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Dauer/Nutzen

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  1. Dauer/Nutzen

    Autor: nightmar17 19.03.20 - 09:00

    Es dauert sicherlich ein paar Tage 1-2 Wochen? um die Produktion zu starten.
    Bauteile müssen beschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und dazu auch noch eine Genehmigung haben.
    Bis dann die ersten Geräte ausgeliefert werden, ist der Corona-Hype wahrscheinlich wieder vorbei.

  2. Re: Dauer/Nutzen

    Autor: ml (golem.de) 19.03.20 - 09:08

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es dauert sicherlich ein paar Tage 1-2 Wochen? um die Produktion zu
    > starten.
    > Bauteile müssen beschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und dazu auch
    > noch eine Genehmigung haben.
    > Bis dann die ersten Geräte ausgeliefert werden, ist der Corona-Hype
    > wahrscheinlich wieder vorbei.

    Gehe mal von 12 bis 18 Monaten aus.

  3. Re: Dauer/Nutzen

    Autor: nightmar17 19.03.20 - 09:15

    ml (golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nightmar17 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es dauert sicherlich ein paar Tage 1-2 Wochen? um die Produktion zu
    > > starten.
    > > Bauteile müssen beschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und dazu
    > auch
    > > noch eine Genehmigung haben.
    > > Bis dann die ersten Geräte ausgeliefert werden, ist der Corona-Hype
    > > wahrscheinlich wieder vorbei.
    >
    > Gehe mal von 12 bis 18 Monaten aus.

    Die Geräte zu bauen oder den Hype um Corona?

  4. Re: Dauer/Nutzen

    Autor: lester 19.03.20 - 09:25

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ml (golem.de) schrieb:
    > > Gehe mal von 12 bis 18 Monaten aus.

    > Die Geräte zu bauen oder den Hype um Corona?
    Bis die ersten Geräte nach medizinischen Hygieneregeln und Standards einsetzbar gebaut werden dürfen möchte ich wetten.

    Besondere Auflagen bezüglich Hygiene sind schon eine echte Hausnummer, dazu Schulungen und und und ...

    Klingt für mich wie die üblichen "xyz will" Absichtserklärungsnews !

  5. Die Hype-Follower übertreiben etwas

    Autor: M.P. 19.03.20 - 09:34

    .. sie sterben zu tausenden für den Hype!

    In vielen Staaten ist man gerade im exponentiellen Wachstum der Neu-Infektionen. Wir in Deutschland sind etwa an dem Punkt, an dem Hubei Anfang Januar war. Also ist das Maximum des Bedarfs an zusätzlichen Beatmungsgeräten in vielleicht 6 .... 8 Wochen zu erwarten.
    In normalen Zeiten würde ich auch abwinken. Aber unter der derzeitigen Situation ....

    Daneben ist es derzeit so, dass kaum ein Corona-Patient den Beatmungsgeräten wieder entkommt. Er verstirbt irgendwann, oder - als Prognose - es kommt ein Medikament, das wirkungsvoll die Corona-Viren in der Lunge ausmerzt ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.20 09:38 durch M.P..

  6. Re: Die Hype-Follower übertreiben etwas

    Autor: nightmar17 19.03.20 - 09:36

    Ich denke aber nicht, dass in 6-8 Wochen die Firmen die Produktion umgebaut und damit gestartet sind.
    Selbst wenn, in 6-8 Wochen wäre es ja fast zu spät, zumindest für uns.

  7. Re: Die Hype-Follower übertreiben etwas

    Autor: M.P. 19.03.20 - 09:43

    Man muss die Patienten möglicherweise MONATELANG am Beatmungsgerät halten.
    Wenn "flatten the curve" wirklich funktioniert, gibt es eine deutlich längere Welle, bis die ~70% Infektions-Marke erreicht ist, ab der sich der Virus nicht mehr verbreiten kann. So wird natürlich der Bedarf an Geräten, als Ersatz für verschlissene Geräte groß...

    Wenn man Zahlenspiele macht, wird einem ganz schlecht.

    - 70% der Bevölkerung muss infiziert sein, damit die Verbreitung abebbt
    - 3% (?) der Krankheitsverläufe enden am Beatmungsgerät

    70% von 80 Mio = 56 Mio
    3 % von 56 Mio = 1,7 Mio Patienten am Beatmungsgerät ...
    Wenn es 10 Wochen dauert, bis die 70% erreicht sind, braucht man bestimmt über 1 Mio Beatmungsgeräte (und entsprechendes Pflegepersonal)

    Wenn "flatten the curve" wirkt, braucht man - je nach Überlebenszeit am Beatmungsgerät - weniger Ressourcen, aber die für eine längere Zeit ...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.20 10:01 durch M.P..

  8. Re: Die Hype-Follower übertreiben etwas

    Autor: TW1920 19.03.20 - 10:05

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss die Patienten möglicherweise MONATELANG am Beatmungsgerät halten.
    > Wenn "flatten the curve" wirklich funktioniert, gibt es eine deutlich
    > längere Welle, bis die ~70% Infektions-Marke erreicht ist, ab der sich der
    > Virus nicht mehr verbreiten kann. So wird natürlich der Bedarf an Geräten,
    > als Ersatz für verschlissene Geräte groß...
    >
    > Wenn man Zahlenspiele macht, wird einem ganz schlecht.
    >
    > - 70% der Bevölkerung muss infiziert sein, damit die Verbreitung abebbt
    > - 3% (?) der Krankheitsverläufe enden am Beatmungsgerät
    >
    > 70% von 80 Mio = 56 Mio
    > 3 % von 56 Mio = 1,7 Mio Patienten am Beatmungsgerät ...
    > Wenn es 10 Wochen dauert, bis die 70% erreicht sind, braucht man bestimmt
    > über 1 Mio Beatmungsgeräte (und entsprechendes Pflegepersonal)
    Wie kommst du auf die Zahlen, vor allem dass 70% infiziert sein müssten??

    Und die Zeitangabe von "ml (golem.de)" dürfte abzielen, bis wann die im Einsatz sind, was mit 12 Monaten realistisch ist, denn: Man braucht nen Bauplan, die Teile, QM, Zulassung...
    So von heute auf morgen und auch nicht in paar Wochen wird da nix - das geht mit einfachen Dingen wie Mundschutz usw, aber nicht bei medizinischen Geräten. Ob man die dann noch braucht? Bzw. ob in ein paar Monaten die Unternehmen dann überhaupt noch dran Interesse haben, wenn die dann wieder Autos produzieren?

    Klingt ein wenig nach PR Arbeit oder um unter gutem Vorwand Geld abzustauben...

    TW1920
    --------------------------------


    TWCportal -- WPvision

  9. Re: Die Hype-Follower übertreiben etwas

    Autor: M.P. 19.03.20 - 10:22

    Wenn ein Infizierter derzeit im Schnitt 3,7 Personen ansteckt, müssen mindestens 2,7 der potentiellen Opfer resistent sein, damit es kein Anschwellen der Epidemie gibt.

    2,7 / 3,7 = 72%

    Wenn bei Lockerung der Isolationsmaßnahmen noch nicht die 70% erreicht sind, wird die Epidemie wieder anschwellen, wenn auch mit geringeren Zuwachsraten ...

    Ob wir sie jemals wieder loswerden, hängt von der Dauerhaftigkeit der Immunität nach überstandener Infektion bzw. von den Erfolgen der Pharmaforschung bzgl. Medikamenten und Impfstoffen gegen den Virus ab ...

    NACHTRAG:

    Virologe Kekulé warnt vor Infektionslawine: Ein Infizierter steckt statistisch drei weitere Menschen an

    Im Fließtext heißt es dass "zwei bis drei". Sagen wir 2,5

    1,5/2,5 = 60%



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.20 10:30 durch M.P..

  10. Re: Dauer/Nutzen

    Autor: spezi 19.03.20 - 11:08

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es dauert sicherlich ein paar Tage 1-2 Wochen? um die Produktion zu
    > starten.
    > Bauteile müssen beschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und dazu auch
    > noch eine Genehmigung haben.
    > Bis dann die ersten Geräte ausgeliefert werden, ist der Corona-Hype
    > wahrscheinlich wieder vorbei.

    Dieser "Hype" ist nicht in 1-2 Wochen vorbei.

    Momentan geht es nur darum, den exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen abzubremsen. Und dabei muss man bedenken, dass die Fallzahlen aufgrund der Inkubationszeit den tatsächlichen Neuinfektionen immer um eine gute Woche hinterherhinken. Dazu kommt die Dunkelziffer.

    Ab dann gibt es zwei prinzipielle Möglichkeiten:

    Entweder man schafft es durch rigide Test- und Quarantänemassnahmen, den Virus zurückzudrängen. So wie es zumindest den offiziellen Zahlen nach China möglicherweise geschafft hat. Und dort sind in der am härtesten betroffenen Provinz Hubei meines Wissens die Quaräntemassnahmen immer noch nicht oder nur teilweise zurück genommen worden. Und zumindest momentan habe ich nicht den Eindruck, dass die Bevölkerung in Deutschland (und anderen Teilen Europas) dazu diszipliniert genug ist.

    Oder man muss die Infektionswelle so "kontrolliert" ablaufen lassen, dass sie für das Gesundheitssystem beherrschbar bleibt. D.h. das insbesondere Beatmungskapazität für alle vorhanden ist, die die Beatmung brauchen.

    Wie M.P. schon sagte: das Problem löst sich dann "von selbst", sobald ein gewisser Prozentsatz die Infektion schon überstanden hat (oder geimpft wurde, sobald es einen Impfstoff gibt). Bei COVID19 geht man derzeit davon aus, dass im Schnitt jeder Infizierte 2,4 bis 3,3 andere Personen infiziert. Wohlgemerkt: unter "normalen" Umständen, also ohne Quarantäne/"social distancing"-Maßnahmen. Bei einem Wert von 1 bleibt eine Infektionswelle konstant, unter 1 geht sie zurück. Damit unter normalen Umständen COVID19 sich nicht ausbreiten kann, müssen also zwischen 1,4 von 2,4 (58%) und 2,3 von 3,3 (70%) Personen der Bevölkerung immun sein.

    Damit kann man sich ausrechnen, wie viele Millionen Menschen die Krankheit durchmachen müssen (solange kein Impfstoff zur Hilfe kommt). Dann gibt es Statistiken, welcher Prozentsatz der Erkrankten im Mittel Beatmung braucht, wie lange er diese braucht und wie viele Beatmungsplätze es in Deutschland gibt. Ich habe die ganzen Zahlen nicht mehr im Kopf, aber die Ergebnisse sind eher düster. Da kannst Du eher in Jahren rechnen als in Monaten.

    Der Spuk kann natürlich relativ schnell vorbei sein, wenn man plötzlich einen breit verfügbaren Impfstoff findet. Oder besser wirkende Medikamente, die die ernsten Verläufe (insbesondere mit Beatmung) weitgehend vermeiden.

    Aber wenn man sich nicht darauf verlassen will (und das sollte man meiner Meinung nach nicht), dann muss man auch versuchen, bei allen anderen Optionen Verbesserungen zu erzielen. Dazu gehört die Ausweitung der Testkapazitäten, die Entwicklung von Schnelltests, die in Minuten sagen können ob man infiziert ist oder nicht. Und dazu gehört auch die deutliche Ausweitung der Beatmungskapazitäten. Denn es ist sehr gut möglich, dass wie diese nicht nur in den nächsten Wochen oder 1-2 Monaten brauchen, sondern zumindest noch dieses ganze Jahr.

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