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Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

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  1. Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: EWCH 25.01.17 - 10:07

    bei der Hirnforschung beliebt ist ja der Test welche Hirnregion fuer was zustaendig ist (Kreativitaet, Kurz-/Langzeitgedaechnis, Motorik...). Neben der Zerstoerung wird dabei auch gerne die aktivitaet gemessen (z.B. mit einem MRT).
    Das Computer Aequivalent waere die Aufnahme aller Chips mit einer Waermebildkamera.
    So koennte man doch recht schnell sehen welcher Bereich fuer Grafik, Audio oder reine Berechnungen ohne Ausgabe benoetigt wird.

  2. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: Arsenal 25.01.17 - 10:22

    Ja, fehlt da wirklich einiges?

    >Anstatt nur einzelne Transistoren anzuschauen, haben die Forscher auch die gemeinsame Aktivität ganzer Gruppen von Transistoren auf dem Chip untersucht. Ähnliches wird in der Hirnforschung getan, wo bei bestimmten Aufgaben bestimmte Teile des Gehirns besonders starke Aktivität und teilweise rhythmische Aktivität zeigen. Tatsächlich fanden sich auch auf dem Computerchip ähnliche Muster wieder. Im Gehirn wird diese Beobachtung als möglicher Beleg für ein selbstorganisiertes Verhalten von Zellen durch komplexe Interaktion gehandelt. Der Computerchip ist aber nicht selbstorganisiert, besteht aus sehr einfachen Bauteilen und zeigt das gleiche Verhalten trotzdem.

  3. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: n3mo 25.01.17 - 10:26

    Es ist nur ein einzelner Chip. Es ist eine Simulation. Die können viel genauere Werte über Aktivität aufzeichnen als mit einem MRT oder einer Wärmbildkamera möglich sind. Genau das, was du forderst, haben sie gemacht. Steht auch alles im Artikel. Genau darum geht es ja auch in der Arbeit, zu zeigen wie machtlos diese Art von Auswertung bei einem derart komplexen System ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.01.17 10:28 durch n3mo.

  4. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: Mavy 25.01.17 - 10:55

    Wollen wir doch mal ehrlich sein,
    die Hirnforschung beruht doch zum überwiegenden großteil darauf was man im toten zustand auseinanderschneiden kann und die abbildung der bereiche die grade gut durchblutet sind..

    Das ist equivalent dazu einen stromlosen computer zu zerlegen oder zu messen wieviel strom eine komponente im betrieb aufnimmt ..
    Es ist glatt so als wenn man mittels kleiner induktionsspulen prüft wo grade spannungen anliegen und wieviel strom fließt.

    Ich will die forschung an dem thema nicht schlecht reden, es ist nur so das ich ueberhaupt nix davon halte ergebnisse als fakten praesentiert zu bekommen von denen ich weiss dass sie lettzten endes auf nicht belegbarer spekulation basieren ..
    (genau das ist in diesem Beitrag gut herausgearbeitet worden)

  5. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: 1st1 25.01.17 - 10:58

    Das stimmt nicht, die machen da sehr viel mit Elektroden. Habe mal vor vielen Jahren eine Führung durch das Frankfurter Max Planck Institut Hirnforschung mitgemacht, was man da sah, war teils nicht auszuahlten. Inzwischen sollen die diese Versuche aber stark reduziert haben.

  6. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: Mavy 25.01.17 - 11:10

    das ist doch genau mein punkt,
    es ist so als wenn man die funktion eines Rechners anhand
    des blinkverhaltens der Netzwerkkarte analysiert.

    Das verwendete Werkzeug ist einfach VÖLLIG ungeeignet
    für ein derart komplexes system. ..

  7. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: Malachi 25.01.17 - 11:20

    Das kann man nicht so pauschal sagen.

    Ich habe in meiner Laufbahn als Elektrophysiologe einzig die Kommunikation zwischen zwei Nervenzelltypen angeschaut. Das ganze per simultanem Patch-Clamp im Rattenhippocampus (lebender Hirnschnitt). Mit dieser Methode entgeht einem keine elektrische Aktivität und die Zellen kommunizieren quasi über einen komplett abgehörten Kanal. Das komplizierte ist nun aber zu verstehen, mit welchen Mechanismen diese Kommunikation erzielt werden kann.

    Abgesehen davon ist es korrekt, dass nahezu alle Methoden zur Hirnforschung invasiv sind und nur eine Annäherung an die normalen Zustände abbilden. Dennoch kann man damit durchaus zu Erkenntnisse kommen, die auch auf das gesunde, natürliche Gehirn ohne Elektroden anwendbar sind.

  8. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: m_jazz 25.01.17 - 12:07

    Malachi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dennoch kann man damit durchaus zu Erkenntnisse kommen, die auch auf das
    > gesunde, natürliche Gehirn ohne Elektroden anwendbar sind.

    Wie überprüft man ob die Erkenntnisse anwendbar sind? Meiner Meinung nach müsste ein funktionierendes Modell zu korrekten vorhersagen führen, man müsste also aus der Erkenntnis der jeweiligen Hirnregionen für das Erkennen von Gemüse, Fleisch und Kohlenhydraten, korrekt vorher sagen können, wie sich das Gehirn bei einem Anblick von Nudelsalat verhält. Und es müsste sich bei Kartoffelsalat gleich verhalten. Wenn Hering oder Apfel dabei ist, müsste es zu signifikanten Abweichungen vom Messergebnis kommen welche die Hirnregionen für Obst und Fisch lokalisieren, und wiederum zu neuen vorhersagen führen. Dies soll übrigens lediglich ein anschauliches Beispiel sein, und nicht die Behauptung es gäbe solche Regionen im Gehirn.

    Ein Beispiel hierbei ist die Meteorologie. Dort werden alle Wettermodelle durch korrekte "Vorhersage" des vergangenen Wetters geprüft bevor man sie als brauchbar klassifiziert.

    Ich halte dies jedoch in der Hirnforschung für problematisch, zumindest nach meinem laienhaften Kenntnisstand. Aber es gibt nicht einmal eine konsensuelle Meinung über das Wesen von Intelligenz oder Kreativität, aber man will ihnen schon Hirnregionen zuordnen können.

  9. Re: Da fehlt aber einiges, z.B. aktive Hirnregionen

    Autor: Sicaine 25.01.17 - 13:29

    EWCH hat nicht recht und du auch nicht.

    Eine CPU per se hat keinen Teil der fuer den Sound zustaendig ist. Auch keinen Teil fuer Grafik.

    Nutze ich Software X hab ich einen Softwarerenderer der vielleicht in Bereich X laeuft oder im Bereich Y. Wenn ich Sofware H nutze, nutzt die vielleicht den Grafikbeschleuniger R direkt und Software E nutzt den Grafikbeschleuniger R durch Treiberlayer P.

    Ein Gehirn funktioniert so nicht. Hier ist der Zustand, Hardware und Software erstmal identisch.

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