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Schon mehrere Logikfehler

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  1. Schon mehrere Logikfehler

    Autor: dabbes 17.01.17 - 11:11

    "Für Deep Mind basteln mehrere Hundert Mitarbeiter an Programmen, die ohne jede fremde Hilfe die Welt entdecken und verstehen."

    Warum müssen mehrere Hundert Mitarbeiter daran arbeiten, wenn das Programm "ohne fremde Hilfe" die Welt entdecken soll? Eine echte KI lernt das doch selbst.


    "Statt für jede Aufgabe auf unterschiedliche Algorithmen angewiesen zu sein, würde dieser eine Algorithmus alles können: den schnellsten Weg ermitteln..."

    Falsch! Dieser Algorithmus muss herausfinden, wie z. B. der schnellste Weg ermittelt werden kann. Wenn der Algorithmus das kann, dann kann er alles lernen. Lernen bedeutet aber nicht verstehen.


    Es ist jedenfalls nur eine Frage der Zeit / Rechenleistung / Geld, bis eine funktionierende Basis-KI erstellt ist, die wird dann aber nicht Superintelligent sein, sondern eher wie ein sehr junges Kind.

    Die erste Frage ist, ob sich dieses Basis weiterentwickeln kann.
    Die zweite, ob wir das wollen bzw. bis zu welchem Punkt wir das gestatten und ob wir es verhindern können.

    Denn wenn unser lieber Demis dem Ding beibringt, dass das oberste Ziel "zu gewinnen" ist, dann gute Nacht, dann hat Hawking wieder mal recht.

  2. Re: Schon mehrere Logikfehler

    Autor: bofhl 17.01.17 - 11:25

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Für Deep Mind basteln mehrere Hundert Mitarbeiter an Programmen, die ohne
    > jede fremde Hilfe die Welt entdecken und verstehen."
    >
    > Warum müssen mehrere Hundert Mitarbeiter daran arbeiten, wenn das Programm
    > "ohne fremde Hilfe" die Welt entdecken soll? Eine echte KI lernt das doch
    > selbst.

    Weil wir keine KI-Hardware haben, die deine Annahme des Selbstlernens ausführt! Also bleibt nur der Weg des Erstellens des Programmes per Hand.

    >
    >
    > "Statt für jede Aufgabe auf unterschiedliche Algorithmen angewiesen zu
    > sein, würde dieser eine Algorithmus alles können: den schnellsten Weg
    > ermitteln..."
    >
    > Falsch! Dieser Algorithmus muss herausfinden, wie z. B. der schnellste Weg
    > ermittelt werden kann. Wenn der Algorithmus das kann, dann kann er alles
    > lernen. Lernen bedeutet aber nicht verstehen.

    Nur heißt aber auch "Verstehen" nicht immer "er-lernt"! Und durchaus lernen viele was ohne es jemals zu verstehen - nur müssen sie das auch, dass ist die eigentliche Frage?

    >
    >
    > Es ist jedenfalls nur eine Frage der Zeit / Rechenleistung / Geld, bis eine
    > funktionierende Basis-KI erstellt ist, die wird dann aber nicht
    > Superintelligent sein, sondern eher wie ein sehr junges Kind.
    >
    > Die erste Frage ist, ob sich dieses Basis weiterentwickeln kann.
    > Die zweite, ob wir das wollen bzw. bis zu welchem Punkt wir das gestatten
    > und ob wir es verhindern können.

    .. oder ob wir es dürfen! Denn ab einem gewissen Punkt ist es eine echte "Intelligenz" und dann ein Individuum und von dort zum Begriff "Leben" ist es dann nicht mehr weit.
    (Ok, Menschen haben weder vor sich noch vor anderen genügend Respekt um es nicht zu verändern, beschädigen und zu zerstören...)

    >
    > Denn wenn unser lieber Demis dem Ding beibringt, dass das oberste Ziel "zu
    > gewinnen" ist, dann gute Nacht, dann hat Hawking wieder mal recht.

    Nicht immer ist das Ziel "zu gewinnen" das Schlechteste - es kommt nur darauf an was dieses "Gewinnen" ist bzw. wie es definiert wurde! Heute leider zu oft mit "zerstöre den/das/die anderen" - der Grund siehe Klammer oben.

  3. Re: Schon mehrere Logikfehler

    Autor: Trollversteher 17.01.17 - 11:32

    >Warum müssen mehrere Hundert Mitarbeiter daran arbeiten, wenn das Programm "ohne fremde Hilfe" die Welt entdecken soll? Eine echte KI lernt das doch selbst.

    Ganz einfach, weil eine "echte KI" nicht im luftleeren Raum entstehen kann. Die Evolution hat hunderte Millionen von Jahren gebraucht, um die Vorraussetzung zu unserer "echten KI" zu schaffen.

    >Denn wenn unser lieber Demis dem Ding beibringt, dass das oberste Ziel "zu gewinnen" ist, dann gute Nacht, dann hat Hawking wieder mal recht.

    Oder die KI selber auf diese Idee kommt. Allerdings fehlt allen aktuellen KI Ansätzen im Vergleich zum biologischen Gehirn u.A. der biochemische Einfluss, der unsere Gefühlswelt und damit einen großen Teil unserer Unberechenbarkeit ausmacht. Und einen evolutionär entstandenen Überlebenswillen besitzt die KI ebenfalls nicht - solange man ihr diesen nicht künstlich "einpflanzt"...

  4. Re: Schon mehrere Logikfehler

    Autor: chewbacca0815 17.01.17 - 14:39

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch! Dieser Algorithmus muss herausfinden, wie z. B. der schnellste Weg ermittelt werden kann. Wenn der Algorithmus das kann, dann kann er alles lernen. Lernen bedeutet aber nicht verstehen.

    Im ersten Schritt ist es reines Lernen, wie in der Schule auch. Wenn dann die Fähigkeit dazukommt, aus dem Erlernten Querverbindungen und Rückschlüsse zur Vermeidung des gleichen Fehlers ein zweites Mal zu ziehen, dann wird Intellogenz draus.

    > Es ist jedenfalls nur eine Frage der Zeit / Rechenleistung / Geld, bis eine funktionierende Basis-KI erstellt ist, die wird dann aber nicht Superintelligent sein, sondern eher wie ein sehr junges Kind.

    Schon mal einem Kind zugesehen und miterlebt, wie schnell es aus seiner Umwelt "lernt" und am Erlernten wächst?

    > Denn wenn unser lieber Demis dem Ding beibringt, dass das oberste Ziel "zu gewinnen" ist, dann gute Nacht, dann hat Hawking wieder mal recht.

    Stimmt

  5. Re: Schon mehrere Logikfehler

    Autor: mnementh 17.01.17 - 19:01

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Für Deep Mind basteln mehrere Hundert Mitarbeiter an Programmen, die ohne
    > jede fremde Hilfe die Welt entdecken und verstehen."
    >
    > Warum müssen mehrere Hundert Mitarbeiter daran arbeiten, wenn das Programm
    > "ohne fremde Hilfe" die Welt entdecken soll? Eine echte KI lernt das doch
    > selbst.
    >
    Ja, aber die Evolution hat für unseren Lernalgorithmus 1 Milliarde Jahre gebraucht. So lange wollen wir nicht warten, deshalb mehrere Hundert Mitarbeiter um den Lernalgorithmus zu verbessern.

    > "Statt für jede Aufgabe auf unterschiedliche Algorithmen angewiesen zu
    > sein, würde dieser eine Algorithmus alles können: den schnellsten Weg
    > ermitteln..."
    >
    > Falsch! Dieser Algorithmus muss herausfinden, wie z. B. der schnellste Weg
    > ermittelt werden kann. Wenn der Algorithmus das kann, dann kann er alles
    > lernen. Lernen bedeutet aber nicht verstehen.
    Was bedeutet Verstehen? Ich habe immer ein Problem damit wenn Leute sagen das ist keine echte Intelligenz/Bewusstsein/Verstehen, diese Begriffe aber selbst unscharf lassen.

    > Es ist jedenfalls nur eine Frage der Zeit / Rechenleistung / Geld, bis eine
    > funktionierende Basis-KI erstellt ist, die wird dann aber nicht
    > Superintelligent sein, sondern eher wie ein sehr junges Kind.
    >
    Nee, man kann schon noch viel am grundlegenden Lernalgorithmus bauen.

    > Die erste Frage ist, ob sich dieses Basis weiterentwickeln kann.
    Schon jetzt lernen Machine Learning Algorithmen - und das durchaus erfolgreich für eingegrenzte Einzelgebiete. Mithin, wenn man das Lernen verallgemeinern kann, sollte sich die Basis weiterentwickeln können.

    > Die zweite, ob wir das wollen bzw. bis zu welchem Punkt wir das gestatten
    > und ob wir es verhindern können.
    >
    Jepp, das ist eine schwerwiegende und gerechtfertigte Frage. Ich würde noch hinzufügen: Soll eine Firma wie Alphabet (Google) die erste ausgewachsene KI besitzen? Oder ein Staat?

    > Denn wenn unser lieber Demis dem Ding beibringt, dass das oberste Ziel "zu
    > gewinnen" ist, dann gute Nacht, dann hat Hawking wieder mal recht.
    Gewinnen ist sehr breit. Wir lernen weil wir Schmerzen (schlecht) oder Glück (gut) empfinden. Das ist unsere Basisprogrammierung. Wir versuchen also unser Glück zu optimieren und die Schmerzen zu reduzieren. Wir lernen wie wir das tun. Irgendsolche Vorgaben muss es geben, denn sonst kann nicht unterschieden werden welche Impulse verstärkt und welche abgeschwächt werden sollen.

  6. Re: Schon mehrere Logikfehler

    Autor: JohnStones 17.01.17 - 21:25

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dabbes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Für Deep Mind basteln mehrere Hundert Mitarbeiter an Programmen, die
    > ohne
    > > jede fremde Hilfe die Welt entdecken und verstehen."
    > >
    > > Warum müssen mehrere Hundert Mitarbeiter daran arbeiten, wenn das
    > Programm
    > > "ohne fremde Hilfe" die Welt entdecken soll? Eine echte KI lernt das
    > doch
    > > selbst.
    >
    > Weil wir keine KI-Hardware haben, die deine Annahme des Selbstlernens
    > ausführt! Also bleibt nur der Weg des Erstellens des Programmes per Hand.

    Tja und hier fängt das Problem schon an. Intelligenz wie wir sie verstehen muss hardwarebasiert sein. Das ist ja gerade das geniale am Gehirn, dass es sich ständig verändern kann, neue Strukturen/Verbindungen bildet.

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