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Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

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  1. Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Olliar 17.03.20 - 17:07

    die "geprüften" haben nur eine bekannte Todesrate, die DIY nicht.
    Das ist alles.

    Zu dem sollte man die Prüfungen in USA mal mit denen in DE vergleichen.


    Letztlich gilt:
    "Wer hilft hat recht"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.20 17:08 durch Olliar.

  2. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Lasse Bierstrom 17.03.20 - 17:12

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die "geprüften" haben nur eine bekannte Todesrate, die DIY nicht.
    > Das ist alles.
    >
    > Zu dem sollte man die Prüfungen in USA mal mit denen in DE vergleichen.
    >
    > Letztlich gilt:
    > "Wer hilft hat recht"

    Und wer mitverschuldet ist im Unrecht.
    Man ist nur so lange im Recht, wie niemandem was passiert. Ab dort musst du dich "gegen das Recht" (nämlich das Recht der anderen auf Unversehrtheit) verteidigen.

  3. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Olliar 17.03.20 - 17:31

    Es sei an die Silikon-Implantate erinnert...aus Bausilkikon.

  4. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: narfomat 17.03.20 - 20:47

    >> Letztlich gilt: "Wer hilft hat recht"

    >Und wer mitverschuldet ist im Unrecht.
    >Man ist nur so lange im Recht, wie niemandem was passiert.

    DAS ist mal definitiv falsch, und das solltest du auch im erste-hilfe-kurs, selbst im einfachsten für z.b. einen PKW führerschein, gelernt haben!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.20 20:48 durch narfomat.

  5. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Lasse Bierstrom 17.03.20 - 20:58

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >> Letztlich gilt: "Wer hilft hat recht"
    >
    > >Und wer mitverschuldet ist im Unrecht.
    > >Man ist nur so lange im Recht, wie niemandem was passiert.
    >
    > DAS ist mal definitiv falsch, und das solltest du auch im erste-hilfe-kurs,
    > selbst im einfachsten für z.b. einen PKW führerschein, gelernt haben!

    Und dort ist genau definiert was man tun soll und DARF.
    In keinem meiner teilgenommenen Kurse kam ein Kapitel mit "ersetzte ein defektes Bauteil eines medizinischen Gerätes mit was selbst gebastelten" vor.

    Nem verunfallten darf man auch keine Medikamente geben. Desinfizieren ist schon zu viel.

    Dir ist bestimmt klar, dass der einfache Spruch "Wer hilft, hat recht" eben nur ein motivierender Spruch ist. Mit ziemlich engen Grenzen.
    Und wenn aus der Folge deiner "Hilfe" jemandem was passiert, dann bist du dafür haftbar.

  6. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: narfomat 17.03.20 - 21:07

    >Und wenn aus der Folge deiner "Hilfe" jemandem was passiert, dann bist du dafür haftbar.
    eben nicht? prominentestes beispiel hierfür ist wohl das abnehmen des integralhelms bei einem verunglückten und dadurch möglw. bewusstlosen motorradfahrer zur kontrolle und ersthilfe, was bekanntlich zu folgeschäden bei einer verletzten halswirbelsäule führen KANN. natürlich nicht notwendigerweise, aber die möglichkeit besteht eben sehr wohl. solltest du dabei dem verletzten zusätzlich irreparable schäden an der (hals)wirbelsäule zufügen, bist du trotzdem IM RECHT und wirst auch ganz sicher nicht deswegen strafrechtlich verfolgt oder gar belangt werden, obwohl du schuld an der verletzung bist. das gleiche gilt übrigens beim bergen von personen aus kraftfahrzeugen, wenn der verbleib der person im PKW vermutlich zum tode führen würde (respektiv "die karre brennt!" ^^)

    übrigens der grund warum motorradfahrer dir versichern werden, das sie auf gar keinen fall wollen, das irgendwelche laien-ersthelfer ihnen nach einem schweren unfall (mit grosser warscheinlichkeit unsachgerecht) den helm abnehmen und ehrlich, auch ich würde DEFINITIV lieber ersticken und so abtreten als vom hals ab gelähmt zu sein. =)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.20 21:12 durch narfomat.

  7. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Lasse Bierstrom 17.03.20 - 22:03

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Und wenn aus der Folge deiner "Hilfe" jemandem was passiert, dann bist du
    > dafür haftbar.
    > eben nicht? prominentestes beispiel hierfür ist wohl das abnehmen des
    > integralhelms bei einem verunglückten und dadurch möglw. bewusstlosen
    > motorradfahrer zur kontrolle und ersthilfe, was bekanntlich zu folgeschäden
    > bei einer verletzten halswirbelsäule führen KANN. natürlich nicht
    > notwendigerweise, aber die möglichkeit besteht eben sehr wohl. solltest du
    > dabei dem verletzten zusätzlich irreparable schäden an der
    > (hals)wirbelsäule zufügen, bist du trotzdem IM RECHT und wirst auch ganz
    > sicher nicht deswegen strafrechtlich verfolgt oder gar belangt werden,
    > obwohl du schuld an der verletzung bist. das gleiche gilt übrigens beim
    > bergen von personen aus kraftfahrzeugen, wenn der verbleib der person im
    > PKW vermutlich zum tode führen würde (respektiv "die karre brennt!" ^^)
    >
    > übrigens der grund warum motorradfahrer dir versichern werden, das sie auf
    > gar keinen fall wollen, das irgendwelche laien-ersthelfer ihnen nach einem
    > schweren unfall (mit grosser warscheinlichkeit unsachgerecht) den helm
    > abnehmen und ehrlich, auch ich würde DEFINITIV lieber ersticken und so
    > abtreten als vom hals ab gelähmt zu sein. =)

    BESTIMMT überlesen, deswegen kopiert, und hier neu eingefügt:
    Und dort ist genau definiert was man tun soll und DARF.
    In keinem meiner teilgenommenen Kurse kam ein Kapitel mit "ersetzte ein defektes Bauteil eines medizinischen Gerätes mit was selbst gebastelten" vor.

    Wie man den Helm abnimmt, ist(oder war) TEIL des erste Hilfe Kurs. Mittlerweile rät man eher dazu, den dran zu lassen, und zu versuchen so dran zu kommen. Aber das ändert sich hin und wieder.

  8. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: ConstantinPrime 18.03.20 - 08:07

    Meiner Erinnerung nach war die Kernaussage dieses Thema betreffend, dass wenn durch meine Hilfemaßnahmen der Verunfallte sterben sollte (Helm abgenommen, Herz-Massage Brustkorb eingedrückt) ich nicht belangt werden kann.

    Wenn ich jetzt sehe, das der Verunfallte einen Luftröhrenschnitt braucht, ich aber gerade mein OP-Reines Skalpellset Zuhause vergessen hab, tuts auch n Kugelschreiber. Ich hab ein nicht vorhandenes/defektes gegen etwas "zweckmäßiges" getauscht.

    (keine Ahnung ob das wirklich funktioniert mit dem Kugelschreiber, in Filmen klappt das immer XD )

  9. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: Renegade3349 18.03.20 - 10:04

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich jetzt sehe, das der Verunfallte einen Luftröhrenschnitt braucht,
    > ich aber gerade mein OP-Reines Skalpellset Zuhause vergessen hab, tuts auch
    > n Kugelschreiber. Ich hab ein nicht vorhandenes/defektes gegen etwas
    > "zweckmäßiges" getauscht.
    Bitte nicht...außer du bist Arzt, dann darfst du das Zweckentfremden selber begründen (und weist sicher auch, warum ein Kugelschreiber nicht geeignet ist)
    Das ist zumindest eines der wenigen Beispiele die in fast jedem Erste Hilfe Kurs erwähnt werden, damit man das ja nicht macht.
    Prinzipiell haftet man für nichts was nicht grob fahrlässig ist wenn man jemandem helfen will. Bei einem Luftröhrenschnitt wäre das schon extrem grenzwertig. Wenn du nie einen Erste Hilfe Kurs mitgemacht hast und man dir keine böswilligen Absichten unterstellen kann könntest du damit vielleicht durchkommen, aber ich denke das würde vor einem Gericht entschieden.
    Ansonsten deckt das Samariter Gesetz so ziemlich alles ab, was man mit gutem Gewissen falsch machen könnte.

    //edit:
    Der Vorwurf einer fahrlässigen Unvorsichtigkeit entfällt, wenn jemand in der offensichtlichen Notlage des Betroffenen eine ihm geeignet erscheinende Maßnahme ergreift, die sich nach-träglich und in aller Ruhe betrachtet als nicht zweckmäßig herausstellt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.20 10:10 durch Renegade3349.

  10. Re: Jedes Medizin-Gerät ist potentiell gefährlich.

    Autor: ImBackAlive 18.03.20 - 14:15

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich jetzt sehe, das der Verunfallte einen Luftröhrenschnitt braucht,

    Eine der ersten Dinge, die du in einem ersten Hilfe Kurs beigebracht bekommst: Stelle niemals Diagnosen (es sei denn, du bist entsprechend ausgebildet - dann würdest du aber eh eher keinen Erste-Hilfe-Kurs besuchen). Nie. Auf gar keinen Fall. Wenn du denkst, dass da jemand einen Luftröhrenschnitt braucht und loslegst, bist du anschließend sehr wohl dafür haftbar, was du dort gerade getan hat (es sei dann du kannst glaubhaft versichern, dass du nie einen ersten Hilf Kurs mitgemacht hast und in vollster Überzeugung, dass du dem Menschen helfen wirst, gehandelt hast). Überlass so etwas den Profis.

    Generell gilt: Nicht Helfen ist strafbar. "Zu viel" helfen kann es allerdings auch sein. Im Zweifel ist aber eben richtig, dass eine Behandlung im Rahmen der ersten Hilfe niemals zu Strafen führen kann.
    Wenn du beispielsweise bei einer Herzrhytmus-Massage zu feste drückst und eine Rippe brichst, bist du nicht dafür haftbar, obwohl du daran Schuld bist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.20 14:17 durch ImBackAlive.

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