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Mathematisch-physikalische Widerlegung von Luna 13 und 24

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  1. Mathematisch-physikalische Widerlegung von Luna 13 und 24

    Autor: Siegie 20.12.13 - 21:17

    Der Jadehase hoppelt nun seit den frühen Nachmittagstunden am 14.12. 2013 unentwegt auf dem Mond herum und erkundet das Areal im Gebiet des Sinus Irdium, wo angeblich in den sechziger und siebziger Jahren sowjetische Sonden gelandet sein sollen. Wird Yutu, das chinesische Mondfahrzeug in diesem Gebiet sowjetischen Raketenschrott vorfinden? Vorwegnehmend soll konstatiert werden, dass von den 31 Luna-Missionen der Sowjetunion immerhin nach Angaben von Leitenberger (siehe Wikipedia, Leitenberger, B., 2013 zum Lunaprogramm) 14 Missionen scheiterten. Da nicht sämtliche Lunamissionen überprüft werden können, sollen einmal Luna 13 (21.12.1966) mit der Landung einer 113 kg schweren Sonde und Luna 24 (09.08.19762) mit der Landung mit dem Mondfahrzeug Lunochod 2 exemplarisch theoretisch berechnet werden. Luna 13 hatte eine Startmasse von Mo=1620 kg und die Sonde, die zum Mond transportiert wurde und dort angeblich landete, soll eine Masse von 113 kg umfasst haben. Ist dieses Szenario überhaupt realistisch? Für das erreichen der Mondumlaufbahn und der Landung der Sonde auf dem Mond, wäre eine Masse an Raketentreibstoff ganz allgemein formuliert von
    MTr= Mo [1-1/e (hoch vB/ve)] (1)
    erforderlich gewesen.
    Konkret beliefe sich die Treibstoffmenge bei der Annahme einer effektiven Ausströmgeschwindigkeit von ve= 2,8 km/s auf
    MTr=1620 kg [1-1/e(hoch 4,9/2,8)]= 1620 kg (1-0,17)= 1620 kg*0,83= 1339 kg. (2)
    Damit verblieben noch insgesamt 281 kg für die Raketenzelle, für das Triebwerk von ca. 50 kg . für die Instrumente und für die 113 schwere Sonde. Für die Raketenzelle verblieben weniger als 118 kg. Wenn man das Verhältnis von Startmasse Mo zur Leermasse ML bildet, dann kommt man auf eine Relation von ca. 1: 10. Dies wäre nach damaligen technischen und technologischen Bedingungen fast ein Ding der Unmöglichkeit gewesen!
    Luna 24 (09.08.1976) soll nach Leitenberger eine Gesamtmasse von ca. 5700 kg besessen gehabt haben, wobei das Mondfahrzeug selbst eine Masse von 840 kg umfasste. Der Antrieb von Luna 24 bestand aus einem Triebwerk mit dem Oxidator N2O3 (Distickstofftrioxid) und dem Brennstoff UDMH (Unsymmetrisches Dimethylhydrazin) mit einer effektiven Ausströmgeschwindigkeit von ve=2,6 km (im Vakuum bzw. im Kosmos ca. 2,8 km/s). Es sollte auch hier geprüft werden, ob die Mondmission, wie angegeben auch wirklich realisiert werden konnte. Zunächst ist es gar keine Frage: Die vierstufige Trägerrakete vom Typ Proton hätte allemal die 2. Kosmische Geschwindigkeit von 11,2 km/s erreichen können (ist übrigens immer von der Orbithöhe über der Erdoberfläche abhängig). Hier bestand ein ganz anderes Problem: Die Protonrakete hatte zu viel Energie, so dass aus diesem Grunde mehrere Mondmissionen nach Angaben von Leitenberg fehlschlugen. Davon einmal abgesehen: Hätte aber auch die Mondlandung und die Rückführung der 170 g Mondgestein mit der Rückführungssonde glücken können?
    Von den Masseverhältnissen bestanden hier offensichtlich gewisse Parallelen und Analogien zum chinesischen Mondprojekt Chang`e-3, wenn man einmal von den Relationen ausgeht. Für das erreichen der Mondumlaufbahn, wäre eine Masse an Raketentreibstoff von
    MTr= 5,.7 t [1-1/2,72(hoch 0,9/2,8] = 5,7 t (1-0,73)= 5,7 t*0,27 ≈ 1,6 t (3)
    zu beziffern gewesen. Es verbliebe dann noch eine Restmasse von ca. 4,1 t. Um die Landung auf dem Mond zu forcieren, wäre eine weitere Treibstoffmasse von
    MTr= 4,1 [1-1/2,72 (hoch 2,3/2,9)]=4,1 t (1-0,45)= 4,1 t*0,55 ≈ 2,3 t (4)
    notwendig gewesen. Zieht man nun von den verbleibenden ca. 1,8 t die 840 kg für das Mondfahrzeug Lunachod 2 ab, dann verbliebe noch ca. 1 t Restmasse, so ungefähr wie bei der chinesischen Raumsonde Chang`e-3. Hier drängt sich allerdings die berechtigte Frage auf, wo sich denn das Mondfahrzeug in der Raumsonde von Luna 24 mit einem Volumen eines Kleinwagens vom Typ Smart und einer Masse von fast einer Tonne befunden haben soll? Da war überhaupt kein Platz im „Bauch“ von Luna 24, wenn man sich einmal die Bilder der Sonde bei Leitenberg, B. (2013) zu Gemüte führt! Dies ist das erste Argument, dass Luna 24 so niemals stattgefunden haben kann, wie damals und immer noch propagiert wird. Nun soll ja Lunochod 2 170 g Mondgestein mit einer Sonde auf dem Mond geborgen haben, um diese dann zur Erde zurückzuführen Ginge dies überhaupt?
    Nach Leitenberg soll die Rückführungsstufe eine Masse von 457 kg besessen haben, wobei die Treibstoffmenge mit 324,5 kg beziffert wurde und die Masse für das Triebwerk mit 42 kg deklariert wurde. Die 39 kg schwere Rückführungskapsel selbst soll aus Stahl mit einem Durchmesser von 80 cm mit einem Hitzeschild ausgerüstet bestanden haben. Um die Fluchtgeschwindigkeit (2,4 km/s +570 m/s für die Überwindung der Schwerkraft des Mondes) vom Mond zu erreichen, wären für die 457 kg der Rückführungssonde eine Treibstoffmenge von
    MTr= 457 kg [1-1/2,72 (hoch 3/2,8)]= 457 kg (1-0,34)= 457 kg *0,66 =300 kg (5)
    erforderlich gewesen. Damit verblieben lediglich noch 157 kg. Um in die Erdatmosphäre eintauchen zu können, wäre eine weitere Treibstoffmenge von
    MTr= 157 kg * [1-1/2,72 (hoch 3/2,8)]=157 kg *(1-0,34)= 157 kg*0,66 = 103 kg (6)
    notwendig gewesen. Damit wäre die vorgegebenen Treibstoffmenge von 325 kg weit überschritten worden (325 kg-403 kg= -78 kg).
    Dies ist das zweite physikalische Argument, dass Luna 24 lediglich eine Propagandashow gewesen sein muss. Aber weiter: Rein mathematisch und physikalisch verblieben dann aber nur noch 54 kg an Gesamtmasse für das Eintauchen in die Erdatmosphäre. Das Triebwerk wog aber alleine schon nach Leitenberger 42 kg. Es verbleiben also rein rechnerisch nur noch 12 kg. Die Rückkehrsonde, die vermeintlich in die Erdatmosphäre eingetaucht sein soll, soll aber eine Masse von 39 kg besessen haben. Interpretationen erübrigen sich an dieser Stelle vollkommen! Resümee und Fazit: Auch Luna 24 war nicht mehr als ein unrealistisches Projekt und ein Propagandaaktion. Und immer wieder die immer wiederkehrende penetrante Frage: Wer hatte Lunochod 2 frontal auf dem Mond gefilmt? Der Mann im Mond? Bei der chinesischen Mondmission Chang`e-3 ging alles mit rechten Dingen zu, wie man sich visuell anhand von Echtzeitbildern im Internet überzeugen konnte: Die Sonde beschrieb bei der Landung eine Parabel (und keine Hyperbel wie bei Apollo 11) und das Mondfahrzeug Yutu verließ die Sonde und wurde dabei quasi von hinten gefilmt.
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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