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Nennt das Kind doch beim Namen ...

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  1. Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: Dadie 17.01.17 - 12:32

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn alle Beteiligten mal das Kind beim Namen nennen würden. Was die Leute bei Deep Mind erschaffen haben ist keine KI, sondern ein sich selbst optimierender Algorithmus. Ein wirklich guter sich selbst optimierender Algorithmus, aber nicht mehr und nicht weniger.

    Man gibt dem Algorithmus eine Umwelt, Sensoren und Aktionen, wirft ihm bei guten Aktionen Stöckchen hin und bei schlechten wird er geschlagen. Mit statistischen Lernverfahren optimiert der Algorithmus dann Transitionen zwischen Zuständen (via Aktionen) nach dem maximalen Stöckchen.

    Am Ende hat die Software gigantische Matrizen und gigantische Transitionssysteme, ist im Grunde aber nur ein statistischer Automat dessen Transitiontswahrscheinlichkeit durch unzählige Läufe optimiert wurden.

  2. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: Trollversteher 17.01.17 - 12:46

    Aha? Diese Beschreibung trifft aber ebenso auf unser biologisches Gehirn zu - das ist eben (noch) um einige Ebenen komplexer, aber die Lernprozesse laufen doch ähnlich ab. Dieser komplexe, sich selbst optimierende Algorithmus simuliert diese Lernvorgänge auf einer abstrahierten, vereinfachten Ebene. Wieso soll da die Bezeichnung "künstliche intelligenz" nicht zutreffend sein? Von "künstlichem Bewusstsein" ist ja nicht die Rede.

  3. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: Anonymer Nutzer 17.01.17 - 12:53

    außerdem ist nicht gesagt, dass der algorithmus sich nicht auch nach der lernphase während seiner anwendung weiter selbst optimiert. ich denke, dass das wohl ein teil einer echten ki ist. selbst bei der täglichen anwendung lernt sie dazu.

  4. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: JohnStones 17.01.17 - 21:43

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha? Diese Beschreibung trifft aber ebenso auf unser biologisches Gehirn zu
    > - das ist eben (noch) um einige Ebenen komplexer, aber die Lernprozesse
    > laufen doch ähnlich ab. Dieser komplexe, sich selbst optimierende
    > Algorithmus simuliert diese Lernvorgänge auf einer abstrahierten,
    > vereinfachten Ebene. Wieso soll da die Bezeichnung "künstliche intelligenz"
    > nicht zutreffend sein? Von "künstlichem Bewusstsein" ist ja nicht die Rede.

    Nein. Intelligenz ist die Fähigkeit zu abstrahieren. Ich kenne keinen Algo der das kann, ausser jene Abstaktion wurde konkret vorgegeben. Das ist dann aber nichts weiter als banale Datenverarbeitung.

  5. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: JohnStones 17.01.17 - 21:51

    bjs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > außerdem ist nicht gesagt, dass der algorithmus sich nicht auch nach der
    > lernphase während seiner anwendung weiter selbst optimiert. ich denke, dass
    > das wohl ein teil einer echten ki ist. selbst bei der täglichen anwendung
    > lernt sie dazu.

    Wie soll das sinnvoll funktionieren? Sämtliche Selbstoptimierung müsste determiniert sein, ansonsten zerstört er sich vermutlich selbst. Dann wäre es aber keine SELBSToptimierung mehr. Die Natur hat sich durch natürliche Auslese geholfen. Wie das bei einem Computerprogramm gehen soll? In meinen Augen geht "künstliche" Intelligenz nur über die Biotechnologie.

  6. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: Trollversteher 18.01.17 - 08:56

    >Nein. Intelligenz ist die Fähigkeit zu abstrahieren. Ich kenne keinen Algo der das kann, ausser jene Abstaktion wurde konkret vorgegeben. Das ist dann aber nichts weiter als banale Datenverarbeitung.

    Klingt, als hättest auch Du Dich noch nicht wirklich mit Neuronalen Netzen und "deep learning" Systemen auseinandergesetzt, denn *genau das* tun diese Systeme und genau das, die Fähigkeit zu abstrahieren, hat in den letzten Jahren die KI-Entwicklung um einige Schritte voran gebracht. Abstraktion spielt ja gerade bei hierarchisch verknüpften deep-learning Netzwerken eine Rolle, bei denen jede neurale Schicht Inputs auf einer höheren Abstraktionsebene verarbeitet als die darunter liegenden.

  7. Re: Nennt das Kind doch beim Namen ...

    Autor: Trollversteher 18.01.17 - 09:02

    >Wie soll das sinnvoll funktionieren? Sämtliche Selbstoptimierung müsste determiniert sein, ansonsten zerstört er sich vermutlich selbst. Dann wäre es aber keine SELBSToptimierung mehr.

    Das ist doch Unsinn - bei einem neuronalen Netzwerk findet die Selbstoptimierung, wie in einem biologischen Gehirn, durch Änderung der Gewichtungen der Signalwege sowie (bei komplexeren Modellen) die Schaffung neuer Neuronenverknüpfungen statt. Wir lernen und optimieren unsere Handlungen ebenfalls ohne uns selbst zu zerstören.

    >Die Natur hat sich durch natürliche Auslese geholfen. Wie das bei einem Computerprogramm gehen soll? In meinen Augen geht "künstliche" Intelligenz nur über die Biotechnologie.

    Das ist ein Fehlschluss. Dir ist bewusst, das Computer schon immer dazu verwendet wurdne, um natürliche Vorgänge - sei es in der Chemie, der Biologie, der Geologie oder der Meterologie zu simulieren? Ebenso lassen sich die Vorgänge in einem Hirn simulieren - wenn auch derzeit noch auf einem groben, abstrahierten Simulationsmodell.
    Die Rolle der "Natur" übernimmt hier der Mensch, bzw. der Entwickler, der sich einfach "dreist" bei der Natur bedient und einfach das Ergebnis von Millionen von Jahren an Evolution als Vorbild nimmt und es in einer Simulation nachmodelliert.

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