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Nicht machbar

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  1. Re: Nicht machbar

    Autor: Trollversteher 17.01.17 - 16:35

    >Unser Gehirn folgt aber eben nicht "biologischen Algorithmen", sonst wäre denken überhaupt nicht möglich. Denken ist frei.

    Äh, nein. Denken ist nicht frei. Frag mal einen Neurologen. Denken ist lediglich ein derart komplexer Vorgang, dass er uns unbestimmt und frei vorkommt, trotzdem läuft er nach fest vorgegeben Regeln ab - und dieses Regelsystem wird von "biologischen Algorithmen" simuliert.

    >Für uns wirkt ein Wurm als würde dieser nach Algorithmen handeln, da er ständig über Generationen hinweg das selbe tut und sein Verhalten kaum anpasst. Alleine die letzten 2000 Jahre Zeigen doch, dass das menschliche Gehirn frei denken und damit zu unglaublichen zu Stande ist.

    Ja und? Was sagt das in diesem Zusammenhang aus? Auch wenn die Theorie zu neuronalen Netzen schon etwas älter ist, praktisch umsetzen können wir sie erst seit wenigen Jahrzehnten. Das menschliche Gehirn hat sich in einem mehrere Millionen Jahre andauernden Evolutionsprozess zu dem entwickelt, was es heute ist. Da die Entwicklung derzeit exponentiell und nicht linear vorangeht, wird man vermutlich schon gegen Mitte/Ende des Jahrhunderts den Punkt der "Singularität" erreicht haben, an dem simulierte Gehirne leistungsfähiger sein werden als das Menschliche.

    >Hier Wikipedia: "Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen. Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten(https://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmus#Definition).
    Würden wir mithilfe von Algorithmen denken wäre nichts Zufall und alle unsere Zukünftigen Handlungen ließen sich berechnen und damit vorhersagen.

    Neuronale Netze denken auch nicht dadurch, dass Algorithmen einen Weg von einem Problem zu einer Lösung vorgeben. Die Algorithmen eines neuronalen Netzes dienen nur der Simulation der Lernprozesse und deren Anwendung. Sie stellen also quasi ein virtuelles Netz von verknüpften Nervenzellen dar, sie dienen nicht, wie bei der klassischen Programmierung, als Regelwerke um in einer bestimmten Situation bestimmte, vorgegeben Aktionen auszuführen.

    >Meine Entscheidungen basieren nicht nur auf Erfahrungen und einem vererbten Instinkt. Sie beeinflussen meine Entscheidungen, diese sind aber letztendlich unabhängig von den genannten Einflüssen. Sonst wäre man überhaupt nicht in der Lage zu denken.

    Unsinn. Natürlich basieren Deine Erfahrungen aus dem aktuellen Zustand Deines Gehirns. Das beinhaltet das individuelle Verknüpfungsmuster und Gewichtungen, welche Dein Hirn durch Erfahrung und Lernprozesse im Laufe der Zeit gebildet hat, sowie der aktuelle biochemische Cocktail der auf die entsprechenden Rezeptoren einwirkt, sowie genetisch und pränatal vorgeprägte Faktoren.
    Ob da noch irgendein übernatürlicher Faktor eine Rolle spielt, konnte bisher noch nicht erwiesen werden - dieser würde aber auch, was die reine Intelligenz betrifft, keine Rolle spielen - der kommt erst ins Spiel wenn man nach der Persönlichkeit, dem Selbstbewusstsein bzw. der "Ich-Identität" fragt. Aber Intelligenz ist auch ohne Bewusstsein möglich.

  2. Re: Nicht machbar

    Autor: Lasthope 17.01.17 - 17:13

    Im Grunde möchte der gute denis einen laplaceschen Dämon programmieren. Nun gut, warum nicht das Rad nochmal erfinden?
    PS: der laplacesche Dämon funktioniert nur solange er kein Teil unseres Universums ist.
    Na kommt das jemand bekannt vor?
    PPS: hier sind ja ganz schön viele gehirnexperten versammelt

  3. Re: Nicht machbar

    Autor: Cyrion 17.01.17 - 18:48

    >Wie weit ist da der Unterschied zwischen einer CPU und dem Gehirn? Das Grundprinzip >scheint ziemlich ähnlich nur die Komplexität ist eine andere.
    eigentlich nicht, auch das Grundprinzip ist ein anderes.
    Eine übertragene "information" kann im Gehirn weitergeleitet werden oder nicht , abhängig von Reizstärke oder physischem Übertragungsweg, inhibiert oder exzitatorisch durch andere Neuronen verstärkt.
    Da gibt es kein "An" "Aus".
    Wenn ein Computer "Schläft" ist er aus.
    Wenn ein Gehirn schläft ist es trotzdem sehr aktiv, nur hat es gewisse Bereiche wie den Muskeltonos oder das Bewusstsein temporär stillgelegt.

    Im Übrigen finde ich ist auch der Gedanke, eine auf einem neuronalen Netzwerk aufgebaute KI könne mit uns vergleichbar sein objektiv absurd.
    Diese KI müsste von Hand mit Informationen gefüttert werden, die diese verarbeiten soll.
    "Wir" hingegen entstehen als Abbild der auf uns einwirkenden Umwelt in Verbindung mit unserem physisch vorgegebenen Körper.
    Nicht nur das, wir altern auch. Die biologischen Gesetze die z.B. unsere Neuroplastizität steuern stehen einem sich ewig aufbauenden neuralennetz völlig entgegen.
    Ein Neugeborenes besitzt die höchste Anzahl Neuronaler Verknüpfungen, die dann stetig bis zu einem Alter von 30-35 rapide und danach langsamer abnehmen.

    Kurz: wir adaptieren uns unentwegt an die Aussenwelt. Wir verfallen. Wir besitzen evolutionäre verarbeitungs und überlebensstrategien. All das beeinflusst was wir "Intelligenz" und/oder "Wissen" nennen. Ein ewig informationenfressender Computer der nicht verlernt, verdrängt oder dissoziiert würde als erstes wahrscheinlich einen "Nervenzusammenbruch" erleiden sollte man ihn mit der jetzigen Konzeption bauen wollen. Da ist das Skynet syndrom auch nicht mehr soweit weg, wenn z.B. für den Gedanken:
    Alle Menschen schaden sich gegenseitig, sofern die Menschheit weiter besteht vergrößert sich der Schaden" -und alle von der KI als negativ empfundenen Emotionen.
    Wir würden soetwas vergessen, oder verdrängen oder aufarbeiten (z.B. Therapeutisch)
    Ein nicht vergessende KI würde einfach bloß das eigene "Leid weiter und weiter vergrößern" solange bis es notgedrungen eine Konsequenz trifft.

    Und gerade solche Fragestellungen die jetzt noch keinerlei Relevanz für uns haben, da dies in uns alles automatisch passiert müssten bei der Konzeption berücksichtigt werden. Wir sind ja kein Zufallsprodukt, sondern "das was überlebt hat weil es irgendwie funktioniert" und selbst hier hätte ein Inuit in Australien seine Probleme.

    Er will eine Super KI schaffen? dann müsste er erstmal den Menschen verstehen.

  4. Re: Nicht machbar

    Autor: -eichi- 17.01.17 - 20:38

    Naja , eigendlich ist doch unser gehirn auch nur programiert
    Man lernt verschiedenes und kombiniert das alles (teilweise sehr abstrakt ) und dann probieren wir das aus und wenn es nicht den gewünschten erfolg brind probieren wir etwas anderes.

    Was warscheindlich nicht möglich ist ist einer KI emotionen beizubringen , dazu müsste sie Gefühle haben. Die versteht aber der Mensch nicht , er hat sie einfach

    Wobei warum sollten gefühle nicht auch etwas erlerntes sein

    Sobald eine KI lernen kann d.h. sich selbst programmieren und selbst Algorythmen entwickeln kann muss sie nur noch mit genug informationen gefütert werden um zu einer richtigen inteligenz (was ist das überhaupt?) zu werden .

    Letztendlich muss sich eine KI selbst programmieren , der mensch muss nur probrammieren wie das geht

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