1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Deep Sea Mining: Die Tiefsee ist…

Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: JouMxyzptlk 12.02.16 - 12:18

    Kam erst kürzlich als Thema in Leschs Kosmos, "Goldrausch in der Tiefsee".
    Vor 26 Jahren haben sie testweise mit Ackergeräten ein paar Furchen in den Meeresboden gezogen. Und die sind noch sichtbar als ob die erst gestern gezogen wurden.
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2651712/Goldrausch-in-der-Tiefsee?setTime=750#/beitrag/video/2651712/Goldrausch-in-der-Tiefsee

  2. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Sharra 12.02.16 - 12:34

    Was, nach heutigem Kenntnisstand, zu erwarten war. Strömungen finden in den oberen Metern statt, darunter ist es recht ruhig. Die einzig signifikanten Bodenveränderungen sind durch Seebeben und durch Tiere. Wenn da aber keine "größeren" Tiere leben, die den Boden durchwühlen, müsste man auf Seebeben an dieser Stelle warten. Sonst bleibt der Seeboden über Jahrhunderte relativ unverändert.

    Aber keine Sorge, der Mensch kriegt das letzte, halbwegs intakte Ökosystem auch noch kaputt.

  3. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: SelfEsteem 12.02.16 - 12:39

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn da aber keine
    > "größeren" Tiere leben, die den Boden durchwühlen

    Ich weiss, eine selten daemliche Frage, aber welche "groesseren" Tiere kaemen denn ueberhaupt dafuer in Frage? Wusste garnicht, dass es da etwas gibt, das tief wuehlt.

    Oder meintest du das einfach voellig allgemein?

  4. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Sharra 12.02.16 - 12:41

    Es gibt Grundwühler, die im Schlick nach Kleinsttieren suchen. Muscheln bewegen sich auch über den Boden. Kleinere Fische verstecken sich im Schlamm, andere buddeln sie aus... nur ab einer gewissen Tiefe gibts das eben auch nicht mehr wirklich, und grade das sind die Stellen, die für Ressourcenräuber interessant sind.

  5. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Füchslein 12.02.16 - 13:45

    Einerseits gibt es da wenig Leben, dass solche Bergbauarbeiten interessiert, andererseits ist uns einfach nicht sehr viel über die dortige Flora und Faune bekannt. Vielleicht haben wir die Viecher einfach bisher übersehen oder nicht als Bewohner wahrgenommen ...
    In solcher Tiefe ist es erst mal dunkel und außerdem herrscht auch so hoher Druck, dass die U-Boote auch schon was aushalten müssen. Also alles nicht so einfach.

  6. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Sharra 12.02.16 - 13:47

    Da unten gibts durchaus Leben. Nur eben recht kleine Varianten. Und diese sind durch das Aufwühlen extrem gefährdet. Die im tieferen Sand gebundenen Metalle werden aufgewirbelt und vergiften das Wasser. Im Gegenzug wird in, seit Jahrhunderten abgeschlossene, Schichten Sauerstoff gepumpt.

    Kurz: wir haben absolut keine Ahnung, was wir da unten anrichten.

  7. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Moe479 12.02.16 - 14:43

    hatten wir das je irgendwo?

  8. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: cuthbert34 12.02.16 - 15:01

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Kurz: wir haben absolut keine Ahnung, was wir da unten anrichten.

    Das stimmt. Aber das Coole ist doch, dass das wir die Schäden an der Wasseroberfläche gar nicht sehen. Da spüren wir den Wind, hören die Möwen und sonnen uns am Deck des Kreuzfahrtschiffes. Von daher: alles easy :)

  9. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: thorsten thorben kai uwe 12.02.16 - 16:09

    Thx für die Verlinkung. Habe ich gerade erst letztens gesehen und ist mir auch beim Lesen des Artikels eingefallen.

  10. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Butterkeks 12.02.16 - 16:16

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > >
    > > Kurz: wir haben absolut keine Ahnung, was wir da unten anrichten.
    >
    > Das stimmt. Aber das Coole ist doch, dass das wir die Schäden an der
    > Wasseroberfläche gar nicht sehen. Da spüren wir den Wind, hören die Möwen
    > und sonnen uns am Deck des Kreuzfahrtschiffes. Von daher: alles easy :)

    Absolut. Und wenn man Glück hat und sich im richtigen Teil der Weltmeere befindert, kann man auch noch ganz viel kostenloses Plastik mit nach hause nehmen.

  11. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: plutoniumsulfat 13.02.16 - 12:34

    Du widersprichst dir selbst: Wenn wir so wenig darüber wissen, warum bist du dir dann sicher, dass es nur kleine Lebewesen sind?

  12. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: nuvi 13.02.16 - 12:44

    Naja ganz einfach: widrige Lebensbedingungen führen meistens zu energiesparenden kompakteren Körpergrößen. Aber wissen kann man es natürlich nicht.

  13. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: Sharra 13.02.16 - 14:30

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du widersprichst dir selbst: Wenn wir so wenig darüber wissen, warum bist
    > du dir dann sicher, dass es nur kleine Lebewesen sind?

    Wir wissen wenig (es wurde ja durchaus schonmal nachgeschaut...) Aber wir wissen bei weitem nicht alles. Und keiner hat behauptet wir wüssten gar nichts. Mengenverhältnisse erkennen und verstehen...

  14. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: plutoniumsulfat 13.02.16 - 15:23

    Ersteres drückt eine bewiesene Erkenntnis aus, zweitens ist aber auch klar.

  15. Re: Meeresboden-Furchen noch nach 26 Jahren vorhanden

    Autor: irata 14.02.16 - 23:30

    Hat eigentlich schon in den 1960ern angefangen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Deep_sea_mining#Brief_history

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim
  2. SCHOTT AG, Mainz
  3. über duerenhoff GmbH, Münster
  4. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Change-Management: Wie man Mitarbeiter mitnimmt
Change-Management
Wie man Mitarbeiter mitnimmt

Wenn eine Firma neue Software einführt oder Prozesse digitalisiert, stößt sie intern oft auf Skepsis. Häufig heißt es dann, man müsse "die Mitarbeiter mitnehmen" - aber wie?
Von Markus Kammermeier

  1. Digitalisierung in Deutschland Wer stand hier "auf der Leitung"?
  2. Workflows Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht
  3. Digitalisierung Aber das Faxgerät muss bleiben!

Realme X50 Pro im Test: Der Oneplus-Killer
Realme X50 Pro im Test
Der Oneplus-Killer

Oneplus bezeichnete sich einst als "Flagship-Killer", mittlerweile stellt sich die Frage, wer hier für wen gefährlich wird: Das X50 Pro des Schwesterunternehmens Realme ist ein wahrer "Oneplus-Killer".
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Astro Slide Neues 5G-Smartphone mit aufschiebbarer Tastatur
  2. Galaxy S20 Ultra im Test Samsung beherrscht den eigenen Kamerasensor nicht
  3. Red Magic 5G Neues 5G-Gaming-Smartphone kommt mit 144-Hz-Display

Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro