rechnung nehmen.
selbst 40 mal kann nicht sein. selbst bei nur 6 Sonnenstunden am Tag (wir nehmen mal die Wüste als Standort wo es eher 11 sein sollten, aber Einstrahlwinkel, ggfs. fehlende Nachführung etc.) verliert man also den Faktor 4 bei der Sonnenscheindauer. Und du schreibst selber in einer anderen Antwort
"Doch, stimmt. Die 20% auf der Erde gehen von der Einstrahlung die ankommt aus. Das sind aber nur 50, eher 30%, der Rest geht in der Atmosphaere verloren"
Gehen wir einfach vom Worstcase aus, dass nur 30% also ca. Faktor 3 weniger auf dem Boden ankommt, was aber nicht stimmt. Dann ergibt 3 (weniger Sonnenenergie) mal 4(weniger Sonnenscheindauer) schlicht und ergreifend den Faktor 12. Mehr nicht.
Und deine Solarzelle im All hat den selben Wirkungsgrad wie auf dem Boden. Wobei ich jetzt nicht weiß, wie warm die Zelle dann bei ständiger Sonneneinstrahlung da wird. Trotz der Kälte im All ist das All ein schlechter Wärmeleiter.
Das heißt also, die Solaranlage im All darf maximal 12 mal teurer sein, als eine am Boden.
> welche noch mal das 4 fache der Zellen kosten. Dazu eine Leistungs und
> Steuer Elektronik welche wohll locker den Zellen Preis uebersteigt.
> Nein, es ist nicht einfacher und schon gar nicht billiger das auf der Erde
> zu machen.
Deine Solaranlage im All braucht wohl keine Steuerelektronik und schon gar keine, die was wiegt? ^^.
Sorry, deine Zahlen sind sowas von daneben, da erübrigt sich eine fachliche Diskussion leider. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 17:26
Pecker schrieb:
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> ChMu schrieb:
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> > Pecker schrieb:
> >
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> > -----
> > > Der Text liest sich so, als könnte man damit irgendwie die
> > Energieprobleme
> > > lösen, was absoluter Schwachsinn ist. Die angebliche zivile Nutzung
> ist
> > > reine Ablenkung. Zivil genutzt ist jede stinknormale Solaranlage auf
> der
> > > Erde um das zigfache billiger. Und das Argument, nachts liefert der
> > > Solarpark keinen Strom, lasse ich bei den extremen kosten für
> > Solarenergie
> > > aus dem Weltraum nicht gelten. Bei den Kosten stellt man halt Akkus am
> > > Boden auf. Alleine die nötigen Raketenstarts werden ein zigfaches der
> > > Energie benötigen, die hinterher rausgeholt werden kann. Einziger
> > > Einsatzzweck ist also militärisch. Entweder direkt als Waffe oder zur
> > > Energieversorgung der Truppen an der Front wobei letztes mit
> Aggregaten
> > > ebenfalls deutlich einfacher und billiger ist.
> >
> > Bitte unterschaetze nicht die Effizienz von Solar Zellen im All vs.
> denen
> > auf der Erde. Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All
> > basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft. Und das 24h garantiert,
> 365
> > Tage im Jahr. Auf der Erde bekommst Du max 8h bei viel Wartung etwa 300
> > Tage im Jahr.
>
> Faktor 40? Die Rechnung will ich sehen.
ich war auch sehr skeptisch, aber ich konnte den Faktor 40 auch im Netz finden.
https://de.blog.milkthesun.com/solarmodule-im-weltall-der-weg-zu-stellarer-energie/
Das war zwar von 2015 aber die Größenordnung sollte noch passen.
Selbst wenn es nur 30 sind, ist es immer noch beeindruckend. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: maxule 20.06.22 - 17:54
Pecker schrieb:
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> Sorry, deine Zahlen sind sowas von daneben, da erübrigt sich eine fachliche
> Diskussion leider.
Meine Milchstraßenmädchenrechnung:
Ausrichtung x 1,5
Sonnenstunden: x 3
Atmosphärische Dämpfung: x 3
Wirkungsgrad (Temperatur): x 3
Produkt: x 40,5
(Zufallstreffer ohne rumrechnen) -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: MarcusK 20.06.22 - 17:57
maxule schrieb:
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> Pecker schrieb:
> -----------------------------------------------------------------------
> > Sorry, deine Zahlen sind sowas von daneben, da erübrigt sich eine
> fachliche
> > Diskussion leider.
>
> Meine Milchstraßenmädchenrechnung:
> Ausrichtung x 1,5
> Sonnenstunden: x 3
> Atmosphärische Dämpfung: x 3
> Wirkungsgrad (Temperatur): x 3
> Produkt: x 40,5
> (Zufallstreffer ohne rumrechnen)
Wirkungsgrad (Temperatur): x 3
habe ich mir auch überlegt ob es besser oder schlechter ist. Da die Luft für den Wärmeaustausch fehlt würde ich sogar davon ausgehen das die Zellen wärmer werden als bei uns auf der Erde. Sie müssten ja die Wärme über ihre Rückseite abstrahlen. -
Re: Einziger Einsatzzweck ist militärisch.
Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 20.06.22 - 18:10
ChMu schrieb:
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> Optimal auf der Erde ausgerichtete Zellen werden von All
> basierten Zellen um den Faktor 40 uebertrumpft. Und das 24h garantiert, 365
> Tage im Jahr. Auf der Erde bekommst Du max 8h bei viel Wartung etwa 300
> Tage im Jahr. Die Launch kosten sind zB mit Space X bei 10% klassischer
> Starts mit wiederverwendbaren Traegern.
> Du brauchst auf der Erde also 40mal so viele Zellen wie im All, eigentlich
> 120mal mehr da im All 24h produziert wird.
Muss die Solar-Anlage nicht ständig relativ zum Kraftwerk auf dem Boden positioniert sein, um die Energieübertragung zu gewährleisten?
Das bedeutet, die Solaranlage müsste sich mit der Erdrotation bewegen und damit auch im normalen Tagrhytmus in den Erdschatten geraten.
24-Stunden-Ertrag pro Tag könnten nur dann realisiert werden, wenn es mehrere Abnahme-Stationen auf der Erde gibt, entlang des Breitengrades der Solaranlage... über alle Kontinente und Ozeane hinweg.



