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Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

    Autor: /mecki78 29.06.11 - 13:36

    Denn damit sich das durchsetzt, müsste alle Autohersteller, d.h. alle Marken, an einem Strang ziehen und das System auch noch für alle Modelle aller Hersteller passen... was alleine schon daran scheitert, dass unterschiedliche Modelle unterschiedliche Akkus brauchen (z.B. unterschiedliche Kapazität). Wenn man pro Automarke, oder sogar für verschiedene Modelle einer einzigen Automarke, ein solches Tankstellennetz aufbauen muss, dann wird es nie ein auch nur im Ansatz flächendeckendes Netz geben. Heute kann jedes Auto einer jeden Marke einfach an die Tankstelle fahren und tanken. Derartiges wird sich mit Wechselakkus nie erreichen lassen und ist daher nicht interessant.

    Abgesehen von anderen Dingen, wie dass man z.B. heute einfach nachtanken kann; was passiert denn bei dem System, wenn man einen halb vollen Akku wechselt? Muss man dann nur halb bezahlen? D.h. wird die Akkuladung denn gemessen, bevor abgerechnet wird? Und Akkus altern unterschiedlich schnell, d.h. durch einen Wechsels tausche ich vielleicht einen nagelneuen Akku mit voller Kapazität durch eine alte Krücke mit 70% der ursprünglichen Kapazität aus und auf einmal geht mir 30% Reichweite verloren.

    Andere Ansätze machen hier viel mehr Sinn. z.B. Akkus zu bauen, deren Elektrolyt gewechselt werden kann. D.h. ich fahr an die Tankstelle, schließe eine speziellen Schlauch an mein Auto und dann macht die Zapfsäule folgendes: Sie pumpt das alte Elektrolyt ab (das wird gesammelt und kann später wieder aufbereitet werden) und pumpt dann neues Elektrolyt wieder ein. Auch hier gestaltet sich das nachtanken schwierig (gleiches Problem wie oben), aber zumindest hat man keine Probleme mit alten Akkus (weil man behält den Akku ja im Auto), verschiedene Modelle können unterschiedlich große Akkus haben (dann wird halt mal mehr und mal weniger Elektrolyt getankt) und die Hersteller müssen sich nur auf einen Zapfsäulenanschluss einigen, so wie heute eben auch. Sie müssen sich nichtmal auf ein Elektrolyt einigen, denn auch heute gibt es ja Super, Super Plus, Diesel, etc. D.h. im Prinzip kann eine Tankstelle auch 3-4 Sorten verschiedener Elektrolyte anbieten, das wäre noch im vertretbaren Rahmen.

    /Mecki

  2. Re: Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

    Autor: DragonHunter 29.06.11 - 13:57

    Und warum soll es deiner Meinung nach NICHT möglich sein, dass so eine Akku-Wechselstation auch mehrere Akku-Typen beherbergt?...
    Da du eh ein Abo abschließt, gibst du eben an, was für ein Fahrzeug du fährst, und die "Tanke" weiß, wo der Akku sitzt, was für einer das ist, usw. Also ist nicht mehr der "Sprit" entscheidend, sondern der Akku, das Prinzip bleibt das Gleiche.

    Und das mit dem Füllstand: Du hast, soweit ich das verstehe ein Abo. Denkbar ist für mich da ein Prinzip, wo du nach maximal-Reichweite bezahlst.
    "bis 1000km im Monat XY¤, bist 5000km Z¤" oder so. Das ist dann eher so eine Art Flat-rate-Tanken mit Obergrenze... :-D

  3. Re: Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

    Autor: /mecki78 29.06.11 - 14:50

    DragonHunter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum soll es deiner Meinung nach NICHT möglich sein, dass so eine
    > Akku-Wechselstation auch mehrere Akku-Typen beherbergt?

    Weil eine Tankstelle nicht 80 verschiedene Akku Typen für unterschiedliche Fahrzeugtypen unterschiedlicher Hersteller immer in ausreichend großer Stückzahl auf Lager haben kann? Alleine der Platzbedarf dafür wäre schon gigantisch.

    /Mecki

  4. Re: Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

    Autor: michael.w.dietrich 29.06.11 - 18:06

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DragonHunter schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und warum soll es deiner Meinung nach NICHT möglich sein, dass so eine
    > > Akku-Wechselstation auch mehrere Akku-Typen beherbergt?
    >
    > Weil eine Tankstelle nicht 80 verschiedene Akku Typen für unterschiedliche
    > Fahrzeugtypen unterschiedlicher Hersteller immer in ausreichend großer
    > Stückzahl auf Lager haben kann? Alleine der Platzbedarf dafür wäre schon
    > gigantisch.

    Was dann wohl eher dafür sprich, dass sich die Autoindustrie auf Dauer nicht mit 80 verschiedenen Akku Typen durchsetzen wird. Schließlich haben sich auch bei normalen Batteriebetriebenen Haushaltsgeräten Standards wie Typ A AA AAA weitgehend durchgesetzt. Als ich letztens ein Gerät für Tpy C Batterien in der Hand hatte war ich sicher, solche noch nie in der Hand gehabt zu haben.

    Ja ich weiß jetzt kommt wieder das iPhone als Beispiel für ein Gerät, das sich durchgesetzt hat, obwohl es keinen Wechselakku besitzt. Gleichzeitig ist aber gerade das, die geringe Batterielaufzeit im Vergleich zu Handies mit Wechselakku (z.B. alten Nokias, Siemens usw.) eine Hauptkritik aller iPhone-User und besonders der Menschen, die noch nicht auf ein Smartphone gewechselt haben.

    Ich meine, es ist ganz sicher, dass sich auf Dauer keine Elektro-Auto-Modelle durchsetzen werden, die nicht mit standardisierten Wechselakkus betrieben werden können. Erstens wird nämlich deren Reichweite viel zu gering und deren Gewicht UND PREIS viel zu groß werden (siehe Tesla S). Viel wichtiger aber ist zweitens dass Autobesitzer gewohnt sind, an einer Tankstelle innerhalb von wenigen Minuten einen neuen Satz "Reichweite" in ihr Auto laden zu können. Das aber wird mittelfristig nur mit Wechselakkus möglich werden. Und da die Menschen faul sind und keine Lust haben von der BAB abzufahren, um ne Tanke zu suchen, die ihren Akkutyp vorrätig hat, wird ein Standardtyp EIN wesentliches Kaufkriterium bei jedem Elektroautokauf ab (meine Prognose) 2020 sein.

    Der heutige Widerstand der Kfz-Industrie gegen Wechselakkus wird durch die Vorteile, die eine standardisierte Akku-Plattform in Entwicklung, Produktion und Vertrieb bietet, schnell gebrochen sein. Das war und ist beim PC nicht anders 99% setzten auf x86-kompatible ATX Boards. Daneben gibt es für Spezialanwendungen noch zig andere Formfaktoren und Prozessorplattformen, die aber im Mainstream der PC-Industrie kaum eine Rolle spielen.

  5. Re: Nette Idee... aber setzt sich nicht durch

    Autor: Lokster2k 30.06.11 - 08:40

    Naja...Elektroauto...ist im Moment doch eh wieder nur ein populistischer Vorstoß unserer Regierung...sie hams sich leicht gemacht und einen Schritt übersprungen...erst wenn wir saubere elektrische Energie bereitstellen können, machen auch E-Autos Sinn, vorher ruinieren wir die Umwelt damit zig mal stärker als mit den momentanen Spritschleudern. Oder glaubt etwa jemand, dass eine strombetriebene Nachtspeicherheizung umweltfreundlicher ist als eine Öl-Zentralheizung?

    Viel interessanter fand ich den Ansatz Wasserstoff an ein, sich wie eine Flüssigkeit verhaltendes, Nanopolymer zu binden, der bei etwas stärkerer Erwärmung wieder flüchtig wird. Jedes bereits existierende Auto bräuchte nur einen zusätzlichen kleinen Vergaserblock und einen zweiten normalen Tank für das "verbrauchte" Nanopolymer...
    Photovoltaikpharm oder Solarofen in der Wüste und schon sollte es passen...nebenbei noch vor Ort Herstellung mit Windkraft und dem ganzen anderen Gedöhns an regenerativen Energien. Auch unsere bestehenden Gaskraftwerke könnte man wohl so befeuern...

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