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Gefährliches Potential

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  1. Gefährliches Potential

    Autor: marco_f 05.08.13 - 19:45

    Aus ethischen Gründen den Tieren gegenüber finde ich es genial. In ein paar Jahrhunderten werden die Menschen ohnehin kein Tierfleisch mehr essen.

    Allerdings halte ich es auch für eine potentiell gefährliche Entwicklung: Unser Nahrungshaushalt wird essentiell von dem abhängen, was einige wenige Big Player in dem Retortenfleisch zusammenmischen. Hier muss eine effektive Reguierung greifen.
    Den Bauern um die Ecke wird es mit der Technik nicht mher geben, die Alternativen begrenzt.

  2. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 05.08.13 - 20:16

    Ich teile die Sorgen bzgl Marktkontrolle, Big Player, etc.
    Aber bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen und hoffentlich in der Zwischenzeit auch GenFood etwas besser reguliert werden, sodass man mit all diesen Erfahrungen direkt die Vermarktung von Cultured Beef einfließen lassen kann.

    Ich glaube allerdings nicht, dass der Bauer um die Ecke um die Ecke gebracht wird. Ich denke dass die Massentierhaltung sowieso in den nächsten Jahren härter ran genommen wird und CB wäre dann quasi der Todesstoß. Und der Bauer wird sich freuen, weil er nun mehr verlangen kann für echtes Luxus-Fleisch vom echten Tier von der Weide. Und wenn er nicht habgierig ist, investiert er das in die Tierhaltung.

    Optimistisch betrachtet kann man nur gewinnen. Wäre da bloß nicht diese Profitgier...

  3. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Falkentavio 05.08.13 - 21:47

    Eine effektive Regierung greifen, etwa so wie Monsanto? Wer auch immer der Big Player wird, ob Monsanto sich das Patent kauft und ein Nahrungsmonopol aufbaut oder wer anders mit Monsanto das Nahrungskartell bildet, das Zeug wird gepanscht bis die nur noch wenige Prozent Fleisch herstellen werden müssen und der Rest mit Chemie aufgepumpt wird. So ein Burger hat dann 10% genmanipuliertes Fleisch und 90% ungetestete Chemikalien. Und auf der Verpackung steht 100% Fleisch weil die Chemikalien schon beim Wachstum des Fleischs hinzugemischt wurden und nicht bei der Herstellung des Burgers.

  4. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Yash 05.08.13 - 21:49

    Warum sollten Betriebe mit Massentierhaltung in naher Zukunft ernsthafte Probleme bekommen?

    Man merkt es doch an der aktuellen Diskussion um den Vorschlag der Grünen mit dem Tag des Fleischverzichts in Kantinen. Die meisten Menschen können nicht einen (!) Tag in der Woche auf Fleisch verzichten. Um sich den Fleischkonsum leisten zu können, wird es auch in Zukunft noch Massentierhaltung geben müssen. Anders ist billiges Fleisch gar nicht produzierbar.

    Zum eigentlichen Thema: Ich verzichte seit bald 20 Jahren auf Fleisch und mir würde im Leben nicht einfallen Fleisch aus dem Reagenzglas zu essen. Wenn man auf Fleisch verzichtet, muss man sich früher oder später mit dem Thema "gesunde Ernährung" beschäftigen. Und wenn man dann mal angefangen hat sich möglichst gesund und "natürlich" zu ernähren, dann halte ich es für nicht richtig, auf Labornahrung zurückzugreifen.
    Allerdings wird hier das letzte Wort nicht gesprochen sein. Die Zukunft wird zeigen, wie Unternehmen und Gesellschaft mit dem Thema umgehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.08.13 21:52 durch Yash.

  5. Re: Gefährliches Potential

    Autor: wasabi 05.08.13 - 22:16

    Wir brauchen nicht mehr staatliche Regulierung sondern weniger. Der Staat soll einfach nicht mehr durch künstliche Monopole in Form von Patenten in den Markt eingreifen. Die BigPlayer werden erst durch den Staat so Big.

  6. Re: Gefährliches Potential

    Autor: theonlyone 05.08.13 - 22:17

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollten Betriebe mit Massentierhaltung in naher Zukunft ernsthafte
    > Probleme bekommen?
    >
    > Man merkt es doch an der aktuellen Diskussion um den Vorschlag der Grünen
    > mit dem Tag des Fleischverzichts in Kantinen. Die meisten Menschen können
    > nicht einen (!) Tag in der Woche auf Fleisch verzichten. Um sich den
    > Fleischkonsum leisten zu können, wird es auch in Zukunft noch
    > Massentierhaltung geben müssen. Anders ist billiges Fleisch gar nicht
    > produzierbar.
    >
    > Zum eigentlichen Thema: Ich verzichte seit bald 20 Jahren auf Fleisch und
    > mir würde im Leben nicht einfallen Fleisch aus dem Reagenzglas zu essen.
    > Wenn man auf Fleisch verzichtet, muss man sich früher oder später mit dem
    > Thema "gesunde Ernährung" beschäftigen. Und wenn man dann mal angefangen
    > hat sich möglichst gesund und "natürlich" zu ernähren, dann halte ich es
    > für nicht richtig, auf Labornahrung zurückzugreifen.
    > Allerdings wird hier das letzte Wort nicht gesprochen sein. Die Zukunft
    > wird zeigen, wie Unternehmen und Gesellschaft mit dem Thema umgehen.

    Der Fleischverzicht ist eben eine Freiheit.

    Wenn du das machen willst bitte sehr, aber "gezwungen" werden dazu, das ist schlichtweg falsch.

    So ziemlich jede Kantine wird etwas Vegetarisches anbieten, wer will kann das essen, wers nicht will eben nicht.


    Wenn du Leute also überzeugen willst das Zeug "auszuprobieren", dann bitte mit etwas sinnvolleren Ansätzen als "heute gibts nichts anderes ... ".


    Unisex Toiletten sind pauschal auch nicht verkehrt, gibt aber einige Menschen die finden das nicht in Ordnung, kann man also auch nicht pauschal überall durchsetzen und schon garnicht "erzwingen".

    Thailand gibts ja sogar extra Toiletten für Transen, schlichtweg weil die sich unwohl fühlen und andere "Männer" oder "Frauen" eben auch ; da Unisex Toiletten einfach zu fordern ist schlichtweg an den Interessen der Bevölkerung vorbei gedacht.


    Überzeugen muss man schon in dem die Leute das freiwillig wollen, wenn Vegetarischer Kram so gut schmecken würde das ich das 1mal die woche "freiwillig" will, ist das ok ; ist ja auch nicht so das jeder pro tag kiloweiße Fleisch essen würde (vielleicht 100-200g am Tag, wenn überhaupt, ein gutes Steak gibts nicht jeden Tag, den pseudo Schinken auf ner Pizza kann man auch nicht wirklich als "Fleisch" bezeichnen).

  7. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Anonymer Nutzer 05.08.13 - 22:18

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man auf Fleisch verzichtet, muss man sich früher oder später mit dem
    > Thema "gesunde Ernährung" beschäftigen. Und wenn man dann mal angefangen
    > hat sich möglichst gesund und "natürlich" zu ernähren, dann halte ich es
    > für nicht richtig, auf Labornahrung zurückzugreifen.

    Ich bin selbst Veganer. Tatsache ist aber, dass hochwertiges tierisches Eiweiß in kleinen Mengen für den Menschen sehr gesund ist und eine wesentliche Rolle bei der Gehirn- und Sprachentwicklung gespielt hat. Allerdings fällt das heutige Massentierhaltungsfleisch mit Hormonen, Antiobiotika sicher nicht darunter. Wenn man sich die Entwicklung des Menschen ansieht und was Primaten essen, dann kam das Eiweiß zum Großteil von Insekten und nur zu einem sehr sehr kleinen Teil von größeren Tieren.

    ABER: Glücklicherweise sind wir heute so fortgeschritten, dass wir tierisches Eiweiß überhaupt nicht mehr benötigen, da die "Ersatzprodukte" (das heutige Fleisch ist auch nur Ersatz für Wildfleisch) aus rein pflanzlichen Quellen sehr hochwertig produziert werden können.

    Es gibt für den Menschen also keinen Grund, Fleisch zu essen. Die richtige tierische Eiweißquelle wäre aber genauso gesund. Auch ich als Veganer bleibe lieber bei der Wahrheit, statt eine Ideologie zu stützen. Das passiert ja eh schon zur Genüge durch die Fleisch- und Milchlobby a la "Fleisch ist gesund", "Fleisch - ein Stück Lebenskraft" oder "Milch ist wichtig als Kalziumlieferant" (je höher der Milchkonsum, desto höher die Osteoporoserate in diesem Land, da das Verdauen von Milch weit mehr Kalzium benötigt als der Körper dadurch bekommt).

    Wer meint, vegane Ernährung wäre eine Mangelernährung, der soll sich mal diese Liste ansehen: http://www.vegane-beratung.com/beruehmte-veganer.html
    Vom Säger der Red Hot Chili Peppers über den Superathleten Carl Lewis, bis zum später Mike Tyson und dem aktuell stärksten Mann Deutschlands (http://de.wikipedia.org/wiki/Patrik_Baboumian)....schaut nicht nach Mangel aus, oder :)?

  8. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 05.08.13 - 22:20

    Was für ein unreflektierter Quatsch. Was für Chemikalien willst du denn da rein tun?

    Übrigens wird jeder Reinstoff (also isolierte, reine Moleküle einer Sorte) als Chemikalie bezeichnet werden. Du bestehst also aus einem riesigen Chemikalienhaufen. Pass bloß auf, dass du andere Menschen nicht vergiftest. Am besten schließt du dich in eine Bleikammer ein und kommst nie wieder raus. Nachher fängst du noch an zu strahlen. Weil Chemie = Radioaktivität. Oder explodierst. Weil Chemie = Bumm Bumm.

  9. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Anonymer Nutzer 05.08.13 - 22:28

    elend0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was für ein unreflektierter Quatsch. Was für Chemikalien willst du denn da
    > rein tun?
    >
    > Übrigens wird jeder Reinstoff (also isolierte, reine Moleküle einer Sorte)
    > als Chemikalie bezeichnet werden. Du bestehst also aus einem riesigen
    > Chemikalienhaufen. Pass bloß auf, dass du andere Menschen nicht vergiftest.
    > Am besten schließt du dich in eine Bleikammer ein und kommst nie wieder
    > raus. Nachher fängst du noch an zu strahlen. Weil Chemie = Radioaktivität.
    > Oder explodierst. Weil Chemie = Bumm Bumm.

    Nicht zu vergessen: Mikrowelle. Die verstrahlt ja das Essen ;)

  10. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Neuro-Chef 05.08.13 - 22:33

    morningstar schrieb:
    > Es gibt für den Menschen also keinen Grund, Fleisch zu essen.
    Naja, keinen zwingenden ;-)

    > "Milch ist
    > wichtig als Kalziumlieferant" (je höher der Milchkonsum, desto höher die
    > Osteoporoserate in diesem Land, da das Verdauen von Milch weit mehr Kalzium
    > benötigt als der Körper dadurch bekommt).
    Hmm, ein echtes Streitthema scheint das zu sein, auf Anhieb nichts befriedigend eindeutiges gefunden.

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  11. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 05.08.13 - 22:36

    Doch, es gibt Grund Fleisch zu essen - sofern die Qualität stimmt: es schmeckt einfach. Wenn man es nicht kennt, ist es etwas anderes. Aber wenn man damit aufgewachsen ist und einfach verzichten soll - so einfach ist das nicht.

    Aber ich finde es schön, dass du da eher neutral ran gehst. Gerade heute musste man schon wieder allerhand lesen, dass "Fleischfresser" eigentlich nur Fleisch essen, weil es ihre Mordlust befriedigt. Oder dass Fleisch schlimmer als Zigarettenkonsum ist - eine fast unheilbare Sucht.

    Gutes Fleisch, vom Biobauern gegenüber ist meiner Meinung nach vertretbar und das sollte in erster Linie das Fleisch sein, dass man kauft und isst. Es soll schmecken, es soll bezahlbar sein, die Einnahmen sollen aber auch eine artgerechte Zucht ermöglichen. Wegen mir soll es zum Luxus-Gut werden. Wenn man zwei oder drei Mal im Jahr ein schönes Stück Fleisch essen kann, warum nicht?

    Man kann gerne verzichten, aber man kann auch gerne nicht verzichten. Daraus eine Ethik-Diskussion zu machen halte ich für übertrieben. Die einzige Ethik-Diskussion die zu führen ist, wäre bei Massentierhaltung und da ist es auch angebracht, da das Zustände sind, die man keinem Tier zumuten kann.

    Ich finde es auch krass, was für ein Bild Vegetarier und Veganer teilweise von "uns" haben, wenn es heißt, man bräuchte jeden Tag Fleisch. Sicherlich gibt es das, aber jeder Mensch lebt da ein gesundes Mittelmaß aus. 1-2 Mal die Woche ein Steak oder ein Schnitzel und an den restlichen Tagen vllt 3-4 Scheiben Wurst pro Tag.
    Ich esse zB kaum noch Fleisch und immer weniger Wurst, gebe das Geld dann lieber ab und zu mal für hochwertigere Produkte aus. Ich kenne auch viele Leute, die das so handhaben.

    Vegetarische/Vegane Ernährung kann jedoch zu Mangelernährung führen, wenn nicht gegengesteuert wird. Das ist gerade bei Kleinkindern oft ein Problem, weil die anderen Mengen an essentiellen Aminosäuren und Vitaminen brauchen. Manche Eltern unterschätzen das sehr, weil sie ja auch ohne diese Nährstoffe gut zurecht kommen. Und nur weil man sich vegetarisch/vegan ernährt, heißt das nicht, dass man sich automatisch mit gesunder Ernährung auseinander setzt - ganz im Gegenteil. Da gibt es genug Menschen die glauben es wäre mit Salat und Tomaten getan.
    Grade Vitamin B12 ist kritisch und sollte zB in Tablettenform aufgenommen werden, da der Anteil in den Pflanzen nicht ausreicht. Nur leider will nicht jeder diese Zusatzpräparate zu sich nehmen, weil das ist ja eklige Pharma-Industrie.

  12. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 05.08.13 - 22:45

    Weil ich davon ausgehe, dass die Verbraucher langsam aufwachen. Früher wurde kaum über die Qualität von Tierprodukten gesprochen. Heute wird schon öfter diskutiert, auch im privaten Kreis. Man tauscht sich aus, wo man was kauft, wie es mit der Qualität ist. Man empfiehlt Betriebe oder Bauernhöfe, man konsumiert vor allem weniger und genießt dafür mehr hochwertige Produkte.

    Und das mit dem einmal pro Woche - woher willst du das wissen? Welche Leserkommentare hast du da gelesen? Ist das nicht etwas übertrieben auf alle zu schließen?
    Außerdem: warum braucht es einen Veggie-Day? Ich halte das für vollkommen sinnlos. Der umgedrehte Spieß wäre einen Meat-Day einzuführen, weil die Mehrheit isst Fleisch, also soll sich der Rest anpassen. Ist das etwa sinnvoll?

    Außerdem: ich hab in meinem Leben schon mindestens 50 verschiedene Kantinen in Deutschland, im europäischen Ausland und in Übersee gesehen und dort gegessen. Über die Qualität will ich mal nichts sagen, aber es gab IMMER ein vegetarisches oder sogar veganes Gericht. Und zwar jeden Tag.
    Anstatt sowas einzuführen, könnte man doch eher Anreize schaffen, täglich vegetarische Gerichte anzubieten ZUSÄTZLICH zu anderen Gerichten.

    Zudem gibts überall Mikrowellen. Dann bringt sich der Fleischesser eben sein Steak mit am Veggie-Day. Oder darf er das dann nicht essen, weil Veggie-Day ist?
    Ich empfinde das als Bevormundung, selbst als jmd, der maximal 1-2x pro Woche Fleisch ist. Ich würde schon allein aus Protest grade an diesem Tag mein Schnitzel essen.

  13. Re: Gefährliches Potential

    Autor: sofias 05.08.13 - 23:14

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir brauchen nicht mehr staatliche Regulierung sondern weniger. Der Staat
    > soll einfach nicht mehr durch künstliche Monopole in Form von Patenten in
    > den Markt eingreifen. Die BigPlayer werden erst durch den Staat so Big.

    jup, erst recht bei biotechnologie. biologie ist ja quasi schon überall. richtig eingesetzt ist biologe völlig unmlglicht zentralistisch zu organisieren. aber in deutschland gibt es für biolabore superparanoide auflagen, das blos kein gmo jemals tageslicht sieht. ma muss reich sein um konformität zu gewährleisten oder ausnahmen zu erkaufen…

  14. Re: Gefährliches Potential

    Autor: teenriot 05.08.13 - 23:23

    marco_f schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus ethischen Gründen den Tieren gegenüber finde ich es genial. In ein paar
    > Jahrhunderten werden die Menschen ohnehin kein Tierfleisch mehr essen.
    >
    > Allerdings halte ich es auch für eine potentiell gefährliche Entwicklung:
    > Unser Nahrungshaushalt wird essentiell von dem abhängen, was einige wenige
    > Big Player in dem Retortenfleisch zusammenmischen. Hier muss eine effektive
    > Reguierung greifen.
    > Den Bauern um die Ecke wird es mit der Technik nicht mher geben, die
    > Alternativen begrenzt.

    Um die Bauern braucht man sich keine Sorgen machen.
    Für Aggrarflächen gibt es 3 Nutzungsarten:
    Viehfutter, Menschenfutter, Energiepflanzen.
    Das eine Nutzungsart wegfällt wird durch die steigende Nachfrage der anderen Nutzungsarten kompensiert. Probleme haben nur die Bauern die sich nicht anpassen.

    Was die Big Player angeht liegt es bei der Gesellschaft.
    Der Staat steht über der Wirtschaft. Wenn der Wähler es will findet man Lösungen abseits von Monopol-Marktwirtschaft. Stichwort: Produktion von geschützten Medikamenten in der 2./3. Welt. Wenn "selbst" diese Staaten Bewegung in die Sache bringen durch ihre Macht, wäre es ein leichtes für Industriestaaten. Wenn es nicht dazu kommt hat der Souverän, der Bürger, es nicht anders gewollt und nicht anders verdient.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.08.13 23:23 durch teenriot.

  15. Re: Gefährliches Potential

    Autor: sofias 05.08.13 - 23:30

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Um sich den
    > Fleischkonsum leisten zu können, wird es auch in Zukunft noch
    > Massentierhaltung geben müssen. Anders ist billiges Fleisch gar nicht
    > produzierbar.

    nein, tiere sind sehr ineffiziente fleischlieferanten, biosyntetisches fleisch sollte langfristig billiger sein. gesünder und moralischer sowieso.

    > Zum eigentlichen Thema: Ich verzichte seit bald 20 Jahren auf Fleisch und
    > mir würde im Leben nicht einfallen Fleisch aus dem Reagenzglas zu essen.
    > Wenn man auf Fleisch verzichtet, muss man sich früher oder später mit dem
    > Thema "gesunde Ernährung" beschäftigen. Und wenn man dann mal angefangen
    > hat sich möglichst gesund und "natürlich" zu ernähren, dann halte ich es
    > für nicht richtig, auf Labornahrung zurückzugreifen.

    nur so: ich lebe ~16 jahre vegetatisch ("verzicht" ist das schon lange nicht mehr…) und distanciere mich deutlich von diesem "natur=gesund" blödsinn.
    die substanzen in deinem essen werden dadurch nicht schlimmer das sie jemand mit absicht hereingemixt hat. und als jemad der sich angeblich mit ernährung beschäftigt sollte das auch völlig klar sein…

  16. Re: Gefährliches Potential

    Autor: marco_f 05.08.13 - 23:51

    elend0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was für ein unreflektierter Quatsch. Was für Chemikalien willst du denn da
    > rein tun?

    Gar Nix. Das ist ja das Problem. Was ist die Idee hinter Markenprodukte? Preiswerte Zutaten zusammen mischen, Ein Optisch schönes Produkt erschaffen, und dann alles Geld in Werbung ballern.

    Wenn Fleisch nur aus den minimal nötigen Stoffen besteht, befürchte ich, dass wir Mangelernährung erleiden könnten. Dann kommen wieder Tolle Marken auf die Idee Vitamin C in Überdosis da rein zu kippen, das machts nur noch schlimmer.
    Fleisch ist (noch) Teil eines Hoch komplexen Organismus, mit mehr als nur Nährlösung und Wasser. Ich beführchte auch, dass das Gebiet noch nicht umfassend genug erforscht ist, um wirklich alle Nebenwirkungen aufzuzeigen.

  17. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Neuro-Chef 06.08.13 - 00:17

    elend0r schrieb:
    > Außerdem: warum braucht es einen Veggie-Day? Ich halte das für vollkommen
    > sinnlos. Der umgedrehte Spieß wäre einen Meat-Day einzuführen, weil die
    > Mehrheit isst Fleisch, also soll sich der Rest anpassen. Ist das etwa
    > sinnvoll?
    Das problem ist doch, dass die Leute so geil auf Fleisch sind, das liegt wohl an der Erziehung oder ähnlichem. Die Mengen sind schlicht höher als nötig.
    Ich bin kein Vegetarier und esse gerne ein gutes Schnitzel, Gulasch oder Hähnchenfilet.
    Aber es kommt auch vor, dass ich mehrere tage hintereinander nur vegetarisch esse, unbewusst. Es muss ja nicht gleich grün sein; Backwaren und Nudeln z.B. sind ebenfalls vegetarisch. Also, man kann auch vegetarisch lecker und ungesund essen :D

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  18. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 06.08.13 - 00:22

    Mir gehts darum, dass wohl wie du ja selbst sagst, jeder auch mal Fleisch weg lässt mehrmals die Woche. Ich kenne kaum Menschen, die jeden Tag mind. ein Schnitzel brauchen um glücklich zu sein.

    Insofern sind doch solche Forderungen wie deutschlandweiten Veggie-Day total obsolet, da die meisten Leute sich doch von sich aus schon bemühen, abwechslungsreich zu essen und auch mal kein Fleisch zu essen.

    Die Reaktion fällt nur deswegen so heftig aus, weil man sich mal wieder anhören muss, wie viel Fleisch man essen würde. Das mag auf manche Zeitgenossen zutreffen, nur auf mich und andere aber nicht. Trotzdem werde ich mit allen in einen Topf geworfen und soll mich erziehen lassen, obwohl ich gern selbst entscheiden würde, wann mein Veggie-Day ist.

    Die Politik soll sich nicht darum kümmern, wann ich was essen soll, sondern wie sie Bildung, Soziales und Forschung finanzieren will, ohne den Schuldenberg noch weiter zu vergrößern.

  19. Re: Gefährliches Potential

    Autor: Neuro-Chef 06.08.13 - 00:28

    marco_f schrieb:
    > Fleisch ist (noch) Teil eines Hoch komplexen Organismus, mit mehr als nur
    > Nährlösung und Wasser. Ich beführchte auch, dass das Gebiet noch nicht
    > umfassend genug erforscht ist, um wirklich alle Nebenwirkungen aufzuzeigen.
    Wie gut, dass wir Menschen nicht schon seit langer Zeit zusammengepanschte Kunstnahrung in uns rein stopfen ;-)

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  20. Re: Gefährliches Potential

    Autor: elend0r 06.08.13 - 00:43

    Die Forschung steckt in den Kinderschuhen. Wer weiß, ob das überhaupt etwas wird. Hier gleich einen Lebensmittelskandal herauf zu beschwören ist doch völlig daneben.

    Natürlich wird man "Chemikalien" dazu geben, sprich Nährstoffe um die Gewebeproduktion zu beschleunigen oder um bestimmte Effekt hervor zu rufen. Da hat man doch noch gar nicht alles erforscht. Und man wird auch am Geschmack arbeiten, dh man wird auch da wiederum organische Verbindungen einbinden, um die Authentizität zu gewährleisten. Und erst dann, wenn man weiß wie teuer es ist, macht man sich Gedanken darüber wie man pfuschen kann.

    Und auch dann stellt sich die Frage, ob das überhaupt nötig sein wird. Wenn man mit dem Argument kommt, braucht man gar nichts mehr essen. Was ist denn bitte in Gemüse alles schon drin oder überhaupt in Fleisch? Käse, Eier, Getränke? Überall ist was drin, um die Kosten zu senken und den Kunden zu verarschen, wenn man all diesen informierten Kritikern glauben will, die hinter jedem Unternehmen eine heimliche Vergiftung der Bevölkerung mutmaßen.

    Heute gab es eine Vorführung bzgl Konsistenz und Geschmack. Bis das in die Märkte kommt werden noch mind. zehn Jahre vergehen - und dann ist es einfach nur Hack.
    Außerdem gibt es keinen Garant dafür, dass es überhaupt kommt bzw. dass die Leute es kaufen.

    Warum also jetzt schon mit dieser unglaublich sinnbefreiten Hysterie um sich schmeißen?

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