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Eine Philosophiefrage

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  1. Eine Philosophiefrage

    Autor: Emmanuel Kant 16.02.10 - 14:15

    Diese ganze Streiterei pro/contra E-Auto geht doch am eigentlichen Problem vorbei:

    Wie kann ich mich in 20 Jahren vom Ort A nach Ort B bewegen?

    Heute klappt das mit dem Auto recht gut. Die Kosten sind erträglich (ca. 20 - 50 Cent / km), die Flexibilität ist enorm, das Straßennetz gut ausgebaut und gut gewartet.

    Im Grunde wollen wir alle, daß es auch in Zukunft so weiter geht.

    Was uns alle aber am Verbrennungsmotor stört, sind die Abgase (CO2, NOx, CO, Ruß, Gestank, ...), der Lärm (vom Verbrennungsmotor), die Abhängigkeit von Tankstellen (hinfahren, auftanken, Hände waschen, willkürliche Preiserhöhungen), das Grinsen der Ölmultis, die einen riesen Reibach machen.

    Alle Ansätze, den Verbrennungsmotor mit Alternativbrennstoffen zu versorgen, haben bisher nicht geklappt (Rapsöl geht nur im Dieselmotor, verbraucht enorme Resourcen an Dünger und Landschaft; Autogas kommt aus den gleichen Quellen wie Erdöl; Wasserstoff ist technisch enorm aufwendig in der Produktion und im Transport).

    Also noch einen radikaleren Schritt gehen und gleich den Motor auswechseln.

    Der Hauptvorteile ist doch: Woher der Strom kommt, ist erstmal nebensächlich, aber ich schaffe eine Grundlage, einen Wechsel von fossilen Energieträgern zu Alternativen erst möglich zu machen. Mit keiner anderen Energieform habe ich überhaupt eine Chance, mich unabhänger von Importen oder (für jeden Einzelnen von uns) von Großkonzernen zu machen: Strom ist einfach herzustellen und einfach zu transportieren (Hochspannungsnetz).

    Und noch was zum Lithium: Dieses ist relativ gleichmäßig in der Erdkruste verteilt. Ein Abbau ist im Grunde in jedem Landstrich (oder auch aus dem Meerwasser) möglich.

    Denkt mal darüber nach.

  2. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: ElektroFan 16.02.10 - 14:25

    Blöd ist nur das die aktuellen Entwicklungen in der Auto-Akku-Branche schon wieder weg von Lithium und eher zu Legierungen gehen, die dann nicht mehr so vielfältig in Ihren Bestandteilen zu beschaffen sind.

    Blöd nur, dass die Lithium-Akkus alles andere als einfach im Zaum zu halten sind (Kühlung/Erwärmung/Stoßempfindlichkeit).

    Der Ansatz mal in die Zukunft erschöpft sich für mich, da kein Politiker der solche Ansätze unterstützen könnte, über seine Wahlperiode hinausentscheidet.

    Und außerdem: Wäre in Zukunft nicht sinnvoller ein Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern, welches auch die Individualität berücksichtigt?

  3. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: AndyMt 16.02.10 - 14:30

    ElektroFan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und außerdem: Wäre in Zukunft nicht sinnvoller ein Netz von öffentlichen
    > Verkehrsmitteln zu fördern, welches auch die Individualität berücksichtigt?
    Ja - nur wie soll das aussehen? Bisher hat dafür noch keiner eine gangbare Lösung gefunden. Verschiedene Vorschläge hab ich schon gesehen, aber beim Lesen fällt meist ein "Knackpunkt" auf, der das Ganze zum Scheitern verurteilt.

    Eins ist klar: E-Autos würden die Verkehrsprobleme nicht lösen - "nur" die Umweltprobleme. Staus hätten wir weiterhin.

  4. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: Kant der Zweite 16.02.10 - 14:34

    Öffentliches Netz für Individualisten... also von einer Haltestelle weg nach Hause oder zum Einkaufen oder an den Baggerweiher zu kommen... hmmm, da würde mir jetzt spontan ein kleines schnuckeliges Vehikel wie ein (Elektro-) Fahrrad, ein Elektro-Smart oder ein Elektro-Kleintransporter einfallen. Die stehen voll geladen an den Haltestellen bereit.

    Akkus: Lithium-Akkus in Form von LiFePo4 oder LiNi haben keine der Nachteile wie die aktuell verbauten LiIon- und LiPo-Akkus (Schnellladefähig, Explosionssicher, >1000 Ladezyklen, weniger Lithium-Bedarf).

    Bitte nicht immer nur die Nachteile sehen... ein bißchen mitdenken und sich über die Vorteile freuen... dann werden die Nachteile leichter "ertragbar".

  5. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: ElektroFan 16.02.10 - 14:56

    Ich muss mich mal verteidigen... ich bin kein Schwarzmaler oder Pessimist. Ich denke schon, dass in dieser Technologie Potenzial liegt.

    Aber ich will mich auf der anderen Seite nicht von den Herstellern verarschen lassen und sämtlichen Marketing-Aussagen vertrauen.

    Oder hast Du schon mal nen Akku gesehen, der wirklich 1000Ladezyklen geschafft hat? Ich bisher nur bei Bleibatterien.
    Und was sind 1000 Ladezyklen im Autoverkehr? 2-3 Jahre?
    Da muss sich noch viel tun...

  6. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: Kantonese 16.02.10 - 15:03

    > Und was sind 1000 Ladezyklen im Autoverkehr? 2-3 Jahre?
    > Da muss sich noch viel tun...

    1000 Ladezyklen a 250km sind 250.000km. Einfach mal nachrechnen.

    Und ja, LeFePo4 habe heute schon 1000 Ladezyklen, werden gerne im Modellbau verwendet.

    Bye.

  7. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: hihi 16.02.10 - 15:22

    Viele Fahrten in der Stadt sind < 50km. Aber für den Fall das die nächste Fahrt doch länger wird will man den Akku dann doch wieder voll geladen.
    1'000 x 50km = 50'000 km.

  8. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: JimBob 16.02.10 - 15:51

    hihi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele Fahrten in der Stadt sind < 50km. Aber für den Fall das die nächste
    > Fahrt doch länger wird will man den Akku dann doch wieder voll geladen.
    > 1'000 x 50km = 50'000 km.


    Die angebenen Ladezyklenzahlen beziehen sich immer auf eine komplette Ladung/Entladung, z.B. auch bei der Starterbatterie. Wäre ja auch recht peinlich wenn nach 500 Startvorgängen die Starterbatterie immer platt wäre.

    Bei einer Teilentladung, bzw. Ladung erhöht sich die Zyklenzahl.

    So haben z.B. einige original Akkus des von 1997 bis 2003 gebauten Toyota RAV4 EV mehr als 150.000 Meilen (240.000 km) auf dem Original-Akku erreicht http://en.wikipedia.org/wiki/Toyota_RAV4_EV und hierbei handelte es sich um einen NiMH Akku !

  9. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: ElektroFan 16.02.10 - 16:11

    Original aus dem angegebenen Wikipedia-Artikel: "surprisingly durable. Some RAV4 EVs"
    Übersetzung für Dich: "Überraschenderweise haltbar. Einige..."
    Übersetzung für mich: "sonst nicht so gut haltbar. Einige wenige von vielen.."

    Starterbatterien sind in der Regel Bleibatterien. Die sind sehr haltbar bei leider vielen anderen Nachteilen. Zudem ist die Kapazität einer Starterbatterie meist so hoch, dass selbst mit nur noch halber Kapazität das Auto noch wunderbar anspringt.

    1000 Zyklen sind nun mal nicht viel. Und diese werden höchstwarscheinlich nur unter optimalen Bedingungen erreicht:
    - Klima gleichbleibend (z.B. 20Grad Außentemperatur)
    - optimale Ladetemperatur
    - Gleichmäßige Ladung (wenn möglich keine Schnellladung)
    - Ladung von leer auf voll (Auch Li hat einen wenn auch äußerst geringen Memoryeffekt)
    - Keine Tiefentladung

  10. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: JimBob 16.02.10 - 16:31

    Naja lieber Elektrofan,
    das waren NiMH Akkus Entwicklungsstand vor mehr als 10 Jahren !

    Was sich in der Batterieentwicklung alles getan hat kannst Du hier nachschauen:
    http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/179339

  11. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: Chinesen überschwemmen den Markt 16.02.10 - 16:47

    Lieber Elektrofan,

    alle diese Probleme, die du da anführst, gibt es eben nicht mehr bei LiFePo4, LiTantal oder LiNi. Werde doch mal deinem Namen gerecht und informiere dich ein bisschen. Das Internet ist nicht blos da, um dumm rumzulabern oder KiPo runterzuladen, sondern bietet überwiegend eine Unmenge an Informationen, die dir kostenlos zur Verfügung stehen (z.B. Wikipedia).

  12. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: ElektroFan 17.02.10 - 10:00

    Danke für die Belehrung...
    Ich habe mir die Technologien angeschaut. Ich bin jetzt sicher kein Experte dadurch geworden. Dennoch war ich aber sehr erstaunt, dass viele Negativ-Merkmale mit dem Einsatz der weiterentwickelten Lithium-Akkus abgestellt werden könnten.

    Die beiden größten Probleme bleiben allerdings immernoch:
    - Preis für Akkus
    - Geringe Kapazität und damit hoher Platzbedarf

  13. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: flasherle 17.02.10 - 10:14

    Emmanuel Kant schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Was uns alle aber am Verbrennungsmotor stört, der Lärm (vom Verbrennungsmotor),

    nein, das is ja das schöne und das stört geiwes nicht, denn das ist kein lärm sondern musik...

  14. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: Urbaner Bewohner 17.02.10 - 10:21

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emmanuel Kant schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Was uns alle aber am Verbrennungsmotor stört, der Lärm (vom
    > Verbrennungsmotor),
    >
    > nein, das is ja das schöne und das stört geiwes nicht, denn das ist kein
    > lärm sondern musik...

    Unverschämt sowas... gerade in der Stadt sind die Motorengeräusche alles andere als "Musik". Jeder urban lebende Mensch sehnt sich (wenigstens motormäßig) leisere Autos herbei!

  15. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: flasherle 17.02.10 - 10:24

    nein nicht jeder, ich wohne in der stadt und finde motorgeräusche einfach gut, da sind kirchenglocken und vogelgezwitscher viel nerviger...

  16. Re: Eine Philosophiefrage

    Autor: JimBob 17.02.10 - 10:27

    ElektroFan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für die Belehrung...
    > Ich habe mir die Technologien angeschaut. Ich bin jetzt sicher kein Experte
    > dadurch geworden. Dennoch war ich aber sehr erstaunt, dass viele
    > Negativ-Merkmale mit dem Einsatz der weiterentwickelten Lithium-Akkus
    > abgestellt werden könnten.
    >
    > Die beiden größten Probleme bleiben allerdings immernoch:
    > - Preis für Akkus
    > - Geringe Kapazität und damit hoher Platzbedarf

    Der Preis ist immer eine Frage Massenfertigung und der technischen Entwicklung.

    Bedenke mal was vor 20 Jahren eine 20 MB Festplatte gekostet hat ?
    Dürften so um die 500 Euro gewesen sein, heute kostet eine Festplatte mit 1000 GB, das ist das 50.000 fache an Kapazität, gerade mal um die 70 Euro.

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