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Ist wie beim Fracking

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  1. Ist wie beim Fracking

    Autor: Netzweltler 12.02.16 - 16:58

    - Die Förderung lohnt sich nur, wenn die Rohstoffe entsprechend teuer sind.
    - Die entstehenden Umweltschäden kommen erst mit jahr(zehnt)e-langer Verzögerung ans Licht.

  2. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: tingelchen 13.02.16 - 02:11

    Immerhin kann das Fracking in den nächsten Jahren einen massiven Schock erleiden. Denn die Erdbeben häufen sich in der Kornkammer der USA und werden zunehmend stärker. Dank Fracking. Ein starkes Erdbeben in dem Gebiet bedeutet das alles in Schutt und Asche gerüttelt wird. Denn in dem Gebiet ist kein Gebäude und keine Infrastruktur Erdbebensicher. Weil es in dem Gebiet auf natürlichem Wege keine Erdbeben gibt ^^

    Ich bin gespannt, was dann los ist, wenn über 2 Jahre die Ernte ausbleibt.

  3. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: bentol 15.02.16 - 12:39

    Soweit ich weiß, treten Erdbeben ständig überall auf, allerdings nur sehr kleine. D ist auch kein Erdbebengebiet, trotzdem soll es hier in den 80ern mal mittags ein stärkeres Beben gegeben haben. Aber stabile Konstruktion hält eben auch das problemlos aus, obwohl z.B. Kirchen damals garantiert nicht dagegen gesichert wurden. Das wird in den USA ähnlich sein, es sei denn, wir sprechen von extrem starken Beben.
    Am schlimmsten trifft so ein Beben erfahrungsgemäß arme Länder ohne funktionierende Bauaufsicht - wie kürzlich Nepal.

  4. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: tingelchen 15.02.16 - 15:35

    Das Erdbeben fand statt. Lag zu der Zeit im Bett :)

    Ja, Erdbeben gibt es immer und überall. Die meisten sind jedoch, wie du schon sagtest, eher klein. Oft verursachen schwere LKW's oder ne Bahn größere Beben.

    Von den Erbeben von denen ich jedoch spreche sind von einer Stärke die Böden aufreißen und Gebäude einstürzen lassen oder stark beschädigen. Solche gab es auch bereits in den Gebieten in Mittel USA. Mit schweren Schäden. Im Grunde warten die Wissenschaftler nur noch darauf das irgendwann ein richtig schweres Erdbeben durch Fracking ausgelöst wird.

  5. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: yuu 17.02.16 - 14:07

    angehender Geologe hier

    nein, die Erdbeben in Deutschland liegen zB am Rheingraben, wo durchaus noch Bewegung im Erdreich steckt, auch wenn wir hier keinen aktiven Kontinentalrand haben.
    LKW und ähnliches macht vielleicht eine Erschütterung, wird aber (außer in ganz unglücklichen Momenten, wo eh ein Erdbeben bevorstand und nur noch auf den finalen Auslöser wartete) sicher keins auslösen.

    Fracking (auch für Geothermie!) hingegen hat schon oft leichte bis mittlere Erdbeben ausgelöst, auch hier in Deutschland.

    Und zum Deep Sea Mining; da gab es schon vor Jahren große Anstrengungen und zu den Rohstoffhochpreisen 2007 / 2008 (also vor der Krise) kam das auch wieder ins Gerede, ob man nicht doch daran weiterforschen sollte (schließlich ist es nicht besonders einfach, da die Manganknollen oder ähnliches zu bergen)
    Aber nicht nur, dass man die Umweltzerstörung, die es mit sich bringt, heutzutage kaum noch ausblenden kann, so dürfte vor allem die aktuelle Preisschwäche des Rohstoffmarktes, die eh schwache Wirtschaftslage und die günstigen Alternativen dafür Sorgen, dass zumindest vorerst wieder davon abgelassen wird, sich ernsthaft um die Tiefsee zu kümmern.

    Sicherlich wird man bis zum Jahre des Herrn 2070 (ihr versteht) noch mal darüber nachdenken, aber die nächsten paar Jahre dürfte dieses Thema wieder gestorben sein.

  6. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: bentol 17.02.16 - 14:25

    .Du scheinst etwas Ahnung zu haben. Ist es nicht logisch, dass des Einbringen von einer Masse mit abweichender Dichte fast unweigerlich zu Erdbewegungen führen muss? Da findet doch sofort ein Ausgleich statt...

  7. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: yuu 17.02.16 - 14:43

    Jain.

    Natürlich hast Du prinzipiell Recht.
    Aber der Erdboden (auch wenn es nicht so aussehen mag) ist in gewissen maßen elastisch; natürlich nicht Hüpfburg-artig, aber auf jeden Fall mehr als eine Straße aus Asphalt oder Beton.
    Auch darf man nicht vergessen, dass Erdboden ziemlich offenporig ist (Gesteinsschichten wie Tone oder andere nicht bzw. nach neuem Sprech geringst Wasserdurchlässig mal ausgenommen) und demnach Wassergefüllt ist.

    Sprich, Erdboden ist ein wenig ein Schwamm, wenn da etwas draufdrückt, dann federt es ein wenig, die Poren werden womöglich zugedrückt (was auch ein Problem beim belasten von Böden, noch mehr aber beim abpumpen von Grundwasser, siehe Mittlerer Westen USA, wo seit Jahren mehr Wasser aus dem unterirdischen Aquifer entnommen wird, als durch die Rocky Mountains nach gespeist werden kann und dazu führt, dass die Poren leer werden und durch den Druck von oben zu gedrückt werden, aber das ist was anderes xD)

    Wenn ein LKW irgendwo lang fährt, dann wird das natürlich Auswirkungen haben. Nur dass diese in einer reinen Naturlandschaft kaum Auswirkungen hätten - wahrscheinlich würden die Reifenspuren, die zurückbleiben, also das Eindrücken des Bodens, schon alle Energie des LKW aufgenommen haben.

    Wenn man in einem Haus ist und plötzlich alles wackelt, weil der LKW vorbeigedonnert ist, würde ich das - ohne es jetzt 100%ig zu wissen - wahrscheinlich eher auf übertragene Vibrationen von der Straße oder gar die Windverwirbelungen bzw. Drücke, die gegen das Haus drücken, schieben.

    Natürlich kennt man das, wenn man durch die Savanne geht und eine Elefantenherde den Boden "zum beben" bringt, so etwas kann man sich natürlich auch bei einem LKW denken. Hier würde ich es auf die trockenen = unelastischen Böden Afrikas schieben; aber ganz genau weiß ich das leider nicht.

  8. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: bentol 17.02.16 - 15:02

    Danke für die erhellende Antwort. Die Frackingflüssigkeit kann sich also auch einfach innerhalb des "Schwamms" verteilen.

    Kleine Anregung zum LKWbeispiel: Vielleicht gerät ja auch das im "Schwamm" enthaltene Wasser in Schwingung?

  9. Re: Ist wie beim Fracking

    Autor: yuu 17.02.16 - 16:21

    zum Fracking und Schwamm ein entschiedenes NEIN

    man frackt ja gerade eben, weil es in den betreffenden Schichten nicht offenporig ist.

    Bei klassische Ölquellen bohrt man einmal durch das Deckgestein (zB geringst durchlässige Schiefer oder Tonschichten) durch und das leichtere (also leichter als das Wasser in den restlichen Poren darüber, die nun prinzipiell auf dem Öl lasten und, so wie wenn man Wasser auf Speiseöl kippt nun unter das Öl fließen / das Öl über das Wasser will) und das Öl sprudelt oben raus.

    Beim Fracking ist das Öl in Gesteinsschichten, in denen zwar Porosität da ist (in den Hohlräumen ist ja eben das Öl) aber es existiert keine Verbindung zwischen den Hohlräumen / Poren untereinander.
    Eventuell ein wenig mit einem Schwamm vergleichbar, der in Kleister lag und nun "dicht" ist.
    Wie bekommt man den Schwamm hier wieder "saugstark" ? Genau! Drücken.

    So im Dreh kann man sich das Fracken vereinfacht vorstellen; eine Mischung (über 90% Wasser und Sand, aber die paar %, die Chemikalien sind, um den Prozess wirklich umzusetzen, die richtige Dichte der Mischung einzustellen etc., sind die, die Umweltschützern Kopfschmerzen bereiten. Und man kann nur hinzufügen: "Nicht in den Schichten, wo gefrackt wird; das ist a) ziemlich tief und b) das "Grundwasser", das in diesen Schichten vorliegt, ist hochgradig salzig aka mit Ionen versetzt; dass würde keiner Trinken (können). Im schlimmsten Fall wird hier im abdichten es Bohrlochs geschlampt und so kann die Bohrspülung beim wieder hochkommen / einpressen in die oberen Grundwasser Schichten eindringen. Das sollte aber bei vernünftigem Umgang nicht passieren. Schlimm wird's nur, wenn diese Chemikalien oberirdisch gelagert werden und dann der Damm bricht oder es verdunstet etc. Aber auch hier muss man sagen, dass die Chemikalien prinzipiell vorschriftsgemäß entsorgt und aufbereitet werden können!)

    Sprich, wenn das Fracken fertig ist, dann isses n Schwamm, vorher nicht.

    ABER wenn man künstlich Risse erzeugt, dann brach man Druck. Diese Drücke müssen irgend wo hin -> Erdbeben.

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