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Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

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  1. Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

    Autor: motzerator 09.08.16 - 15:20

    Früher war ich ein Early Adopter. Da konnte man die neue Technologie auch noch zuerst im Laden kaufen, mit dem Üblichen Schutz durch die Verbraucherrechte.

    Seit es Crowdfunding gibt, entgehen mir die eine oder andere Neuheit einfach schon aufgrund der Vertriebsform. Das ist nur was für Risikomenschen.

    Wer logisch denkt und Risiken vermeidet, der wartet einfach, bis der Krempel ganz normal und mit Verbraucherrechten zu kaufen oder zu bestellen ist.

  2. Re: Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

    Autor: Tomato 09.08.16 - 17:19

    Da ist der Denkfehler: Crowdfunding ist kein "bestellen", sondern eine Investition. Mit allen Chancen und Risiken.

    Ich bin da auch schon auf die Nase gefallen, aber ich bin mir des Risikos auch bewusst. Das "Wartenm, bis es auf dem Markt ist" funktioniert eben nicht. Es ist Crowdfunding, um eine Idee erst einmal zu ermöglichen. Ohne Crowdfunding hätte es die Pebble z.B. nie gegeben und damit kaum den riesen Smartwatch-Markt. (Das ich das persönlich nicht brauche, ist erst mal egal :) )

    Gerade im Software-Bereich (Indie-Games) hat Crowdfunding schon so einige Perlen hervorgebracht.

  3. Re: Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

    Autor: Emulex 09.08.16 - 17:33

    Tomato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da ist der Denkfehler: Crowdfunding ist kein "bestellen", sondern eine
    > Investition. Mit allen Chancen und Risiken.
    >

    Naja - die Chancen sind ja doch eher begrenzt und das Risiko ist der Totalverlust.
    Ein ziemlich schlechter Deal, egal ob das Produkt am Ende rauskommt oder nicht.

    Aber wer anderen gerne Geld schenkt, kann das durchaus weiter machen.

  4. Re: Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

    Autor: Hotohori 09.08.16 - 20:02

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Früher war ich ein Early Adopter. Da konnte man die neue Technologie auch
    > noch zuerst im Laden kaufen, mit dem Üblichen Schutz durch die
    > Verbraucherrechte.

    "bestellen"? Wer bei Crowdfunding davon ausgeht er würde ein Produkt kaufen, der hat das Prinzip von Crowdfunding so gar nicht verstanden.

    Crowdfunding heißt man gibt den Projektstartern Geld um das Produkt entwickeln / fertigstellen zu können. Das Produkt am Ende dafür zu kriegen ist lediglich eine Art von Dankeschön, dass man ihnen das Geld vorab gegeben hat.

    Nur geht es hier um noch nicht existierende Produkte und da kann bei der Fertigstellung absolut immer etwas schief gehen, dann ist das Geld weg und man bekommt auch seine Belohnung nicht dafür.

    Warum sollte man dann das Geld geben? Weil es ohne das Geld das Produkt niemals geben würde, weil anderen Investoren wie Banken etc. das Risiko zu groß ist und der Erfolg des Produktes meist überschaubar klein ist, weil es dabei fast immer um Produkte geht, die sich nicht auf dem großen breiten Massenmarkt verkaufen lassen, die Zielgruppe ist einfach zu klein.

    Heißt also ohne Crowdfunding, dass das finanzielle Risiko auf möglichst viele Köpfe verteilt und somit niemanden in den Ruin treibt wenn es schief geht, gäbe es viele Produkte heute nicht.

    > Seit es Crowdfunding gibt, entgehen mir die eine oder andere Neuheit
    > einfach schon aufgrund der Vertriebsform. Das ist nur was für
    > Risikomenschen.
    >
    > Wer logisch denkt und Risiken vermeidet, der wartet einfach, bis der
    > Krempel ganz normal und mit Verbraucherrechten zu kaufen oder zu bestellen
    > ist.

    Wer logisch denkt käme nie auf die Idee Crowdfunding wäre eine Vertriebsplattform...

    Leider haben viele nicht verstanden was Crowdfunding ist, das sind dann immer die, die laut aufschreien und ihr Geld wieder haben wollen, wenn ein Projekt scheitert. Man schenkt dem Projekt Leiter Geld und später will man das Geschenk plötzlich wieder zurück haben, das ist irrsinnig und DAS zerstört Crowdfunding, weil das Leute mit guten Ideen für ein Produkt abschreckt.

    Und man sollte sich Kickstarter einfach mal so angucken was da alles finanziert wird und nicht immer bloß die Technikecke. Da ist vieles interessantes Zeug dabei, das es so normal nicht gäbe ohne Kickstarter. Manche hier kennen die Plattform allerdings nur wegen Technik Produkten und Games.

  5. Re: Genau deswegen bestelle ich nichts per Crowdfunding!

    Autor: Emulex 09.08.16 - 21:13

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > motzerator schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Früher war ich ein Early Adopter. Da konnte man die neue Technologie
    > auch
    > > noch zuerst im Laden kaufen, mit dem Üblichen Schutz durch die
    > > Verbraucherrechte.
    >
    > "bestellen"? Wer bei Crowdfunding davon ausgeht er würde ein Produkt
    > kaufen, der hat das Prinzip von Crowdfunding so gar nicht verstanden.

    Naja, man gibt Geld für eine Idee und wenn genug Kohle zusammenkommt, wird diese Idee umgesetzt und man erhält im Normalfall sein Produkt für das man gezahlt hat.

    >
    > Crowdfunding heißt man gibt den Projektstartern Geld um das Produkt
    > entwickeln / fertigstellen zu können. Das Produkt am Ende dafür zu kriegen
    > ist lediglich eine Art von Dankeschön, dass man ihnen das Geld vorab
    > gegeben hat.
    >

    Ähm nein - man gibt Geld dafür, dass man das Produkt bekommt.
    Es ist also eher eine Auftragsfertigung, finanziert von einer Vielzahl an Leuten.

    > Nur geht es hier um noch nicht existierende Produkte und da kann bei der
    > Fertigstellung absolut immer etwas schief gehen, dann ist das Geld weg und
    > man bekommt auch seine Belohnung nicht dafür.

    Sollte aber nicht passieren, wenn die Idee halbwegs durchdacht und durchgerechnet ist.

    >
    > Warum sollte man dann das Geld geben? Weil es ohne das Geld das Produkt
    > niemals geben würde, weil anderen Investoren wie Banken etc. das Risiko zu
    > groß ist und der Erfolg des Produktes meist überschaubar klein ist, weil es
    > dabei fast immer um Produkte geht, die sich nicht auf dem großen breiten
    > Massenmarkt verkaufen lassen, die Zielgruppe ist einfach zu klein.
    >
    > Heißt also ohne Crowdfunding, dass das finanzielle Risiko auf möglichst
    > viele Köpfe verteilt und somit niemanden in den Ruin treibt wenn es schief
    > geht, gäbe es viele Produkte heute nicht.

    Das Risiko wird auf viele Köpfe verteilt und der Gewinn auf wenige - so doof muss man erstmal sein, anderen auf diese Weise Geld zu schenken.

    >
    > > Seit es Crowdfunding gibt, entgehen mir die eine oder andere Neuheit
    > > einfach schon aufgrund der Vertriebsform. Das ist nur was für
    > > Risikomenschen.
    > >
    > > Wer logisch denkt und Risiken vermeidet, der wartet einfach, bis der
    > > Krempel ganz normal und mit Verbraucherrechten zu kaufen oder zu
    > bestellen
    > > ist.
    >
    > Wer logisch denkt käme nie auf die Idee Crowdfunding wäre eine
    > Vertriebsplattform...

    Doch, es ist Auftragsfertigung.

    >
    > Leider haben viele nicht verstanden was Crowdfunding ist, das sind dann
    > immer die, die laut aufschreien und ihr Geld wieder haben wollen, wenn ein
    > Projekt scheitert. Man schenkt dem Projekt Leiter Geld und später will man
    > das Geschenk plötzlich wieder zurück haben, das ist irrsinnig und DAS
    > zerstört Crowdfunding, weil das Leute mit guten Ideen für ein Produkt
    > abschreckt.

    Nein - man schenkt garnichts. Man verknüpft die Investition selbstverständlich mit dem Auftrag, dass das Produkt dafür gebaut wird und man es erhält.

  6. Normalfall?

    Autor: FaLLoC 10.08.16 - 14:22

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, man gibt Geld für eine Idee und wenn genug Kohle zusammenkommt, wird
    > diese Idee umgesetzt und man erhält im Normalfall sein Produkt für das man
    > gezahlt hat.

    Nein. Dann wird versucht, das mit dem Geld umzusetzen. Und dass das gelingt, ist beileibe nicht der Normalfall.
    Die meisten Startups schaffen es nämlich eher nicht.

    > Ähm nein - man gibt Geld dafür, dass man das Produkt bekommt.
    > Es ist also eher eine Auftragsfertigung, finanziert von einer Vielzahl an
    > Leuten.

    Nein, ist es nicht. Es ist ein reines Hochrisikoinvestment in eine Geschäftsidee. Mit dem einzigen Unterschied, dass der return of investment kein Gewinnanteil ist, sondern ein Produkt, das man gerne hätte.

    > Sollte aber nicht passieren, wenn die Idee halbwegs durchdacht und
    > durchgerechnet ist.

    Halbwegs? In der Produktentwicklung gibt es so viele, anfangs nicht abschätzbare Unwägbardkeiten, dass man idR froh sein kann, wenn man sich um weniger als 100% verrechnet.

    > Doch, es ist Auftragsfertigung.

    Wäre es Auftragsfertigung, würdest du am Ende eine Rechnung über die Fertigungskosten bekommen.

    > Nein - man schenkt garnichts. Man verknüpft die Investition
    > selbstverständlich mit dem Auftrag, dass das Produkt dafür gebaut wird und
    > man es erhält.

    Du solltest mal das Kleingedruckte auf Kickstarter lesen.

    --
    FaLLoC

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